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Bild: Alones | Shutterstock

Mission Energiewende | Afrika & Klima

Ambitionen, Träume & Innovationskraft

Die Auswirkungen der Klimakrise — Menschen in Afrika bekommen sie besonders heftig zu spüren. Temperaturen steigen, extreme Wetterereignisse nehmen zu. Und entsprechend steigt das Risiko, dass Ernten zerstört werden, Menschen zur Flucht gezwungen werden oder sich im Kampf um wertvolle Ressourcen bekriegen. Fachleute schätzen ein, dass vor allem das Handeln der Industrienationen dafür verantwortlich ist.

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55 Länder — als Einheit wahrgenommen

Zu wenig Wissen und viele negative Stereotype prägen das Bild von Afrika in Deutschland, sagt Journalist und Afrika-Experte Julian Hilgers. In Nachrichten würden demnach häufig Krieg, Krise, Krankheit und Hunger dominieren, während konstruktive Geschichten über Innovation, demokratische Entwicklungen und gesellschaftliches Engagement weniger Aufmerksamkeit bekämen. Dabei gibt es in vielen Städten eine junge, dynamische Bevölkerung und spannende Entwicklungen — etwa bei Start-ups, erneuerbaren Energien und Elektromobilität. Afrika werde in Deutschland noch immer oft als einheitlicher Kontinent wahrgenommen — Hilgers hält genau das für eines der größten Probleme.

Wenn ich in afrikanische Länder fahre, dann werde ich danach gefragt: ‚Und Julian, wie war es in Afrika?‘ Weil die Leute noch immer nicht differenzieren können.

Julian Hilgers, Journalist und Afrika-Experte

Foto: memo AG

Klimakrise trifft Länder unterschiedlich

Auch beim Thema Klima lassen sich die „55 Countries“ nicht über einen Kamm scheren. Der afrikanische Kontinent umfasst verschiedene Klimazonen — während Länder am Horn von Afrika und in der Sahelzone besonders unter zunehmenden Dürren leiden, kämpfen andere Regionen stärker mit Überschwemmungen und Zyklonen, so Julian Hilgers. Steigende Temperaturen und veränderte Regenzeiten treffen demzufolge vor allem Menschen, die von Landwirtschaft und Subsistenzwirtschaft leben. Gleichzeitig entstehen neue Chancen: Solarenergie, Wasserkraft und grüner Wasserstoff könnten Ländern helfen, sich in Zukunft unabhängiger von Einflüssen von außen zu machen.

Was eigentlich alle Staaten trifft, das sind steigende Temperaturen, und das merken die Leute auch viel unmittelbarer, weil sie eben viel Landwirtschaft betreiben, weil sie viel draußen sind. Veränderte Regenzeiten, die kürzer werden, die sich verschieben, die intensiver werden, teilweise. Und auch der steigende Meeresspiegel, der zumindest alle Küstenstaaten mehr oder weniger gleichermaßen trifft.

Julian Hilgers, Journalist und Podcaster

Welche zentrale Frage noch nicht beantwortet ist, wenn es um Klimaschutz, Anpassung und Entwicklung in afrikanischen Ländern geht, das erzählt Afrika-Experte und Journalist Julian Hilgers in dieser Folge von „Mission Energiewende“ im Gespräch mit detektor.fm-Moderatorin Ina Lebedjew.

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