Mit einem Ticket durch ganz Europa reisen – das geht dank Interrail seit vielen, vielen Jahren. Das Ticket sollte ursprünglich nur über einen Zeitraum von neun Monaten angeboten werden, für junge Leute, damit sie etwas von der Welt sehen können. Heute ist es seit mehr als 50 Jahren am Markt und immer noch beliebt.
Wie das Reisen mit Interrail funktioniert und worauf man bei der Buchung achten sollte, darum geht’s heute hier im Klima Podcast von detektor.fm. Ich bin Ina Lebedjew. Hi, ich bin der Herr von der Welt. Seit das Interrail Ticket vor mehr als 50 Jahren an den Start gegangen ist, sind Reisen mit dem Zug beliebter denn je. Heute werden jedes Jahr mehr als 600.000 solcher Tickets verkauft. 40.000 Reiseziele erreicht man so. Diverse Bahngesellschaften decken Teilstrecken ab und geben jeweils unterschiedliche Rahmenbedingungen vor.
Wer sich durch die Interrail-Website und Blogs zum Thema arbeitet, fühlt sich am Ende mitunter erschlagen. Wir haben uns deshalb unter erfahrenen Bahnreisenden umgehört und wollten wissen, welche Tipps sie für Interrail-Neulinge haben. Und ich bin selbst ganz gespannt, was dabei rausgekommen ist, denn meine Kollegin Marisa Becker hat die Gespräche geführt und ist jetzt bei mir im Studio.
Die Anfänge von Interrail
Hallo Marisa! Hallo Ina! Wir haben es schon festgestellt: Das Interrail Ticket gibt es seit mehr als 50 Jahren. Wie hat es damals denn angefangen? Das Ticket wurde 1972 zum 50. Jahrestag des Internationalen Eisenbahnverbandes eingeführt und richtete sich, das hast du ja auch schon angedeutet, an vor allem junge Menschen unter 21 Jahren. Damals konnte man einen Monat lang unbegrenzt in der zweiten Klasse reisen und zwar durch 21 Länder.
Das kam damals direkt richtig gut an. 87.000 Tickets wurden im ersten Jahr bereits verkauft, und das bedeutete für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu dieser Zeit eine vorher wirklich nicht gekannte Freiheit. Und im Vergleich zu heute sind das natürlich relativ wenige Tickets. Du hast eben schon gesagt, es ist enorm beliebt, wird sehr, sehr viel genutzt. Aber für den Staat war das schon eine sehr beachtliche Zahl. Und letztlich war das Ticket dann eben auch so beliebt, dass es nicht wie geplant nach neun Monaten auslief, sondern bis heute verlängert und weiterentwickelt wurde.
Die besondere Erfahrung des Reisens
Ja, so die allererste Reise ohne Eltern mit Freunden, die vergisst man ja auch nicht, oder? Das ist was ganz Besonderes, finde ich. Total! Und vor allem damals – ich glaube, heute ist es ja viel normaler, dass man auch so richtige Fernreisen mit seinen Eltern macht. Aber so, wenn ich jetzt die Erzählungen von meinen Tanten, Mama, Papa und so weiter mir vor Augen führe, die haben damals nicht so weit weg Urlaub gemacht.
Also zumindest ist es nicht halt so, ich sag mal, normalsterblicher oder normalsterbliche. Da bist du irgendwie vielleicht an die Ostsee oder an die Nordsee gefahren oder ins Sauerland. Aber ansonsten war zumindest in meiner Familie da nicht so viel. Und dann ist sowas natürlich eine Tür, die da aufgeht, die man sich kaum vorstellen kann. Naja, und auch Teile der Menschen konnten ja auch gar nicht so weit reisen und die Welt sehen, wie es heute eben easy möglich ist.
Interrail heute
Wie funktioniert denn Interrail heute? Erzähl mal, wie das läuft. Also heute ist die Bandbreite an Tickets – den sogenannten Pässen – deutlich größer. Damals gab es dieses eine Ticket mit diesem einen sozusagen Bedingungskatalog. Und heute gibt es eben eine viel, viel breitere Auswahl.
Und zwar gibt es erst einmal einen Unterschied zwischen den Einländer-Pässen und den Global-Pässen. Bei den Einländer-Pässen ergibt sich schon so ein bisschen aus dem Namen, dass man damit eben ein Land bereisen kann. Das heißt, ich will zum Beispiel einen Frankreichpass und kann damit dann zum Beispiel innerhalb eines Monats an einer festgelegten Anzahl an Tagen die Züge in Frankreich nutzen.
Beim Global Pass kann ich innerhalb eines festgelegten Zeitraums an einer bestimmten Anzahl an Tagen durch 33 Länder reisen.
Eigene Erfahrungen mit Interrail
Okay, hast du denn Interrail selber schon mal ausprobiert? Ich bin zwar schon in einigen europäischen Ländern mit dem Zug gefahren, aber ich habe dafür tatsächlich noch nie ein Interrail Ticket genutzt, weil ich eigentlich immer nur ein Ziel hatte, für das ich dann eben auch einen Zug gebucht habe. Und du?
Ja, mir geht es genauso. Ich fahre zum Beispiel mit dem Zug in Österreich, in der Schweiz, in Frankreich, in Italien unterwegs. Aber eine Weile lang wusste ich auch gar nicht, dass Interrail überhaupt für Erwachsene möglich ist. Deswegen habe ich es auch noch nie ausprobiert oder genutzt. Vielleicht hätte sich das ja sogar gelohnt.
Du hast ja mit Menschen gesprochen, die ein bisschen mehr Erfahrung mitbringen als wir beide zusammen. Was haben die dir denn so erzählt? Ich bin bei Social Media auf die Suche gegangen, um mich mit Leuten zu connecten, die schon mit Interrail gereist sind. Und ich habe dort ein paar richtig spannende Eindrücke bekommen.
Interrail habe ich zweimal bisher genutzt. Einmal 2002, also vor 24 Jahren, als ich innerhalb von 365 Tagen einmal um die Welt fahren wollte, möglichst ohne Flugzeug. Da bin ich in Mainz in Deutschland gestartet und habe die Vier-Wochen-Version genommen und bin nach Frankreich gefahren und dann über die Kanalinsel Guernsey, was im Preis nicht inbegriffen war, nach England und bin dann praktisch England, Wales und Schottland bis nach Inverness mit dem Zug gefahren.
Das war eine sehr, sehr schöne Erfahrung. Witzig, damals natürlich noch alles auf Papier. Social Media gab es noch gar nicht, Internet noch mehr oder weniger in Anfängen. Und dann, 23 Jahre später, habe ich dann das zweite Mal Interrail genutzt, um von Dresden nach Trondheim zu kommen. Mittlerweile alles digitalisiert in einer App, fand ich total nutzerfreundlich.
Tipps für Interrail-Reisen
Und was natürlich jetzt wirklich toll ist an Interrail, dass man auch eine Vier-Tage-Version nutzen kann. Ich bin dann praktisch mit dem Nachtzug von Hamburg Richtung Stockholm. Da hatten wir dann einen Log-Schaden, hatten noch mal einen Log-Schaden, hatten insgesamt neun Stunden Verspätung, um in Stockholm anzukommen. Daher auch mein Tipp: Nehmt euch auf jeden Fall genug Zeit oder plant genug Zeit ein.
Dann ging es mit einem weiteren Nachtzug von Stockholm an die norwegische Grenze und dann weiter nach Trondheim. Ja, insgesamt muss ich sagen, waren die Nachtzüge sehr angenehm. Und was ich natürlich an Interrail total cool finde, ist, dass man das sehr kurzfristig buchen kann. Weil wir wissen ja, normalerweise ist das aber mithilfe von Interrail kann man auch kurzfristig noch in die Ferien starten und spontan eigentlich tolle Reisen machen.
Ich habe das Ticket zweimal benutzt. Ich glaube, noch dass für unter 27 war das dann wahrscheinlich, weil das da auch echt noch mal deutlich günstiger ist. Und einmal bin ich durch Österreich, Slowenien und Kroatien damit gefahren für den Urlaub. Und einmal nur nach Frankreich und zurück mit ein paar Zwischenhalten. Und beides war ziemlich cool.
Damals hat man das noch mit Papier gemacht und seine Zugverbindungen da händisch eingetragen. Ich glaube, mittlerweile ist das alles digital. Aber das hat ziemlich gut funktioniert. Bis auf eine Verbindung, die mal ausgefallen ist. Und dann gab es einen Bus stattdessen. Hat aber auch alles funktioniert. Kontrollen haben immer super funktioniert.
Bahnreise-Influencer
Und inzwischen gibt es bei Social Media auch einige Accounts, die sich so als Bahnreise-Influencer einen Namen gemacht haben. Und ein Account, der mir dabei total ins Auge gestochen ist, das ist der von Anna und Yannik. Die beiden nehmen ihre Community bei Instagram als „Grün um die Welt“ mit durch Europa. Und zwar ausschließlich mit dem Zug.
Das klingt richtig spannend! Ist es auch, weil man dadurch einen Einblick bekommt, wie es eigentlich ist, zum Beispiel mit dem Eurostar zu fahren und wie man da besonders günstige Tickets kriegt. Die beiden haben da nämlich einige Tipps parat. Oder auch, wie man in Irland in zehn Jahren, wenn man das so sieht.
Und die Motivation, mit der Anna und Yannik damals gestartet sind, war, dass sie nachhaltiger leben wollten. Und dann haben wir uns entschieden, dass wir eine Weltreise machen wollen und waren so am hin und her überlegen, ob wir jetzt da direkt von Deutschland eigentlich auch zum Beispiel jetzt nach Thailand mit der Bahn fahren.
Und haben uns das aber nicht so richtig zugetraut, weil wir einfach gedacht haben, okay, das dauert total lange. Und haben dann aber überlegt, wie können wir das so nachhaltig wie möglich machen. Und dann kam eigentlich schon, okay, wir fliegen nach Thailand. Aber von da an soll es dann nur noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gehen.
Und dann fing es an mit den ersten Zugreisen, eigentlich Nachtzug durch Thailand, selbst von Ort zu Ort, Busse natürlich. Und als wir dann zurückkamen 13 Monate später, haben wir einfach das weiter gemacht. Also mit öffentlichen Verkehrsmitteln immer weiter mit dem Zug gereist. Dann ging auch die erste Reise innerhalb Europas mit dem Nachtzug nach Stockholm.
Und dann haben wir festgestellt, das ist total die coole Reiseart. Und es macht total viel Spaß. Und in Europa ist es noch mal einfacher als eigentlich überall anders. Und ja, seitdem machen wir das. Und das machen sie jetzt seit drei Jahren. Und dafür nutzen sie eben unter anderem auch das Interrail Ticket, vor allem für sogenannte Rail Trips, wie sie sie nennen.
Also Rail Trips, so wie Road Trip, nur mit dem Zug. Genau, den Begriff habe ich bei den beiden aufgeschnappt und ich fand ihn irgendwie einfach großartig, weshalb ich ihn hier unbedingt einmal droppen musste. Anna und Yannik haben ihre erste Interrail-Reise letztes Jahr gemacht und haben festgestellt, dass sich das in manchen Ländern mehr und in anderen ein bisschen weniger lohnt.
Erfahrungen und Tipps von Anna und Yannik
Also wir haben ja gerade gesagt, dass durch das Baltikum unsere erste Interrail-Reise war. Und da würden wir sagen, das lohnt sich eher nicht, weil die Tickets einfach schon so richtig günstig sind. Aber auf der gleichen Reise sind wir dann auch zum Beispiel mit dem ja übers Baltikum dann nach Finnland mit der Fähre übergesetzt und in Finnland dann mit dem Nachtzug fahren bis nach Finnisch Lappland. Und da hat sich das dann zum Beispiel sehr gelohnt.
Weitere Länder, also wir sind sehr viel in Skandinavien unterwegs. Schweden und Norwegen eignen sich total gut. Da ist es auch sehr einfach mit der Interrail-Buchung. Was wir halt unfassbar gerne machen, ist, Nachtzüge nutzen über Interrail, weil man dann eben nur die Reservierung zahlt. Holen hat sich gut gelohnt bei uns, als wir es gemacht haben.
Die Schweiz, davon hören wir immer wieder, dass sich das sehr lohnt. Österreich. Und was sich halt eben nicht so sehr lohnt, ist zum Beispiel Spanien, weil es sehr kompliziert ist mit Interrail. Aber auch Frankreich beispielsweise, wenn man in Tegel Willis buchen möchte, also Schnellzüge, weil man da nochmal hohe Sitzplatzreservierungen hat. Und genauso Italien.
Also das müsste man sich mal vorher einfach nachschauen, wie teuer sind da Sitzplatzreservierungen, dass man sich das schon mal ungefähr überlegen kann. Lohnt sich das trotzdem? Mache ich das trotzdem? Und nicht am Ende dann die große Überraschung kommt, dass ich dann noch super viel Geld für Sitzplatzreservierungen ausgeben muss.
Sitzplatzreservierungen und Flexibilität
Man muss also immer ganz genau prüfen, ob Interrail sich ja wirklich lohnt. Anna hat da auch ein Beispiel gebracht, und zwar kostet eine Reservierung für den Nachtzug von Hamburg nach Stockholm 42 Euro mit Interrail. Und das Ticket an sich würde eigentlich 150 Euro kosten. Hier spart man also wirklich gut Geld. Aber man sollte eben auch prüfen, ob man zum Beispiel von der Flexibilität profitiert, die das Ticket eben bietet.
Erklär mal genauer, inwiefern. Also an dem Reisetag, den man sich quasi in seinen Interrail-Pass dann einträgt, darf man auf der Strecke auch immer aussteigen und dann einfach irgendeinen anderen Zug nehmen. Außer wenn du jetzt natürlich Sitzplätze reserviert hast, dann sind die halt für den Zug reserviert, wo du die reserviert hast. Aber das braucht man nicht in jedem Land. Das ist immer sehr unterschiedlich.
Du hast das ja schon angedeutet. Die Bedingungen, was braucht man, wo – das variiert einfach von Bahngesellschaft zu Bahngesellschaft. In Frankreich zum Beispiel darf man gar nicht in den Zug einsteigen, wenn man keinen Sitzplatz reserviert hat. Also da ist das ganz klar gekoppelt. Und man darf nicht ohne Sitzplatz reisen, zum Beispiel.
In Deutschland ist das ja anders, dass man auch wirklich in einem überfüllten ICE dann am Ende auf dem Boden sitzt, neben 30 anderen, weil der Zug völlig überbucht ist. Und sowas passiert ja halt in Frankreich nicht. Hat da natürlich andere Vor- und Nachteile, was so die Flexibilität betrifft. Aber das muss man im Hinterkopf haben.
Aber das heißt, wenn ich jetzt zum Beispiel von Köln nach London fahre, dann kann ich theoretisch in Brüssel aussteigen, da ein paar Stunden verbringen und dann weiterfahren. Je nachdem braucht eben eine entsprechende Sitzplatzreservierung. Es gibt aber Länder, da fährt zum Beispiel der Zug von A nach B nicht stündlich, so wie wir das ja in Deutschland auf vielen Strecken haben.
Also von Hamburg nach München kommt man ja wirklich sehr, sehr regelmäßig. In anderen Ländern fährt dann dieser Zug vielleicht nur einmal am Tag, und dann bringt einem diese Flexibilität natürlich nicht so viel.
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Anna und Janik haben im O-Ton ja das Thema Sitzplatzreservierungen angesprochen. Wie läuft das denn genau bei Interrail dann? Also Informationen dazu, ob man eine Sitzplatzreservierung braucht, die findet man in der Interrail-App, wo man auch dann seinen Pass sozusagen abgespeichert hat und auch auf der Interrail-Website.
Viele Plätze kann man dort auch direkt buchen, aber eben nicht alle. Und dass das nicht möglich ist, das ist tatsächlich auch einer der größten Kritikpunkte, über die ich in meiner Recherche gestolpert bin und den auch Anna und Janik ganz klar sehen. Ja, also generell würden wir auch sagen, dass die App jetzt nicht ausreichend ist, unbedingt um sich seine Route zusammenzustellen.
Also wir waren auch viel auf der Interrail-Website. Da gibt es dann auch mal ein paar andere Informationen, die man braucht, auch gerade zu Sitzplatzreservierungen. Aber wir haben auch auf anderen Webseiten recherchiert, weil es da schon immer noch mal andere Infos und Tipps gibt als auf der offiziellen Interrail-Seite. Das ist schon so.
Und manche Routen gibt es tatsächlich in der App auch gar nicht. Also es ist immer gut, sich ein bisschen noch mal zusätzlich zu orientieren, was noch so die Möglichkeiten sind und auch, was an Sitzplatzreservierungen noch dazu kommt und auch über welche Seite ich die buchen kann.
Weil gerade im Fall des Baltikums war zum Beispiel über die eine Seite dann waren die Sitzplatzreservierungen schon komplett ausgebucht. Dann hätten wir den Zug gar nicht nehmen können, er fuhr aber nur einmal am Tag. Über eine andere Webseite konnten wir aber noch eine Sitzplatzreservierung machen, und das war dann extern von der Interrail-App.
Wer kann Interrail nutzen?
Also ich glaube, da ist schon noch eine größere Fehlerquote einfach bei der App. Wer kann denn das Ticket heute nutzen? Ich habe ja eingangs gesagt, das Ticket war zur Einführung für unter 21-Jährige gedacht. Wie ist das heute? Heute kann jeder ein Interrail Ticket buchen. Es gibt für Jugendliche und auch Senioren Rabatte. Also die zahlen ein bisschen weniger als der durchschnittliche Erwachsene.
Und Kinder bis elf Jahre sind tatsächlich sogar kostenlos, wenn sie von einer zahlenden Person begleitet werden. Und um dir da mal eine Größenordnung zu geben: Als ich die Preise gecheckt habe, da hat ein Global Pass mit vier Reisetagen für eine erwachsene Person 283 Euro gekostet.
Okay, was preislich wirklich geht, wenn ich da so an die Bahnpreise bei uns so denke. Und man muss ja auch immer bedenken: Je größer die Familie und je älter die Kinder werden, desto teurer wird ja dann auch das Reisen. Genau, also wenn man da vorher gut plant, dann kann man damit auf jeden Fall Geld sparen.
So zumindest die Erfahrungen der Menschen, mit denen ich darüber gesprochen habe. Und man lernt vor allem auch viele Menschen kennen, wie Anna und Janik mir dabei verraten haben. Ich glaube, die schönsten Begegnungen hat man immer in Nachtzügen, gerade wenn man so sechs Bettabteile bucht.
Und da trifft man sehr viele Leute, die auch Interrail machen. Und das ist gerade das Spannende, weil man dann auch mal einen Routen vergleichen kann und vielleicht auch direkt neue Ideen bekommt. Also man tauscht sich aus. Die Leute, die Interrail nutzen, kommen ja nicht unbedingt nur aus Deutschland, sondern von überall her.
Und gleich bekommt man noch spannende neue Tipps für das Reiseland. Und das ist halt wiederum das Praktische bei Interrail, dass ich ja dann meine Route einfach wieder angleichen kann, sofern ich noch keine Unterkunft gebucht habe.
Tipps für Zugreisen
Also ja, wir würden schon sagen, dass wir auch häufiger Leute treffen, die Interrail machen. Und wirklich auch aus allen Altersklassen. Aber wir hören halt ganz oft: Interrail ist nur was für unter 30, weil das halt früher so war.
Ihr Top-Tipp ist übrigens: Unbedingt leicht packen, denn sonst werden Zugreisen einfach schnell sehr, sehr stressig, weil man dann irgendwie umsteigen muss und noch drei Koffer hinter sich herzieht. Und das kann ich wirklich als Person, die oft alleine mit zwei Kindern im Zug reist, bestätigen.
Außerdem sollte man vorher prüfen, welches Ticket man braucht, damit man eben am Ende keine Reisetage verschwendet, weil das wäre schade. Marisa, hast du noch irgendwas, wo du sagst, das sollte man sozusagen in Anführungsstrichen auch im Gepäck haben, wenn man mit dem Zug reisen macht?
Also bevor das Mikro an war, haben wir besprochen, dass wir ja beide auch mit Kindern schon gereist sind, auch zum Teil allein. Also ich bin auch schon eine Freundin besuchen gefahren mit Baby im Zug und so. Gibt es irgendwas, wo du sagst, das sollte man dabei haben als Gepäck oder Mindset?
Also meine letzten beiden Reisen haben mich gelehrt, dass man vor allen Dingen viel Flexibilität im Kopf braucht, weil die Pläne sich eben auch schnell ändern können. Und ich würde beim Buchen, bei der Planung auf jeden Fall darauf achten, genug Zeit zum Umsteigen einzuplanen, weil ich es jetzt echt oft hatte, dass dann irgendwie in Frankfurt am Main ich umsteigen sollte.
Und dann musst du irgendwie von Gleis 1 auf Gleis 15 in fünf Minuten oder so. Und das ist halt voll utopisch, schafft man niemals. Also vor allem es gibt ja immer diese obligatorischen 1-2 Minuten Verspätung oder so. Also echt genug Zeit zum Umsteigen einplanen. Das ist, glaube ich, das Wichtigste eigentlich, damit diese Pläne halbwegs hinhauen können.
Und dann lieber nochmal ein Eis am Bahnhof essen oder so, statt irgendwie dann da zu stehen und zwei Stunden auf den nächsten Zug warten zu müssen, weil man den einen leider verpasst hat. Ja, und wo man dann ja auch komplett neu buchen muss manchmal.
Also wenn man eine Reservierung hat oder eben kein Interrail Ticket, dann ist man gekniffen. Ja, wenn man so einen Sparpreis oder sowas gebucht hat und dann selber dran schuld ist oder so, weil man es so eng bucht. Das ist manchmal einfach ärgerlich. Deswegen, da würde ich auf jeden Fall darauf achten.
Discover EU
Und vielleicht noch als Zusatztipp für sehr junge Menschen: Es gibt ein Programm, das heißt Discover EU, das jedes Jahr in zwei Bewerbungsrunden läuft und das sich an all diejenigen richtet, die im laufenden Jahr 18 werden. Und da werden kostenlose Interrail-Pässe verlost, damit junge Leute, wenn sie gerade frisch erwachsen geworden sind, eben Europa erkunden können.
Und das ist vielleicht für die jungen Zuhörenden nochmal eine ganz coole Geschichte. Da möchte man ganz, ganz kurz nochmal 17 sein, aber wirklich nur kurz. Ich danke dir sehr für die Tipps und die Themen heute. Vielen Dank! Sehr gerne!
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Produziert hat diese Folge Wiebke Stark und die Redaktion hatte ich, Ina Lebedjew, und ich sage euch: Danke fürs Zuhören! Ich freue mich, wenn ihr nächste Woche auch wieder mit dabei seid. Ciao, macht’s gut! Tschüss!
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