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Bild: Mariana Serdynska | Shutterstock

Mission Energiewende | Mieterstrom

„Eine Win-Win-Win-Situation“

Photovoltaik, Wärmepumpe, Energiespeicher, E-Auto: Die Energiewende, heißt es, findet im Einfamilienhaus statt. Warum eigentlich? Und wie lässt sich das ändern?

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Eine Kooperation mit Deutschlands größtem reinen Ökostromanbieter LichtBlick.

Mieterstrom: Energiewende im Mehrfamilienhaus

Statistiken zufolge leben gut 44 Millionen Menschen in Deutschland zur Miete — sie bleiben bei der Energiewende noch weitestgehend außen vor. Der Grund liegt weniger in der Technik als in der Organisation: Vermieter und Vermieterinnen müssten plötzlich Aufgaben eines Stromversorgers übernehmen — von der Abrechnung über den Einbau intelligenter Stromzähler bis zur Kommunikation mit Netzbetreibern. Genau hier setzen spezialisierte Dienstleister an, die den gesamten Prozess übernehmen und Mieterstrommodelle wirtschaftlich umsetzbar machen. Davon profitieren beide Seiten: Die Vermietung erzielt zusätzliche Einnahmen, Mieterinnen und Mieter erhalten günstigeren Strom.

Demokratisierung und Akzeptanz der Energiewende wird man nicht schaffen, wenn man 40 Millionen Menschen in Deutschland nicht mitnimmt. Die Energiewende muss auch in die Mehrfamilienhäuser kommen.

Julian Schulz, Gründer und Geschäftsführer von Metergrid

Energy Sharing wird noch auf sich warten lassen

Seit Juni 2026 ist in Deutschland auch das sogenannte Energy Sharing gesetzlich möglich: Überschüssiger Solarstrom kann damit über Grundstücksgrenzen hinweg an Nachbarn und Nachbarinnen weitergegeben werden. Julian Schulz bewertet die Entwicklungen zwar grundsätzlich positiv, erwartet jedoch keinen schnellen Durchbruch.

Energy Sharing ist der richtige Schritt, aber es wird noch Jahre dauern, bis das Konzept wirklich in der Breite funktioniert. Dafür müssen Infrastruktur, Standards und wirtschaftliche Rahmenbedingungen erst nachziehen.

Julian Schulz

Besonders die Netzentgelte müssten reformiert werden, so Schulz, damit lokal geteilter Strom finanziell attraktiver wird. Zudem erschweren unterschiedliche Abläufe bei den zahlreichen Netzbetreibern eine schnelle Umsetzung neuer Modelle. Trotzdem sieht Schulz großes Potenzial: Mieterstrom und Energy Sharing könnten künftig entscheidend dazu beitragen, die Energiewende in den Gebäudebestand zu bringen und Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und soziale Teilhabe sinnvoll miteinander zu verbinden.

Julian Schulz hat 2021 das GreenTech-Start-up Metergrid gegründet und arbeitet seitdem jeden Tag daran, Solarstrom in Mietshäuser und Quartiere zu bringen. Warum er das Mieterstrom-Modell als „Win-Win-Win-Situation“ bezeichnet, das erfahrt ihr in dieser Folge von „Mission Energiewende“ mit detektor.fm-Moderatorin Ina Lebedjew.

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