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Mission Energiewende | Nachhaltig handeln

Können wir die Welt retten, ohne auszubrennen?

Ihr seht Bilder von den schmelzenden Polkappen, hört, dass die Korallenriffe gekippt sind und lest vom Klima-Rollback in Deutschland. Und fragt euch gleichzeitig: Was kann ich eigentlich tun — vor allem, während ich eh schon völlig erschöpft bin?

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Das Gefühl, mit etwas allein zu sein, kann lähmen

Das Klimabewusstsein der Deutschen ist nach wie vor groß: Das legt zumindest der zweite Zusammenhaltsbericht des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) nahe. Die Forschenden haben herausgefunden, dass es eine breite Zustimmung zum Klimaschutz in Deutschland gibt, aber auch Sorgen vor den Folgen von Klimaschutzmaßnahmen. Trotzdem haben viele Menschen, die sich für das Klima engagieren wollen, das Gefühl, damit alleine zu sein. Und das verstärkt Gefühle wie Klimaangst, die uns lähmen kann. Wie können wir es schaffen, uns für das Klima stark zu machen und nachhaltig zu handeln, ohne dabei auszubrennen? Dieser Frage geht Autorin und Content Creatorin Anke Schmidt in ihrem neuen Buch „Welt retten ohne Burnout“ nach.

Mir ist der Zusatz „ohne Burnout“ extrem wichtig. Ich kenne es von mir selbst: Wenn mich ein Thema interessiert, steigere ich mich total rein und mache alles eigentlich was möglich ist, was dann oft dazu führt, dass ich mich überfordere.

Anke Schmidt, Autorin von "Welt retten ohne Burnout"

Anke Schmidt, Autorin von "Welt retten ohne Burnout"Foto: Privat

Nachhaltig handeln ohne Burnout

Anke Schmidt engagiert sich seit acht Jahren für mehr Klimaschutz. Als „Wastelesshero“ hat sie auf Instagram jahrelang Tipps zu einem plastikfreien Alltag gegeben. 2023 merkt sie, dass sie des Themas überdrüssig wird. Sie hat keine Lust mehr, Dokumentationen zur Plastikverschmutzung des Planeten zu schauen und beschließt: So kann es nicht weitergehen. Heute hat sie sich auf Mode spezialisiert und macht insbesondere auf die Probleme des Systems Fast Fashion aufmerksam. Mit ihrem Buch will Schmidt Menschen an die Hand nehmen, die nachhaltig handeln wollen, ohne dabei auszubrennen.

Wir können jetzt alle KI boykottieren, aber in Wirklichkeit wissen wir: Auch die Leute, die sagen, ‚Ich boykottiere das!‘, nutzen KI trotzdem. Weil wir nutzen halt Google Maps, wir shoppen online Produkte und die werden oft schon von einer KI sortiert.

Anke Schmidt

Anke Schmidt plädiert für einen pragmatischen Ansatz, wenn man versucht, seinen Alltag nachhaltig zu gestalten. In ihrem Buch „Welt retten ohne Burnout“ gibt sie viele praktische Tipps dazu, wo man anfangen kann. Ob zum Beispiel der Boykott bestimmter Marken sinnvoll ist, hört ihr in dieser Folge von „Mission Energiewende“ im Gespräch mit detektor.fm-Moderatorin Ina Lebedjew.

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