Die schöne Seite des Winters: mit einer Tasse Tee in der Hand am Fenster stehen und dicken Schneeflocken dabei zusehen, wie sie Bäume, Straßen und Flächen mit makellosem Weiß bedecken. Und natürlich hüpfende, springende Kinder, die völlig aus dem Häuschen sind, die sich nicht sattsehen können, die den Schnee hochwerfen, Schneebälle formen, die unbedingt sofort Schlitten fahren und gleich einen Schneemann bauen wollen und die immer wieder laut rufen: „Mama, Papa, es schneit!“ Die andere Seite des Winters: Schneeschieben in den frühen Morgenstunden. Straßen müssen geräumt werden, öffentliche Plätze und Wege gestreut. Fachleute müssen den Nahverkehr aufrecht erhalten. Es passieren Unfälle, Verletzte müssen versorgt werden. Und allgemein müssen wir alle in Zeiten von Schneestürmen und Schneegestöber flexibel sein, umdisponieren, weil vielleicht Termine platzen und wir mehr Zeit einplanen müssen, um von A nach B zu kommen. Wie können wir uns wappnen für Tage, an denen der Alltag nicht so läuft wie gewohnt? Darum geht’s heute. Ihr hört den Klima-Podcast von detektor.fm. Ich bin Ina Lebedjew. Hi! Mission Energiewende – der detektor.fm-Podcast zum Klimawandel und neuen Energielösungen, in Kooperation mit Lichtblick, Deutschlands größtem reinen Ökostromanbieter mit Solarlösungen, intelligenter E- Mobilität und 100 % Ökostrom. Auch wenn das eine völlig andere Ursache hatte: In Berlin waren Anfang 2026 Zehntausende Haushalte tagelang ohne Strom. Heißt: keine Heizung, kein Internet, kein Mobilfunk. Wie die Tagesschau berichtet, war das der längste Blackout der Berliner Nachkriegsgeschichte. Rund 100.000 Menschen waren demnach betroffen. Und dann kamen Ende vergangener Woche die Vorhersagen zum Sturmtief Elli dazu. Die Deutsche Bahn strich großflächig Fahrten. In Norddeutschland wurde der Fernverkehr vorübergehend sogar ganz eingestellt. Ich habe erst neulich mit einer Kollegin telefoniert, die an der Nordsee lebt. Grüße gehen raus! Und sie sagt, sie und ihr Umfeld könnten sich nicht daran erinnern, dass sie als Kinder schon jemals so viel und so langanhaltend Schnee gehabt hätten. Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt. Dennoch erleben wir, dass auch in Deutschland Krisen unsere gewohnten alltäglichen Abläufe stören. Extreme Wetterereignisse nehmen zu. Durch Cyberattacken, Desinformation oder Sabotage finden Angriffe auf Infrastrukturen, Meinungsbildung und Zusammenhalt statt. Selbst ein Krieg scheint nicht mehr so ausgeschlossen zu sein wie noch vor einigen Jahren. Wenn etwas passiert, ist es besser, vorbereitet zu sein. So steht es in einer Broschüre des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Dort gibt es auch Empfehlungen, wie wir uns auf etwaige Krisenfälle vorbereiten können. Und die habe ich mir für euch angeschaut. In dem Ratgeber heißt es: Alle Haushalte sollten sich möglichst 10 Tage selbst versorgen können. Das bedeutet, Wasser und Essen, medizinische Versorgung und Hygiene für den Notfall sicherzustellen. Aber auch ein Vorrat für zumindest drei Tage hilft schon sehr. Darauf können Sie schrittweise aufbauen. Dabei gilt: Jede Vorbereitung ist wertvoll. Was sollen wir also einkaufen, um Vorräte anzulegen und gut durch eine mögliche Krisensituation zu kommen? Folgende grundsätzliche Gedanken helfen erstmal, sich zu orientieren: Das Essen sollte haltbar sein. Essen, das nicht gekühlt werden muss, verdirbt während eines Stromausfalls nicht. Essen, das nicht gekocht werden muss, ist essbar, auch wenn der Herd nicht mehr funktioniert. Essen mit einer kurzen Kochzeit, denn im Krisenfall hält dann die wertvolle Energie aus dem Campingkocher oder Grill etwas länger. Gibt es Allergien oder Essgewohnheiten, auf die ich achten muss? Brauche ich Vorräte für Kleinkinder, größere Kinder oder Haustiere, die ich im Notfall mit versorgen muss? Und noch wichtiger als Essen ist ein Vorrat an Trinkwasser für den Fall, dass kein Wasser mehr aus der Leitung kommt oder das Leitungswasser verschmutzt ist. Eine Faustregel besagt, dass Menschen ohne Nahrung drei Wochen überleben können. Ohne Wasser dagegen sind es nur drei Tage. Also idealerweise plant man für den Vorrat zwei Liter pro Person und Tag. Ein davon ist dann ein halber Liter zum Kochen gedacht. Und auch beim Thema Wasser die Haustiere nicht vergessen. Konkrete Vorschläge, Tabellen für Beispielvorräte und Tipps zur Haltbarmachung und Lagerung von Lebensmitteln, die gibt das Bundesamt für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat heraus. Dort findet ihr auch den sogenannten Vorratskalkulator. Der hilft, einen angemessenen Vorrat für den eigenen Haushalt zu berechnen. Und zwar für einen bis 28 Tage. Ich habe das mal ausprobiert und probehalber vier Personen und zehn Tage eingegeben. Dafür brauche ich gute 13 Kilo Brot, Kartoffeln, Getreideprodukte wie Nudeln und Haferflocken. Das ist dann in der Tabelle alles einzeln aufgedröselt. Wir würden 80 Liter Wasser brauchen, 16 Kilo Gemüse, darunter zum Beispiel Rotkohl im Glas, Erbsen und Möhren, Pilze und Mais als Konserven. Dann 10 Kilo Obst, da werden dann Trockenpflaumen vorgeschlagen, Aprikosen, Ananas und Kirschen aus dem Glas oder aus der Dose. Und 10 Kilogramm Milch und Milcherzeugnisse. Aufgelistet sind hier 8 Liter Haarmilch und 2 Kilogramm Hartkäse. Und dann kommen noch knapp 5 Kilogramm Eier, Fleisch, Wurst und Fisch dazu, darunter Fischkonserven, Würstchen im Glas, Dauerwurst und Leberwurstkonserven. Und schließlich steht noch mehr als ein Kilogramm Fett auf der Liste, also Streichfett, Butter und Speiseöl. Es gibt diese Vorratstabelle übrigens auch für Menschen, die sich rein vegetarisch ernähren. Ich muss zugeben, ich hatte das Thema Notvorräte immer mal wieder aufblitzen sehen, in den vergangenen Jahren habe mich damit privat aber ehrlicherweise tatsächlich nicht befasst. Und ich muss sagen, ich bin jetzt nach dieser langen Liste doch ein bisschen überrascht davon, was da alles zusammenkäme, wenn wir wirklich Vorräte für die empfohlenen 10 Tage bereitstellen wollen würden. Wir trinken zu Hause eigentlich fast ausschließlich Leitungswasser und ich muss nach dieser Liste gerade an die zwei großen Wasserflaschen denken, die mir eine Freundin letztens aus ihrem Campingvorrat dargelassen hat und daran, dass die uns als Familie nicht mal einen Krisentag lang über Wasser halten würden. Sich mit Notvorräten zu befassen, ist vielleicht nicht die spannendste Aufgabe und möglicherweise gibt es auch Menschen, die der Gedanke, sich damit zu beschäftigen, richtig stresst und die bei dem Thema nicht wissen, wo sie überhaupt anfangen sollen. Eine Kollegin hier aus dem Team hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es inzwischen längst Anbieter gibt, die fertiggepackte Pakete mit lange haltbaren Lebensmitteln verschicken. Da sind dann zum Beispiel Dosenbrote, Fertiggerichte und Riegel drin, die extra viele Kalorien haben. In einem Artikel von Stiftung Warentest heißt es dazu: Spezialisierte Anbieter machen aus der Angst vor dem Notfall ein Geschäft und verkaufen Notfallpakete mit sehr lange haltbaren Lebensmitteln. Mitunter gehören Wasserfilter, Toilettenpapier oder Campingtoilette zum Angebot. Die Zielgruppe waren lange Jahre vor allem sogenannte Prepper, also Menschen, die jederzeit mit einer Katastrophe rechnen und dementsprechend vorbereitet sein wollen. Mit Notfallrucksäcken, Werkzeugen zum Überleben in der Natur, Waffen zur Selbstverteidigung. Aber seit der Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine gehören auch immer mehr Menschen zur potenziellen Kundschaft, die sich vorher eher wenige Gedanken um ihre Krisenversorgung gemacht haben. Die Frage, was eine sinnvolle Vorratshaltung für den Krisenfall ausmacht, ist inzwischen für viele aktueller denn je. Laut Stiftung Warentest kann ein fertiges Vorratspaket mit einem Notvorrat für eine Person rund 300 Euro kosten. Wer die Produkte einzeln einkauft, kann nach Berechnungen von Stiftung Warentest oft sparen und natürlich das bereitlegen, was im Haushalt auch wirklich gegessen wird. Wer einkauft, was ihm sowieso gut schmeckt, kann den Vorrat ebenso gut regelmäßig verbrauchen und erneuern und sich teure, extrem Langzeitnahrung sparen. Tipp: Hamsterkäufe sind nicht ratsam. Bauen Sie einen sinnvollen Vorrat mit Bedacht auf, indem Sie beim Einkaufen von länger haltbaren Produkten etwa Nudeln, Reis oder Konserven eine Packung mehr kaufen. Bitte widmet eure Aufmerksamkeit doch kurz unserem Werbepartner. Ihr wollt 100 % Ökostrom? Dann wechselt jetzt zu Lichtblick, Deutschlands größtem reinen Ökostromanbieter. Hier bekommt ihr Ökostrom aus Sonne und Wind, intelligente E-Mobilität und Solaranlagen für günstigen Strom vom eigenen Dach. Notvorräte sind das eine, aber was braucht es noch, damit wir über die Runden kommen, wenn der Strom ein paar Tage ausfällt oder die Straßen zu glatt sind, um mal eben was einkaufen zu gehen? Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) gibt folgende Empfehlungen: Kerzen, Zündhölzer, Taschenlampen oder kleinere batteriebetriebene Lampen. Einen Campingkocher oder Grill sollten wir haben, der mit Holzkohle oder Gas betrieben wird. Ganz wichtig dabei: Der Hinweis, nicht in der Wohnung oder im Haus grillen, dann besteht natürlich Erstickungsgefahr. Das ist alles schon passiert, leider. Wer einen Kamin oder einen Ofen hat, sollte sich einen Vorrat an Kohle, Holz oder Briketts anlegen. Auch dicke Decken können etwas Abhilfe schaffen, wenn es darum geht, gegen die Kälte anzugehen. Das BKK empfiehlt, sich in einem Raum aufzuhalten, gemeinsam und regelmäßig zu lüften, gerade wenn Kerzen benutzt werden. Batteriebetriebene Radios oder Kurbelradios sind wichtig, so kommt ihr nämlich dann im Notfall an Infos und Nachrichten über den Stromausfall. Und grundsätzlich sollten wir Geräte zu Hause immer laden, wenn das möglich ist, also damit dann im Ausnahmezustand geladene Akkus am Start sind. Also, wir brauchen dann Laptops und andere Geräte mit geladenen Akkus. Eine Powerbank oder solarbetriebene Ladegeräte, die tagsüber aufgeladen werden können. So funktionieren dann zum Beispiel auch eure Handys, wenn es länger keinen Strom gibt. Und Bargeld: Ohne Elektrizität funktionieren auch Geldautomaten nicht mehr, ist ja klar. Am Ende gibt es noch den Punkt Notrucksack. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe skizziert folgendes Szenario: Stellen Sie sich vor, es brennt in Ihrer Nachbarschaft und plötzlich ist auch Ihr Zuhause betroffen. Mitten in der Nacht verlassen Sie und Ihre Familie schnell das Haus. In so einem Fall schnappt man Schlüssel, Geld und Handy und den Notrucksack. Der sollte folgendes enthalten: Warme Kleidung, Regenschutz und möglichst feste Schuhe, Wechselkleidung, geladene Powerbank, Erste-Hilfe-Material, persönliche Medikamente und Hygieneartikel, haltbare Lebensmittel und eine wiederbefüllbare Trinkflasche, Bargeld und wichtige Dokumente. Das können Ausweise sein, Kaufverträge, wichtige Zeugnisse, Testamente und Unterlagen, die von emotionalem Wert sind, wie alte Fotos zum Beispiel. Es gibt auch Empfehlungen, wonach man die Papiere in einer speziellen wasser- und feuerfesten Dokumententasche auspacken kann. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mir schwirrt jetzt ein wenig der Kopf von all den Dingen, die man in Sachen Notvorrat beachten soll oder richtig machen könnte. Ich komme deshalb noch mal auf den Anfang zurück und diesen einen Gedanken, den ihr wie ein kleines Mantra vor euch hertragen könnt: Jede Vorbereitung ist wertvoll. Also, falls ihr euch nach dem Stromausfall in Berlin und all dem Schnee in Deutschland Gedanken um eure Notvorräte macht, fangt doch einfach klein an und legt beim nächsten Einkauf eine Packung Nudeln mehr in den Einkaufskorb. Und das war’s für diese Woche mit dem Klima-Podcast von detektor.fm. Wir freuen uns, wenn ihr den Podcast mit Menschen teilt, die sich für Klima-Themen interessieren könnten. Schickt gern diese Folge oder gleich den ganzen Feed an eine Freundin, Kollegin oder jemanden aus der Familie. Vielen Dank und danke natürlich auch fürs Zuhören. Produziert hat diese Folge Stanley Baldauf. Die Redaktion hatte ich, Ina Lebedjew. Bis nächste Woche! Hoffentlich macht’s gut. Tschüss! Mission Energiewende – der detektor.fm-Podcast zum Klimawandel und neuen Energielösungen, in Kooperation mit Lichtblick, Deutschlands größtem reinen Ökostromanbieter mit Solarlösungen, intelligenter E- Mobilität und 100 % Ökostrom.