Play
Bild: abijana | Shutterstock.com

Spektrum-Podcast | Qubits

Wie leuchtende Proteine das Unsichtbare sichtbar machen

Fluoreszierende Proteine als Qubits: Sie könnten bald als Quantensensoren kleinste Veränderungen in unseren Zellen messen. Eine Fusion von Quantenmechanik und Biologie mit riesigem Potenzial.

Mithilfe von Qubits und Quantensensoren können wir inzwischen messen, was uns lange verborgen geblieben ist: Quantensensoren sind hochsensible Messgeräte, die die Quantenmechanik nutzen, um mit bisher unerreichter Präzision zu messen.

Wie jeder andere Sensor nehmen sie Informationen aus ihrer Umgebung auf. Allerdings ist die Qualität der Daten unvergleichlich höher. Sie kommen mittlerweile in vielen Bereichen zum Einsatz, von der Geophysik bis zur Medizintechnik. Nun haben Forschende es geschafft, diese Quantentechnologie mit der Biologie zu verknüpfen.

Biologische Qubits, wie geht das?

Fluoreszierende Proteine wie das bekannte GFP aus der Qualle Aequorea victoria sind seit Jahrzehnten ein Standardwerkzeug der Biologie. Sie sind klein, biologisch kompatibel und lassen sich gezielt in Zellen erzeugen. So ermöglichen sie es Forschenden, Prozesse in lebenden Zellen sichtbar zu machen. Nun könnten diese Proteine als sogenannte biologische Qubits und damit als Quantensensoren dienen.

Experimente zeigen bereits, dass solche proteinbasierten Quantensensoren in lebenden Zellen bei Raumtemperatur funktionieren. Potenzielle Anwendungen reichen von der Messung neuronaler Aktivität über die Detektion von Zellstress bis hin zu neuen bildgebenden Verfahren, ähnlich einem MRT im Nanomaßstab.

Allerdings stehen Forschende noch vor Herausforderungen, etwa der Stabilität der Proteine und der Verbesserung ihrer Empfindlichkeit. Dennoch gilt das Feld als vielversprechend. Viele Expertinnen und Experten sehen in biologischen Qubits eine mögliche nächste Generation von Quantensensoren — mit enormem Potenzial für Medizin, Biologie und Diagnostik.

Das größte Problem ist aktuell noch, dass die fluoreszierenden Proteine sehr empfindlich sind.

Katharina Menne

Katharina MenneFoto: Spektrum der Wissenschaft

Katharina Menne ist Redakteurin bei Spektrum der Wissenschaft. Im Gespräch mit detektor.fm-Moderator Marc Zimmer erklärt sie, wie die biologischen Qubits funktionieren und welches Potenzial in ihnen steckt.

Volles Programm, (aber) null Banner-Werbung

Seit 2009 arbeiten wir bei detektor.fm an der digitalen Zukunft des Radios in Deutschland. Mit unserem Podcast-Radio wollen wir dir authentische Geschichten und hochwertige Inhalte bieten. Du möchtest unsere Themen ohne Banner entdecken? Dann melde dich einmalig an — eingeloggt bekommst du keine Banner-Werbung mehr angezeigt. Danke!

detektor.fm unterstützen

Weg mit der Banner-Werbung?

Als kostenlos zugängliches, unabhängiges Podcast-Radio brauchen wir eure Unterstützung! Die einfachste Form ist eine Anmeldung mit euer Mailadresse auf unserer Webseite. Eingeloggt blenden wir für euch die Bannerwerbung aus. Ihr helft uns schon mit der Anmeldung, das Podcast-Radio detektor.fm weiterzuentwickeln und noch besser zu werden.

Unterstützt uns, in dem ihr euch anmeldet!

Ja, ich will!

Ihr entscheidet!

Keine Lust auf Werbung und Tracking? Dann loggt euch einmalig mit eurer Mailadresse ein. Dann bekommt ihr unsere Inhalte ohne Bannerwerbung.

Einloggen