Antritt des Fahrrad Podcasts
Hier ist der Antritt der Fahrrad Podcast auf detektor.fm mit der zweiten Juni Ausgabe 2026. Mein Name ist Gerolf Meyer und ich begrüße euch zu dieser Ausgabe, in der mir klar geworden ist, dass wir hier im Podcast sowas wie eine kleine italienische Phase haben. Denn Anfang Mai habe ich mit Jule Boz über ihre Kunst auf Fahrrädern und ihre Italienreise gesprochen. Dann hat der Giro d’Italia der Männer begonnen. Inzwischen läuft der Giro d’Italia Women, übrigens mit einer krassen Disqualifikation von Lorena Wiebes wegen eines vermeintlich um 20 Gramm zu leichten Rades. Ja, genau, 20 Gramm. Und auch wenn wir die Profi-Rennen in diesem Jahr nicht thematisiert haben, rahmen wir sie ein mit einer weiteren Italien-Geschichte. Denn dort kann man wirklich auf viele Arten Radfahren: Profi-Rennen, Kunstreise und hier kommt das nächste Puzzleteil: Bikepacking. Ich wünsche euch viel Spaß und wir gehen rein an die Armo. Antritt, der Fahrradpodcast von detektor.fm.
Ausfahrt des Monats
In diesem Fahrradpodcast gibt es die schöne Tradition, mit Menschen tatsächlich übers Radfahren zu sprechen und dabei Stück für Stück herauszufinden, wie und wo wir so alle unterwegs sind und warum wir das überhaupt tun. Wir nennen diese endlose Serie Ausfahrt des Monats und es ist mal wieder Zeit dafür, zusammen unterwegs zu sein, wenn auch nur im Podcast. Und in dieser Ausgabe geht es auf eine Klassikerroute des Bikepackings: den Tuscany Trail, der hier schon ein paar Mal Thema gewesen ist. Chris Pfeiffer hat sich in diesem Jahr der Herausforderung in der Toskana gestellt und ich spreche mit ihm darüber, was ihn daran gereizt hat, wie es gewesen ist und warum er das eigentlich alles macht. Ich sage Hallo nach Ravensburg. Hallo Chris!
Gespräch mit Chris
Hallo Gerolf, schön, dass ich mit dir darüber sprechen darf. Ja, ich freue mich. Chris, von Leipzig aus gesehen, wohnst du in einer sehr schönen Radgegend. Trotzdem bist du einer von vielen, die zum Radfahren nach Italien fahren. Liegt es am Kaffee oder am Gebäck? Ja, hast du recht. Grundsätzlich sind wir hier natürlich schon sehr verwöhnt, zwischen Allgäu und Bodensee, sage ich mal. Ich glaube, so als Kind der 90er ist Italien, besonders die Toskana, irgendwie so ein Nummer-eins-Ferienziel für mich gewesen, seit wir hierher sind. Und daher war es mal wieder Zeit, in die Toskana zu fahren.
Das ist interessant. Wir hatten hier neulich schon so ein Italien-Thema. Das heißt auch wiederum eine Neuauflage der Italienreise, quasi die Neuauflage der Italienreise für mich. Genau, ja, wunderbar. Ich sehe gerade so vor meinem inneren Auge so Käfer über den Brenner kriechen und sowas. So als ein bisschen vorher, egal. Das Problem hatte ich zum Glück nicht. Ich bin im Zug angereist, aber dazu wahrscheinlich später mehr. Auch über den Brenner? Nee, ich bin mit dem Zug entspannt von München nach Florenz, mit Nachtzug. Ah, mit dem Nachtzug. Ich glaube, jetzt müsste man gut, jetzt müssten die Bahnrouten wissen, ob der über den Brenner fährt oder woanders lang. Aber darum geht es hier nicht, weil das ist ja schwerpunktmäßig zumindest der Fahrradpodcast.
Tuscany Trail
Und wer sich so ein bisschen fürs Bikepacking interessiert, der oder die hat schon mal vom Tuscany Trail gehört. Mir geht es auch so. Ich habe aber die Eckdaten nicht mehr so genau im Kopf. Was ist das nochmal und wo findet das statt? Genau, also der Tuscany Trail in der jetzigen Form, der hat sich so über die Jahre, glaube ich, auch verändert. Findet circa 60 Kilometer südlich von Livorno statt. Start und Ende sind mittlerweile auch eine Runde. War früher, glaube ich, keine geschlossene Runde. Hat in der Klassik-Variante 450 Kilometer mit knapp 6500 Höhenmetern und die Hälfte davon, sage ich mal, auf Asphalt und die Hälfte auf feinstem bis grobem Schotter.
Und neben dem, dass es in Italien ist und du Kind der 90er bist und deswegen Italien sowieso so einen gewissen Magnetismus hat, was hat dich daran gereizt? Ich habe ja tatsächlich vor zwei, drei Jahren, als das Thema Bikepacking bei mir hochkam, ein bisschen Inspiration gesucht und die auch in diversen Bildbänden gefunden, unter anderem den Bildband „Tour de Rad“, in dem so legendäre Bikepacking-Touren beschrieben und bebildert sind. Und die erste Route war tatsächlich dann der Tuscany Trail. Also Klassiker, Buch aufgeschlagen, direkt in den Tuscany Trail eingetaucht und dann rute das erst mal.
Vorbereitung und Event
Und für dieses Jahr, ich weiß nicht, vielleicht so ein Midlife-Ding, meinem 40. Geburtstag dachte ich mir: Ach komm, ich will mal wieder ein bisschen solo mehr als zwei Tage am Stück unterwegs sein und habe mir dann einfach letztes Jahr im Spätsommer Gedanken gemacht, wo es denn dahin gehen soll. Da kam dann auch irgendwie der Tuscany Trail in der Recherche relativ schnell hoch und da war die Entscheidung dann für mich eigentlich auch schnell gefällt. Ja, und da hast du dich dann an dieses Buch erinnert und was du da so gelesen hast. Genau, da war dann tatsächlich auch noch eine andere Route um den Mont Blanc mit drin, die mich auch sehr gereizt hätte. Die war mir aber tatsächlich, glaube ich, ein Ticken zu schwierig für den Moment, weil ich jetzt nämlich so die Bikepacking-Erfahrung hatte zu dem Zeitpunkt. Also Overnighter, ein, zwei Nächte hier im Umkreis, das schon, aber jetzt wirklich so eine 4-5 Tage Geschichte noch nicht.
Und natürlich hat es das wesentlich einfacher gemacht, dass es zu diesem Trail das passende Event drumherum gibt, was natürlich einem so ein bisschen ein Sicherheitsnetz gibt mit einer gewissen Infrastruktur, die man dann vor Ort auch vorfindet. Okay, über dieses Event müssen wir sprechen. Du hast mir das geschrieben in deiner Mail, dass es wohl das größte Bikepacking-Event der Welt sei und auf der Webseite vom Tuscany Trail, da wird es auch ganz stolz genannt mit 6000 Teilnehmenden. Ich habe mich gefragt: Stehen dort wirklich 6000 Leute am Start und fahren alle auf den Trail? Ne, zum Glück nicht. Man muss sich das so vorstellen. Also es ist tatsächlich, ich glaube, also in dem Buch stand drin, 2014 war die Urfassung, die Andrea Borky damals entworfen hatte und da waren es, glaube ich, 80 Teilnehmende. Und das hat sich dann wirklich in den zwölf Jahren zum größten Event entwickelt mit, ich glaube, es waren sogar mehr als 6000, 6300 irgendwas.
Und es gibt aber mittlerweile Startslots von Mittwoch bis Freitag, immer jeweils Vormittag, Nachmittag, a 1000 Startnummern. Das heißt, die splitten das in tausende Blöcke, damit sich das einfach über die drei Tage Startphase über den Trail verteilt. Und die Ankunft ist dann wieder theoretisch ab Montag offiziell möglich, wobei man den Trail, also es gibt kein festes Zeitkontingent, kein Genussfahrt von Mittwochmorgen bis Dienstagabend fahren oder so, wie ich ein bisschen ambitioniert davon Freitagmittag bis Montag früh.
Vorbereitung und Überlegungen
Ja, bevor wir jetzt konkret in dein Erlebnis gehen, lass uns noch mal ein Stück davor gehen. Du hast mir geschrieben, dass der Tuscany Trail dein erstes Bikepacking-Event gewesen ist und du einige Überlegungen in die Vorbereitung schon gesteckt hast. Welche denn? Für mich waren so ein bisschen drei Komponenten in der Überlegung. Einmal wirklich die Physis, also die Form. Schaffe ich das überhaupt? Traue ich mir das zu? Weil das sind ja dann doch wirklich ein paar Tage am Stück mit jeweils 120 Kilometer plus und 2000 Höhenmetern über Gravel.
Und da habe ich es tatsächlich so gemacht, dass ich wie die Jahre davor schon ein Rennradrennen früh in den Kalender gebucht habe, um einfach aus dem Winter zwangsweise mit halbwegs Form rauszukommen. Also da konnte ich schon mal einen Haken setzen. Das andere war dann tatsächlich die Überlegung, welches Rad fahre ich da überhaupt? Mittlerweile habe ich den Luxus, doch einen kleinen Bestand an Rädern zu haben, obwohl das passende dann doch nicht dabei war, das ich am Ende gefahren bin. Ja, kommt erst mal vor. So was kommt mal vor, genau. N plus 1. Und dann natürlich entlang der Wahl des Rades auch die Wahl der Gepäcktaschen, Equipment und so weiter.
Und für mich, vielleicht willst du da in die Richtung gehen, war die Initiative eigentlich: Ja, ich will mir selber was Gutes tun und mal fünf Tage rauskommen. So, also wirklich 100 Prozent privat. Ich bin immer jemand, der macht gerne aus allem Möglichen so ein kleines Projektchen. Und eigentlich habe ich mir im letzten Herbst gesagt: Nee, das wird jetzt einfach meine Fahrt. Für dich würde es am Ende entheilen. Denn ich habe dann mit einem Bekannten gesprochen, mit dem Sören von V Pace, dass ich das fahre. Und er dann gemeint, hat, er hätte auch ein passendes Rad hier, das er mir zur Verfügung stellen könnte. Und dann war so eine Art Mini-Collab geboren. Und von da an wurde es dann zu einem kleinen Projekt, sage ich mal.
V Pace kann man dazu sagen, ist ein Hersteller aus deiner Gegend. Und über diesen Zusatz, der sich daraus ergeben hat, würde ich gern später noch mit dir sprechen. Aber erstmal noch was die Vorbereitung anbelangt. Wir haben ja gesagt, es ist so ein Bikepacking-Event. Und ich habe so das Gefühl, dass sich so in diesem Bereich Bikepacking, dass sich das so in den letzten Jahren so ein bisschen aufgespalten hat. Also da gibt es so ganz klassische, eher einfache Sachen, wo man nicht besonderes spezielles Equipment braucht. Aber es gibt ja auch so extremere Bikepacking-Veranstaltungen, wo es in große Höhen geht, in Länder, die man normalerweise nicht mit dem Fahrrad bereist. Wie ist es da beim Tuscany Trail? Wie würdest du das beschreiben? Was macht den so aus? Was braucht man dafür?
Charakter des Tuscany Trails
Also ich würde sagen, der Tuscany Trail ist da schon als moderat einzuordnen. Der Split zwischen Asphalt und unbefestigten Wegen, was auch immer das dann am Ende heißt, wie gesagt, von feinstem bis grobem Schotter, bewegt sich so bei 50 Prozent. Also die Hälfte fährt man auf wirklich Landstraßen, teilweise ein paar Bundesstraßen, um die man, als würde ich sagen, so was ich mitbekommen habe in meinem Umfeld, dann auch tatsächlich mal froh ist, wenn man dann so eine längere schottrige Abfahrt hat, dass es dann eben nicht so tolle rüttelt. Aber ich sage mal, das ist wirklich sehr gut machbar und man muss jetzt da keine Vorbereitung treffen bis ins Letzte, wie jetzt zum Beispiel beim Hellenic Mountain Race oder wenn man das Silk Road fahren würde, solche Geschichten.
Also das zum einen, die technische Komponente, dass der Trail nicht sehr anspruchsvoll ist, würde ich sagen. Und natürlich die Route fest steht, inklusive der Base Camps, die einem zur Verfügung gestellt werden. Also man darf dann auch als Teilnehmender am Tuscany Trail dort zelten und die Infrastruktur, die Duschmöglichkeiten etc. nutzen. Und das macht es dann schon einigermaßen moderat bis einfach, würde ich sagen.
Landschaft und Terrain
Ja, und ich habe gerade hier nebenbei noch so einen Bericht von Bikepacking.com über den 2025er Tuscany Trail auf dem Bildschirm. Da sehe ich so das, was ich auch mit Toskana als Erstes assoziiere. Also die Strade Bianche, also so die Schotterstraßen. Jetzt heißt es ja Tuscany Trail. Ich kenne auch Berichte, zumindest aus früheren Jahren, dass es schon so ein härteres Mountainbike-Gelände war. Ist es das beides oder wie würdest du es einschätzen? Wie ist der Charakter heute?
Ich würde sagen, es ist zu 80 Prozent sehr, sehr gut fahrbar. Für die letzten 20 Prozent ist es hilfreich, wenn man vielleicht Mountainbikerfahrung mitbringt. Also da geht es dann schon teilweise Trails und Feldwege runter, die ausgewaschen sind, die grobes Geröll haben. Also jetzt nichts Verblocktes oder so, wo man umsetzen müsste, Hinterrad umsetzen müsste oder sowas. Aber es gibt schon Stellen, wo man tatsächlich dann einfach ein bisschen Mountainbikerfahrung gerne zurückgreift. Also runter kommen alle, würde ich sagen. Es gibt keine wirklichen Tragepassagen, eher dann mal hoch. Also wirklich, wenn dann die Prozentanzeige auf zwei irgendwas, also 20 plus geht, dann klickt man vielleicht doch mal aus und schiebt lieber, als da hochzufahren. Aber runter ist es, würde ich sagen, zum sehr großen Teil sehr, sehr gut machbar. Aber natürlich ein geländegängiges Gravel oder ein leichtes Mountainbike mit einer Feder macht das Leben dann doch sehr viel einfacher. Am Ende würde ich sagen.
Rad und Ausrüstung
Okay, also teilweise so ein bisschen würzig. So klingt es für mich. Genau, vielleicht so eine Spaghetti Bolo Arrabiata. Gut, wir bleiben beim Thema. Bevor wir jetzt mit dir wirklich auf die Fahrt gehen, sag uns noch kurz, was für ein Rad, also Gravelbike, Hardtail, irgendwas anderes und hast du ein Zelt und so dabei gehabt? Genau, also zum Rad selber, wie gesagt, es war das V Pace hier von Sören, der auch in Ravensburg hier sitzt, mittlerweile seine Heimatstadt. Und das erste Mal, dass ich einen Titanrahmen gefahren bin, was auch ziemlich spannend für mich war. Nicht, dass ich da jetzt wirklich den Unterschied 1 zu 1 merken würde, aber ich finde, Titan ist schon so ein Material, das irgendwie so ein „It’s a Thing“. Also irgendwie hat das was, keine Ahnung, ist so eine Arbeitsmaschine, fasst sich ganz gut an.
Und das ist, würde ich mal sagen, das TMX steht auch für Turbo Monster Crosser. Das heißt, ich habe es auf dem Trail, weil man ja doch ins Gespräch kommt mit ein paar Mitreisenden, hat so beschrieben, es ist so das letzte Gravelbike vor Mountainbike. Also eigentlich ist es ein Mountainbike-orientierter Rahmen mit Mountainbike-Geo. Hat eine Stahlgabel. Also man kann sehr, sehr entspannt drauf fahren. Ist nicht Hollandrad, aber man kann lange Strecken sehr gut damit fahren. Es ist down wie uphill super geeignet. Und was ich dann doch noch hatte, war so ein kleines Special am Rad, ein federnder Vorbau. Gibt hier im Allgäu eine kleine Komponentenschmiede, Vecnom. Die sind eigentlich bekannt, glaube ich, für Sattelstützen größtenteils. Die haben vor ein paar Jahren so einen federnden Vorbau entwickelt, der noch mal zwei Zentimeter Federweg gibt vorne. Und das war dann für die gröberen Passagen, war ich da richtig dankbar drum und hat so an sich das Rad für mich super gut funktioniert. Rollt auch auf 29 Zoll, muss man auch sagen. Also das spürt man dann auch mit der dicken Bereifung auf 29 Zoll. Also die Wahl des Rads war da mit, sage ich mal, Gravel plus schon die richtige.
Zelt und Ausrüstung
Okay, dann machen wir mal einen Querverweis. So die Wagenklasse. Was ist da so bekannt? Salsa Cutthroat fällt mir als erstes ein. Kona Sutra Limited, also für die Leute, die sich so mit den konkreten Rädern beschäftigen wollen. Ich glaube, er hat es selber beschrieben auf der Website, das Salsa Fargo ist so die nächste Idee. Tatsächlich irgendwie in die Richtung. Okay, also so Dropbar-Mountainbike, dickere Reifen, aber immer noch gut zum Strecke machen.
Okay, auf jeden Fall. Und wir wollten ja gleich zum Fahren kommen, aber Zelt. Ich hatte vor, auf jeden Fall zu zelten. Man konnte sich natürlich auch eine Unterkunft nehmen, aber ich wollte natürlich schon das Bikepacking-Feeling komplett haben. Deswegen bin ich mit einem sehr leichten Zwei-Personen-Zelt gereist. Das hatte ich mir geliehen von einer Freundin. Und dann klassisch Isomatte, leichter Schlafsack, möglichst leichtes Gepäck, weil ich ja doch einigermaßen flott unterwegs sein wollte. Und das dann auch möglichst über das ganze Bike verteilt, was es da relativ einfach macht, weil man an dem Titanrahmen ja doch relativ viele Anschraubpunkte hat. Also gerade die Sitzstreben hinten, da hatte ich dann Isomatte drin und teilweise noch Plane und Zelt hinten in der Pro Rakete. Nee, stimmt gar nicht. Schlafsack in der Pro Rakete, Zelt im Fullframe Bag. Und so hat es für mich ganz gut funktioniert.
Der Start
Okay, jetzt stehst du dort am Start, hast dich darauf vorbereitet, extra mit einem Straßenrennen und willst dich eigentlich mal ausloggen, aber mit dem Ganz ausloggen das hat nicht so geklappt. So, aber du stehst da. Du hast vorhin gesagt, es gibt so einzelne Startblöcke, Startgruppen mit 1000 Leuten. Also hast du dann mit 1000 Leuten dort am Start gestanden? Nee, tatsächlich war ich auch ein bisschen überrascht. Es hat mit dem Nachtzug nach Florenz alles super funktioniert. Ich hatte mein Ticket für den Tuscany Trail für den Freitagvormittag gezogen und war schon skeptisch, ob das sich so ausgeht oder ob ich dann nicht den Startblock nachmittags nehmen muss, was kein Problem ist. Also früher starten ist wohl ein Problem, später starten ist nicht so das Thema. Aber es sind wirklich Zeiträume. Also man startet dann zwischen 8 und 12 Uhr oder dann 13 bis 16 Uhr.
Und als ich dann um 11 Uhr vor Ort war am Start, da war gähnende Leere auf dem Festivalgelände. Also ich habe mir dann meine Nummer geholt, noch kurz in die Runde geschaut, mein Bike gecheckt und dann ging es eigentlich los. Und da waren also witzigerweise kamen schon die ersten zwei wieder an. Also ich glaube, die sind von Mittwoch bis Freitagmittag dann durch. Ein paar, die zusammengefahren sind. Und dann ging es für mich los. Aber da hat sich das schon relativ gut verteilt, der Freitagvormittagsblock.
Stimmung beim Start
Mit welcher Stimmung bist du losgefahren? So ein bisschen zwiegespalten. Also ich hatte noch ein Thema mit dem Knie. Seit dem Rennen in Eschborn hat das linke Knie so ein bisschen gezwickt. Und ich habe dann testweise meine Strecke von Ravensburg nach München, den größten Teil, 120 Kilometer, auch auf dem Rad dann gemacht, um zu gucken, wie steht es um die Form, um das Knie und auch das Rad. Wie fühlt sich das so an, so voll beladen? Und da hat es mich schon ein bisschen gestresst, weil es tatsächlich nicht wenig wehtat. Also es war dann schon zum Start so, ob ich das die vier Tage, ob das hält.
Und dann, ja, hatte ich, glaube ich, so ein bisschen eine andere Erwartungshaltung von der Startatmosphäre weg. Also es war schon ein bisschen „late to the party“-Feeling und bin dann einfach mal losgerollt. Also muss ich sagen, der Start war vorfreudige Erwartung, aber dann doch ein bisschen noch eine Prise Skepsis dabei, wie das jetzt wohl werden wird.
Erste Eindrücke
Okay, also das heißt, man malt sich das vorher aus: Ich fahre da quasi mit Fanfaren und Trompeten irgendwie aus dem Dorf raus und dann bin ich mit zwickenden Knie und bin alleine. So stelle ich es mir gerade so ein bisschen vor. Richtig. Gut, jetzt kann ich gut nachvollziehen, wenn man sich sowas vorgenommen hat und dann gerade irgendwie so gesundheitlich, dass es sich nicht so gut berechnen lässt. Irgendwann kommt man ja aber rein und ich weiß ja auch, dass du es fertig gefahren bist. Also nimm uns mal ein Stück mit, wie hat sich das so entwickelt? Genau, ich bin dann mal losgefahren und habe mich da einfach so ein bisschen eingecroovt. Man ist ja dann auch erst mal so ein bisschen sich am Orientieren, wie sind so die Straßen, wie sind die Menschen, vor allem die Autos auf den Straßen unterwegs. Man sammelt die ganzen Eindrücke und da ist man so reingeworfen.
Man ist dann aber relativ schnell auch in Anführungszeichen raus, weil es dann Richtung Süden in so ein Naturschutzgebiet geht, an der Küste entlang. Und da ist man dann eigentlich relativ schnell im Toskana-Feeling. Und hat dann auch nicht lange gedauert, bis man den ersten Anschluss gefunden hat an ein zwei Menschen auf dem Rad, mit denen ich dann ein paar Kilometer absolviert hatte und einfach so Smalltalk betrieben habe. Und da klickt man sich dann relativ schnell in diese Community schon ein. Also das geht, muss ich sagen, das war über alle Tage hinweg so eine Erkenntnis, das geht recht fix, dass man da Kontakt aufbaut.
Begegnungen auf dem Trail
Also in dem Rahmen, wie man es will. Also ich bin jemand, der relativ schnell offen mal Smalltalk anfängt und gerne mal hier und da ein bisschen quatscht. Und genauso schnell findet man eben da auch ein paar Leute. Und an dem ersten Stopp, der war dann so nach 30-40 Kilometern, schön am Strand, da hat man dann auch, sagen wir mal, so 50-60 Menschen mindestens, die an so einem Stopp verweilen, gerade was essen, dem man lauschen kann oder mit dem man einfach kurz mal ins Gespräch geht. Also das hat sich dann nach den ersten 30-40 Kilometern so dieses Gefühl von, ich mache mich hier alleine auf den Weg, hat sich total schnell verflüchtigt und hat sich dann auch über die ganzen Tage so hinweg durchgezogen.
Und ja, das Knie tatsächlich war den ersten Tag noch ein Thema, ein bisschen, wurde dann aber von Tag zu Tag besser und ab Tag zwei war es dann tatsächlich wie weggeblasen. Die zwei Leute, die du da getroffen hast, woher kamen die? Also das waren zwei junge Italiener. Ich meinte, die kamen aus der Ecke Venedig, die Richtung. Und es war relativ witzig, weil mit denen bin ich schon im Zug von Florenz an den Start gefahren, tatsächlich. Wir haben uns dann zwischenzeitlich verloren und dann wieder gefunden auf dem Trail. Und er war so, glaube ich, das komplette Gegenteil von mir, was Planung und Equipment anbelangte. Also wirklich so zwei Taschen am Rad, zwei kleine, eine Flasche, einen Rucksack und irgendwie auch so: Ja, ich bin irgendwie einen Tag zu spät dran, mal gucken, wie weit ich komme.
Und ich da irgendwie der krasse Kontrast mit Trinkweste und optimiertes Bike und alles. Und das war dann schon so ein bisschen der Eindruck der Eye Opener. Was ja das Schöne ist an dem Trail: Man kann das so fahren, wie man es möchte. Also weil es nicht ein fester Zeitrahmen ist und ein Rennen oder so, sondern der war einfach so Typ: Okay, ich gehe da mal rein und gucke mal, wie es läuft. Und wir kamen auch gleichzeitig an, tatsächlich. Also das heißt nicht, dass er jetzt viel, viel länger gebraucht hat oder so, sondern wir kamen tatsächlich am Montag beide an, haben uns dann im Ziel und unterwegs auch ein paar Mal gesehen.
Toskana-Feeling
Aber es war, wie würde ich mal sagen, zu 50-60 Prozent Italienerinnen auf der Strecke und sonst eigentlich international bunt gemischtes Publikum, was auch richtig interessant und spannend war. Also die Common Language war eigentlich so Englisch auf dem Trail, würde ich sagen. Du hast eben gesagt, du warst dann so drin im Toskana-Feeling. Was ist denn das Toskana-Feeling? Ja, ich glaube, also tatsächlich ist so ein bisschen den, also man nimmt ja die Veränderung der Landschaft offensichtlich wahr, wobei tatsächlich stellenweise zum Allgäu ist da gar nicht so viel Unterschied zum Allgäu im Frühjahr, im Frühsommer. Also dieses Hügelige in der Mitte des Trails dann.
Aber klar, also eine Meeresküste hat man jetzt bei uns nicht, trotz schönen Bodensee. Aber einfach dieses, ja, man hört die Menschen am Rande des Trails in den Cafés Italienisch sprechen, man stoppt lädt seine Foodpouch mit Cantuccini auf. Das war auch die Erkenntnis: Also die Zuckerware nach Italien mitbringen, selber macht überhaupt keinen Sinn. Also die Gläser und Riegel blieben größtenteils unangetastet. Das war die Summe aus vielen Kleinigkeiten. Einfach dieser weiße Schotter oder alle Farben, die es da auf dem Trail dann gibt, von weiß über ein bisschen Vulkanerde, die Flora und Fauna um einen rum, die man so nicht kennt, nicht hat. Das Sprachgetummel aus Italienisch und Englisch gemixt. Und ja, so die Summe aus allen Eindrücken. Und natürlich die 28 Grad. Also die Wettervorhersage war auch entsprechend so, wie man es sich in der Toskana vorstellt und auch wünscht.
Verpflegungsstopps
Ja, ich sehe so weiße Straßen, rote Häuser, Zypressen. Genau, Zypressen, Zypressen, das sieht man raus auf jeden Fall. Okay, also bist du da relativ schnell reingekommen, dieses Gefühl. Am Strand-Stopp, das klingt nach Verpflegungsstopp, so das war wahrscheinlich dann alles so organisiert. Genau, es gibt in dem Sinn keine wirklichen Verpflegungsstops, außer jetzt diese Basecamps, die so nach Kilometer 100 irgendwann mal anfangen. Aber der Trail führt doch ganz viele kleine Örtchen und die haben dann alle teilnehmenden Cafés und Restaurants. Wir kennen es nicht genau, das Auswahlkriterium dafür, aber die haben dann so eine Tuscany Trail-Flagge außen rangepinnt oder hängen gehisst. Da weiß man, okay, da kann man anfahren. Vermutlich einfach, da gibt es ein kleines Sortiment, da wird vielleicht Englisch gesprochen und da kommt man irgendwie zu was Essen und Trinkbarem.
Und dann nach dem schönen Teil am Meer, wobei ich da gar nicht so viel Zeit hatte zu verweilen, weil es war ja schon die zweite Tageshälfte und ich hatte ja noch 100 irgendwas Kilometer auf der Uhr stehen, ging es dann weit ins Landesinnere und da fing es dann so an zu dem zu werden, was man so klassisch erkennt, also dieses leicht hügelige und mit Zypressen gesäumte. Umland.
Erster Tag
Okay, erster Tag vom Meer wieder wegfahren. Da reingefahren, wie ging es dann weiter? Ja, der erste Tag hatte dann noch so eine, sagen wir mal, geschichtsträchtige Wendung. Klingt ein bisschen groß, aber eine Ergänzung, die ich so nicht auf dem Schirm hatte. Ich wollte es ja eigentlich für mich machen, so ein bisschen solo unterwegs und so weiter.
Hatte dann aber am Nachmittag noch Bekanntschaft mit einem Methaener, mit dem Luca, gemacht, der auch am Freitag losgefahren ist und wie ich erfahren hatte, auch vor Montag ankommen wollte. Wir hatten so direkt eine Wellenlänge, würde ich sagen. Auch formmäßig hat es ganz gut gepasst.
Wir sind ein Stück zusammengefahren und da hat sich dann relativ schnell herausgestellt, dass man doch ein bisschen einen Weg zusammen machen könnte, zumindest zum ersten Basecamp. Das haben wir dann auch so weit gemacht. Man findet dann in einem Ort, ich glaube, sieben oder acht Basecamps auf der Strecke. Das erste war einfach ein Spielplatz mit einem Fußballfeld in einem Ort. Da sieht man dann halt schon die 100 bis 200 Zelte stehen, je nachdem, wann man ankommt.
Und da gibt es eine notdürftige Infrastruktur mit Lademöglichkeiten fürs Handy, die der TÜV Rheinland, glaube ich, so nicht abnehmen würde. Also Steckerleiste an Steckerleiste an Steckerleiste und improvisierte Duschen mit Gartenschläuchen und Paletten gebaut. Aber das war dann so, ich sage mal, der Tag eins. Da bin ich dann abends schon angekommen, also nach dem Abendessen dann auch mit Luca zusammen in einem Restaurant. Da war ich voll drin.
Jetzt gibt es so Leute, die gehen auf so Bikepackingrouten, glaube ich, deswegen, weil sie allein sein wollen, weil man sich alleine irgendwas stellen will. Also gerade wenn es jetzt nicht unbedingt ein Event ist, da hat man irgendeinen Track, da gibt es ja genug Bibliotheken dafür sozusagen und fährt dann irgendwie nach und ist alleine unterwegs. Das klingt jetzt schon ziemlich letztlich sozial.
Und sie sagen, das ist ja auch so das größte Event, was es da gibt. Mir kommt gerade so während du erzählst, kommt mir so eine, naja, so eine Assoziation zu einem anderen großen Event in Italien, von dem man auch weiß, dass es ganz viel mit der Bevölkerung dort zusammen stattfindet, dass es gepflegt wird, so wie man eben auch die Schotterstraßen pflegt, weil man wahrscheinlich erkannt hat, dass die alten Pfund sind, mit denen man sozusagen Leute anziehen kann aus ganz vielen Ländern.
Eroica, von der klassischen Rennradgeschichte, wo auch tausende Leute fahren und wo es dann immer heißt, da stehen die Mama und der Papa und die stehen dann da an der Seite und die haben dann den Bein. Hat das so ein bisschen diesen Vibe, sage ich mal? Also das klingt für mich so ein bisschen danach, wenn du sagst, so selbst gebastelte Duschen und alles sowas.
Also die lokale Bevölkerung ist irgendwie involviert und man pflegt das so ein bisschen. Oder würdest du dir das nicht teilen? Doch, doch, ich glaube schon. Also wie gesagt, der Trail führt ja durch ganz, ganz viele kleine, richtig schöne Städtchen. Natürlich auch die Klassiker wie Siena und San Gimignano und so, aber da hat man jetzt eigentlich keinen Ort, an dem nirgendwo eine Flagge hängt vom Tuscany Trail.
Also die sind schon alle an der Strecke sehr, sehr gut eingebunden. Es gab dann auch tatsächlich an kleineren Bauernhöfen, die so mitten im Nirgendwo gefühlt landen, eine Mini-Verpflegungsstation. Also einfach zwei Biertische, ein Sonnenschirm und die Mama und der Papa haben da eine kleine Schüsselpasta und ein kleines Süßigkeitenbuffet aufgebaut gegen Spende.
Also keine Gastronomie jetzt in dem Sinne. Ich hatte schon das Gefühl, dass die Region da und auch die Menschen vor Ort, also die Camps wurden ja alle auch von Volunteers betrieben, dass die da schon ziemlich eingespannt sind und ja auch davon profitieren. Also gerade die kleineren Läden und Shops ich glaube, es war jetzt noch nicht wirklich Saison.
Ich glaube, die hatten schon die Woche des Jahres in der Zeit, also was die an Cola, Fantas aus dem Kühlschrank und diversen Snacks über die Theke geschoben haben jeden Tag. Ich glaube, das machen die so oft nicht unter dem Jahr.
Jetzt werden wir hier nicht jeden Tag durcherzählen können an dem du da unterwegs warst, aber kannst du uns mal erzählen was so ein Highlight für dich gewesen ist, wo du gesagt hast, das ist wirklich eine Passage, an die erinnere ich mich, weil da bestimmte Dinge passiert sind.
Das ist ganz interessant, weil das jetzt in der Rücksicht noch so richtig verschwommen ist. Also ist jetzt, glaube ich, etwas länger als eine Woche her und es ist momentan noch so ein Brei aus verschiedenen Bildern und Emotionen. Aber ich würde schon sagen, also was vielleicht so ein bisschen ein Highlight im Positiven wie im Negativen war, waren so die letzten 30, 40 Kilometer vor Siena.
Also das war am Ende Tag 2, als wir so langsam Richtung Siena man sieht dann Siena auch schon so ein bisschen ab und zu mal am Horizont und hat dann diese klassische Gladiator-Landschaft, die man so aus dem Gladiator aus den Filmaufnahmen kennt, die man da vorfindet bei Dorkia. Und das war schon so, einfach da ist man dann vor sich hin gerollt.
Also ich bin auch, muss man dazu sagen, ich bin mit Luca das Event dann auch zu Ende gefahren, tatsächlich. Also solo gestartet, als Pair gefinisht, wenn man so will, was ich vorher jetzt auch nicht erwartet hätte, aber es ergab sich und hat irgendwie gepasst. Und dann haben wir es halt so zusammen durchgezogen und man ist dann tatsächlich so minutenlang stillschweigend und genießend über diese Hügellandschaften gefahren und wusste gar nicht, ob man nach links, rechts oder geradeaus schauen soll, weil man einfach diese ganzen Panoramen erstmal verarbeiten musste.
Also das ist so ein Moment, den ich wirklich für mich abgespeichert habe und irgendwie der Meilenstein, ein Meilenstein der Strade Bianche natürlich. Also wenn man so ein bisschen rasch bona fin ist und man dann über diese Strade Bianche fährt, das ist schon sensationell. Wobei, wie gesagt, zwiegespalten, weil das war auch der tatsächlich anstrengendste und fehlerbehafteste Tag.
Es gab nicht viele davon, aber der hatte alles so in sich. Was heißt fehlerbehaftet? Was ist da passiert? Also ich bin zum Glück verschont geblieben von irgendwelchen Durchschlägen oder Platten, aber meine Pedale, die haben ab Tag zwei tatsächlich so ein bisschen gestreikt. Der Klickmechanismus hat sich wahrscheinlich zugesetzt mit dem feinen Staub und konnte dann nicht mehr richtig ausklicken.
Musste dann wirklich alle eineinhalb bis zwei Stunden beim Stopp mit ein bisschen Wasser und ausklopfen versuchen, das Ding wieder mobil zu machen. Und das war auch der Grund, warum wir so 20 Kilometer vor Camp gehalten haben an einem Restaurant. Ich versuchte, das Pedal irgendwie zu reparieren, ein bisschen rumgeschraubt dran und dann sind wir weitergefahren.
Es war schon relativ spät, haben uns untertags ein bisschen Zeit gelassen und bin dann fünf Kilometer vor Base Camp nochmal umgedreht, weil ich gesehen habe, dass ich meine Toolbox am Restaurant habe liegen lassen vor zehn Kilometern. So, natürlich habe ich die dann geholt und musste dann die Strade Bianche einfach relativ zügig wieder runterfahren, um einfach wieder ein bisschen Zeit gut zu machen.
Bin in den Auflieger, bin auch mit Auflieger gefahren, was sehr entspannt war in den Transferpassagen tatsächlich auch dann und auf der Straße auch mal, um die Handgelenke ein bisschen zu entlasten. Und ist irgendwo auf der Strade Bianche verschollen gegangen. Also ich habe mich dann umgedreht und habe nur noch die weiße Straße gesehen und sonst nichts und dachte mir, okay, Tag zwei jetzt ohne Handy, das war’s.
Und da war kurz mal Panik angesagt. Hat sich dann aber nach einer Viertelstunde, also ich habe wirklich dann den ganzen Straßenrand abgesucht, habe es dann auch wieder gefunden, aber da ist mir kurz das Herz in die Hose gerutscht und war dann auch ganz froh, dann tatsächlich irgendwann am Basecamp angekommen zu sein.
Das ist schon krass, was dieser Gegenstand so, also ich so manchmal überlege, was ich heute alles mit dem Telefon mache oder es ist ja viel mehr als ein Telefon, was ich vor 20 Jahren noch überhaupt nicht auf diese Art und Weise konnte. Es ist völlig krass, also was dieser kleine Gegenstand, was der möglich macht, aber wie, naja, schon erstmal abhängig man auch davon ist.
Ja, vor allem, weil ich tatsächlich ein paar ein, zwei Kilometer davor stand ich an einem Hof in der Erwartung, dass das das Basecamp wäre, weil meine Route da geendet hat. Ich weiß nicht, ich habe mir die aufgespiltet in jeweils Tagesetappen und da war dann Schluss und da kam dann ein älteres Ehepaar raus in die Einfahrt und ich habe eben versucht, mit Händen und Armen und Englisch versucht mit denen zu kommunizieren, ob das das Basecamp sei und sie wussten gar nicht, was ich bei denen in der Einfahrt will.
Und musste dann eben auch mit Luca kommunizieren, weil ich eben wirklich nicht wusste, wo ist jetzt dieses nächste Basecamp. Und auf dem Weg dahin dann das Handy zu verlieren, also da kam dann einfach alles so ein bisschen zusammen, was einfach für mich nochmal so ein Weckruf war oder nochmal so eine, so eine, ja ich sage mal, der Tuscany Trail, da ist ja schon, man hat schon ein Sicherheitsnetz, aber wenn man jetzt wirklich anspruchsvolle Retouren macht und da sowas passiert und da eben das Handy verloren geht oder jegliche Art der Kommunikation dann weg ist oder Orientierung, das ist dann schon nochmal eine andere Nummer.
Wie gesagt, hat alles funktioniert und war dann aber nochmal so ein Weckruf, gut aufs Handy aufzupassen. Da ist es dann so wie vor 20 Jahren, als man eine Papierkarte hatte und ein Portemonnaie und irgendwie Landeswährung oder vorher. Das ist schon interessant, irgendwie an solchen Momenten finde ich, dass man das dann so bemerkt.
Nun hast du erzählt von dieser Szene, wo ihr da so durchfahrt und wo ihr auch schweigt, weil man irgendwie versucht, das alles irgendwie in sich aufzunehmen und wahrscheinlich auch mal ins Staunen kommt und sowas. Und das ist ja irgendwie das eine, dass man da unterwegs ist und in dieser Landschaft dann irgendwie da ist, hoffentlich.
Mir geht es unterwegs immer so, dass ich aber auch an mein anderes Leben denke, also das Leben, was ich zu Hause habe, wo eben dieses tagelang unterwegs sein irgendwie nicht zum Alltag gehört. Ging dir das auch so? Ich bemerke an mir manchmal, dass ich da so einen eigenen Blick drauf habe und ich genieße es auch mal so, die Außensicht auf mein anderes Leben zu haben. Hast du das auch gehabt oder war es wirklich so, ich bin jetzt in der Toskana und ich bin nur hier?
Ich glaube, unterbewusst schon. Ich meine, mit dem Hauptgrund, warum ich wahrscheinlich so gerne Rad fahre und dann auch die Touren immer länger wurden, etc., war tatsächlich auch die schwere Krankheit von meiner Mutter, die vor zwei Jahren bzw. drei Jahren dann auch tödlich geändert ist. Die hatte ALS, also diesen Muskelschwund.
Und beim Fahrradfahren und das war dann in der Toskana dann schon auch öfter der Fall, schaue ich dann eher so auf mich. Also nicht eine Ego Perspektive, aber einfach so dieses Wertschätzende, was ein gesunder Körper und ein gesunder Geist eigentlich wozu die einen befähigen. Und bin dann eher in dem Moment dankbar für mein Leben außerhalb, dass das so stabil ist, gesund mit meiner Familie etc.
Aber habe jetzt nicht wirklich Gedanken oder Herausforderungen, Probleme, die man jetzt vielleicht zu Hause aus dem Job hat, darüber gehirnt. Also das gar nicht. Aber die Zeit, so ein bisschen in Gedanken zu kommen, die war auf jeden Fall dann trotzdem da. Und das passiert beim Fahrradfahren.
Ich finde, Fahrradfahren ist für mich so ein bisschen Meditieren oder Beten. Gerade wenn man im Auflieger liegt, hat es ja auch so ein bisschen die Form, Beten unterwegs. Und diese kleinen Zwiegespräche, die fanden auf jeden Fall schon statt. Mir geht es so, also gerade mit diesem Dankbarsein, dass man das machen kann.
So mir geht es so mit zunehmendem Alter, wird mir das immer bewusster. Und mir wird auch so eigentlich immer bewusster, das geht nicht immer so weiter. Also ich mache das jetzt und ich habe hoffentlich auch noch ein bisschen Zeit, da noch einiges zu machen. Aber schon auch so. Und das ist alles eben nicht selbstverständlich.
Also insofern, genau das. Und das war ja auch so ein bisschen das Intro mit dem zwickenden Knie, wo ich dann dachte, jetzt bist du 40 geworden, jetzt kriegst du Knie. Jetzt geht’s los. Also jetzt noch schnell den Task Recruiter und dann Endspurt. Nee, so ist es ja hoffentlich nicht.
Aber ja, genau wie du sagst. Also das zu machen, aber dann auch man muss man auch dazu sagen, dieses Privileg, auch aus einem sozialen Kontext raus das machen zu können. Also man muss natürlich auch die Möglichkeit haben, sich da vier, fünf Tage auszuklinken. Das Ganze ist jetzt auch nicht ganz günstig.
Man kann es natürlich günstiger gestalten, aber so ein Fahrrad, ein bisschen Gepäck, die Reise etc. kommt auch ein bisschen was zusammen. Und ich glaube, da wird man dann schon im besten Fall ein bisschen demütig auch und finde ich echt toll, dass man das machen kann und hoffentlich so viele Menschen wie möglich. Man muss nicht so weit wegfahren dafür.
Rückreise
Wie bist du ans Ziel gekommen? Wie bin ich ans Ziel gekommen? Erst mal zu zweit, was mich wirklich überrascht hat, weil, wie gesagt, das sollte ja eigentlich so ein bisschen eine Solo-Erfahrung werden. Hab dann aber retrospektiv betrachtet, glaube ich, meinen Frieden damit gefunden.
Klingt ein bisschen blöd, aber ich bin halt einfach ein super sozialer Mensch tatsächlich und das hat einfach gepasst. Und es hätte sich auch irgendwie falsch gefühlt in dem Moment lokal zu sagen, du pass auf, das matcht total, aber ich will das hier eher alleine machen. Wobei ich mich natürlich schon frage, was wären die Erfahrungen gewesen, wenn ich jetzt wirklich solo unterwegs gewesen wäre.
Aber so war das eine super Sache. Sind da reingefahren, da war dann ein bisschen mehr los auf dem Eventgelände tatsächlich und die haben ja dann noch eine kleine Bike Expo, ein bisschen Programm. Ich würde mal sagen, da waren dann vielleicht 1000 bis 1500 Menschen auf dem Gelände, ein relativ weitläufiges Gelände.
Und da checkt man sich dann aus beim Veranstalter. Also sagt hier, Startnummer und bin angekommen und dann Kleinigkeit essen, duschen und dann war es aber schon so ein bisschen wieder der Gedanke an die Rückreise. Also den letzten Tag, also auch eine Erkenntnis.
An und Abreisetag muss man vom puren Erlebnis so ein bisschen abziehen, weil man immer schon mit einem Auge auf die Bahn-App guckt und sagt, ja, fahren meine Züge denn pünktlich wieder zurück? Ich muss ja den Nachtzug wieder aus Florenz nach München erwischen. Und ja, dann von Luca verabschiedet, noch ein bisschen auf dem Gelände geblieben, was gegessen und dann Richtung Bahnhof gerollt.
Und dann ging es zurück. Schon wieder Einschub einer Bahn-Nerd-Frage oder einer Bahn-interessierten Frage. Kann man in dem Nachtzug das Fahrrad mitnehmen oder hast du es irgendwie verpackt? Ne, das kann man mitnehmen. Also ich bin mit dem Nachtzug, wie gesagt, der ÖBB von Florenz nach München gefahren.
Man hat da die Möglichkeit, das Fahrrad mitzunehmen, muss ein Ticket davor lösen. Es gibt nur begrenzte Fahrradplätze. Das sind nur irgendwie sechs oder acht Plätze oder so, was glaube ich sechs Plätze pro Abteil. Also ich weiß nicht, in Summe waren es schon ein bisschen mehr, aber in dem Abteil, in dem Fahrradabteil, in dem ich war, beziehungsweise sind noch ein bisschen mehr Plätze.
Da kann man das anschließen, absperren und dann kuschelt man sich in seine Kabine. Es gibt ja die Möglichkeit, im Sitzen zu schlafen, was ich jetzt nicht wollte, weil ich halt ein bisschen ausgeruht sein wollte auf der Hin- und Rückfahrt. Oder in so einem Viererabteil oder eben in einer Einzelkabine, die sich so ein bisschen anfühlt wie so ein, wie sagt man denn da, so ein Kryo-Hotel?
Ja, ja, eine dieser neuen Zuggarnituren, wo das so geht. Diese, ja, diese Fächer. Genau. Diese kleinen Einschubfächer, in die man sich dann platziert. Genau. Ja, okay. Dann bist du nach Hause gefahren mit dem Zug. Hat es so funktioniert?
Klingt jetzt so, dass alles so halbwegs geklappt hat. Das hat alles tatsächlich sehr gut geklappt. Ich hatte nur den kleinen Denkfehler drin, dass ich, als ich in Florenz ankam mit dem Zug, da hatte ich dann noch gute zweieinhalb bis drei Stunden, bis der Nachtzug ging.
Und dann, okay, jetzt gehst du richtig schön nochmal italienisch essen, allein ins Restaurant und da ein bisschen Florenz bei Abend oder bei Nacht bestaunen. Und mach mich dann wieder auf den Weg zum Bahnhof, krieg dann die Erinnerung auf dem Handy und sehe dann in dem Moment, ich hab mich nicht weit entfernt von dem Bahnhof, eben an dem ich angekommen bin, dass der Nachtzug ja an einen anderen Bahnhof fährt.
Also ich als Landein in Ravensburg, einen Bahnhof, natürlich gedacht, okay, da steig ich dann ganz locker wieder ein. Und dann hieß es im City Crit einmal nur Florenz. Ja, so ein beliebtes Phänomen, ne? So in Städten wie Paris oder Budapest auch gern gesehen, verschiedene Bahnhöfe und man merkt es am Bahnsteig.
Also habe ich auch schon gehört. Okay, aber du hast es geschafft. Ich habe es geschafft, ja.
Nachwirkungen
Okay, ich gleiche das ja hier ab und zu so ein bisschen ab, so mit meinen eigenen Reiseerlebnissen und mit den Reiseerlebnissen von anderen Leuten, die ich so kenne. Und da kenne ich von vielen Leuten so diese Erzählung, dass man, nachdem man so tagelang unterwegs gewesen ist oder manchmal wochenlang und eigentlich jeden Tag so ganz viel wahrgenommen hat mit so vielen Sinnen, dass es manchmal für Leute schwierig ist, danach umzustellen auf so einen Alltagsmodus, in dem nicht so viel Neues permanent kommt und vielleicht auch nicht so viel Schönes.
Also so Toskana, Italien, schön. Und manche Leute sagen dann auch so, hey, nach so einer Reise irgendwann, da geht es mir auch erstmal irgendwie so zwei, drei Tage gar nicht mal so gut. Ist das bei dir auch so? Kannst du das nachvollziehen?
Kann ich absolut nachvollziehen, weil ich glaube, das Reisen mit dem Rad, man nimmt ja so viel auf. Also wie gesagt, sei es von den Untergründen, von den Gesprächsfetzen, die man am Rand so mitkriegt, von den Bekanntschaften, die man macht, den Landschaften, den Herausforderungen, die man auf der Strecke gar nicht verarbeitet bekommt.
Einmal das Mentale und dann was ich wirklich unterschätzt habe, das Physische, die physischen Nachwehen in Anführungszeichen. Ich war wirklich zwei, drei Tage richtig fertig danach. Also währenddessen ist es mir gar nicht so ergangen. Das war natürlich die erste halbe Stunde morgens, hat man die Beine dann schon gemerkt, aber dann war man wieder drin, ein bisschen warm gelaufen.
Aber ich dachte so, okay, du kommst jetzt heim, schläfst mal wieder in deinem Bett und dann am nächsten Tag bist du frisch und dann geht das Leben in Anführungszeichen ganz normal weiter. Ich meine, mittlerweile mit den zwei kleinen Kids, die lassen einen da jetzt auch nicht so viel Zeit zum Durchschnaufen.
Die biemen einen sofort wieder in den Alltag oder die holen dich direkt wieder zurück in die Realität. Aber trotzdem war das wirklich so, dann der Tag eins danach war ich so platt. Also wirklich so eine ganz tiefe Erschöpfung irgendwie. Und dann dachte ich, okay, wow.
Und das hielt dann noch zwei Tage tatsächlich so ein bisschen an. Und dann, also ich muss sagen, ich hatte auch jetzt Urlaub die Woche. Das hielt natürlich dann auch, wenn man nicht direkt ins Büro rennt. Ich plane es schon immer ganz so, egal ob es Tagesevent oder mal zwei Nächte, dass davor und danach immer noch so eine Transition stattfinden kann, weil das braucht man schon zum Umschalten.
Aber zwei, drei Tage, um mental und physisch auch wieder in Ravensburg anzukommen, habe ich dann doch gebraucht. Ja, hast recht.
Knie und Hilfsmittel
Okay, bevor wir noch zu dieser zusätzlichen Ebene, die da noch in deinem Erlebnis drin ist, komm, sag uns mal ganz zum Schluss noch erstmal, also zum Abschluss dieser Fahrtbeschreibung, hat das Knie gehalten oder mit welchen Hilfsmitteln hat es eigentlich gehalten?
Tatsächlich hatte ich eine Kniebandage dann dabei, ganz klassisch, einfach um so ein bisschen da das Knie zu stabilisieren. Und die Maßnahmen, die, glaube ich, am meisten gewirkt haben, waren die Stops. Also wirklich zu sagen, ich gehe längstens eine Stunde aufs Rad.
Du willst ja sowieso gefühlt alle 20 Minuten stoppen, um vielleicht ein Foto zu machen oder hier an einem Aussichtspunkt anzuhalten oder an einem Camp oder an einer Stelle. Aber ich glaube, das hat dann schon dazu beigetragen, dass sich das einigermaßen schnell entspannt hat.
Ich habe jetzt nur in der ersten Nacht um wirklich gut schlafen zu können eine halbe Ibu genommen. Einfach so ein bisschen pro forma. Ich wollte das nicht untertags machen, weil es natürlich dann mit Hitze und so weiter von dem Körper sowieso schon belastend genug ist und ich auch kein Freund davon bin, sowas pro forma zu nehmen.
Aber in der Nacht, um einfach so die erste Nacht auch vielleicht ein bisschen schmerzfrei zu schlafen, wobei ich hatte da wirklich keine akuten Schmerzen. War das eigentlich so das Thema. Also wirklich vielen, vielen Stops und mobil auf dem Rad zu sein.
Also wirklich oft aufzustehen in den Anstiegen, öfters im Wiegetritt zu gehen, sich aktiv zu dehnen in der Abfahrt auch mal. Also wirklich so bewusst die Position auf dem Rad möglichst flexibel gestalten, ausklicken, Beine ausschütteln. Das hat schon sehr geholfen.
Und ergänzend dazu die Bandage immer mit Wasser tränken. Also das habe ich gemacht. Das war ein kleiner Lifehack, den ich gefunden habe. Wirklich die Bandage und ich bin auch mit Armlingen tatsächlich tagsüber immer gefahren, die immer in Wasser gedrängt. Das war ein super Kühlungseffekt.
Okay, den Tipp nehmen wir auch mit. Jetzt hast du vorhin schon gesagt, du bist, ich glaube, Mikro-Influencing hast du es genannt. Und du hast mir, das kann ich noch dazu sagen, vor dem Tuscany Trail geschrieben, also irgendwie zwei Tage vorher oder so. Und hast da auch schon geschrieben, okay, da gibt es noch so eine zusätzliche Ebene, weil du eben nicht nur direkt erlebst, sondern weil du auch berichten willst.
Und das hat meinem Eindruck nach die Vorbereitung auch ein bisschen komplexer gemacht. Vermutlich auch das Unterwegssein. Was ist der Antrieb dafür, dann zu sagen, okay, ich will ja eigentlich raus, aber ich will auch auf irgendeine Art und Weise relativ nah am Erlebten berichten. Was ist die Idee dahinter?
Also ich glaube, der Antrieb ist tatsächlich das Bedürfnis. Also ich bin sehr kommunikativ, wie gesagt, und auch jemand, der gerne verbindet. Also vielleicht so dieser Versuch, das, was ich in meinem Bekanntenkreis, die jetzt so die letzten Jahre auf mich schauen und sagen, der Christian, der wird nie tun.
Mittlerweile fährt er über 100 Kilometer oder 200 am Stück, ist ja völlig absurd. Da vielleicht so ein bisschen eine Brücke zu schlagen, in Anführungszeichen, aus dieser, also nicht Außenseite, outside world klingt so ein bisschen komisch, aber es ist schon so, die Personen, die das vielleicht nicht so selber erfahren haben, denen das so ein bisschen näher zu bringen, zu sagen, es ist gar nicht so abwegig.
Also ich meine, ich fahre jetzt auch noch nicht so ewig lang, gerade sind es fünf, sechs Jahre, in denen ich aktiver fahre. Und einfach diese Freude am Radfahren zu vermitteln auf eine Art und Weise, habe mir dann auf Instagram einfach so ein bisschen was aufgebaut.
Ich habe jetzt nicht viel, knapp über 1200 Follower, aber merke schon, dass da einfach so bei mir das Bedürfnis da ist, da ein bisschen Zugang zu schaffen. Ich mache das auch nicht so gestylt und so völlig glatt oder so, das mag ich gar nicht, sondern so wirklich so ein bisschen dieses Ehrliche, so was hängt da noch mit dran, was kann noch schief gehen und so weiter.
Und da so ein bisschen Einblick, dass man das auch als normale, in Anführungszeichen, machen kann, aber ohne das so zu hypen, zu sagen, ja, jetzt aus dem Stand 300 Kilometer zu fahren, lege ich jetzt niemanden ans Herz oder so. Aber einfach vielleicht so ein bisschen diese Brücke. Zu schlagen, das war so ein bisschen, das ist so der Urantrieb.
Einfluss auf das Erlebnis
Und wie sehr verändert das so das konkrete Erlebnis? Also es scheint ja so ein bisschen verändert zu haben. Es ist ja noch eben so eine zusätzliche Ebene. Es verändert sich jetzt mal ganz platt gesagt auf praktischer Ebene, dadurch, dass natürlich das Equipment verändert.
Also ich habe erst mal ein bisschen mehr an Elektronik dabei. Ich habe eine Spiegelreflex, eine Sony Alpha mitgenommen zum Filmen, mit einem einigermaßen großen, also für eine Spiegelreflex noch kompaktes Objektiv. Aber es geht bestimmt auch kleiner. Meine GoPro habe ich dabei gehabt und so weiter.
Also einfach mal das Hardware, das zusätzlich dazu kommt, inklusive dem Gedanken, natürlich reicht das von den Ladungen her? Was brauche ich an Akkus, Ladeinfrastruktur? Wie gestalte ich das dann auch die Routinen vor Ort?
Wie gesagt, ich bin jetzt nicht so erfahren mit Zeltaufbau etc. Und da war natürlich das Thema Lademanagement dann eins der verschiedenen Themen, die man dann bedenken muss. Also die praktische Variante und dann, sagen wir mal, das in Anführungszeichen Konzeptionelle, wo man sagt: Okay, was will ich eigentlich berichten?
Also was will ich da jetzt eigentlich erzählen? Also es gab ja so diese zwei Themen, dass ich dieses Fahrrad und auch diesen Vorbau so ein bisschen präsentieren wollte. Und dann denke ich: Okay, wie macht man das? Will ich es naturgetreu, einfach so, wie man als normaler, in Anführungszeichen, jetzt seine Instagram Posts machen würde?
Will ich es irgendwie ein bisschen ausführlicher gefeatured haben? Und das ist dann schon so, da kommt man dann schnell in so ein Phasen, wo das dann so ein bisschen jobmäßig wird. Also wo man da wirklich mit einem sich Gedanken über ein Konzept macht und immer so hin und her pendelt zwischen: Also ich jetzt in dem Fall, musste das jetzt sein?
Musste ich mir das jetzt wirklich ans Bein binden? Ich hätte doch einfach ganz entspannt losfahren können. Aber ich glaube, so wie ich mich kenne, ich hätte es nicht ohne machen können, so ein Side-Projekt, in Anführungszeichen.
Ja, und läuft es dann so, wenn du da unterwegs bist? Läuft es dann so, dass du halt die schöne Aussicht, die beeindruckende Szenerie nicht nur für dich irgendwie aufnimmst, sondern dass man dann immer auch so eine naja, so die Situation auf ihre Verwertbarkeit, ohne dass jetzt, also ich meine das nicht negativ, einfach nur so, dass das so mitläuft und dann so: Warte mal, hier ist schön, das gibt doch ein gutes Bild.
Genau das. Also ich meine, da kommt man ja schon rein, wenn man sich jetzt selber also nicht als Mikro-Influencer, wie man es auch nennen will, bezeichnet, weil das Thema Social Media und die Darstellung davon ja mittlerweile immer auch Teil der Fahrt gefühlt ist.
Also ich kenne keinen Community Ride mehr, in dem nicht irgendjemand die tollsten Szenen mit einer GoPro oder mit einer 360-Grad-Cam irgendwie mitgefilmt hat und das dann am Ende verwertet. Und das war auch meine Angst, dass ich da quasi immer so einen ständigen Produktionsgedanken dahinter habe, dass ich keine Szenen mehr genießen kann, ohne: Die Aussicht, die muss ich jetzt aber mitnehmen oder die Stadt, da könnte ich doch jetzt ein kleines Shooting machen mit dem Bike oder so.
Das war schon die Angst davor. Ich habe es dann am Ende so gelöst, dass ich mir wirklich klar gesagt habe: Okay, was will ich für Shots machen? Also welche ein zwei Reels oder Stories will ich zu dem Thema machen? Und habe mir dann dafür am Tag auch den Vormittag und den späteren Nachmittag, weil da die Lichtverhältnisse ja auch besser sind, einfach so genommen.
Und dann aber beschlossen, da hilft vielleicht auch Lukas‘ Anwesenheit als Person, der mich dann immer so ein bisschen raus aus diesem Produktionsmodus genommen hat. Nicht an jeder Abzweigung zu denken: Oh, aber der Shot wäre ja noch besser. Oh, aber das wäre noch besser.
Und würdest du jetzt in der Rückschau sagen, das war richtig, das so zu machen? Das hat sich auch auf irgendeine Art und Weise gelohnt. Also jetzt kann sich ja auf verschiedene Seiten, auf verschiedene Arten lohnen. Irgendwie emotional vielleicht hat es für dich auch das Erlebnis irgendwie vertieft, weil ich finde, es ist immer nochmal was anderes, wenn man Sachen dann ausspricht.
Irgendwie formulieren muss. Das macht ja auch für einen selbst das nochmal anders. Ja, also deswegen, es war so ein bisschen zweigeteilt. Ich hatte einmal dieses Featuring von diesen Produkten, ein bisschen zeigen wollte, aber dann auch für mich so mein kleines Projektchen, wo ich gesagt habe, ich will so eine Art Minidoku machen, wo ich gar noch gar nicht so genau weiß, wo das jetzt hingeht.
Muss ja das Material erstmal sichten. Aber wie du sagst, es hat mir dann auch geholfen in bestimmten Momenten, wenn man so einen Rahmen für sein kreatives Konzept am Ende hat, wirklich ein Augenmerk auf so Momente und Szenerien zu legen, die man vielleicht gar nicht gehabt hätte.
Also für mich war das so ein bisschen, ich hatte mir so in den Rahmen gesteckt: Okay, ich will so die Grenze zwischen dem Alltag entlang des Trails und der Veranstaltung. Da will ich irgendwo genau den Fokus hinsetzen. Also wo passiert Alltag? Menschen reparieren einen Traktor oder bespannen irgendwas und parallel sind Menschen an einer Verpflegungsstation, um ein Motiv zu sehen.
Und ich glaube, am Ende kann man es wie ein Glas halb voll oder halb leer sehen. Mir hat es am Ende schon geholfen. Ich glaube, ich kenne mich als Person. Ich wäre eh nicht rausgekommen aus der Sache, ohne das irgendwie ein bisschen zu verwerten.
Aber vielleicht hilft das Verwerten eben auch, wie du sagst, um aktiver und aufmerksamer, achtsamer, wenn man so will, diese Szenen dann auch zu verarbeiten, zu betrachten. Ja, und ich glaube, so, also bei mir ist das dann eher die Außensicht, weil das, was ich irgendwie verwerte von dem, was ich mache, das meiste findet hier in diesem Podcast statt, dass ich dann hier halt irgendwie erzähle.
Und das ist für mich ja auch irgendwie ein Bedürfnis, immer wieder. Insofern kann ich das auch nachvollziehen, dass man da sagt: Ich will es irgendwie auf irgendeine Art und Weise festhalten. Und mein Eindruck ist auch, dass ja Leute da auch schnell zu einer gewissen Routine kommen und dann gehört es einfach irgendwie dazu.
Und das ist einfach finde ich so als Prozess interessant zu beobachten, weil die haben diese zusätzliche Ebene. Aber das ist halt auch normal. Und manchmal frage ich mich: Okay, macht es das jetzt zu komplex für dich? Oder ich denke dann: Okay, ne, macht es nicht, weil das ist einfach, du hast dich daran gewöhnt.
Man schreibt halt heute nicht, keine, aber weniger Postkarten, sag ich mal so. Absolut, genau. Ja, genau das, wie du sagst. Jetzt hast du gesagt, das ist so Mikro-Influencing. Die beiden Firmen haben wir genannt. Sind das Kumpels von dir oder war das jetzt auch irgendwie so, dass sie gesagt haben: Naja gut, Chris, wenn du da irgendwie berichtest, dann kriegst du den Vorbau irgendwie günstiger oder kriegst den so und gibst mir danach wieder?
Also der Sören ist ein Kumpel mittlerweile von mir, den ich in Ravensburg kennengelernt habe. Und da war es tatsächlich so, ich habe letztes Jahr einen Rahmen bei ihm gekauft, einen anderen, um hier so einen Winter-Gravel aufzubauen. Carbon, damals noch, die lässt aber so langsam ausfaden und spezialisiert sich wirklich auf Titan.
Und da war ich einfach so ein bisschen im Gespräch mit ihm und habe gesagt: Ich fahre den Tuscany Trail dieses Jahr. Und hat er eben so aus Jux und Tollerei gesagt: Ja, hast du schon das richtige Bike dafür? So ein bisschen Salesperson. Ja, also ich habe sicherlich Bikes dafür.
Ich habe auch ein Hardtail und dieses Gravel-Bike und auch ein anderes, eher race-orientiertes Gravel, mit dem das sicherlich funktioniert. Und an der meinte er dann aber schon: Ja, er hätte tatsächlich gerade ein Show-Bike da, das TMX, eben das er mir mal für die Saison leihen könnte.
Und da war jetzt nichts festgeschrieben, so im Sinne von: Er muss jetzt so und so viel Reels dabei rausspringen oder so weiter. Es war einfach so ein bisschen, wie man so schön sagt, Gentleman Agreement: Okay, ich berichte ein bisschen darüber, ab und zu mal einen Post und darf dafür dieses Rad fahren. Ganz, ganz zwanglos.
Und das Thema Vorbau war tatsächlich, ich kannte diesen Vorbau schon und hätte den super gern getestet. Und da war dann wirklich so der naheliegende Gedanke: Okay, schreibt die mal an beziehungsweise die sind auch mit Sören bereits in Kontakt oder Sören, beziehungsweise V Pace, haben die Vorbauten auch im Programm im Onlineshop.
Und da lag es nahe, da mal den Kontakt drüber aufzubauen und mal nett zu fragen, ob ich das mal testen dürfte. Und so kam das dann zustande. Und dann durfte ich das testen, eben auch mit diesem kleinen Agreement: Okay, im besten Fall kommen da ein paar, ein, zwei Reels in die Story und vielleicht noch ein Blogartikel raus oder sowas, aber auch gar nicht wirklich festgeschrieben.
Aber natürlich hat man das immer so im Hinterkopf, dass man irgendwie ein bisschen abliefern muss. Und ich will es ja tatsächlich auch, weil das wirklich zwei tolle Sachen sind und gerade dieser Vorbau, glaube ich, mir schon echt viel Stress auf den Unterarmen und Händen erspart hat auf dem Trail.
Ja, und das ist ja so, letzter Gedanke dazu, das klingt ja so wie die Fahrt an sich, wo du hauptsächlich als der private Chris unterwegs bist, aber dann eben doch so ein bisschen als der öffentliche. Klingt ja auch hier so: Okay, das sind nicht irgendwelche Firmen, die ich nicht kenne, die habe ich angeschrieben, da gibt es irgendeinen Deal, sondern es ist ja auch hier so dieses: Okay, ihr kennt euch vorher, man ist nicht sympathisch, man ist irgendwie mindestens mal ein Kumpel oder so.
Das bleibt ja nicht aus. Wie ist denn jetzt so, vielleicht ist es noch ein bisschen zu früh, hast du gesagt, aber trotzdem so ungefähr eine Woche später, wie ist denn jetzt so dein Blick auf den Tuscany Trail? Ich formuliere es mal ganz blöd und platt: Hat es sich gelohnt für dich?
Ja, also ich würde schon sagen, dass sich das gelohnt hat beziehungsweise es meine Erwartungen erfüllt hat, wobei man wenn man zurückschaut oder ich jetzt zurückschaue, mich dann auch frage: Was waren die Erwartungen eigentlich? Also was hätte sich für mich für ein Gefühl einstellen sollen am Ende, damit ich sage: Ja, das war es?
Ich glaube, es waren einfach so viele Momente, wo ich gesagt habe: Okay, auf dem Trail oder auch kurz danach oder dann auch jetzt in Gesprächen mit Bekannten, Freunden, die dann eben natürlich davon wussten und dann mal wissen wollten, wie es denn so war.
Wenn man dann so drüber berichtet und erzählt, denkt man sich schon: Ja, nee, war schon eine richtig coole Sache. Ich hatte auch die Befürchtung, natürlich, dass es ein sehr kommerzialisiertes Event wird. Das war aber auch meine größte Befürchtung, dass ich mir so ein wildes Bikepacking-Event vorstelle und am Ende ist es eine durchorganisierte Kaffeefahrt.
Das war so meine schlimmste Erwartung. Die wurde aber gar nicht erfüllt, tatsächlich. Also es ist wirklich super durchorganisiert und glaube ich, was man halt schon sagen kann, egal wie man diesen Tuscany Trail fahren will.
Ich hatte mit einer polnischen Familie, die waren zu sechst unterwegs. Die haben es ganz entspannt gemacht. Also diesen sieben Tagen haben die da drauf verbracht oder eben, wie gesagt, dieses Pair, das in zwei Nächten durchrockt. Man kann das so fahren und ich glaube, es fühlt sich irgendwie immer richtig an zum Schluss.
Und so hat es sich für mich jetzt auch angefühlt, wie gesagt, mit dieser Wendung, dass ich es Solo gestartet habe und das Pair beendet und jetzt noch die Thematik habe, dass ich so ein paar Sachen nachverarbeite oder nachbearbeite. Fühlt sich das ganz rund und erwartungserfüllend an.
Ja, ich kann dir mal so meinen Eindruck jetzt auch so aus diesem Gespräch sagen, denn ich bin so in der Vorbereitung wirklich so ein bisschen gestolpert über dieses: Das größte Bikepacking-Event und 6000 Leute und so. Und du hast jetzt Kaffeefahrt gesagt, das war jetzt nicht meine erste Assoziation, aber irgendwie so in die Richtung: Okay, wie krass, wie viele Leute, wie durchorganisiert ist das?
Aber von dem, was ich jetzt so höre, klingt es für mich danach, dass ich dort also so eine gewisse Grundorganisation habe. Die Steckdosen sind da, egal ob der TÜV nur sagt: Ja oder nein, und die Zelte und so.
Das kann man natürlich aus einer gewissen puristischen Perspektive sagen: Ja, Moment, ist das denn noch Bikepacking? Weil das ist ja alles irgendwie vorbereitet. Aber das kommt ja dann auch meistens von Leuten, die die Routine haben, die Zeit, die Infrastruktur, vielleicht auch die Unterstützung, das einfach irgendwie immer so in diesem super Self-Support-Modus zu machen.
Und also es klingt für mich eigentlich ganz angenehm. Also du bist ein Familienvater, irgendwie um die 40, der sagt: Okay, ich hab so und so viele Tage Zeit und dann will ich mich ausloggen. Und das wäre vielleicht auch ein bisschen, also es scheint mir ganz gut zu passen, dass es mehr Leuten die Möglichkeit gibt, da mitzufahren.
Und dann ist es auch logisch, dass da so viele mitfahren, finde ich. Ja, auf jeden Fall. Also, wie schon angesprochen mit der Szene mit dem Handy. Also man hat ja dann doch irgendwo, wie gesagt, ich muss einen Zug zurück in mein normales Leben kriegen am Ende.
Ich muss diese Etappen irgendwie fahren. Ja, dann doch zum Schluss. Wenn das jetzt ein komplett unsupported Event gewesen wäre und ich an Tag zwei mein Handy verliere, dann ist diese Romantik schnell weg. Das kann auch abenteuerlich sein, aber ich glaube, dann landet man schnell auf dem Boden der Tatsachen.
Also meine Empfehlung oder das, was ich so für mich mitnehme, wenn man sich überlegt, was Größeres unsupported zu fahren, finde ich, ist der Tuscany Trail eine gute Generalprobe, weil man dieses Netz in Anspruch nehmen kann.
Man kann aber auch, das haben auch einige gemacht, auch außerhalb von diesen Camps zelten und sagen: Nee, will ich gar nicht, ich fahre da mein Ding. Ich nutze diesen gescouteten Track, was ja auch sehr interessant ist, weil man auch in Regionen oder Streckenabschnitte kommt, die normalerweise für die Öffentlichkeit nicht offen sind.
Zu dem Zeitpunkt, die werden nur für diese Woche geöffnet und darf man nur als Teilnehmer des Tuscany Trails durchfahren. Also es hat schon was. Das kann man mal so als Probe für eine mehrtägige Bikepacking-Tour machen.
Und ich würde mich jetzt, glaube ich, auch trauen, drei, vier Tage aufwärts in einem fremderen Terrain unterwegs zu sein mit diesen Erfahrungen. Aber es war schon sehr hilfreich.
Das ist die perfekte Überleitung zu meiner abschließenden Frage: Wie geht es denn jetzt weiter für dich mit dem Bikepacking? War das jetzt die Generalprobe zu anderen Dingen, wilderen? Ich glaube, ohne konkret sagen zu können, was als nächstes kommt, das wird nicht das letzte gewesen sein.
Es steht jetzt familientechnisch noch ein bisschen was an. Wir kriegen Nachwuchs im Sommer, nochmal Nummer drei von dem, ja. Glaube ich, dass die, wenn meine Frau zuhört, die wird also sagen: Du, die längeren Bikepacking-Touren, die sind jetzt erstmal Will.
Aber tatsächlich mit unserem Sohn, dem Mann, der ist acht, da jetzt noch die nächsten Wochen ein bisschen unterwegs sein, vielleicht mal so ein Overnighter fahren. Der ist auch relativ motiviert, da auf dem Rad unterwegs. Und denke schon, dass sowas in dem Ausmaß wird nicht das letzte gewesen sein.
Und in dem tollen Buch, das mich ursprünglich inspiriert hat, sind ja noch zwölf, dreizehn andere tolle Touren über alle Kontinente hinweg verteilt. Von dem her wird das nicht das letzte gewesen sein.
Okay, dann sag mir zum Abschluss bitte nochmal den Titel von dem Buch. Das Buch heißt: Tour de Rad, unterwegs auf den legendären Bikepacking-Routen der Welt von Gestalten. Alles klar, dann kann man auch da mal reinschauen.
Und Chris Pfeiffer hat das gemacht. Chris Pfeiffer aus Ravensburg, und er ist hängen geblieben an der Geschichte zum Tuscany Trail oder hat sich an diese erinnert und er ist den Tuscany Trail gefahren, hat ihn durchlebt und von dort darüber berichtet und auch jetzt hier mit mir im Podcast darüber gesprochen.
Chris, vielen Dank dafür für deine Antworten auf meine Fragen und für die schöne plastische Schilderung. Und natürlich viel Spaß beim Overnighter mit dem Achtjährigen und auch viel Spaß mit Nummer drei und überhaupt. War ein schönes Gespräch, danke.
Danke dir, Gerolf. Ciao. Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, auch mal beim Tuscany Trail teilzunehmen, weil das nach einer guten Mischung aus Organisation und Erlebnis klingt, dann markiert euch schon mal den 19. bis 24. Mai 2027 im Kalender, denn da findet das Bikepacking-Event zum nächsten Mal statt.
Und wenn das mit den Events nicht so ganz eure Sache ist, ihr aber Bikepacking und Italien total reizvoll findet, dann schaut doch mal auf bikepacking.com vorbei, denn dort gibt es im Bereich Routes einen Haufen Touren auf allen befahrbaren Kontinenten, samt GPX-Tracks, Bildern und Hinweisen.
Und dort finden sich auch einige Routen in Italien, wie zum Beispiel The Wolf’s Lair in den Abruzzen, was eine total schöne Gegend zum Radfahren ist. Ich habe da auch schon mal reingeschnuppert.
Dann gibt es natürlich noch solche Klassiker wie Turin-Nizza über beeindruckende alte Militärstraßen in den Alpen. Für mich ist die Strada della Sietta eines meiner persönlichen Highlights des letzten Jahres.
Und ich bekomme allein schon vom Drandenken wieder Bock drauf, dort und am Colle delle Finestre Rad zu fahren. Und wenn wir einmal vom Radfahren in Italien reden, dann müssen wir natürlich auch die Eroica in der Toskana ansprechen.
Das ist das Treffen für klassische Rennräder auf toskanischen Schotterstraßen und 2026 findet es am 4. und 5. Oktober statt. Und wenn ihr sagt, ihr wollt euch das alles selbst basteln, bitte schön, hört einfach in mein Gespräch mit Markus Jaschen vom Bike Router vom 20. März rein.
Auch das habe ich euch verlinkt. Und zumindest ich gehe aus dieser Ausgabe mit richtig viel Radfahrlust raus und ich hoffe, euch geht das auch so. Wenn ihr mehr wollt, dann bekommt ihr das schon am kommenden Freitag, dem 12. Juni.
Erreichen könnt ihr uns unter antritt@detektor.fm sowie auf Instagram und Mastodon. Und wenn ihr sicherstellen wollt, dass wir hier jede Woche Fahrradprogramme machen können, dann kommt ins Antritt-Peloton auf Steady oder Apple Podcasts und unterstützt uns mit einem Cappuccino im Monat.
Und dann könnt ihr auch am 18. und 19. Juli in die Redaktion nach Leipzig kommen, mit uns Radfahren, Kuchen essen und im Podcast aufnehmen. Das machen wir alles zusammen mit unserem Peloton und die letzten Infos dafür gibt’s für alle im Peloton in Kürze.
Und wer noch rein will, findet den Link zu Steady in den Show Notes. Ich sage danke, Tim Schmutzler, für den schönen Schnitt. Danke allen anderen fürs Zuhören und ich freue mich schon jetzt auf die nächste Ausfahrt.
Und wie auch immer ihr unterwegs seid, ich wünsche euch gute Fahrt. Wir hören uns. Ciao. Und wer noch rein will, findet den Link zu Steady in den Show Notes. Ich wünsche euch gute Fahrt. Wir hören uns. Ciao.