Hier ist der Antritt der Fahrrad Podcast auf detektor.fm mit der 4. Dezember Ausgabe 2025. Mein Name ist Thomas Becker und ich sitze in diesem schönen Podcaststudio im Herzen von Leipzig. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich mich darüber freue, diese Anmoderation einzusprechen. Um es ein bisschen besser zu verwältigen: Ich freue mich gerade ein zweites Loch in den Arsch, weil ich das machen darf.
Ihr fragt euch gerade bestimmt, wie es so weit kommen konnte. Vor einigen Wochen habe ich einen Anruf erhalten von demjenigen, der hier sonst zu hören ist. Dieser fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, mit ihm die Weihnachtsfolge aufzunehmen. „Ja klar, geil, bin dabei! Aber unter zwei Bedingungen: Ich darf die Anmoderation machen und den Song am Ende bestimmen.“
Wenn ihr euch gerade fragt, wer ist der Typ und warum darf der das eigentlich? Am Anfang des Jahres saß ich mit demjenigen, dessen Stimme ihr hier sonst erwartet hättet, in meiner Werkstatt in der Priegnitz zusammen und wir haben ein sehr intensives Gespräch aufgenommen. Wir sprachen über meinen Job als Fahrradrahmenbauer, über die Herausforderung der Soloselbstständigkeit und vor allem aber auch über meine Depression. Dieses und einige weitere Gespräche haben dazu geführt, dass ich mittlerweile eine Freundschaft zu dieser Person empfinde, für die ich sehr, sehr dankbar bin.
Und ich möchte mich jetzt einmal bei allen Menschen dafür bedanken, was für eine tolle Resonanz damals auf diese Folge, die wir Anfang des Jahres aufgenommen haben. Es war unglaublich, so viel tolle Resonanz zu bekommen, so viele nette Zusprüche. Stellenweise haben mich die Leute bei Fahrradausfahrten darauf angesprochen und haben mir unglaubliche Dinge erzählt. Sie haben mit mir über ihre Depression gesprochen. Ich bin immer noch sehr, sehr dankbar dafür, dass so viel positive Resonanz kam.
Es ist mir ein Vergnügen, nun die Frage zu stellen, die mir und so vielen anderen gestellt wurde: „Hallo, wer bist du und was machst du?“ Hallo Tom, ich bin Gerolf und ich mache hier manchmal den Fahrradpodcast Antritt. Und ich freue mich sehr, dass du hier zu Gast bist und meiner Einladung gefolgt bist.
Antritt – Der Fahrradpodcast
Tom, ich finde, du hast ein bisschen untertrieben. Denn ich habe dir ja nicht nur angeboten, dass du die Anmoderation und den Song übernehmen kannst, sondern eigentlich auch, dass du diese Ausgabe, die am zweiten Weihnachtsfeiertag veröffentlicht wird, dass du die ein bisschen auch steuerst und dass du inhaltlich die einfach mitbestimmen kannst. Da haben wir drüber gesprochen, das ist richtig.
Und ich habe da auch sehr viel drüber nachgedacht. Ich habe mir so viele Gedanken gemacht. Man ist irgendwann total aufgeregt und dann hat man so viele Ideen. Also bei mir waren die Ideen von „Ich übernehme die Karre“. Das wäre dann aber eher eine Radiosendung gewesen, wo ich die ganze Zeit über meine Glocke spreche, über meinen Rahmenbau, aber das soll es auch nicht sein. Und es ist ja Weihnachten.
Also hatten wir beide, glaube ich, die Idee zusammen: Wir machen eine kleine Weihnachtsfeier. Ja, wir machen eine kleine Weihnachtsfeier und wir haben uns auch gedacht, dass wir uns gegenseitig Dinge schenken. Genau, macht man so an Weihnachten. Ja, und was schenkt man sich am besten im Podcast? Ich glaube, Themen, Gedanken, Antworten, Fragen auch. Ja, so soll diese Ausgabe hier funktionieren, wenn Tom diesen Plan folgt. Er hat das Ding in der Hand, er kann das bestimmen.
Wichteln im Podcast
Willst du noch irgendwas sagen? Wollen wir noch was dazu sagen, was wir uns hier überlegt haben, wie wir das aufbauen? Genau, wir haben uns überlegt, dass wir so etwas wie ein Wichteln machen. Wer Wichteln nicht kennt: Es kommen wild Geschenke auf den Tisch und jeder darf sich eins rausziehen. Bei uns sind es keine Geschenke, es sind halt die Themen. Jeder hat sich ein bisschen was überlegt, was er den anderen fragen möchte oder worüber er selber gerne reden möchte, um dann die Sendung schön zu füllen und es zu einer schönen Weihnachtsshow zu machen.
Genau. Und Tom hat mich beauftragt, also er ist derjenige, der das hier steuert, und er hat mich beauftragt, mir einen Modus zu überlegen, wie wir das ein bisschen strukturieren können. Und es wird ein Glockenspiel ertönen, wenn es Zeit ist, rein rechnerisch, für ein neues Thema. Ob wir uns dann ganz genau dran halten oder ob wir vielleicht auch eher fertig sind mit dem Thema, werden wir sehen. Aber so ein bisschen als Orientierung, denn wir wollen uns ja gegenseitig Dinge schenken.
Und ja, das erste Geschenk – wer macht das? Das darfst du machen. Ja, ja. Aber du hast den Wunsch, oder? Ich habe den Wunsch. Warte mal, pass auf, mein Wunsch ist, dass du mit dem ersten Thema um die Ecke kommst und dann geht es einfach los. Genau.
Und es ist aber schon jetzt irgendwie sehr interessant, weil wir jetzt genau an der Stelle, also an der richtigen Stelle, eigentlich schon so ins Wackeln kommen. Denn das kann man sich ja generell fragen in so einem Podcast, in so einem Gespräch: Wer schenkt da eigentlich wem was? Ich glaube, wir beide beschenken jetzt alle anderen, die zuhören. Ja, und man beschenkt sich ja auch gegenseitig. Ja, das ist ja sowieso. Also man schenkt Fragen und man schenkt auch Antworten. Ja, ja, wenn wir das mal so sagen dürfen.
Struktur und Zeitmanagement
Okay, gut. Also wenn du sagst, ich soll – nee, ich habe jetzt ver… Also man muss jetzt vielleicht nochmal dazu sagen, wir haben einen Timer, weil wir haben nicht unbegrenzt Zeit. Wir haben eine Timeline und damit wir uns nicht auf einem Thema, wo wir beide wahrscheinlich stellenweise zwei Stunden drüber sprechen könnten, festquatschen. Das soll vorkommen. Ja, ja, da gibt es Themen.
Deswegen hört ihr nach, ich glaube, 13 Minuten haben wir jetzt gesagt, hört ihr ein festliches Geräusch. Ja, genau. Nicht wundern, das heißt, das ist eher für uns als für euch, dass wir zum Ende kommen und das nächste Thema angehen, damit wir uns nicht festquatschen. Weil wir brauchen eine kleine Struktur. Ja, genau. Beauftragst du mich hiermit, dass ich den Geräusch-Timer in Gang setze? Du bist der Glockenbeauftragte. Alles klar.
Dann wenigstens habe ich diesen Job. Dann walte ich jetzt hier mit meines Amtes, drücke hier an meinem Glockenspiel auf Start und dann, ja, sag mir mal, was ich dir schenken soll. Ich möchte eigentlich als allererstes über dich sprechen. Ich möchte, dass du mir schenkst ein bisschen Information über dich, weil ich glaube, dass viele dich kennen. Viele hören zwischen den Zeilen immer raus, wer du bist. Wer ist dieser Gerolf Meyer eigentlich?
Gerolf Meyer – Der Lehrer
Und ich habe mir ganz lange überlegt, wie mache ich das jetzt. Und ich fange mit einer Frage an: Ich habe in deiner Küche eine Tasse gesehen, auf der Tasse steht „bester Lehrer ever“. Ich glaube nicht, ob da „ever“ steht, aber da steht „bester Lehrer“ und da ist eine Klasse und da ist ein sehr viel jüngerer Gerolf Meyer drauf. Was hast du eigentlich vor dem Podcast gemacht?
Vor dem Podcast habe ich das nicht gemacht. Deswegen ist das sehr viel jünger. Das trifft hart. Während des Podcasts habe ich diese Tasse bekommen. Was hat es damit auf sich? Die habe ich bekommen von – ich muss gerade überlegen, ob es die – oh Gott, nicht dass die mir jetzt böse sind. Ich glaube, es waren die Chinchillas. Also das war eine Klasse.
Du warst im Zoo oder was? Nein, ich bin Lehrer gewesen. Ich bin aber Lehrer geworden, während es diesen Podcast schon gab. Also der Podcast ist älter als mein Lehrer-Dasein gewesen. Ich war sieben Jahre lang Lehrer, parallel zu diesem Podcast die meiste Zeit. Total cool.
Warum bist du Lehrer geworden? Das ist eine gute Frage. Ich glaube, die Frage, warum du Podcaster geworden bist, die hast du mit Sicherheit schon mal irgendwann beantwortet oder wie es dazu kam. Aber mich interessiert, warum bist du Lehrer geworden? Und ich weiß aus Gesprächen mit dir, warum hat dir die Arbeit mit Kindern so viel Spaß gemacht? Das möchte ich eigentlich von dir wissen. Wie hast du mit diesen Kindern gearbeitet? Und das versuch mal jetzt irgendwie in zehn Minuten reinzukriegen.
Der Weg zum Lehrer
Okay, ich versuche das mal. Also ich habe ursprünglich mal Geografie studiert und Ost- und Südosteuropa-Wissenschaften. Ich bin an sich nicht so gut zum Studieren geeignet. Also ich habe während des Studiums – wer ist das schon? Es gibt Leute, die sind richtig gut geeignet dafür. Also die finden sich da gut zurecht. Bei mir war das nicht unbedingt so.
Und ich habe während meiner Studienzeit – ich hatte das Glück, noch auf Diplom zu studieren. Das heißt, ich habe während dieser Zeit wahnsinnig viel ausprobiert neben dem Studium. Ich habe teilweise zwei Fahrradjobs nebenbei gehabt, also in der Firma und in einem Laden und noch Events organisiert und so. Genau, irgendwann war klar, dass ich, wenn ich das Studium noch abschließen will mit dem Diplom, dass es ein Fahrradthema sein muss.
Dieses Fahrradthema habe ich mir gesucht, habe mich dann da auch irgendwie durchgebissen, bin dadurch Fahrradjournalist geworden, weil das dann so die logische Schlussfolgerung gewesen ist. Da gründete sich gerade unter der Führung meines lieben Freundes David Kossmann, der heute auch noch und weiter Chefredakteur des Fastie Magazins ist, gründete sich das Fastie Magazin. Und ich habe dort seit Ausgabe eins mitgearbeitet.
Habe so einen Fahrradjournalismus gemacht und habe aber in diesem Beruf, also das war Printjournalismus, und habe mich dort, sage ich mal, nicht auf die Art und Weise zurechtgefunden, dass das für mich irgendwas war, wo ich wusste, das geht jetzt hier stabil weiter, so die nächsten 40 Jahre. Wann war das ungefähr? 2010? Ja, ich habe ein Volontariat gemacht, das habe ich Anfang 2011 und habe dann da noch eine Weile gearbeitet. In Göttingen bin dann da irgendwann weggegangen.
Ich war Teil dieser Fastie-Redaktion. Dann habe ich schon irgendwie gemerkt, okay, also ich habe alle Interviews immer aufgenommen, sowohl für mein Diplom als auch für Fastie-Artikel. Und dadurch kam so unter anderem diese Erkenntnis, die sich mir total aufgedrängt hat, so dass dieses Drüber-Sprechen und mit diesen Aufnahmen arbeiten, dass das total gut ist. Daraus erwuchs die Idee für diesen Podcast.
Und ich habe dann diesen Podcast angefangen und habe diese Fahrradprint-Welt aus verschiedenen, auch individuellen Gründen hinter mir gelassen und habe dann ja auch noch so ein, zwei Jobs gehabt in der Fahrradbranche. Und das war aber alles nicht so, dass ich das wahnsinnig stabil anfühlte. Und ich bin Lehrer geworden, letzten Endes aus einer Situation heraus, in dem ich mit einer – das ist jetzt natürlich heftig, wenn ich das hier so erzähle.
Es gab quasi so ein Austauschgeschäft. Eine Freundin von mir damals, die ist ein Rennen gefahren auf der Berliner Fahrradschau, ist Singlespeed-Europameisterin geworden. Und ich habe immer gesagt, wir müssen darüber sprechen, es ist eine Ausfahrt des Monats. Und dann gab es ein Tauschgeschäft. Hat sie gesagt, gut, das können wir machen, aber dafür musst du zu mir in die Schule kommen, in die Expertenrunde.
Und es gab diese Ausfahrt des Monats und dann rückte diese Expertenrunde näher. Diese Expertenrunde war in dieser Schule so ein Format, dass alle zwei Wochen damals, glaube ich, Menschen dort hingekommen sind und über ihr Berufsbild so aus ihrem Berufsleben erzählt haben. Und ich war da auch aufgeregt, dachte so, krass, da muss ich da hin. Wie mache ich denn das? Wie ist das strukturiert? Wie soll ich mich vorbereiten?
Ich hab gesagt, wir müssen uns vorher nochmal treffen. Und da haben wir uns zwei Tage vorher getroffen, haben das so durchgesprochen. Und ganz am Ende des Gespräches sagte sie: „Ach so, wir suchen übrigens noch einen Geografielehrer. Und falls du jemanden kennst, sag mir mal Bescheid.“ Und ich habe innerhalb einer Minute maximal, also eigentlich viel schneller, habe ich gesagt: Das bin ich.
Und das habe ich gesagt, weil ich glaube, ich über so verschiedene Aspekte, so verschiedene Bereiche dieses Lehrer-Daseins immer schon mal nachgedacht hatte. Es gab wohl dann auch mal irgendwie früher eine Klassenlehrerin von mir und so, die hat meinen Eltern gesagt: „Hier, der wird mal Lehrer.“ Und so kam dann alles raus. War mir nicht so bewusst, aber ich hatte große Sympathie dafür, mit Kindern zu arbeiten, mit jungen Menschen zu arbeiten, mit Jugendlichen.
Und letzten Endes fand dann diese Expertenrunde statt und das war nur zwischen uns beiden. Nur wir wussten, das war der Testlauf, ob der Vibe stimmt. Und irgendwie hat der Vibe gestimmt. Und dann habe ich gesagt: Gut, dann ist es das. Ich glaube, ich habe den anderen Job gekündigt. Bin mir gar nicht mehr sicher, oder ob das sowieso – kann auch sein, der war befristet, lief aus. Ich weiß es gar nicht mehr genau.
Und bin dann volle Kanne in diesen Lehrerberuf reingesprungen und bin Lehrer geworden für verschiedene Fächer, Geografie, andere Fächer noch. Und ich habe das gemacht, weil mir die Arbeit mit jungen Menschen extrem viel gibt. Also weil ich das immer wahnsinnig interessant fand.
Lehrmethoden und Erfahrungen
Hast du diese Arbeit anders gestaltet als vielleicht andere, die es sonst gemacht hätten? Hast du eine klassische Lehrmethodik angewandt oder hast du versucht, eine Idee zu entwickeln? Ja, also das fällt mir schwer, das jetzt so ganz zu beurteilen, weil man ist ja meistens nur in seinem eigenen Unterricht dabei. Und ich bin da – ich verwechsel immer Quer- und Seiteneinsteiger. Ich weiß nicht mehr genau, was ich war. Ich glaube, ich war Quereinsteiger.
Das sind so verschiedene Definitionen. Das ist nicht so wichtig. Also zwei Sachen waren besonders oder drei. Das eine war, dass es halt wirklich so, wie sagt man, so headfirst, also wirklich reingesprungen. Ich war von Anfang an Klassenleiter, habe mir das mit einer Kollegin geteilt. Unsere Superklasse, die Thüringer Waldalligatoren. Ich grüße alle. Die beste Klasse, die ich jemals leiten durfte. Wir haben es auch sieben Jahre miteinander ausgehalten und viel Spaß zusammen gehabt.
Wie alt waren die Kinder? Das war damals sechste Klasse. Sechste Klasse, also alle um die, was, 14? Nee, 12 Jahre. Bis zum Abitur habe ich die. Die hast du von sechster Klasse bis zur 13. Bis zur 12. Klasse habe ich die betreut. Also war ich der Klassenlehrer und mit ganz vielen Aufgaben da rein. Also eigentlich Überforderung, würde ich sagen, im Nachhinein gesehen.
Dann habe ich – ich habe ein Geografiestudium gehabt, aber ich habe keine klassische Ausbildung gehabt. Das heißt, eigentlich war – Du meinst jetzt ein Pädagogikstudium? Ja, genau, das habe ich nicht gehabt. Und mein Ansatz, den ich auch so habe, ich habe auch mit denen immer drüber geredet, das war eigentlich dann auch immer Konsens. Ich habe gesagt: Also ich gehe in die Schule, um Spaß zu haben.
Und da war dann eigentlich immer so die Richtung: Okay, dann lasst uns mal überlegen, wie wir zusammen Spaß haben können. So, was so Bedingungen sind, dass wir das so machen können. Welche Regeln haben wir? Welche Strukturen haben wir? Und wir haben auch viel Spaß zusammen gehabt.
Und dadurch, dass ich aber dieser Seiteneinsteiger war, hatte ich auch, wie ich das eigentlich oft hatte, auch so ein Gefühl, irgendwie glaube ich, so ein – ich muss mich jetzt irgendwie beweisen und ich muss vielleicht ein bisschen mehr bringen. So, weil ich bin ja quasi den Leuten, die jetzt irgendwie aus einem klassischen Studium, Referendariat kommen, so bin ich ja dieses – also man fühlt sich dann irgendwie nicht minderwertig, ist das falsche Wort, aber irgendwie, man hat das Gefühl, man müsste erst mal aufschließen.
Ja, und man muss halt zeigen, dass man das irgendwie hinkriegt und so. Und deswegen habe ich da viel gemacht mit denen und habe halt immer irgendwie relativ schnell rausgefunden, dass sehr wichtig, was gewesen ist. Ich habe das immer Lebensweltbezug genannt. Ich weiß nicht mal, ob das ein pädagogischer Fachbegriff ist.
Aber in dem Moment, wo ich die Kids, wo wir ihre Themen und ihre Anflugwinkel auf Themen, wo die im Vordergrund stehen und wo ich sage: Okay, ich habe jetzt hier ein Thema, das ist ihnen vielleicht nicht nahe, diese Verbindung ist ihnen vielleicht nicht klar. Aber in dem Moment, wo ich sie ihnen klar mache und sage, was das für sie vielleicht für eine Relevanz hat, dann funktioniert das. Und das hat auch so funktioniert.
Deswegen, ja, ich habe also mit den jungen Menschen – das hat mir wirklich viel Spaß gemacht. Schön. Und den Kindern anscheinend auch, weil ansonsten würde in deiner Küche nicht diese Tasse stehen: „Der beste Lehrer ever“. Das ist schon sehr süß. Ich glaube, es steht „Lieblingslehrer“. Oder „Lieblingslehrer“. Na, bester Lehrer ist auch cool. Ja, das ist ja auch dann komisch, irgendwie so ein Ranking zu machen.
Da sind mehrere Leute, die an so einer Schule arbeiten. Und klar hat man irgendwie mit manchen vielleicht besser klar und mit manchen weniger. Aber auf jeden Fall, ja, das hat mich extrem gefreut, dass es von denen kam. Ich habe auch zu den Alligatoren, die ich vorhin schon genannt habe, habe ich auch noch so bloßen Kontakt. Wir sehen uns ab und zu und sprechen ab und zu. Und das ist ein sehr bereichernder Abschnitt meines Lebens gewesen.
Erinnerungen und Abschied
Gut, du hast in meiner Küche gewesen. Ich wollte damit jetzt gerade aufsteigen, dass ich aus dem – was heißt Nähkästchen, aber in der Schlachtzimmer liegen Alligatoren rum. Große, große und kleine Kuscheltiere. Ach so, ja, na gut. Die wir anscheinend geschenkt haben. Ja, das war das große. Das ist Brunhilde. Das ist unser Klassenalligator. Den haben wir damals – waren wir noch zu zweit in der Klassenleitung. Da war Corona-Zeit oder das war auch vielleicht schon vorher.
Wir hatten halt irgendwann diesen lustigen Namen gefunden, dass wir die Thüringer Waldalligatoren sind. Das ist ein klassisches Tier, was hier immer wieder vorkommt. Wir haben einfach – also wir haben halt zusammen gesponnen. Ja, das ist jetzt egal. Sprich den Satz zu Ende. Wir haben zusammen gesponnen und deswegen gab es dann Brunhilde, dieses große Tier.
Und es war auch ganz süß, weil die Alligatoren haben sich auch um Brunhilde gekümmert. Zum Beispiel in der Homeschooling-Zeit haben sie mit nach Hause genommen. Und auf dem Abi-Ball haben die mir das Tier halt geschenkt. Ja, mega. Und beim nächsten Abi-Ball, zu dem ich auch eingeladen war, bis jetzt war ich immer zu den Abi-Bällen eingeladen, dann wurde mir halt dann noch ein kleiner Alligator geschenkt, Bruno. So.
Und die kannst du halt nicht wegtun. Das geht nicht. Deswegen ist da Brunhilde. Und das andere war, wir hatten da noch so eine Zeitung in der Hand. Also das, was ich gemacht habe, um das kurz noch abzurunden, in diesem, wo ich auch das Gefühl hatte: Okay, ich bin jetzt hier der Quereinsteiger, aber ich kann ja vielleicht ein paar andere Sachen und die bringe ich jetzt mal hier mit ein.
Ich habe ein Fach gegründet mit einer Kollegin, Medienbildung, Schülerzeitung. Und wir haben eine Schülerzeitungsredaktion aufgebaut und wir haben ein paar Jahre – also die hat sich immer ein bisschen gemorpht. Das wurde auch ein Unterrichtsfach und so. Und wir haben halt ein paar Jahre mit extrem viel Spaß und auch einigem Anspruch haben wir eine Schülerzeitung produziert.
Ich glaube, die gibt es nicht mehr. Also ich bin seit über zwei Jahren nicht mehr an der Schule oder bin halt gar nicht mehr an der Schule. Aber die haben wir zusammen produziert. Und das war eine super Erfahrung.
Abschluss und Ausblick
Und um das auch nochmal zu spiegeln: Ich habe mir gestern Abend diese Schülerzeitung angeguckt. Das ist ein Hochglanzmagazin. Das ist super aufwendig und total professionell. Es sieht nicht aus wie ein Schülermagazin. Also in meiner Schulzeit gab es ein Schülermagazin. Das war Schwarz-Weiß-Zeitung. Und die Arbeit, die da drinsteckt, die sieht man sofort.
Und ich kann jetzt hier zitieren jemanden, auch von der Beast Boat, also der ist jetzt hochgegriffen, aber ich sag’s: Es ist eigentlich so „standing on the shoulder of giants“. Also ich habe in der Fahrstilzeit und danach auch – da habe ich noch für einen Fahrradhersteller gearbeitet, einen Katalog gemacht. Und dann habe ich halt so InDesign-Sachen mir so draufgepackt.
Und dann haben wir das halt dann, weil wir hatten eine Schullizenz bekommen, Adobe, den Kram. Ich nenne jetzt hier die Marken, es gibt auch andere Sachen so. Aber wir haben halt zusammen uns dann draufgepackt als Redaktion: Wie können wir ein Layout machen? Wie können wir das gestalten? Wie können wir das grafisch machen? Wie können wir das mit Schrift machen? Und so. Das hat funktioniert und wir haben sogar Preise dafür bekommen.
Und das hat mich sehr gefreut. Das war eine Bestätigung. Das war mein Leben. Und jetzt belohnen wir uns auch mit einem kleinen Preis zwischendurch, weil wir haben auch – wir haben Christstollen, weil es ist ja Weihnachten. Ja, und Getränke. Und ich mache mir jetzt eine Flasche auf, weil ich habe wirklich Durst. Warte mal, jetzt muss ich das Mikro kurz beiseite nehmen. Nicht wundern, wenn es rumpelt.
Zack, ist kein Bier, ist eine bunte Brause. So, genau. So ist das gewesen. Und ich bin dann – also wir haben dann gesagt: Einmal Alligator, immer Alligator. Und deswegen bin ich auch mit diesen lieben jungen Menschen, habe ich dann diese Bildungseinrichtung auch verlassen. Und wir haben zum Abi bei – haben dann halt quasi dann zusammen gesagt: Okay, wir müssen jetzt raus und in andere Gewässer.
B2. Sehr gut. Nächstes Thema, nächstes Geschenk. B1. Ich muss mir jetzt was von dir wünschen. Also ein Geschenk. Und ich habe jetzt – also mein Problem ist, dass ich mir ein paar Sachen aufgeschrieben habe, ein paar Themenbereiche, und es sind aber eigentlich zu viele. Deswegen muss ich die – habe ich mir gedacht, so gut.
B2. Ich finde das total gut, weil ich habe eher zu wenig. Deswegen, also das wird schon. Erzähl. B1. Wir haben ja – also du hast in der Anmoderation unser Gespräch vom Januar so erwähnt, wo ich mich auch nochmal bedanken will für die vielen Reaktionen darauf.
Und auch muss ich hier nochmal sagen, ich bei dir bedanken will für diese Offenheit, weil ich weiß, dass das Gespräch einigen Leuten sehr nahe gegangen ist. Und ich weiß auch, dass sich dort viele Leute auch drin gesehen haben, wiedergefunden haben in verschiedenen Aspekten. Und das sind harte Themen da drin, über die wir gesprochen haben.
Und es ist überhaupt nicht einfach und auch überhaupt nicht selbstverständlich und nicht gewöhnlich, darüber zu sprechen und das zu machen. Und deswegen finde ich das grandios, dass mir jemand – also du in dem Fall – das Vertrauen schenkt, mit diesen Themen umzugehen. Und es ist auch so, wir haben das so beobachtet in den letzten Monaten, halt seitdem, so ich glaube, dass das auch eine wichtige – du übernimmst da eine wichtige Funktion.
Also jetzt nicht nur mit diesem Gespräch, sondern überhaupt, dass du über Dinge sprichst, über die zu sprechen anderen vielleicht nicht so leicht fällt. Und die dann aber so – also die sind ja auch auf mich zugekommen und haben gesagt: „Boah, krass!“ und „Ja, und so, das kenne ich auch!“ und so. Und das ist einfach wichtig, dass das jemand anspricht.
Ich will da jetzt auch nicht immer so drauf rumreiten auf diesem Thema. Romantisierung, Rahmenbau, was sind die Schattenseiten, wie ist das für mich? Schwingt das halt nur immer mit. Und bei aller Liebe und Faszination, die man für dieses Thema hat und über die man spricht, finde ich, sollte man halt auch über diese andere Seite sprechen. Und das hast du da gemacht und das ist, glaube ich, ein total wichtiger Job, den du da – oder Job ist ja vielleicht auch eine doofe Beschreibung.
Ich habe das irre gerne gemacht und ich kann mich echt nur wiederholen, das ist unglaublich. Jetzt auf der Bespoke haben mich wieder Menschen nach neun Monaten, was auch immer, haben mich Leute angesprochen und ich habe den Podcast gehört. Und viele haben einfach nur gesagt: „Ich habe den Podcast gehört.“ Und dann ist ihnen so ein bisschen auch die Stimme selber gestockt.
Und man muss gar nicht weiter darüber reden, sondern so: „Ja, okay, cool. Ich hoffe, ich konnte dir irgendwie helfen.“ Und dann musste gar nicht weiter was gesagt werden. Und für viele reicht es einfach schon aus, irgendwie so: „Ey, ich habe das gehört, hat mir geholfen, hat mir was gebracht.“ Und ich freue mich, dass ich damit was bewegen konnte, wenn ich damit irgendjemandem helfen konnte. Mega cool.
Und ich hätte es auch mit niemandem anders machen können. als mit dir. Also jetzt nochmal den Ball zurückzuspielen. Ja, also das freut mich.
. Also das freut mich persönlich, aber das freut mich auch natürlich für diesen Podcast, weil es geht ja hier auch nicht darum, irgendwie jede Woche anderthalb Stunden mit irgendwas zu füllen, sondern so ein Podcast, der braucht ja quasi auch eine, über die Zeit braucht der ja auch irgendwie eine, vielleicht ist Daseinsberechtigung das richtige Wort, vielleicht auch nicht, aber der muss irgendeine Funktion übernehmen.
Die wechselt immer, aber da muss irgendwas passieren, was diesen Podcast relevant macht. Und das ist am besten, wenn er seine Themen ernst nimmt, würde ich sagen. Und an der Stelle ist das cool, wenn der das machen kann und dass man hier drüber sprechen kann. Aber eigentlich war das nur meine Einleitung zu deiner Frage.
Blick in die Zukunft
Sehr gut. Ich wollte eben nicht mit dir wieder über diese negativen Seiten sprechen, sondern ich wollte vielleicht auch so ein bisschen als Abschluss dieses Jahres, in dem wir uns ja an mehreren Stellen irgendwie damit beschäftigt haben, mal in die Zukunft schauen und dich einfach fragen: Wenn du dir Meerglas so in fünf Jahren vorstellst, in einer Art und Weise.
Also du hast jetzt die Möglichkeit, dir vorzustellen, wie du Meerglas in fünf Jahren gern hättest. Also dein Rahmenbaubetrieb, du baust da Einzelstücke. Randonneure, wer nachhören will, kann das machen. Ich verlinke das in den Shownotes. Dieses Business ist nicht einfach, haben wir alles besprochen.
Du kannst jetzt eine Vorstellung davon entwickeln: Wie sieht das aus, dass es gut funktioniert, dass es für dich gut funktioniert, persönlich, wirtschaftlich, alles Mögliche? Was fällt dir da ein? Coole Frage. Fünf Jahre sind so eine irre lange Zeit. Das ist ja die Hälfte der Zeit, die ich bisher damit verbracht habe. Ich habe jetzt seit zehn Jahren Rahmen gebaut.
Monetäre Überlegungen
Das in fünf Jahren weiter zu transportieren, krass. Also an sich der Wunsch, das Ganze in ein sehr monetär erfolgreiches Unternehmen zu entwickeln. Das Monetäre ist immer ein Thema. Und das war in der Vergangenheit eher schlecht. Es war halt durch die Krankheit geschuldet. Da haben wir darüber gesprochen.
Ich habe in den letzten Jahren noch nicht so viel Geld verdient, einfach weil ich lange krank war. Und ich bin jetzt dabei, das sozusagen nach und nach immer zu erweitern. Ich habe Ideen für Kleinteile, die man vielleicht über einen Webshop verkaufen möchte.
Also eine Sache, die auf jeden Fall in der Zukunft stattfinden muss oder soll, ist halt ein kleiner Webshop, wo ich so profan, das klingt, wo ich T-Shirts verkaufe, wo ich das ganze Merchandise verkaufe, was ich sonst immer nur auf den Messen verkaufe.
Schutzblechstreben und deren Bedeutung
Ich baue mittlerweile eigene Schutzblechstreben. Da habe ich mich so geärgert. Du hast ja auf der Beespoke-Folge nach den Details gefragt. Und ich war so in diesem Liegerad-Ding drin, dass ich nur an das Liegerad gedacht hätte. Aber ich wollte eigentlich über die Schutzblechstreben sprechen. Soll ich was dazu sagen?
Ja, gerne. Du hast mir einen Satz gemacht für mein neues Rad. Und für mich sind die Kronen der Schutzblecherrechnung so ein beliebtes Thema. Ganz oben steht die Firma Honjo in meiner Vorstellung. Auch völlig romantisiert sind das ein paar japanische Opas, die an ihren Maschinen stehen und die diese Schutzblecher herstellen.
Und die sind toll, nicht nur aus optischen Gründen, sondern vor allem aus funktionalen Gründen. Und man kann die Honjo-Streben in die Hand nehmen und es ist okay. Also die sind jetzt nicht schwer. Aber dann kommt ein Paket aus der Prignitz und dann sind diese anderen Streben drin und dann hebt man die an und denkt sich: Holy shit, die sind ja wahnsinnig leicht.
Materialien und Konstruktion
Also wahnsinnig schöne Streben. Ganz kurz, man hat schon immer, oder schon immer, aber man hat schon weidelang auch über Jan Heine, seinen Shop oder über René Herseys Heikels hat man die Streben für die Honjo Schutzblechen als Rohr bekommen. Also das ist ein 5 x 1 mm Aluminiumrohr. Oder über das müssen wir dazu sagen. Oder über Honjo direkt halt auch.
Ja, oder auch über den wahnsinnig sympathischen und nicht Götz Haubold. Wir freuen uns so, dass es dich gibt. Ja, wirklich schön. Wir haben Götz untergebracht. Das finde ich richtig gut. Ja, und Götz ist einfach ein wahnsinnig stabiler Typ, also der sich um den Import kümmert, so von zum Beispiel Jan Heines Produkten, anderen Produkten.
Und bei ihm kann man das auch bekommen. Und das müssen wir jetzt hier an der Stelle einfach mal sagen. Also wenn wir die anderen Quellen nennen, dann können wir auch Götz nennen. Götz Haubold von Daily Bread Heikels. Ja, schön. Danke, dass du…
Design und Funktionalität
Ja, sehr gut. Die Schutzblechstreben gibt es als Rohr. So, und dann habe ich mir dieses Rohr genommen und ich wollte mir am Ende noch diese Daruma Bolts, das sind so kleine Bolzen, Verschraubungen, die wollte ich mir sparen, weil als Ray Tweenie, der man ist, man outet sich so als Ray Tweenie. Man guckt auf jedes Gramm.
Das ist totaler Blödsinn manchmal, aber es macht Spaß. So, das ist eine schöne Sache. Auf jeden Fall, ich drücke die Streben platt, biege die, bohre kleine Löcher rein und spare damit ich, glaube, nochmal 30 Gramm an einem Satz Schutzbleche oder so. Irgendwie sowas. Und es sieht halt sehr elegant aus.
Man kann mal auf meine… Entschuldigung, wenn ich jetzt Werbung für mich mache. Man kann auf meine Webseite gehen, da sieht man bei den neueren Bildern, Galerien sieht man diese Streben verbaut. Egal, um wieder auf deine Frage zurückzukommen, was sagst du?
Funktionale Vorteile
Ja, ich wollte dazu noch sagen, dass sie… Sorry, ich wollte dazu noch sagen, dass sie… Man spart also, man schafft Fußfreiheit. Genau, das kommt auch noch dazu. Diese Bolzen haben, glaube ich, ein Zentimeter stellenweise aufgebaut, da wo man nennt das Toe Overlap, wo sozusagen die Schuhspitzen vielleicht in bestimmten Grenzsituationen gegen das Schutzblech kommen.
Und wenn da noch die Streben aufbauen, ist da nochmal ein Zentimeter. Und bei mir sind es dann nur noch zwei Millimeter oder drei Millimeter oder sowas. Die machen am Ende, dass man das Fahrrad, wenn man das möchte, dass man das kompakter bauen kann, weil man hat weniger, läuft weniger Gefahr, mit dem Schuh mit der klassischen Strebe zu kollidieren. An meinem Fahrrad bringt das wahnsinnig viel.
Zukunftsvisionen für die Firma
So, ich wollte eigentlich… Eigentlich will ich wissen: Diese Firma Merkle ist in fünf Jahren, die macht T-Shirts, die macht Schutzblechstreben, die macht diese Dinge. Was macht die für Fahrräder? Die macht weiterhin Randonneure, natürlich, so Herzstück Randonneur. Dann gibt es jetzt schon den Graveleur.
Das ist sozusagen der Randonneur, einfach mit dickeren Reifen, 48er Reifen mit Schutzblech. Und es wird auch irgendwann den Explorer geben. Der Explorer ist das rote Rad, mit dem ich das letzte Jahr auf der Wiesburg den Best Gravel Bike Award gewonnen habe. Dem wird es irgendwann auf jeden Fall auch als Stock Size Modell geben.
Also wir sprechen jetzt nicht von Merglides, sondern von meiner Stock Size Marke MRGLS. Wir können kurz erklären: Stock Size sind die Sachen, wo du nicht immer eine absolute Deep Custom Geometrie auf eine Person abgestimmt baust, sondern wo du quasi, wo du feste Rahmengrößen, du hast feste Rahmenlängen.
Du kannst dir aus einem Schad auswählen, welche Rahmengröße du möchtest und es soll schnell bestellbar geben. Merglas wird es auch noch geben, aber es wird weniger werden, weil Merglas eigentlich dann nur noch dieses Super Custom und dieses Super Custom ist sehr zeitintensiv und sehr teuer.
Herausforderungen und Wachstum
Und ich habe immer den Impuls, dann auch zu sagen: Es ist ja auch für dich sehr teuer. Genau, ich brauche da sehr lange für. Bei Merglas neige ich zur Verkünstelung. Und durch diese Verkünstelung investiere ich mehr Zeit, als ich sie eigentlich vorher kalkuliert habe. Und die wissen halt dann am Ende keiner.
Und das ist nicht so, dass ich das Merglas komplett ausfahren will, aber ich werde auf jeden Fall, das mache ich jetzt schon, dass ich die ganzen Dinge, die ich bei Merglas eh mache, die Ideen, die ich da entwickle, neu ausprobiere, dass ich die sozusagen in Stock Size überführe, um die dann halt einfach anzubieten.
Und dann möchte ich einfach die Stückzahl erhöhen. Also ich möchte nicht nur in fünf Jahren schon, sondern früher irgendwie wirklich mehr Stückzahl raushauen. Also nicht nur zwischen vier und zehn Rädern im Jahr, sondern vielleicht 20, 30. Man spielt mit dem Gedanken, dass die Glocken läuten, dass man vielleicht sich einen Partner dazu holt, dass man vielleicht doch über Wachstum nachdenkt, dass man über einen Angestellten nachdenkt, der einem bei diesen ganzen Aufgaben, die als Soloselbstständiger einfach vorhanden sind, dass man da Unterstützung bekommt.
Unterstützung durch Familie
Mein Vater geht in zwei Jahren in Rente. Ich werde ihn so dermaßen dazu holen, dass der die Webadministration macht. Dass er das… Papa, ich hoffe, du hörst das. Ich möchte, dass du mir in meiner Firma hilfst, wenn du in Rente gehst. Das wäre schön. Da würde ich mich sehr darüber freuen.
Und da sehe ich die Firma vielleicht mit Angestellten, vielleicht ein bisschen größer, einfach um… Das klingt total doof, aber um einfach vielleicht ein kleines bisschen mehr Geld zu verdienen, als was es jetzt ist, was jetzt nicht viel ist. Aus Gründen, die ich genannt hatte, durch die lange Depressionen fehlen mir einfach fünf Jahre, in denen ich gutes Geld verdienen konnte.
In der Zeit habe ich nicht viel bekommen. Und das muss vielleicht ein bisschen aufgeholt werden. Und ich habe auch mittlerweile Lust auf dieses Wachstum. Ich habe Lust, Sachen neu mir auszudenken. Es wird die Stocksize Sachen bald alle mit Scheibenbremsaufnahme geben, einfach so als Teaser.
Fazit
Und da sehe ich die Firma nicht nur in fünf Jahren, vielleicht auch schon ein bisschen früher, aber da soll sich das hin entwickeln. Stabiler als es wie es jetzt ist, vielleicht. Ja, und damit du auch ein bisschen was anderes noch davon hast. Ja, genau. Also ich sage dir jetzt mal so meine Interpretation, so wie ich das kenne: normales durchschnittliches Gehalt irgendwie erzielst.
Das ist ja… Da habe ich immer den Impuls, das ja zuzusagen, weil man kann das dann natürlich… Es gibt immer Menschen, die hören das mit einem Ohr, mit einem sehr kritischen Ohr. Wenn du sagst, du willst da Stückzahl machen und mehr Geld verdienen, dann heißt das ja nicht, das sind keine Luftschleuser, die da gebaut werden, sondern es geht eigentlich…
Wir sprechen eigentlich von einem durchschnittlichen Gehalt, was Leute, die ganz normale Jobs machen, was die auch haben. Also man kann einfach mal Zahlen nennen. Das wäre schön, wenn ich irgendwann mal… Wenn du das willst. Ja, ja, gerne. Das wäre schön, wenn ich irgendwann netto Einkommen, also wirklich nach allen Steuern, das, was bei mir auf dem Konto landet, wo ich nichts mehr von wegbezahlen muss, wenn das irgendwann zwischen 2.000 und 2.500 Euro wäre.
Und das ist jetzt kein ordinärer Wunsch. Das ist ja ein völlig normales Gehalt. Das funktioniert, wenn ich nur Merglas mache, funktioniert es nicht. Und deswegen muss man andere Sachen machen. Und die kommen. Und die sind ja auch schon da. Und sie funktionieren. Das ist das Schöne.
Persönliche Assoziationen
Ich habe eben eine Assoziation gehabt, als du das gesagt hast, die würde ich… Also vielleicht freut sie dich. Ich musste da jetzt auch eben kurz an Vanilla und Speedwagon denken. Sascha, wir haben Sascha wieder. Wir haben im Januar auch über Sascha White gesprochen, der so ein bisschen… Wo man wieder merkt, was das für ein… neben anderem, dass es manchmal einfach diese einzelnen Charaktere samt ihrer Firmen und Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen braucht, aber die irgendwie was nach vorne bringen, die so ein Blueprint Ding machen.
Jemand anderes, der das gemacht hat, der saß irgendwie im Sommer in deinem Garten. Wir konnten auch mit ihm sprechen. Peter Weigel ist ja auch so jemand. Alter, wie krass, ne? Peter Weigel war bei mir im Garten. Unglaublich. Also ich kriege es nach wie vor nicht so richtig hin.
Ja, und du hast mich angerufen und du hast gesagt: Weißt du, wer kommt? Peter Weigel kommt und ich möchte, dass du den interviewst. Und ich dachte so: Wie geil! Ich habe auch sofort ja gesagt. Das ist ein Geschenk in diesem Jahr. In diesem Podcast sind viele Gespräche.
Rückblick auf das Jahr
Mir ging es jetzt manchmal so, dass ich gedacht habe: Boah, krass, das war auch alles in dem Jahr drin. Das auch, das auch, das auch. Du hast ja jede Woche eine Folge gemacht. Ja, ja. Und das ist auch was, wenn zu Beginn des Jahres, vor allem wenn mir jemand gesagt hätte: Übrigens du wirst Peter Weigel im Garten interviewen, hätte ich gedacht: Ne, also wie soll das passieren? Aber genau so ist das.
Und jetzt, ne, jetzt darf ich… Ich nehme dir das jetzt aus der Hand. Und jetzt leite ich sozusagen zum nächsten Geschenk ein. Und das ist ein echtes Geschenk. Und das mache ich dir jetzt. Du machst mir… Wir haben Weihnachten.
Überraschungsgeschenk
Oh krass! Und ich habe dir ein Geschenk mitgebracht. Und das ist sozusagen mit der Frage, die ich dir schenke, auch verknüpft. Knister, knister. Gerhard packt jetzt das Geschenk aus. Boah, das habe ich nicht… Hast du ja jetzt nicht kommen sehen, ne? Ne, ich habe so weit… Ich verdränge jetzt, dass ich dachte: So, fuck, jetzt habe ich keins. Das ist totaler Quatsch.
Ich durfte diese Anmoderation machen. Ich habe den Stollen hier bezahlt. Ich durfte in der Anmoderation sagen, dass ich mir ein zweites Loch in den Arsch hole. Oh krass! Ich wollte auch… Ich wollte eben, während ich das auspacke, als hier Glockenspielbeauftragter wollte ich dafür plädieren, dass wir vielleicht von dem Glockenturm ein bisschen weggehen.
Ich finde das gar nicht so schlimm. Okay, ja, bleibt doch nicht bei… Sonst verliert sich das hier. Nicht, dass wir hier so durchhetzen. Ich meine, es geht auch um… Oh Gott, ich mache jetzt eine Wette mit mir selbst, was es ist. Also ich habe vor mir einen Bilderrahmen, den sehe ich aber jetzt praktischerweise von der Rückseite. Und ich habe jetzt eine Idee, was drauf ist.
Ja klar, ich wette jetzt mit mir selbst. Ja, ich habe gewonnen. Ja gut. Und als ich gestern… Ich bin gestern angereist und Gerold hat mich bei sich schlafen lassen. Und dann komme ich in sein Wohnzimmer und überall hängen Bilderrahmen mit Erinnerungen.
Das Geschenk
Und dann dachte ich mir so: Ja, das ist ja geil. Also ich beschreib mal, was ich dir geschenkt habe. Du hast mir ein Bild geschenkt, ein sehr schönes Foto dieser Situation in deinem Garten zum Fender Fest, als wir dort sitzen, als ich da Peter Weigel interviewen kann.
Und sitzen viele Leute da rum und hören zu. Manche gucken hin, manche gucken so in die Ferne, aber sehen so aus, als würden sie zuhören. Die Leute sehen alle sehr, sehr… Die sind so dabei. Also man sieht das manchmal, wie Leute aussehen, wenn die zuhören. Die sind alle gefesselt, halt ne? Dieser Ort ist so wahnsinnig schön. Dieser Kirschbaum ist es, glaube ich. Und dieses Wetter und es war alles.
Anekdote zum Fender Fest
Wir reden jetzt vom Fender Fest. Und ich muss unbedingt eine Anekdote loswerden zu der Situation. Mach du das zu Ende. Ich wollte noch eine Frage stellen. Wir können ja hier noch den nächsten Kandidaten unterbringen. Ist das ein Foto von Stefan?
Du meinst Stefan Hehnel, den tollen Fotografen, der auf dem Fender Fest immer so tolle Fotos macht? Der überhaupt immer so tolle Fotos macht. Der auch ein total toller Typ ist. Total toller Typ ist. Ja, genau. Hallo Stefan. Hallo Stefan. Ist das von Stefan? Ist das von dir?
Das ist von mir. Das ist ein echter Bäcker. Ja, ein echter. Oh Gott, das freut mich wirklich enorm. Schön. Ist auch ein gutes Foto geworden, ne? Das ist ein richtig gutes Foto. Weißt du, was wir machen werden? Ich schicke dir die Datei und dann packst du die in die Galerie von dieser Folge.
Ja, ja, das mache ich. Das packst du da einfach mit rein. Ja, das packe ich mit rein. Und du hast es gesagt. Und ich gebe die Rechte frei, damit sich jeder dieses Bild nehmen kann. Und das vielleicht als Desktop-Hintergrund. Gibt es sowas noch? Ja, das gibt es. Das machen Leute. Genau. Das darf jeder benutzen.
Bedeutung des Moments
Ich will damit… Weil das eigentlich das beschreibt ein Moment auf dem Fender Fest, der großartig war. Und jetzt möchte ich die Anekdote loswerden. Ja, ihr werdet das Bild sehen, wenn ihr diese Folge hört, weil ihr könnt sozusagen das dann da angucken. Auf der Seite von detektor.fm.
Und das beschreibt den Moment, wo Gerold Peter vor meiner Werkstatt, vor einer großen Menschengruppe, wo er dieses Interview führt, was ihr auch nachhören könnt. Gerold packt euch den Link in die Shownotes. Und zu dem Zeitpunkt ist ein Pärchen aus dem Dorf gekommen. Also einfach sozusagen Besucher.
Die sind da hingekommen. Und alle waren ruhig. Es war komplett… Alle haben den Worten von Peter und Gerold gelauscht und waren ganz doll andächtig. Und in meiner Werkstattstube stand Björn, guter Freund. Und diese beiden Menschen aus dem Dorf, älteres Pärchen, die haben gefragt: Was passiert denn hier gerade? Was ist denn das? Wir verstehen das hier gerade nicht.
Humorvolle Bemerkung
Und Björn sah komplett trocken: Ja, hier wird gerade eine Messe gelesen. Und ist weggegangen. Hat es einfach so stehen lassen. Ich glaube, Flo, hallo Flo, als Flo mir das erzählt hatte, ich habe so gelacht. Ich fand das so gut. Und das hat das so geil beschrieben.
Nicht, dass wir irgendwie eine kleine Sekte sind oder so, aber man könnte auf die Idee kommen: die Schutzblech-Sekte, ohne dass Sekte vielleicht in einem schlimmen Kontext ist oder so. Aber es wurde eine Messe gehalten. Und das war so ein toller Vergleich.
Offene Gemeinschaft
Ja, und es ist ja auch eine… Ich habe vergessen, das Glockenspiel in Bewegung zu setzen. Soll ich mal drei Minuten abziehen oder was soll ich machen? Ja, mach acht Minuten, wie du möchtest. Okay. Gut, läuft jetzt. Also die Schutzblech-Sekte, die ist ja auch so ein bisschen mit der Church of Suppleness verknüpft.
Aber ich würde sagen, dass das eine… Oder ich möchte der Vorstellung glauben, dass das eine offene Sekte ist. Und das ist eigentlich auch nicht so ein sektenmäßig, so ein blinder Glaube an irgendwas und dass uns irgendjemand irgendwelche Sprüche ins Hirn hämmert und irgendwelche Glaubenssätze, sondern das sind Leute, die graben was aus, führen was weiter, machen was zugänglich, demonstrieren was.
Wertschätzung für Mitstreiter
Und es ist irgendwie total schön, oder? Dass wir irgendwie Götz haben und dass wir Peter Weigl nennen und dass wir Stefan genannt haben und Sascha White genannt haben. Die braucht es halt immer. Und deswegen ist das halt so ein… Der Mann hat diese Art Rad sichtbar gemacht, hat die aufbereitet, hat die neu belebt.
Und das ist ja auch irgendwie das Coole, finde ich an diesem Fahrradding, dass du halt oft diese Personen hast. Und dass du dann halt irgendwie durch glückliche Fügungen und vielleicht ein paar Entscheidungen richtig getroffen und so auch an die Rand kommst.
Persönliche Erfahrungen
Und dann eben im Garten sowas besprechen kannst. Und wir hatten da vorhin schon mal drüber gesprochen. Ich sozusagen veranstalte ja dieses Fenderfest. Und weil ich halt die ganze Zeit mit irgendwas beschäftigt war, mit Organisieren, mit Aufgeregt sein, ob jetzt alles funktioniert, da irgendein Problem lösen, ich hatte leider nicht die Zeit, großartig mit Peter zu sprechen.
Wir haben natürlich uns zusammen die Werkstatt angeguckt, wir haben ein paar Kleinigkeiten, wir haben Smalltalk aber alle wollten von ihm irgendwas. Und ich hatte gar nicht so richtig die Zeit. Aber ich bin so dankbar, dass er da war. Ich weiß nicht, ob ich nochmal rüber nach Amerika fahre und ihn da treffen werde.
Geplante Reisen
Wir haben es geplant. Wir wollen irgendwann Flo, Tino und ich haben das irgendwie so ein bisschen hintergeguckt. Gibt es so eine Ostküste-Tour? Ja, dann wollen wir bei Brian Chapman vorbei, vielleicht zu Zeiten, wenn die Philly Bike Expo ist. Das ist eine Messe in Philadelphia, eine Rahmenbaumesse. Und Peter hat uns eingeladen und er meinte: Richard Sachs ist einmal gerade über dem Fluss rüber.
Ja, der ist ja auch gleich. Genau. Und dann gehen wir bei Richard Sachs vorbei. Und ich muss jetzt nochmal einmal Florian Häusler, Flo von Fernfahrräder. Flo hat ja Peter sozusagen in Berlin betreut. Peter ist ja nicht direkt sozusagen aus Connecticut in der Priegnitz aufgeschlagen.
Dankbarkeit für Unterstützung
Und Flo hat ihn vom Bahnhof, nicht vom Bahnhof, vom Flughafen abgeholt, ist mit in Berlin, hat eine Stadtführung gemacht und konnte da nicht arbeiten und hat halt mehrere Tage lang Peter betreut. Und ich glaube, Peter hatte dadurch auch echt eine tolle Zeit in Berlin und dann halt auch hier in der Priegnitz.
Das wollte ich einfach nochmal sagen. Also Flo und Tino auch zusammen. Ich finde das gut. Ich möchte mich da anschließen. Also erstmal dass das gemacht wurde. Ich glaube, so wie ich das verstanden habe, war Han Rossmann, der war letztes Jahr hier.
Einleitung zur Beespoke-Folge
Genau, Han Rossmann hat das an sich überhaupt, glaube ich, erst eingeleitet. Wie ist das dazu gekommen? Ehe wir jetzt so komisches Name-Dropping machen. Han ist derjenige, falls das jemand nachhören will, in der Beespoke-Folge vom letzten Jahr von 2024 ist Han auch zu hören.
Und ich wollte bei dieser Props-Geschichte und wenn wir einmal dabei sind, dass wir sagen, so Leute, die Sachen einen Schritt weiter bringen, was Funktion, Sichtbarkeit irgendwie betrifft. Darf ich da jetzt kurz rein und mich kurz anschließen? Volle Kanne.
Wertschätzung für Flo und Tine
Da würde ich nämlich genau die beiden nennen, die du eben genannt hast, nämlich Flo und Tine. Weil mir geht es ja oft so, auch deswegen mache ich Podcasts, dass ich immer… Also ein Gedanke formiert sich anders, wenn du den aussprichst. Ja, ich freue mich.
Und ich habe mir auf der Messe zugehört, wie ich so Leuten… Ich war da mit meinem neuen Fahrrad und ich habe mir zugehört, wie ich Leuten gesagt habe: Das Fahrrad würde es nicht geben ohne Flo und Tine. Und es ist so… Ganz kurz, habt ihr eigentlich schon eine Folge von wegen meinem Traumrad zu deinem Fahrrad gemacht?
Nein, aber das wird noch kommen. Das kommt noch, oder? Ja, das wird wahrscheinlich noch kommen. Aber ich wollte sagen, wenn wir über dieses ganze Rando-Thema sprechen, dann gibt es bestimmte Eigenschaften. Schutzblecher haben wir jetzt genannt, die ist das ganz wichtig.
Innovative Lösungen
Ist diese Transportmöglichkeit, diese klassischen Randonneur-Taschen. Ich wollte schon immer so ein Fahrrad irgendwie haben. Das war mir schon immer einleuchtend, dass das gut ist. Und ich hatte aber immer ein Problem, mir das dann vorzustellen, weil klassisch man mit einem Dekalöer, also diese Taschenlösung war immer genauso individuell wie diese Fahrräder.
Und das war ganz schwierig zu planen, weil muss jemand dann auch noch den Gepäckträger bauen und die Gabel und den Dekalöer und dies, das. So, Tine hat eine Tasche entworfen, die diese Rando-Tasche mindestens mal in die Gegenwart holt, eigentlich vielleicht sogar in die Zukunft.
Teamarbeit und Innovation
Flo hat die Gabel dazu entwickelt, den Träger dazu entwickelt. Da können wir auch kurz den Verweis zu der Beespoke-Folge von diesem Jahr bringen, wo Tine darüber spricht. Genau, Tine spricht darüber. Also mir war das vorher schon klar, aber ich hab’s dann so ausgesprochen und dann denk mal ein bisschen so drüber nach, was hast du da gesagt?
Das stimmt einfach. Das ist wahnsinnig wichtig, dass es solche Leute gibt. Ich glaube, sonst würde es dieses Fahrrad für mich nicht geben. Und nun mal, ob ich das eine Fahrrad mehr habe und so, also um die Zahl geht’s nicht. Aber es geht um die Funktion und es geht darum, dass jemand diese Geschichte sieht, diese Anwendung, der Sinn, der da drin steckt, diese Art Fahrrad zu fahren und dann überlegt und das weiterträgt.
Bedeutung von Innovation
Ich hatte gehofft, dass es so ist, aber ich war mir nicht sicher. Und deswegen sind das auf jeden Fall zwei Leute, die massiv Props verdienen. Und ich sage mal so, es soll ja auch Produkte von Großherstellern geben, wo man dann das eine oder andere formale Zitat meint zu erkennen.
Und wenn ich mich da nicht täusche, vielleicht täusche ich mich ja, aber wenn ich mich da nicht täusche, würde ich das jetzt mal als Unterstreichung der von mir dargestellten Relevanz nehmen. Das ist einfach relevant. Es ist wichtig, dass es diese Leute gibt und das sind richtig gute Sachen, die die machen.
Rückkehr zum Fender Fest
Ja, da gehe ich sofort mit. Du wolltest mir eigentlich noch eine andere Frage stellen, wir haben das jetzt übersprungen. Ich wollte eigentlich mit dir über das Fender Fest sprechen. Ja, dann machen wir das jetzt.
Wollen wir noch ein bisschen darüber sprechen? Na, wir können. Also du kannst mir ja Eberi, ehe ich dir jetzt eine Frage stelle. Nee, dann verlängern wir das jetzt. Wie soll ich jetzt nochmal 13 Minuten? Mach mal 5 Minuten. Ok, gut. 5 Minuten Fender Fest.
Oh Gott, ich hatte Notizen. Entschuldigung. Guck mal auf dein Zettel, ich nehm ja so ein Stück Stollen. Genau, Stollen ist einfach eine gute Idee, finde ich. Das ist fein. Ja, so sieht es aus, als wenn da Schnee auf Bergen liegt. Das ist schön. Das ist Weihnachten. Das ist das kleine Erzgebirge, was dort steht. Wir feiern ja Weihnachten. Ja, genau. Fender Fest.
Ich möchte das Fender Fest entwickeln. Und zwar beim ersten Fender Fest waren wir, oh Gott, irgendwas zwischen 60 und 80 Männern und 4, 5 Frauen. Das war alles sehr nett, aber ich finde dieses Verhältnis absolut unausgewogen. Es ist nett, in dieser Runde seine Zeit zu verbringen, aber wenn Frauen so dermaßen untervertreten sind, ist das keine wirklich gute Sache.
Ich hatte für dieses Jahr die Idee, ich hatte darüber nachgedacht, wie kriegen wir das hin, dass dieses Verhältnis irgendwie ausgewogener wird. Und ich wollte keine Reglementierung einführen, weil ich es einfach nicht wollte. Muss man auch gar nicht begründen. Und dann kam mir die Idee mit den Tandems, weil wenn ich sage, das Thema wird Tandem sein, dann liegt das nah, dass Leute kommen, die mit einem Partner kommen, den sie mögen. Weil es gibt halt auch viele, die ihre Partner nicht mögen. Und wo ich mir dann immer die Frage stelle: Ey, warum ist es dann euer Partner? Muss ja nicht sein.
Mit der Hoffnung, dieses Thema ausgewählt zu haben, dass halt deutlich mehr Frauen kommen. Und es hat funktioniert. Ich habe jetzt keine Zahl im Kopf, aber vom Gefühl her waren es deutlich mehr Frauen da. Und das hat sehr gut funktioniert. Und viele haben mir das Feedback gegeben, dass sie unsicher waren, ob sie mit ihren Männern dorthin kommen und sie es bereuen würden, hätten sie es nicht getan. Also sozusagen, sie haben es sehr genossen, sie haben sich alle sehr wohl gefühlt, sie haben sich sicher gefühlt und es hat sehr gut funktioniert. Und das freut mich total.
Ich möchte diese Idee aber noch weiter nicht spinnen, aber ich möchte die noch ein bisschen weiter treiben. Und da bin ich immer an Ideen interessiert. Deswegen auch jetzt die Frage an dich: Hast du eine Idee, wie man solche Fahrradveranstaltungen ausgewogener gestalten könnte? Wie man thematisch was auslegen könnte, um vielleicht da was zu machen? Wir schweifen gar nicht aus, wir droppen vielleicht einfach nur so zwei, drei Ideen, einfach damit wir den zeitlichen Rahmen nicht sprengen.
Ja, ich wollte kurz noch sagen: Fender Fest, für die Leute, die das nicht wissen, wir haben es ein paar Mal angesprochen, das ist quasi dein kleines Festival zur Himmelfahrt. Ich nenne es jetzt einfach Festival. Ein Fest, das angelehnt an dem French Fender Day von Peter Weige das Schutzblech feiert. Fender amerikanisches Englisch, das Schutzblech. Und das ist also ein Fest, das diese Räder, Randonneure, französisch inspiriert, die Sachen feiert.
Ja, und du fragst nach Inspiration dazu. Genau, also es gibt die unterschiedlichsten Modelle, wie man eine gewisse Ausgewogenheit hinkriegt. Zum Beispiel, das gibt die Steppenwolf. Genau, da habe ich auch gerade dran gedacht. Genau, die legen das ja zum Beispiel so fest, dass sie halt einfach sagen, zwei Wochen vor der normalen Anmeldung dürfen sich Flinterpersonen anmelden. Flinterpersonen: Frauen, intergeschlechtlich, nichtbinäre, trans und agender Personen. Also letztlich alle Menschen, die sich nicht in so ein klassisches binäres Geschlechtermodell einordnen und da nicht auf die männliche Seite einordnen.
Jetzt klingelt es, aber wir haben das Thema jetzt angefangen, dann können wir das auch weiter besprechen. Also das sind so verschiedene Sachen, die da reinspielen. Erstmal glaube ich, dass dieses, das ist nur so meine Meinung, so wie ich das für mich einordne, egal ob das so immer hinhaut oder nicht. Aber das ist halt immer, solche Events, solche Veranstaltungen sind dann immer ein Abbild eben dieser Szene.
Und wenn man jetzt zum Beispiel aufgepasst hat in diesem Gespräch, wem wir hier Props gegeben haben. Zum Beispiel die Person, die wir genannt haben, das waren fast alles Männer, es war eine Frau. Und da kommen wir auch um diesen Fakt erstmal nicht drum herum, weil so sieht das nämlich aus. Da können wir auch auf der Beast Boy rumgehen, da sehen wir das genauso. Und dann ist ja die Frage, was kann man machen, um das zu ändern? Aus welchen Gründen will man das machen?
Und manchmal habe ich auch so, ich finde es schwierig, zu beantworten. Ich habe auch sofort an Steppenwolf gedacht und andere Events. Also zum Beispiel bei Leipzig-Berlin, Berlin-Leipzig, ich glaube, die fahren in beide Richtungen, ich habe es gerade nicht ganz im Kopf. Und bei anderen Events ist es auch so, dass es diese Quotenregelung gibt. Da sagt man also ganz klar, wir sagen hier, 50 % sind keine, sind nicht männlich, die hier mitfahren. Und es zeigt sich ja auch, dass das funktioniert.
Also dass sie entsprechend auch Leute ziehen. Und ich habe da vorher auch ein bisschen drüber nachgedacht, weil wir haben da ja auch schon ein paar Mal drüber gesprochen. Und ich habe vorhin gesagt, ich habe während meiner Studienzeit Fahrradjobs gehabt und ich habe Veranstaltungen gemacht. Wir wollten, dass mehr Frauen kommen, diesen Tag sind aber nicht mehr gekommen. Wir waren damals auch einfach in unserer Zeit.
Also ich finde es total gut, sich darüber Gedanken zu machen, wie man das ändern kann bei solchen Veranstaltungen. Manchmal denke ich mir aber auch, eine Szene, die so strukturiert ist, wenn die sich nicht von innen heraus ändert und an die Ursachen geht, warum das so ist, die wird auch irgendwann ihre… Also die Events sprechen für die Szene. Und wenn die Szene so ist, Szene ist auch so ein komisches Wort, aber die Zusammensetzung, dann kann man das Event irgendwie dahin treiben, aber das ist dann nur ein Baustein.
Verstehst du, was ich meine? Das ist wie, du gehst auf die Rahmenbaumesse. Das sind halt meistens die Typen, die das machen, aus den und den und den Gründen. Und was ich eigentlich dann noch anschließen wollte, ist, dass ich halt dann denke, manchmal so, hey, vielleicht machen das diese, ich glaube, jüngeren Leute wie beim Steppenwolf und bei anderen. Vielleicht sind die einfach weiter als wir.
Nicht jetzt nur im Einzelnen im Kopf, das ist da immer schwer einzuschätzen, aber die sind auch in ihrer Szene und das ist so gewachsen. Und dann kommen da auch die Leute hin. Und das wäre spannend, das auszuprobieren. Also klar könnte man sagen: Tom, mach beim Fenderfest so eine Quote, wenn du das willst. Die Frage ist dann halt, was passiert? Wie man es auslegt.
Die Frage ist auch, eigentlich kann man sich ja auch fragen, warum gibt es weniger Frauen, die da hinkommen wollen? Warum sagen da weniger Frauen so: Ey, cool, Fenderfest Prignitz, natürlich bin ich am Start. Man könnte sozusagen das Fenderfest dahin transferieren, dass sozusagen das Fenderfest Ausdruck dafür wird, ähnlich wie das Steppenwolf-Ding. Man hört das Steppenwolf und man weiß sofort um diesen Umstand: Ey, okay, cool.
Ja, aber es kann ja auch einfach für sich so attraktiv sein. Ja, das meine ich ja, dass man das Fenderfest so auslegt, dass es attraktiver wird, dass alle dahin wollen und nicht nur eine gewisse Szene. Und das ist mir wichtig, da irgendwie einen Transfer hinzukriegen. Wie wir das machen, das werden wir jetzt wahrscheinlich intern klären im Orga-Team. Wir sind 6, 7, 8 Leute. Gerolf wird da ein Teil von werden. Ich wollte so eine Gruppe zugefügt.
Ja, also wenn ich euch da… Also ich habe Gerolf gefragt, ob er uns da unterstützen möchte. Wie weit dann die Unterstützung wird, das ist ja ein einfacher Handier, wie du dich einbringen willst. Wir freuen uns über alles. Und selbst wenn das sozusagen eine Formulierungshilfe auf der Webseite ist, weil du bist ein guter Texter, wie auch immer.
Aber darüber wollte ich einmal einfach darüber gesprochen haben, dass man einfach darüber nachdenkt, wie können wir Sachen ändern, weil wenn wir nicht darüber sprechen, werden wir es auch nicht hinkriegen. Deswegen bin ich so offen für jede Idee und denke über jede Idee auch nach, die mir zugetragen wird. Daher bin ich offen.
Ich will da eigentlich auch noch was anfügen. Ja, feuer. Weil eigentlich mir dann in diesem Zusammenhang halt diese… ist komisch, aber wir sind langsam in dem Alter, dass man dann sagt, so diese jüngere Szene, da irgendwie Hoffnung macht. Weil es auch da eine Selbstverständlichkeit hat, also mir zu haben scheint, dass da einfach mehr Frauen und mehr Leute, die sich nicht diesem binären Spektrum zuordnen, so dass das einfach dort sein kann und dass das eine Selbstverständlichkeit hat.
Inwieweit das wirklich dann so ist, muss man irgendwie auch gucken. Aber ich übertrage es jetzt mal. Mir ist sowas vom Fender Fest ist mir das nicht bekannt, aber zum Beispiel Biesbaug, da habe ich es neulich irgendwie mal kurz angerissen. Ich kann das auch nochmal sagen, ohne da irgendwie jetzt super konkret zu werden. Aber das ist halt immer noch so, dass ich wirklich, und das weiß ich aus erster Hand, dass Frauen auch in dieser Rahmenbauwelt und dieser Messe die gehen dann auf so eine Messe und die müssen sich dort Sprüche anhören. Sprüche, die einfach nicht okay sind.
Und ich finde das immer schwierig bei dem Thema, wenn man das so ein bisschen nachverfolgt, wie Männer sich dazu verhalten. Es gibt Männer, die sich ganz groß irgendwie Feminist auf die Fahne schreiben. Das kann man auch kritisieren aus verschiedenen Richtungen. Erstens, wie wird das dann umgesetzt? Zweitens, was bedeutet das eigentlich? Deswegen bin ich da ein bisschen mit Handbremse unterwegs, weil ich will jetzt auch nicht… Wir sind auch nur zwei Typen, die hier rumsitzen. Das ist halt so.
Aber das zumindest was ich denke, was wir dann da machen können, ist, dass wir erstens sowas thematisieren. Also nicht das wieder überromantisierte Rahmenbau-Panoramabild zeichnen und hier, wir sind die coolsten und übrigens, das ist unsere geile Show und alles ist geil. Es ist nicht alles geil dort. Da fallen immer noch andere Sachen ein. Das ist halt überall so. Das kann man thematisieren.
Und man kann halt, wenn man irgendwie dabei ist, ohne sich da in den Vordergrund zu spielen, aber man kann halt auch sagen, so hier, nicht, das findet hier nicht statt. Und das wird dann halt auch sanktioniert. Weil ja, deswegen ist ja eigentlich immer dieses Ding, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Vielleicht auch, wenn man dem nicht so nah ist, wenn man vielleicht gar nicht weiß, was für Erlebnisse manche Frauen auf solchen Events machen.
Man kann es wissen ab einem gewissen Punkt. Man muss es aber nicht wissen. Vielleicht hat man es einfach irgendwie nicht mitgekriegt. Einfach fragen. Auf eine Art, dass… Also auch da sind wir wieder an dem Punkt, das müssen einem nicht die Frauen alles erklären, warum das so ist. Die Frauen müssen uns Typen auch nicht erzählen, warum das so eine Typenveranstaltung ist. Das sind auch Sachen, die müssen wir machen.
Aber einfach sich mal Gedanken drüber machen und gucken, okay, was passiert denn da eigentlich? Und was könnten die Gründe sein? Und deswegen, klar, du kannst es ja auch… Du kannst sagen, ich will das einfach mal versuchen mit so einer Quotierung oder was weiß ich. Also da müsste ich jetzt auch eine Weile drüber nachdenken. Und das tun wir beide dann auch noch einfach ein bisschen.
Und dann wird’s, wenn’s das nächste Fender Fest gibt, und es wird’s geben, wird’s dann eine Formulierung geben, die sich dem annimmt. Das wäre mir eine Herzensangelegenheit. Nicht, weil ich mir jetzt Feminismus aus die Fahne schreibe oder sonst was, sondern nur einfach nur… Du verstehst diese Zweischneidigkeit.
Ja, ja, total. Und es hat einfach so viel Spaß gemacht, auf dem Fender Fest eine gute Zeit mit allen Leuten zu haben. Und dass sich da jeder gut gefühlt hat, dass sich jeder frei entfalten… ist vielleicht das falsche Wort, aber dass man sich über sowas keinen Kopf machen musste, ob jetzt hier irgendjemand scheiße redet oder so.
Ich glaube, dass das passiert ist an vielleicht der einen oder anderen Stelle, aber nicht so wie bei anderen Festveranstaltungen, wo halt das die ganze Zeit läuft. Und das ist mir total wichtig, dass man da irgendwie dran arbeitet. Auf welche Art und Weise, das wird sich zeigen. Ich wollte nur sagen, dass mir das Thema sehr wichtig ist. Genau.
Wie wir es angehen, wird sich zeigen. Ja, und so, ich meine, wir sind da sowieso irgendwie im Austausch. Das ist das, was wir machen können. Und am Ende ist ja einfach nur der Anspruch, hier sollen sich erstmal alle Leute wohlfühlen. Also jetzt nicht aufgrund von irgendwelchen geschlechtssexuellen Kategorien sonst irgendwas da Dinge erfahren, die einfach absolut unangebracht sind. Die da überhaupt nichts zu suchen haben.
Und das ist ja der simple Anspruch, der da eigentlich drunter steht. Du hast noch ein anderes Geschenk für mich? Ja, wir haben das Limit von 90 Minuten, das können wir auch nicht reißen. Da werden wir uns auch dran halten. Und wir haben vielleicht hoffentlich noch Zeit für zwei Geschenke. Eins kann ich mir noch wünschen von dir und dann kannst du dir noch eins von mir wünschen. Ne, genau.
Okay, was mach ich denn da jetzt? Schwierig. Ja, ähm, ich ess solange ein Stück Marzipan. Ich muss mich jetzt entscheiden. Das fällt mir an dieser Stelle gar nicht so. Guck mal, Klister, Klister, ich pack was aus. Weihnachtlich. Ja. Das fällt mir jetzt gar nicht so leicht. Hättest du es lieber sehr am Gegenstand oder hättest du es lieber sehr an der Idee? Tell me now.
Wir nehmen die Idee. Wir nehmen die Idee. Oder ich weiß jetzt gerade nicht. Gut, dann sprechen wir jetzt nicht konkret über Fahrräder, aber das, was du sagst, wird sicher irgendwie was damit zu tun haben. Sondern dann sprechen wir jetzt einfach mal über das Jahr 2025 und wie es für Thomas Becker, den Rahmenbauer, der die Marke Merklas mit der Submarke MRGLS betreibt, wie das für den gewesen ist.
Das ist so das Oberthema, während ich versuche, das Glockenspiel einzustellen. Jetzt läuft es. Können wir so ganz schnell assoziativ machen. Was war ein schöner Moment für dich in diesem Jahr? Da haben wir ja heute schon drüber gesprochen. Genau, das war halt der Moment, wo wir alle mit Peter im Garten saßen und das Fenderfest an sich.
Entschuldigung, wir waren schon wieder auf das Fenderfest. Aber das ist schon ein Highlight für dich. Das war das Highlight, weil das einfach auch echt schön war. Und eine meiner alten Lieblingsbands hat einen Abend davor auf dem kleinen Musikfestival des Krankenschwestern Rock den Hahn, wo wir alle vorher nicht alle, aber einige sind vorher am Freitagabend dahin gefahren.
Und da hat für einen sehr schmalen Thaler hat diese Band da gespielt, Mutterbohr. Ich glaube, früher haben wir dazu Blockflötenpunk gesagt. Ich kenne die auch noch. Ich glaube, die haben sich 93 in Wismar gegründet oder so. Die gibt es so lange schon. Ah, aus Wismar sind die. Ich glaube, die haben sich das aus Wismar gegründet. Kann auch sein, dass ich da falsch liege. Ich liege gerne falsch.
Aber es ist sehr tanzbare Musik. Und wir haben das, so viele Leute vom Fenderfest waren auf diesem Konzert und haben dieses Festival, was da läuft, mega gut genossen. Auch die Resonanz danach. Wir sind nach Hause gefahren. Die Heimfahrt war schön. Die Heimfahrt war richtig schön.
Du hattest ja so eine Nachtfahrt, die hast du vor ein paar Wochen gebracht. Und das war ja das sozusagen angewandt, weil du hattest einen Reel abgesetzt auf Instagram, wo 30 Fahrräder oder 40, ich habe keine Ahnung, wie viele das waren, alle mit ihren mega guten Lichtsystemen durch die Nacht nach Hause gefahren sind. Ich habe die Strecke dann nochmal ein bisschen umgelegt, dass wir halt auch nochmal irgendwie durch den Wald fahren. Und das war total toll.
Ich bin mit der nächsten Person, der wir hier Props geben müssen, ist unser Freund Thilo Schmidt. Mit dem bin ich Tandem gefahren. Wir sind angereist mit dem Tandem 200 Kilometer. Er hat mir den Tag vorher gesagt: Weißt du, dass ich dieses Jahr nur einmal über 100 gefahren bin? Das war mit dir im Februar in Frankreich. Okay, alles klar. Dann haben wir 200er abgerissen, sind in die Prignitz gefahren. Ein total geiles Erlebnis.
Und dann waren wir abends noch auf dem Festival und sind dann da irgendwie an den Leuten auf dem Rückweg vorbeigefahren. Das war sehr schön. Du hast ja den Song von Ari M, Night Swimming. Gänsehaut die ganze Zeit. Der war großartig. Ich finde sonst immer so ein bisschen dieses, so der Hitz der 80er und 90er, das ist immer ein bisschen schwierig, aber das kann man dann irgendwie machen.
Ich habe die nächste Frage an dich. Ja. Okay, feuer. Was war ein schwieriger Moment in diesem Jahr für dich? Das Fender Fest. Ja, okay. Ein schwieriger Moment. Nee, das Fender Fest war nicht schwierig, aber ich glaube, die meisten unterschätzen, was es bedeutet, so eine Veranstaltung zu wuppen. Ja, das ist sehr oft. Das ist unglaublich anstrengend. Tine auch wieder in dem Fall.
Also die Leute, die mitgemacht haben. Tine ist ja sozusagen Co-Veranstalterin. Also ich und Tine sind sozusagen die beiden Köpfe hinter dem Fender Fest. Und dann haben wir so eine Orga-Gruppe von ein paar Leuten. Marianne ist dabei, Johannes, Danny, Matthew. Wahrscheinlich vergesse ich wieder ganz viel. Und dann nochmal Leute, die im Vorfeld ganz viel geholfen haben.
Und diese Zeit vor und nach dem Fender Fest war wirklich schwer. Also das hat reingerockt. Da kamen dann wieder Depressionen hoch und sonst sowas. Und Peter hat das, glaube ich, in dem Podcast auch so benannt, von wegen: It looks nice, but it’s very hard oder so. Ja, ich habe gerade Stolz im Mund, aber das hat er sehr gut gemacht. Das hat er, weil er das ja auch kennt.
Er hat das seit 10 bis 12 Jahren gemacht. Das war aber auch krass, was er für einen Blick dafür hatte, wo man total mitbekommen hat, dass die Antennen waren auf Empfang. Genau. Und was aber auch ein harter Moment war, aber auch ein richtig guter Moment. Es gab viele tolle Momente und viele schlechte Momente in diesem Jahr, aber die so in der Fahrradwelt.
Weil letztendlich unsere Tour war jetzt hier Fahrradfahrer hoffentlich das Liegerad zu bauen von der Bisburg. Oder ich habe für die Bisburg Messe im Oktober, für die habe ich ein Liegerad gebaut. Und ich habe für dieses Liegerad den Preis „Besten Show“ bekommen. Dieses Liegerad ist… Ich habe das schon ein paar Mal erzählt, aber vielleicht kriege ich es jetzt nochmal ein bisschen besser strukturiert erzählt.
Ich habe das gebaut, weil wir waren im Mallorca-Urlaub. Wir hatten Familienurlaub mit Pool und ich war nach anderthalb Wochen am Pool rumliegen oder am Strand rumliegen und wandern gehen und eine gute Zeit mit der Familie haben. Mega entspannt. Alle Sorgen sind verloren gegangen. Und wenn der Kopf frei ist, dann knallen halt Ideen rein.
Ich habe das in einem YouTube-Video auch schon so erzählt. Und dann konnte ich nicht mehr anders. Ich musste dieses Liegerad bauen. Es war kein Weg dran vorbei. Wie die Idee gekommen ist, das spielt jetzt gar keine Rolle, aber ich habe es dann gebaut und ich hatte eine Vision, wie ich es machen werde. Und dieser Idee bin ich dann gefolgt.
Und ich hatte wirklich nicht viel Zeit dafür. Ich habe irgendwie zweieinhalb Wochen oder so an diesem Liegerad gearbeitet. Das war eine großartige Zeit, wo mir die Arbeit sehr viel Spaß gemacht hat. Oft macht die Arbeit mal nicht so viel Spaß. Dann kommen wieder Zeiten, wo die Arbeit mehr Spaß macht. Es sind halt Wellen, die so ein bisschen durchlaufen.
Es war aber trotzdem sehr anstrengend, weil ich jeden Tag zwölf bis sechzehn Stunden an diesem Rad gearbeitet habe, damit es rechtzeitig fertig wird. Und was man, glaube ich, unterschätzt, oder ich mache jetzt einen Rücksprung wieder zur Depression, dass sich das irgendwann nicht mehr gut angefühlt hat, dieses Fahrrad zu bauen.
Aber ich musste es fertig kriegen, weil ich musste es aus dem Kopf raus bauen. Und ich habe unterwegs gemerkt, wie mir das eigentlich nicht gut tut, dieses Fahrrad zu bauen. Aber ich musste das beenden, weil die Messe rückt an. Ich habe das Ding im Kopf und hätte ich dieses Fahrrad nicht fertig gebaut, hätte ich keinen anderen Auftrag fertig weitermachen können.
Ich hätte in der Luft gehangen. Wäre die Bisburg so weit gewesen, ich hätte dieses Fahrrad nicht fertig gehabt, wäre ich in ein Megaloch reingefallen. Ich musste das fertig kriegen. Dadurch habe ich mich mega doll verausgabt. Das ist unglaublich unvernünftig, das so zu machen. Wusste aber, dass es was Tolles ist, was ich gerade mache.
Und war selbst davon begeistert. Das klingt doof, wenn man das so sagt, aber ich war davon selber begeistert, wie gut das gerade wird. Und das hat mir geholfen, weiterzuholen. Aber zwischendurch war das eher wie so ein Pritzeln im Hirn, was sich als Motor raus… also das hat mich angetrieben, aber es hat mich auch fertig gemacht.
Schwierig, das so zu erklären, aber das war ein Moment. Und dann kommst du auf die Messe und gewinnst den Preis für das beste Rad auf der Messe. Das war ein Moment, sozusagen zwei, drei Wochen. Die waren richtig gut und richtig schlecht. Und das in einem Und ich weiß nicht, ob das eine gute Antwort auf diese Frage ist, aber weil du hast beides gefragt.
Und dieses Liegerad ist so ein bisschen ein Ausdruck von psychischer Instabilität und aber auch hochgradiger Kreativität. Das zu vereinen ist immer die Kunst, die ich gehen muss, wenn ich zwischen Rahmenbau und Kunst irgendwie hin und her switche. Und das ist manchmal sehr anstrengend, manchmal ist das sehr schön.
Da kommen wirklich tolle Sachen bei raus, aber es ist auch sehr anstrengend. Und das ist irgendwo auch wahrscheinlich ein bisschen der Krankheit geschuldet. Das ist so meine Antwort auf die Frage: Was war gut und was war schlecht? Und das vereint es. Ja, auf den Punkt. Krass.
Ja, okay, dann haben wir noch Zeit für ein bisschen verkürztes Glockenspiel. Wenn du willst, kannst du mir… Ich hatte noch was. Oh, jetzt komme ich weiter mit Stottern. Drückst du rauf? Ja, du drückst jetzt auf Start. Ich mach es ein bisschen verkürzt. Genau, mach mal verkürzt.
Genau, Gerolf, wenn irgendwas passieren sollte und du kannst diesen Podcast nicht mehr machen, du wärst nicht mehr der Antritt. Gerolf, was würdest du tun? Wir haben darüber gesprochen und ich finde die Antwort so mega schön, weil das halt wirklich das beschreibt. Ach, das kommt drauf an. Das kann ich gar nicht so festlegen.
Aber du hast dir darüber Gedanken gemacht, glaube ich. Ja, ich meine, ich will jetzt hier nicht über alle Details… Jetzt habe ich schon die Alligatoren und so, ohne die vorher zu fragen, über die gesprochen. Die finden das mega cool, dass über sie gesprochen wird. Ja, die sind ja auch mega cool. Das ist wirklich.
Also das kann ich mal noch als Klammer machen. Diese Zeit mit diesen jungen Menschen in der Bildungseinrichtung. Und das sind auch nicht nur die Alligatoren, das sind auch die anderen, die Chinchillas und die Mouflons und so. Ich seh es mir bitte nach, dass ich euch nicht alle mehr aufzählen kann. Und die Erdmännchen und hast du nicht gesehen.
Der schönste Effekt für mich ist, dass ich dann immer danach gesagt habe, das hat mich imprägniert gegen dieses ewige Lied von der verlorenen Jugend und hast du nicht gesehen. Und diese Jammerrei und Meckerei. von Leuten, wo ich dann immer nur gedacht habe: Hast du dir mal darüber nachgedacht, einfach mal die zu fragen und einfach mal hinzuhören und einfach mal die mal erzählen zu lassen, was bei denen so los ist?
Also, das ist der schönste Effekt. Dafür bin ich dieser Zeit wahnsinnig dankbar. Und es war für mich nicht einfach, mich von diesem Beruf zu verabschieden. Ich musste das machen, ich musste das auch aus gesundheitlichen Gründen machen. Mein Arzt hat mir auch dazu geraten. Und ich war dann auch wirklich fertig.
Ich hab mich da auch wirklich überlastet. Ich hab den Podcast nebenbei zur Entspannung gemacht und ich hatte zu viele Bälle in der Luft zu halten, einfach zu viele aus verschiedenen Gründen. Und das ist aber irgendwie cool. Also, über diese Zeit da hab ich eine große, auch wenn das hart an meine Grenzen gegangen ist teilweise und vielleicht auch teilweise darüber hinaus, hab ich da eine große Dankbarkeit für, weil ich das erleben konnte, weil ich jetzt noch teilweise Kontakt mit denen habe und weil ich das einfach gemerkt habe und auch das Gefühl hatte, das hat mich so ein bisschen imprägniert.
Wie lange die Imprägnierung hält, keine Ahnung, weiß man nicht.
Aber es ist erstmal so da. Und ich würd’s mal so rumdrehen: Ich hab natürlich keine Ahnung, wo das hier hingeht. Das ist ja irgendwie das Lustige. Das hab ich ein paar Mal angesprochen, dass das ja auch nie so geplant war.
Also, es gab nie die Idee, wir wollen dann den Podcast einmal in der Woche und das muss dann so und so funktionieren. Das haben wir ja nie gehabt. Und deswegen bin ich jetzt erstmal so angestellt, dass ich mir denke: Okay, das ist einfach, das ist auch ein Geschenk. Und da zählen natürlich so Leute wie du absolut dazu.
Ja, weil ich bin ja ohne euch und damit meine ich die ganzen Leute, mit denen ich spreche, würde das ja überhaupt nicht funktionieren. Ich brauch euch ja und ich brauche ja auch, dass ihr Dinge tut, über die ich dann mit euch sprechen kann. Natürlich ist das auch manchmal ganz gut für euch, wenn ihr dann mit mir so, dann ergänzen wir uns.
Rückblick auf das Jahr
Und das ist erstmal so das Gefühl, was ich habe, dass ich denke: Krass, ich bin hier, ohne das genauso als Ziel gehabt zu haben, bin ich an so einer Stelle gelandet, wo wir sowas einfach machen können. Und wenn ich über dieses Jahr nachdenke, das ist jetzt das erste Jahr, mit dieser Folge geht das erste Jahr zu Ende, in der es wirklich in jeder Woche eine Folge dieses Podcasts gab.
Und es ist so wahnsinnig voll. Also, es sind so viele Geschichten drin. Und das hat auch eine Parallele. Diese zwei, also diese Berufe haben verschiedene Parallelen, aber das ist unter anderem eine Parallele, dass ich auch den Lehrerberuf so verstanden habe.
Natürlich ging es darum, auch den jungen Menschen Dinge zu vermitteln. Aber es ging auch darum, zu befähigen und auch darum, ihnen zuzuhören. Und dieser immer wieder kommende… Es gibt auf Englisch, es gibt manche Wörter, die sind auf Englisch irgendwie besser, so Influx. Der Influx, also das, was so reinkommt, dieser quasi stetige Influx von Geschichten, Ideen und von Eindrücken von Menschen, durch die ich wahnsinnig viel lerne.
Das weiß ich wahnsinnig gut zu schätzen. Und ich gehe nicht davon aus, dass das selbstverständlich ist oder dass das auf ewig funktioniert. Man weiß nicht, was ist. Aber ich habe auch durch diesen Wechsel gelernt, selbst wenn Dinge zu Ende gehen und wenn das weh tut, ist es am Ende auch gut, weil du kannst etwas Neues machen und du kannst wieder was Neues kennenlernen und du kannst wieder in was Neues reingehen.
Gedanken über die Zukunft
Und du kriegst dann, das ist dann wie so ein neues Kapitel, eine neue Episode, die geschrieben wird. Das einzige, wovor ich quasi so ein bisschen Angst hätte, wäre, dass diese… Also, Angst, Befürchtung oder was ich mir wünschen würde, weil du ja gesagt hast, wenn es diesen Podcast nicht gibt.
Was ich mir wünschen würde, wäre, dass dieser auf irgendeine Art und Weise, dieser Influx an anderen Biografien, Geschichten, Erlebnissen, Sichtweisen, dass der auf irgendeine Art und Weise weiter besteht. Und das würde ich sogar mal über Menschen noch hinausziehen.
Ich weiß auch, worauf du ansprichst. Wenn du das jetzt… Ich ja, sorry. Das ist ein Ding, das habe ich immer so, das habe ich aus mehr oder weniger so ein bisschen aus… Weißt du, es gibt so Sachen, die sagt man so ein bisschen aus Spaß und ein bisschen aus so.
Und natürlich habe ich das die ganze Zeit immer gesagt, auch meinen Eltern, wenn es irgendjemand Sorgen gemacht hat: Wenn alle Stricke reißen, werde ich, ich sag es jetzt hiermit, um die Karikatur vollständig zu zeichnen, dann werde ich Zugbegleiter im Fernverkehr, verdammt nochmal!
Die Faszination des Reisens
Weil ich diese Vorstellung… Ich habe Kontakt, also im Fernverkehr der Deutschen Bahn oder was auch immer für einen Betreiber, weil mir tun Reisen extrem gut. Das ist einfach für mich. Ich bin kein Büromensch, ich bin kein Zuhause Mensch. Ich muss raus.
Das inspiriert mich total, das bringt mich auf andere Gedanken. Ich sag da manchmal: Ich weiß, was ich denke. Ich will wissen, was andere denken. Ich will andere Dinge sehen. Und da bin ich unterwegs. Da hast du in diesem Beruf irgendwie Kontakt mit anderen Menschen und du arbeitest…
Also, ich hab es ja so ein bisschen mit sympathischen Verkehrsmitteln. Arbeite es auch mit sympathischen Verkehrsmitteln. Das ist so ein Ding, was man da manchmal so sagt. Ich will das nicht vor mir hertragen oder übertreiben. Ich habe keine Ahnung.
Ich wollte jetzt auch gar nicht eine Karikatur zeichnen. Nein, ich hab ja gezeichnet mit diesem Zugwahnsinn. Ich finde, das ist eine… Also, wie du die Frage beantwortest, mega sympathisch. Und also nicht jetzt den Zugbegleiter oder den Zugbegleitungschef, was auch immer.
Na, das ist super sympathisch. Genau, aber ich finde den auch total sympathisch. Also, ein stabiler Zugbegleiter, der Probleme bewältigt, der in der Auseinandersetzung einen Zug, der dazwischen geht und als Mediator auftritt und sowas.
Emotionen und Begegnungen
Ich sehe das vor mir, wie du da durchgehst und: Ey Leute, kommt mal ran! Jetzt reden wir erstmal miteinander. Du darfst auch Leute begleiten. Mega! Alle Leute, die sich in den Zug setzen. Also, ich hätte schon dann gerne Fernverkehr, weil das ist irgendwie geil.
Und dann kommst du irgendwo hin. Das ist ja oft so, also wenn es jetzt nicht der Berufspendler ist, der die Strecke sowieso irgendwie jeden Tag… Also, gut, ist okay, aber Leute sind auf Reisen. Es gibt auf Bahnhöfen so wahnsinnig rührende Szenen, gibt es auch an Flughäfen.
Es gibt so einen Catcar-Song, der glaube ich in der Ankunftshalle des Hamburger Flughafens spielt und der ist wirklich, der ist richtig krass, weil der diese krassen Szenen beschreibt. Du musst jetzt den Namen von dem Song sagen. Oh Gott, heißt der vielleicht sogar Ankunftshalle? Ich bin mir nicht sicher.
Findet man raus? Kommt in die Shownotes. Kann ich Songs davon linken? Ja, kann ich versuchen. Also, das finde ich einfach so, dieses: Boah, komm, es ist Weihnachten. Schiefe Vergleiche, so wie das Radreisen und das Reisen mit wenig um einen herum, so Schalen abwirft und dich angreifbarer macht.
So habe ich auch das macht auch das Reisen generell so und so. Also, Leute verabschieden sich für eine lange Zeit. Ein Kind tritt zum ersten Mal eine Reise alleine an und fährt zweieinhalb Stunden zur Oma, zu was weiß ich.
Für das Kind ist es aufregend, für die Eltern ist es aufregend. Man verabschiedet sich, man sieht sich nach langer Zeit wieder, man hat sich getrennt. Und wenn du da dabei bist, und man kann ja, das ist ja das Schöne, in vielen Situationen hat man ja die Möglichkeit, einen Unterschied zu machen.
Der Einfluss von Begegnungen
Und das Coole daran ist ja, das kommt ja zurück. Das ist wie mit den Kids. Wenn du denen mal zuhörst und wenn du dich dafür interessierst, was die machen, die sind ja nicht blöd. Die checken das ja. Und es geht ja gar nicht darum, denen die ganze Zeit irgendwas zu erzählen und jetzt hört aber mal zu und jetzt bitte hier läuft mein Monolog und ihr habt jetzt aber mal so…
Nee, nee, nee, so läuft das nicht. Also, so meiner Erfahrung nach, weißt du? Und wenn du den Unterschied machst, das ist jedenfalls meine Idee und das ist auch idealisiert. Aber es ist Weihnachten, da können wir das mal so sagen. Genau, da dürfen wir das.
Was wir nicht dürfen, lieber Tom, ist überziehen. Um Gottes Willen. Und wir sind so… Wir kommen zum Ende, ne? Wir kommen an die Grenze. Das ist ja deine Sendung. Auch deswegen will ich ganz kurz nur sagen, als Glockenspielbeauftragter, dass ich das super cool finde, dass du das machst.
Du hattest von Anfang an Bock drauf. Das ist die beste Konstellation und ich kann dazu niemanden überreden. Das ist richtig schön. Das ist ein schönes Resümee. Das war ein total gutes Jahr mit dir, mit anderen, mit allen Protagonisten, die hier so irgendwie zur Sprache gekommen sind.
Ausblick auf das nächste Jahr
Voraussichtlich geht es diesen Podcast im nächsten Jahr weiter. Nein, es gibt ihn weiter. Voraussichtlich kommt die neue Ausgabe am 2. Januar. Ja, wer uns erreichen will, schreibt uns mehr an antritt@detektor.fm.
Wir sind auf Mastodon, wir sind auf Instagram. Es gibt sehr viele verschiedene Arten, ins neue Jahr zu kommen. Ich finde die meisten davon total korrekt. Es gibt Leute, die wollen feiern mit vielen Leuten. Es gibt aber auch viele Leute, die verkriechen sich.
Es gibt Leute, die liegen im Bett zu Silvester. Es gibt Leute, die wollen alleine sein. Es gibt Leute, die müssen alleine sein. Also immer hier das große „Hach ja, mit euren Lieben zusammen.“ Nee, es ist nicht überall so einfach.
Egal, kommt so gut rüber, wie das geht. Kommt vielleicht auch aufs Fahrrad, lasst euch gut gehen, so gut wie möglich. Danke allen die zugehört haben, die sich hier gemeldet haben, die hier mitgemacht haben. Danke dir für den Besuch, das ist wunderbar.
Danke für das tolle Jahr, für alle diese tollen Podcasts. Jörg, äh, Jörg sag ich. Ja, der mit Jörg zum Lassenrat, der war auch schön. Das war auch ein sehr schönes Gespräch. Sehr gut.
Gut, Tom, jetzt hast du als derjenige, der hier den Podcast fährt, du hast noch eine Aufgabe. Genau, und zwar, ich darf den… Du hast den ja jetzt schon abmoderiert, aber ich darf den Song ankündigen, oder?
Das ist dein Podcast, do it! Ich kündige den Song an und ich freue mich so sehr, dass ich jetzt hier eine meiner Lieblingsbands platzieren kann. Worum es in dem Song geht? Das ist ein geiler Song. Der Song ist großartig, weil da übernimmt jemand die Lok.
Einer übernimmt den Zug und fährt den Zug und macht damit, was er will, was er für richtig hält. Ich weiß nicht, ob ich das ganz gut hingekriegt habe hier, aber der Song, der beschreibt das, was ich mit diesem Podcast vielleicht machen wollte, was wir zusammen gut entwickelt haben.
Hier läuft er: Team Scheiße, ist es, oder? Ja, genau, Team Scheiße, Lok, Lok. Sehr gut. Vielen, vielen Dank! Wunderbar. Kommt gut rüber, gute Fahrt. Ciao, danke. Bis im nächsten Jahr.
[MUSIK: Team Scheisse – Lok]