Bevor ich Mutter war, war für mich Spiritualität immer etwas sehr Transzendierendes. Ich muss stundenlang meditieren oder auf Retreats fahren oder irgendwie weg sein aus meinem Alltag. Das war mein Grundverständnis von Spiritualität. Irgendwo da oben ist die Erleuchtung. Da oben ist die Erleuchtung, ja genau. Und dann hatte ich Kinder, und dann konnte ich nicht mehr weg. Ich musste ja da bleiben. Und dann habe ich irgendwann verstanden, mein wahres Retreat ist zu Hause. Wenn ich wegfahre auf ein Meditationsseminar, ist das mein Urlaub von meiner echten spirituellen Arbeit. Und das ist zu Hause tagtäglich präsent bleiben, wenn das Kind ein Tantrum hat oder man viele Nächte nicht gut geschlafen hat. Und das ist für mich mittlerweile Spiritualität. Ich bleibe richtig im Hier und Jetzt mit all dem, was da ist. Und ich verliere den Kontakt nicht. Den Kontakt zu dem, was da ist, auch wenn es total unangenehm ist. Wenn es stressig ist, wenn es Angst macht, wenn alles in einem durchdrehen will. Ich spüre mich, und da hilft uns dieses Nach-innen-und-nach-unten, weil da ist Kontakt in unserem Kopf und in der Erde.
Ein Satz, den wir über Mutterschaft oft hören, ist: Das wird die schönste, aber auch die herausforderndste Zeit des Lebens. Mutter werden bedeutet, das eigene Leben wird einmal komplett umgekrempelt. Bedürfnisse verschieben sich, Grenzen auch. Und irgendwann taucht diese leise aber große Frage auf: Wer bin ich eigentlich jetzt? Wie komme ich bei mir selbst an, während die Bedürfnisse meiner Kinder für lange Zeit im Vordergrund stehen? Und was kann mir dabei helfen, nicht nur zu funktionieren, sondern verbunden zu bleiben mit mir selbst? Und genau darum geht es heute. Hi und herzlich willkommen! Du hörst Mama konkret, den Podcast über Mutterschaft von Julie Tan und dem Podcast Radio detektor.fm. Ich bin Julie, zweifach Mama und Content-Kreatorin, und deine Host auf dieser Podcast-Reise. Auf Instagram bin ich als krokulibrokuli unterwegs für mehr Authentizität in sozialen Netzwerken. Und in diesem Podcast spreche ich in jeder Folge mit einer Expertin über ein Thema rund um Mutterschaft, das viele bewegt aber oft schwer greifbar ist. Heute sprechen wir über Mutterschaft und Spiritualität. Außerdem bekommst du hier mein Vibe als Mama, Fachwissen von einer Expertin und ganz wertvolle Tipps, die du für dich mitnehmen kannst. Los geht’s!
Meine Gästin heute ist Claudia Neubert. Sie ist ganzheitliche psychologische Beraterin, Frauenkreisleiterin und begleitet Frauen in Einzelsettings, Gruppen und Weiterbildungen auf ihrem Weg zu mehr Heilung, Verbindung und innerer Stärke. In ihrer Arbeit verbindet sie körperorientierte Prozesse, traumasensibles Begleiten und tiefes Wissen über Beziehung, Familie und persönliche Veränderungen. Claudia selbst lebt mit fünf Kindern zusammen in einer lebendigen Patchwork-Familie und bringt damit nicht nur fachliche Expertise, sondern auch einen großen persönlichen Erfahrungsschatz rund um Mutterschaft, Familienleben und echte Entwicklung mit. Herzlich willkommen bei Mama konkret, Claudia! Ich freue mich total, dass du da bist. Danke für die Einladung! Sehr gerne.
Claudia, Spiritualität ist ja ein ganz schön großer Begriff, würde ich jetzt nach meinem Gefühl mal so sagen. Und je nachdem, wen man fragt, kann das für jeden ja auch etwas anderes bedeuten. Was bedeutet denn für dich Spiritualität? Was gehört denn für dich damit dazu? Ja, ich liebe die Frage! Und das war richtig schön, in der Vorbereitung mir da selber Gedanken zu machen. Und ich hätte vor fünf Jahren und vor zehn Jahren was ganz anderes geantwortet. Aber heute bedeutet für mich Spiritualität, im Kontakt zu sein. Was ganz einfach Erdiges. Ich bin im Kontakt mit mir, ich spüre mich. Ich bin im Kontakt mit dir. Und ich bleibe da, auch wenn es richtig schwierig wird und gehe nicht weg.
Oh, das gefällt mir sehr gut, jetzt gerade noch der zweite Teil, muss ich sagen. Ich persönlich habe lange irgendwie mit Spiritualität gar nichts anfangen können. Ich fand den Begriff zeitweise auch ein bisschen schwer zu greifen. Schon fast abgehoben, vielleicht auch wegen Social Media, weil das ja so ein bisschen da sehr arg ausgebeutet wird, würde ich schon fast sagen, der Begriff. Und ich muss aber sagen, dass sich Spiritualität für mich automatisch irgendwie eingestellt hat, seit ich Mama bin. Also ich habe gemerkt, es geht gar nicht darum, bei mir da im Leben höher zu kommen, schneller zu kommen, weiter zu kommen, beruflich erfolgreicher zu werden, keine Ahnung, schlank zu sein, fit zu sein, was auch immer ich mir da gesetzt habe für Ziele, sondern für mich ging es dann zum ersten Mal darum, wie du gerade schon gesagt hast, um Verbindung. Verbindung zu meinen Kindern, Verbindung zu meinem Partner, ja, und auch Verbindung zu mir selber. Und ich glaube, dass ganz viele Frauen bereits das schon spüren, wenn sie schwanger sind. Also bevor das Kind auf die Welt kommt. Und da habe ich eine Frage an dich. Und zwar viele Frauen spüren in ihrer Schwangerschaft ja auch schon viele Sachen. Also die sogenannte Intuition wird da ja noch mal viel bewusster, glaube ich, wahrgenommen, auch oder entfaltet sich da. Die spüren ja z. B., dass etwas im Bauch manchmal nicht stimmt. Die weibliche Intuition. Man geht dann doch lieber einmal mehr zum Arzt oder man verzichtet automatisch auf bestimmte Lebensmittel, weil das einfach irgendwie nicht mehr passt. Es schmeckt einem nicht, man will es einfach nicht. Oder einfach Situationen, die gemieden werden, aus dem Bauchgefühl heraus, was man sich vielleicht gar nicht so erklären kann. Und deswegen ist es ja total wichtig, dieser inneren Stimme zu vertrauen, auch, weil die leitet einen ja so ein bisschen auch durch so eine Schwangerschaft hindurch. Hast du das bei deinen Frauen, mit denen du zusammenarbeitest, auch schon erlebt, dass es wichtig ist, in der Schwangerschaft auf die innere Stimme zu hören? Also hast du da so Schlüsselmomente erlebt? Was erzählen denn die Frauen, wenn du mit denen zusammen bist? Ja, ich würde sogar so weit gehen, dass viele Frauen spüren, schon bevor sie schwanger sind: Ah, da kündigt sich jemand an. Das klopft wie an. Ich kenne das auch von meinen eigenen Schwangerschaften. Eigentlich schon vorher, bevor ich schwanger war, habe ich gemerkt, so intuitiv, ganz fein, nicht rational: Da bahnt sich doch was an. Da klopft jemand an oder da wartet jemand oder wie auch immer. Ich finde, schon bevor wir schwanger werden oder auch Frauen, die lange Kinderwunsch haben und sich ganz viel mit dieser Seele des Kindes verbinden und das vielleicht rufen und bitten zu kommen, da beginnt schon diese verstärkte Intuition. Ich beobachte bei allen Frauen, dass in der Schwangerschaft das ganz automatisch passiert, dass wir mehr unseren Körper spüren und dadurch auch mehr wahrnehmen, was tut mir gut, was tut mir nicht gut, was habe ich für Bedürfnisse, was will ich vielleicht loslassen, was will ich mir einladen. Also dieser Fokus geht ja nach innen und nach unten. Das ist immer das was ich in meinen Frauenkreisen sage: Wir wollen nach innen und nach unten, weil unsere normale Bewegung ist nach oben und nach außen. Also ins Handy, in Gespräche, in andere Menschen, also raus aus unserem Körper. Auch unser Alltag unterstützt das sehr, dass wir uns nicht wirklich spüren. Und dann mit der Schwangerschaft, ganz automatisch, gehen wir mehr ins Spüren von unserem Bauch oder legen unsere Hände auf den Bauch. Damit spüren wir ja nicht nur unser Baby, sondern auch, was tut mir eigentlich gut, was brauche ich, wie geht es mir? Und für viele Frauen – für mich war das auch so mit meinem ersten Kind – da habe ich zum ersten Mal angefangen, mich bewusst wahrzunehmen.
Ja, genau, dieser Gedanke kam mir nämlich gerade, weil ich glaube auch, dass viele Frauen oder zumindest einige Frauen genau dann anfangen, sich bewusst wahrzunehmen, wenn sie zum ersten Mal schwanger sind. Bei mir war das nämlich auch so. Was ich aber noch kurz erwähnen wollte: Ich fand das so schön, dass man nach innen und nach unten hat ja auch was mit Erden zu tun, oder? Wenn du jetzt unten sagst, unten sind die Füße, gut, mit den Füßen steht man auf dem Boden, also man erdet sich auch. Man verbindet sich ein Stück mit Mutter Erde, kann man das schon auch irgendwie so ganzheitlich wahrscheinlich auch betrachten.
Bevor ich Mutter war, war für mich Spiritualität immer etwas sehr Transzendierendes. Ich muss stundenlang meditieren oder auf Retreats fahren oder irgendwie weg sein aus meinem Alltag. Das war mein Grundverständnis von Spiritualität. Irgendwo da oben ist die Erleuchtung. Da oben ist die Erleuchtung, ja genau. Und dann hatte ich Kinder und dann konnte ich nicht mehr weg. Ich musste ja da bleiben und dann habe ich irgendwann verstanden, mein wahres Retreat ist zu Hause. Also wenn ich wegfahre auf ein Meditationsseminar, ist das mein Urlaub von meiner echten spirituellen Arbeit. Und das ist zu Hause tagtäglich präsent bleiben, wenn das Kind ein Tantrum hat oder man viele Nächte nicht gut geschlafen hat. Und das ist für mich mittlerweile Spiritualität. Ich bleibe richtig im Hier und Jetzt mit all dem, was da ist, und ich verliere den Kontakt nicht. Den Kontakt nicht zu dem, was da ist, auch wenn es total unangenehm ist, wenn es stressig ist, wenn es Angst macht, wenn alles in einem durchdrehen will. Ich spüre mich, und da hilft uns dieses Nach-innen-und-nach-unten, weil da ist Kontakt in unserem Körper, in der Erde.
Schön, voll schön. Tantrum, wenn mein Kind ein Tantrum hat, magst du uns das nochmal ganz kurz erzählen? Was bedeutet das? Was meinst du? Der Klassiker ist an der Supermarktkasse. Das Kind will gern noch was Süßes von der Kasse und du hast aber ein klares Nein. Und der Tag war schon lang und das Kind kann sich nicht selbst regulieren und ihm bleibt nichts anderes übrig, als laut zu schreien und sich vielleicht auf den Boden zu werfen. Und dann steigt meistens bei den Eltern auch ihr Pegel an Stress. Und wie bleibe ich dann? Wie bleibe ich da? Wie bleibe ich freundlich? Wie wende ich mich dieser Situation zu? Und das ist schwer, wenn viele Menschen gucken und man will los und alles ist heiß und vollgepackt. Und wie bleibe ich da? Wie bleibe ich auch in Kontakt mit meinem Kind? Wie binde ich es? Wie bleiben wir im Austausch, eng miteinander, sodass wir gemeinsam diese Situation gut für uns beide durchstehen können? Ich weiß nicht, ob das jetzt zu negativ klingt. Aber jetzt haben wir ja gerade schon beide festgestellt, dass viele Frauen in ihrer ersten Schwangerschaft oder generell in der Schwangerschaft sich zum ersten Mal wirklich selber spüren. Ich habe zwei Kinder und ich muss sagen, in meiner ersten Schwangerschaft habe ich das wahrscheinlich auch schon gespürt, aber habe das nicht bewusst wahrgenommen, von wegen so: Oh, jetzt spüre ich mich gerade mehr. Oh, jetzt verbinde ich mich gerade mit mir mehr. War nicht so, aber in der zweiten auf jeden Fall so. Das fand ich jetzt auch irgendwie interessant. Habe ich jetzt gerade nämlich selber mal in mich reingehört. In der zweiten Schwangerschaft habe ich das ganz bewusst wahrgenommen. Und da habe ich auch ganz bewusst gesagt, was ich jetzt nicht will und was ich jetzt nicht möchte.
Jetzt ist es ja so, dass man zwar die innere Stimme hört, aber was passiert denn, wenn wir die überhören? Also wir nehmen sie zwar wahr, aber wir übergehen sie oder wir schieben sie von uns weg. Was passiert denn, wenn wir unsere Intuition dauerhaft ignorieren? Hast du da schon irgendwie…? Das geht meistens nicht gut aus. Ich habe es mir schon fast gedacht. Man kann das lange machen und entweder es kommt eine Krankheit oder ein Burnout oder ein Zusammenbruch. Aber wir können nicht über einen langen Zeitraum unserem Körper folgen. Und Intuition ist ja Körper. Was brauche ich? Und das Schwierige finde ich hier in unserem Kulturkreis ist, dass es dafür wenig Räume gibt. Gerade wenn diese Schwelle übertreten wird ins Muttersein und wir auf einmal ganz andere Dinge brauchen und nicht mehr so hochfunktional sind und unsere Umwelt sich ja nicht an uns anpasst, sondern wir weiterhin uns anpassen müssen an die Gegebenheiten, die da sind. Und was passiert? Es können Ehen zerbrechen, es können Krankheiten kommen. Die Bindung kann schwierig sein zum Kind, zum Beispiel, wenn man merkt, eigentlich ist es noch nicht so weit, es in die Krippe zu bringen. Eigentlich schreit alles in mir: Ich will zu Hause bleiben. So war das mit meinem ersten Kind. Mein Plan war, ich bin ein Jahr zu Hause und dann geht es in die Krippe und ich studiere. Und dann war das alles eingefädelt. Der Krippenplatz war da und mein Studienplatz. Und in mir hat alles… Das war so ein großes Nein in mir.
Was hast du denn getan? Und dann habe ich alles abgesagt. Oh mein Gott, das ist… Dann habe ich einfach abgesagt, weil ich habe gesehen, es ist noch so klein, mein Kind. Und es fühlt sich so falsch an in dem Moment. Das geht nicht. Du hast darauf gehört. Ich habe darauf gehört und mir einen neuen Plan gemacht. Ich habe dich ja gefragt, was kann passieren, wenn man es dauerhaft ignoriert. Das sind dann auch weitreichende Folgen, natürlich. Ich merke zum Beispiel an mir selber, ich spreche jetzt mal über alltägliche Geschehnisse. Wenn ich zum Beispiel meine innere Stimme immer mal wieder überhöre oder mich selbst übergehe, habe ich gemerkt, dass ich dann auch öfter erschöpft bin. Ich bin gereizter, ungeduldiger. Also man hat einfach eine kürzere Leitung. Und meistens sind es – also meine Kinder spüren das sofort. Die spiegeln mir das sofort wieder. Für mich ist irgendwie daraus auch klar geworden, weil meine Kinder mir das so deutlich gespiegelt haben: Verbindung zu mir selber herzustellen und zu leben und zu wahren, ist jetzt nicht irgendwie ein extra Bonus, den ich mir erlaube, sondern es ist einfach eine Grundlage. Das ist einfach eine absolute Grundlage. Und Achtung, jetzt wird es spirituell. Jetzt wird es richtig spirituell. Viele Frauen erleben durch Mutterschaft eine tiefe Veränderung. Und diese tiefen Veränderungen sind ja auch mit sehr großen Emotionen teilweise verknüpft. Also ich sage jetzt mal Angst, Schmerz, aber auch Liebe. Inwiefern können das denn spirituelle Lehrer sein, diese großen Emotionen, diese großen Gefühle? Werden wir gelehrt, im Prinzip, in gewisser Hinsicht, oder haben wir die Möglichkeit, dadurch zu erkennen? Ja, wir haben die Möglichkeit zu erkennen, dass wir ganz tief fühlende Menschen sind. Alle von uns, Männer und Frauen. Bei Kindern sieht man es ganz direkt, weil die das noch nicht filtern. Und das ist aber bei uns Erwachsenen nicht anders. Wir haben alle die Kapazität, große, tiefe Gefühle zu haben. Und eben in dieser Übergangszeit, die Mutterschaft heißt, können wir dem kaum ausweichen. Also weniger ausweichen, das zuzulassen, das zu fühlen. Und ich mag dieses Saying oder diesen Spruch, dass die größten spirituellen Lehrer die eigenen Kinder sind, weil die einem eben das so spiegeln, vor allem diese Intensität an Emotionen. Und das erkennen wir in uns wieder oder da wird was berührt. Ich habe ja auch diese große Wut in mir oder diese große Traurigkeit oder Angst oder diese große Lebensfreude, was die Kinder ja so eins zu eins darstellen. Und für mich sind es die Kinder, wenn man das so nennen möchte, spirituelle Lehrer, aber auf eine ganz geerdete Art und Weise.
Ja, ich finde es wunderschön, dass du das so gerade beschrieben hast. Was ich auch vor allem gemerkt habe, ist, so vor meinem ersten Baby war für mich vieles entweder eine Vergangenheit oder eine Zukunft. Also zum Beispiel To-Do-Listen, ganz klar auf Zukunft ausgerichtet. Ich muss dies und das und jenes noch erledigen. Und als mein erstes Baby auf der Welt war, das lebt ja im Hier und Jetzt. Also für das Baby gibt es da jetzt keine Vergangenheit oder Zukunft. Das hat Bedürfnisse, auch teilweise akute Bedürfnisse, natürlich. Und das lebt einfach im Jetzt. Und ich habe irgendwie gemerkt, mit Baby lebe ich – also ich werde ins Jetzt geholt. Also da waren die To-Do-Listen, sind natürlich völlig in den Hintergrund gerückt. Pläne. Und irgendwie hat mich das gelehrt. Genau, mein erstes Baby hat mich gelehrt, im Jetzt zu sein. Und ich fand es aber gar nicht so einfach, weil ich musste mich erstmal davon lösen, ständig schon vorauszudenken: Okay, das muss ich noch vorbereiten für morgen, weil in zwei Tagen ist ja das und in einer Woche wollte ich an dem Punkt sein. Und jetzt muss ich mal überlegen, in den Kalender gucken und so weiter. Ich musste mich von diesem Tempo auch irgendwie verabschieden. Ich glaube, um es anders auszudrücken, ich musste mich zwingen, langsamer zu werden. Machst du die Erfahrung? Geht es anderen Frauen auch so, die bei dir irgendwie mit dir zusammen sind? Total! Also nichts funktioniert mit Kind so, wie es vorher funktioniert hat. Und es ist ja auch eine Version, von der wir loslassen müssen. Und an diese Version ist auch unser Kind nicht interessiert, weil unser Kind nimmt uns genau so wie wir jetzt sind. Nicht wie wir gerne wären oder wie wir wollen oder wo wir hinwollen, sondern so, wie wir sind, so geht dein Kind mit dir um. Da wird es vielleicht für mich spirituell. Das ist Vertrauen. Wieso? Ich darf vertrauen, dass auch wenn ich meine To-Do-Liste jetzt nicht abarbeiten kann, dass alles gut wird oder dass das, was wichtig ist, das wird passieren. Also dieses Leben im Moment, ich nehme das, was gerade vor meiner Nase ist, das wird gut gehen, das wird sich gut ausgehen. Und da braucht es Vertrauen. Da braucht es ein paar gute Erfahrungen. Und oft ist es dann beim zweiten Kind schon, ist man schon zurückgelehnt, weil man weiß: Okay, wir brechen hier nicht existenziell zusammen, alles wird ausreichen. Alles wird gut.
Ja, voll. Und ich denke mir immer so, ist es irgendwie so ein kleiner Wink aus dem Universum oder ist es halt einfach so Mut zur Lücke? Man muss nicht alles geschafft haben oder schaffen, was man sich vorgenommen hat und vielleicht auch nicht zu 100 Prozent. Also habe ich so die Erfahrung öfters jetzt schon gemacht. Ich wollte das zu 100 Prozent irgendwie, irgendein Thema fertig bearbeitet haben oder zu 100 Prozent jemanden Informationen zukommen lassen, dass irgendwas funktioniert. Aber hey, weißt du, was passiert ist? Ich habe zum Beispiel mal komplett vergessen, irgendwas zu machen. Hey, es hat trotzdem funktioniert. Weißt du? Und da dachte ich mir so: Ja, hey, cool. Also es geht halt auch ohne. Ich dachte manchmal auch so, vielleicht bin ich auch zu kontrollierend. Was spielt denn da Kontrolle für eine Rolle? Auf der einen Seite lebe ich eben hier und jetzt mit Kindern. Auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, ich muss Kontrolle abgeben. Hängt das irgendwie miteinander zusammen? Ich weiß nicht. Ich meine, ich habe manchmal das Gefühl, ich muss Sachen kontrollieren. Ich muss kontrollieren, ob ich jetzt genügend getan habe, um für die nächste Woche gut vorbereitet zu sein. Oder ich muss kontrollieren, ob wir tatsächlich alles jetzt hier im Kühlschrank haben für die nächsten beiden Tage. Oder ich muss kontrollieren, keine Ahnung, es geht ja unendlich weiter. Vielleicht einfach mal Kontrolle abgeben.
Ja, weil dann passiert ja… Der Klassiker: Man hat die Woche so schön durchstrukturiert, man fühlt sich in der kompletten Kontrolle und dann wird das Kind krank. Ja, genau. Das finde ich so ein Klassiker. Dann ist alles wieder über den Haufen. Dann wird das Kind krank, man kann das alles umstrukturieren, anders machen und wieder in dieses, ich nenne es immer gern so, wie so zurück. Wieder in dieses Zurücklehnen. Ich lehne mich zurück, ich kann es mir auch schwer machen und der Widerstand haben und mich aufregen und beschweren und mir Stress machen. Und das ist auch total okay. Und das andere ist okay: Mein Plan geht nicht auf und ich lasse mich mal ein bisschen mehr wieder zurücklehnen in diesem Moment, von dem du schon gesprochen hast. Hast du da eine Idee, wie ich das gut schaffen könnte? Also ich finde das grundsätzlich super genial. Lehne dich zurück. Wirklich. Wir operieren… Meine Oma hat immer gesagt: Wir operieren nicht am offenen Herzen. Ja, lehne dich zurück und komme bei dir an. Gibt es da irgendwas, was einen da in den Zustand bringt? Hast du da irgendeinen Kniff? Jemand hat neulich zu mir gesagt: Fass dich selber, also berühre dich am Arm, spiel mit deinen Händen oder pack dir was in die Hosentasche. Fass das an oder lass es durch deine Finger gleiten oder so. Ja, genau. Also vielleicht alles, was regulierend ist. Für jeden anderen. Mich reguliert es sehr, wenn ich eine Freundin anrufe und sage: Ich kann nicht mehr, fünf Minuten jammern. Mein ganzer Wochenplan geht nicht auf und mein Kind ist… Und dann, ja, jammer mal. Dann machen wir einen Timer und dann jammer ich fünf Minuten und das hilft mir total. Dann fühle ich mich ernst genommen mit meinem Kummer und dann kann ich auch weitermachen. Für andere ist es genau sich umarmen, berühren oder zu einem Lied tanzen, finde ich auch total regulierend. Oh ja, tanzen, Bewegung, gute Idee. Ja, Natur, Klappe, Badewanne.
Kann man das eigentlich sagen, dass Achtsamkeit, also dass Mutterschaft einem zur Achtsamkeit zwingt? Im besten Falle ja. Irgendwie schon, oder? Es gibt die Möglichkeit, da drin. Ja, also das ist wie so… Meine Lehrerin hat immer gesagt: Mutterschaft ist der Highway zur Erleuchtung. Ja, wow, das höre ich da so. Aber eben diese ganz andere Vorstellung von Erleuchtung, die zumindest ich immer dachte aus dem Yoga oder so: Erleuchtung ist, mir geht es immer gut und ich bin total im Bliss und ich habe keinen Kummer. Das stimmt nicht. Für mich ist Erleuchtung: Ich bleibe da, auch wenn gerade die ganze Scheiße den Bach runter geht, sage ich mal. Hast du super jetzt ausformuliert. Ich fühle dich total. Ich glaube, unsere Hörer und meine Hörerinnen fühlen uns gerade auch. Jetzt am Anfang habe ich dich ja gefragt, was für dich Spiritualität bedeutet. Und da hast du ja gesagt, vor allem in Verbindung mit mir selber sein, aber auch in Verbindung mit der Umwelt sein. Und ich habe ja dann gesagt, okay, früher Spiritualität war jetzt nicht so mein Begriff. Und wenn ich heute… Ich bin ja super viel auf Social Media unterwegs und ich muss schon sagen, wenn man das so ausdrücken kann, kursiert ja schon viel Halbwissen irgendwie, was das angeht. Ich habe mir hier mal was aufgeschrieben. Zum Beispiel ganz oft höre ich oder sehe ich Sachen wie: Gleichgewicht von weiblicher und männlicher Energie oder spirituelle Erweckung oder wie wir die perfekte Zukunft oder die beste Version von uns selbst nur manifestieren müssen, dann funktioniert es nämlich auch. Ich finde, ganz ehrlich, ich ziehe das jetzt gerade bis ins Lächerliche, verzeih aber ich finde, das erzeugt halt Druck. Also da muss ich immer sagen: Okay, die eine, die manifestiert das und das und das, der andere redet von weiblicher und männlicher Energie. Das muss man noch beachten, das gilt es noch zu beachten, das musst du aber auch noch berücksichtigen. Ich finde, ich persönlich bin total überschwemmt. Ich denke mir immer so: Hey, was muss ich eigentlich noch alles beachten? Manchmal speichere ich mir auch Beiträge ab, aber ganz ehrlich, die gucke ich mir dann auch nicht nochmal an. Kann das uns Frauen, gerade in der Mutterschaft, uns auch irgendwie schaden, uns irgendwie komplett durcheinander bringen oder irgendwie, weiß ich nicht, unruhiger machen? Auf alle Fälle, wenn es um Selbstoptimierung geht. Was du vorgelesen hast, also Selbstoptimierung. Ja, ja, das ist ein wahnsinniger Stress. Mir geht es überhaupt nicht um Selbstoptimierung, auch wenn ich das selber natürlich lange probiert habe. Was mich am meisten interessiert, ist dieses: Ich bin okay und du bist okay. Das ist eigentlich, also wenn ich es zusammenfassen müsste auf zwei Sätze, dann ist das das.
Wie grenzt du dich denn ab? Also du bist sicherlich auch ab und an auf Social Media unterwegs. Wie grenzt du dich ab? Also wenn du da jetzt so lauter Sachen siehst, hier das und das könnte man machen, Selbstoptimierung, pipapo. Was machst du? Sagst du für dich: Ja, habe ich jetzt zwar einmal gesehen, aber berührt mich nicht? Oder hast du da irgendwie ganz klare Dinge, du sagst: So, das lasse ich nicht an mich ran? Also wenn ich da mal bin, da gibt es auch interessante Sachen. Ich merke aber sehr schnell, es fördert mein Minderwertigkeitsgefühl und ich denke immer schnell: Oh Gott, ich müsste das noch lernen. und den Kurs muss ich noch begreifen. Also, ich kriege schon nach kurzer Zeit das Gefühl, ich bin nicht gut genug, so wie ich bin. Und dann muss ich das ausmachen, damit ich wieder mich spüre. Und ich spüre, es stimmt gar nicht, so wie ich bin und was ich mache und was ich kann. Das ist total ausreichend, das reicht aus.
Danke, dass du das auch so einfach offen aussprichst, dass es dir damit nicht gut geht, dass es was mit deinem Selbstwertgefühl auch macht. Und schau, ich habe, ich weiß noch von mir damals, als ich gestillt habe, habe ich das auch gerne gemacht. Ich habe daneben ja teilweise schon am Handy gescrollt und so wahllos, vermeintlich wahllos, Sachen durchgeguckt. Aber der Algorithmus spült mir immer wieder das an, was ich schon mal angeguckt habe. Also, wo bin ich gelandet? Bei den Müttern, die 100 verschiedene Babybreis schon gekocht haben, bei den Müttern, die nach 6 Wochen Postpartum schon wieder einen Knackpo hatten. Also, weißt du, was ich meine? Und ohne das selber bewusst zu erleben oder sich das klar zu machen, landet man da drin in so einer Spirale und du denkst halt, okay, oh, das müsste ich jetzt eigentlich auch mal angehen. Oder, oh Gott, dann guckt man sich selber an und denkt sich, oh Gott, also in welchem Punkt bin ich denn und wo sind denn schon andere? Ja, aber ja, da gebe ich dir recht, mir geht das halt auch von Zeit zu Zeit immer noch so. Und weglegen, ausmachen, ist vermutlich einfach das kürzeste, knappeste, wirkungsvollste, was man da machen kann. Und Menschen analog treffen. Im echten Leben, im echten Leben bin ich so ein großer Fan von Kreisen, ob das Männer und Frauenkreise sind oder nur Frauenkreise. Aber dieses echte und eine sehr wirksame Medizin gegen die Scham. Ich finde, Social Media fördert dieses Schamgefühl, dieses „Ich bin nicht gut genug“. Und im echten Leben, wenn wir uns unsere Geschichten erzählen und uns wertfrei zuhören und keine Ratschläge kriegen und keine Lösungen, sondern einfach: „Ah ja, ich höre dich, ich bezeuge dich, so ist es“, dann kann sich was verändern. Das ist so ein Paradox. Also, Selbstoptimierung verändert oft nichts, nicht viel. Aber so annehmen, so ist es und so ist es gerade bei mir, und dann auf einmal können wir eine andere Gewohnheit ausprobieren oder es verändert sich was. Es ist ein bisschen mystisch, finde ich, immer wieder. Und es ist real. Also, man trifft Personen im realen Leben, so wie sie sind. Gut, natürlich kann jeder auch andere Seiten von sich zeigen oder nur die Seiten zeigen, die er zeigen möchte. Aber trotzdem trifft man ja auf eine reale Person und du siehst, okay, so sieht diese Person aus, so eine, wie soll ich sagen, Körperform hat diese Person, solche Haare hat diese Person. So sieht sie aus. Also, sie sieht vielleicht ein bisschen müde aus, die andere Mutter. Oh, sieht ja auch ein bisschen müde aus, so wie ich. Vielleicht fördert das auch so ein bisschen das Zusammengehörigkeitsgefühl, gerade so unter uns Müttern, weil wir ja schon irgendwie, ja, schon irgendwie alle in einem Boot sitzen. Oder? Also, wir kriegen Kinder und viele von uns begegnen ähnlichen Herausforderungen oder Selbstzweifeln. Total. Also, unser Kind ist ja hundertprozentig auf Korregulation angewiesen. Also, es braucht die erwachsene Person, um sich zu regulieren. Und wir Erwachsenen, wir brauchen andere Erwachsene, um uns zu regulieren. Und das passiert eben nicht am Handy. In Social Media können wir uns nicht korregulieren. Aber analog, wenn wir zusammenkommen, wenn wir reden, wenn wir uns vielleicht sogar auch berühren oder im Kreis sitzen, dann passiert Korregulation. Und das ist was ganz, was ich bei allen Frauen beobachte. Wenn die aus einem Frauenkreis gehen, sind die reguliert, die spüren sich wieder, die wissen, das bin ich, das brauche ich zu geben. Toll finde ich, Wahnsinn. Ja, das nehmen die nach Hause zu ihren Kindern und können ihre Kinder dann korregulieren. Es ist also wichtig, wirklich, dass man sich trifft, auch draußen trifft, also außerhalb der eigenen vier Wände oder von mir aus auch in den eigenen vier Wänden. Aber sich mit anderen Menschen, Frauen, Müttern, wirklich trifft. Und selbst wenn man gar nicht so viel sprechen möchte, bedarf es ja auch nicht diesen vielen Gesprächen. Wenn man gar nicht der Typ dafür ist, sondern man kann sich auch über Energieschwingungen korregulieren. Ja, genau. Oder mit seichten Berührungen oder sanften Berührungen zusammen sein. Genau, Verbindung zu mir selbst schaffen.
Zum Schluss würde ich gern noch länger mit dir sprechen. Aber zum Schluss möchte ich dich noch fragen: Verbindung zu mir selbst knüpfen, aufbauen, entwickeln. Kannst du uns noch für uns Mamas und Hörer irgendwie noch so ein paar hilfreiche Kniffe mit an die Hand geben oder ein kleines Ritual, was ich täglich machen kann, was gar nicht so viel Zeit in Anspruch nimmt, in dem ich mich mit mir verbinden kann oder einfach so ein bisschen zu mir zurückkomme. Hast du da ein, zwei Ideen? Oder was sagst du deinen Frauen in den Frauenkreisen? So, was kann man da so machen? Also, auf alle Fälle kleine Momente schaffen im Alltag, wo wir uns mal zurücklehnen und uns spüren können. Ich trinke total gerne Kakao. Bei mir ist es dann immer, ich mache mir meinen Kakao und das ist schon gut. Das braucht nicht stundenlang oder so, einfach ein paar Minuten. Oder rausgehen und einen Baum lehnen. Mich an einen Baum lehnen, es tut mir immer richtig gut, so einen Baum hinter mir zu spüren. Oder Tagebuch schreiben. Das würde ich eigentlich allen empfehlen, weil das ist diese Hinwendung zu mir selbst. Und zwar muss ich gar nicht wissen, was ich da schreibe, sondern eher so intuitiv, zehn Minuten intuitiv einfach nur schreiben, schreiben um einfach mal so mitzukriegen, was ist eigentlich gerade los mit mir. Das muss niemand lesen, das muss auch keinen Sinn ergeben, das kann totales Kauderwelsch sein. Aber diese Momente, wo ich mich mit mir wichtig nehme. Oder auf dem Balkon und zehn Minuten nur sitzen und das Handy eben weglassen und nur in die Luft oder den Himmel anstarren. Klingt sehr simpel, aber ist vielleicht auch gar nicht so einfach für manche Personen, sich hinzusetzen und mal zehn Minuten gar nichts zu machen. Also einfach zu sitzen und zu schauen, zu sehen und zu atmen. Was ich aber für mich mitnehme, ist das mit dem Tagebuch. Ich habe früher, als Kind oder als Jugendliche, habe ich auch viel Tagebuch geschrieben. Und dieses Hobby oder diese Leidenschaft hat sich bei mir immer weiter unsichtbar gemacht, ist irgendwann ganz weggefallen. Und das nehme ich heute für mich mit. Dankeschön.
Das sagt Claudia Neubert. Sie ist ganzheitliche psychologische Beraterin, Frauenkreisleiterin und begleitet Frauen auf ihrem Weg zu mehr Heilung, Verbindung und innerer Stärke. Herzlichen Dank dir, Claudia, für das sehr, sehr aufschlussreiche und super tiefe und schöne Gespräch. Ich danke dir. Dankeschön.
Und jetzt habe ich noch einen Podcast-Tipp für euch. Im Podcast Prego geht es um die Achterbahnfahrt Schwangerschaft. Host Dina Rothenberg ist Journalistin, Podcasterin und zweifach Mama, wie ich. Und sie gibt sich für und mit dir 40 Wochen Hormone. Der Clou ist nämlich, jede Folge widmet sich einer Schwangerschaftswoche und erklärt die konkreten hormonellen Vorgänge im Körper. Dina spricht im Podcast mit Günst, Hebammen, Kreatorinnen und Friends über Sorgen, Fails, Schwierigkeiten, aber auch über Schönes und Witziges in der Schwangerschaft. Der Podcast Prego beleuchtet das Thema Schwangerschaft ehrlich und ohne Tabus. Hämorrhoiden, Körperissues, Einpinkeln auf der Couch, alles drin. Also hört rein! Meine klare Empfehlung für Prego, diesen Schwangerschafts-Safe-Space und deine wöchentliche Begleitung. Und das war es mit dieser Folge von Mama konkret, dem Podcast über Mutterschaft von Julitane und dem Podcast Radio detektor.fm. Ein großes Dankeschön ans Team hinter den Kulissen. Für Audio und Video waren Tim Schmutzler und Benjamin Serdani verantwortlich. Gäste, Recherche und Redaktion Ina Lebedjew. Und ich bin Julitane, deine Host und danke dir von Herzen fürs Zuhören. In zwei Wochen gibt es eine neue Ausgabe unseres Mütter-Podcasts und ich freue mich sehr, wenn du dann wieder mit dabei bist. Wenn dir gefällt, was du hier hörst, erzähl gerne anderen davon. Teile die Folge oder den Podcast-Feed mit Müttern, Freundinnen, Kolleginnen, einfach mit allen, für die diese Themen wichtig sind. Danke dir und ganz viel Liebe für dich. Mama Konkret, der Podcast.