Play
Bild: zelvan | Shutterstock

Mission Energiewende | AMOC

Droht Europas Wärmepumpe der Kollaps?

Die Atlantische Umwälzströmung, “AMOC”, transportiert warmes Wasser aus dem Golfstrom in den nördlichen Atlantik. Damit ist sie der Grund dafür, dass wir in Europa ein verhältnismäßig mildes Klima haben. Seit einigen Jahren mehren sich aber Hinweise darauf, dass die AMOC aus dem Gleichgewicht gerät. Wie groß ist die Bedrohung wirklich?

Präsentiert von

Eine Kooperation mit LichtBlick. Eurem Energieanbieter mit einfachen Lösungen für Energie, Wärme und E-Mobilität. Mehr unter lichtblick.de. LichtBlick. Energie. Echt. Einfach.

AMOC funktioniert wie ein Förderband

Die Atlantische Umwälzströmung, AMOC, hat in den vergangenen Jahren meist unter dem Radar der öffentlichen Aufmerksamkeit gearbeitet und Europa mit Wärme aus den Tropen versorgt. Wie ein Förderband wird warmes Oberflächenwasser aus den Tropen Südamerikas in den Norden Europas transportiert, wo es verdunstet und seine Wärme an die Atmosphäre abgibt. Dabei steigt der Salzgehalt des Wassers — es wird „schwerer“ bzw. dichter. Aus diesem Grund sinkt es im Norden ab und fließt als Tiefenwasser wieder gen Süden. Torsten Kanzow forscht am Alfred-Wegener-Institut zu Meeresströmungen. 

Die Metapher der Wärmepumpe für Europa ist passend: Wir haben ein erheblich milderes Klima, als wir es ohne AMOC hätten.

Torsten Kanzow, AWI

Torsten Kanzow, AWI

Klimakrise beeinflusst die Strömung

Die Klimakrise wirkt sich in doppelter Weise auf die AMOC aus, sagt Kanzow: Wenn die Atmosphäre sich insgesamt erwärmt, kann sie weniger Wärme aus dem Ozean aufnehmen. Dadurch verdunstet weniger Wasser und der Salzgehalt wird niedriger. Das erschwert den Prozess des Absinkens. Hinzu komme, dass durch das Abschmelzen des grönländischen Eisschilds mehr Süßwasser zufließe. Auch das sorgt für einen niedrigeren Salzgehalt. Beides wirkt sich auf die Strömung aus.

Das bedeutet, dass man eine Art stabilen Deckel nahe der Meeressoberfläche manifestiert, der das Abkühlen und Absinken des Wassers schwieriger macht.

Torsten Kanzow

In den Fokus der Öffentlichkeit ist die Meeresströmung im Atlantik erst gerückt, seit Forschende öffentlich vor einer Abschwächung oder gar dem Kollaps der Strömung warnen. Denn: Die Folgen könnten massiv sein. Wie realistisch diese Abschwächung ist, darüber hat detektor.fm-Moderatorin Ina Lebedjew in dieser Folge von „Mission Energiewende“ mit ihrer Kollegin Marisa Becker gesprochen.

Volles Programm, (aber) null Banner-Werbung

Seit 2009 arbeiten wir bei detektor.fm an der digitalen Zukunft des Radios in Deutschland. Mit unserem Podcast-Radio wollen wir dir authentische Geschichten und hochwertige Inhalte bieten. Du möchtest unsere Themen ohne Banner entdecken? Dann melde dich einmalig an — eingeloggt bekommst du keine Banner-Werbung mehr angezeigt. Danke!

detektor.fm unterstützen

Weg mit der Banner-Werbung?

Als kostenlos zugängliches, unabhängiges Podcast-Radio brauchen wir eure Unterstützung! Die einfachste Form ist eine Anmeldung mit euer Mailadresse auf unserer Webseite. Eingeloggt blenden wir für euch die Bannerwerbung aus. Ihr helft uns schon mit der Anmeldung, das Podcast-Radio detektor.fm weiterzuentwickeln und noch besser zu werden.

Unterstützt uns, in dem ihr euch anmeldet!

Ja, ich will!

Ihr entscheidet!

Keine Lust auf Werbung und Tracking? Dann loggt euch einmalig mit eurer Mailadresse ein. Dann bekommt ihr unsere Inhalte ohne Bannerwerbung.

Einloggen