Hier ist der Antritt der Fahrrad Podcast auf detektor.fm mit der dritten September Ausgabe 2026. Mein Name ist Gerolf Meyer und nachdem ich in der letzten Ausgabe mit Jan Heine über die Messe Made in Portland, Oregon, gesprochen habe, eine Messe für handgebaute Fahrräder, bin ich nach Dresden zum Flughafen gefahren. Denn hier findet zum vierten Mal in Folge die Rahmenbaumesse Bespoke statt. Und wie jedes Jahr schaue und höre ich mich hier um. Auch hier geht es vor allem um handgebaute Einzelstücke und Komponenten sowie Bekleidung.
Und wie in den vergangenen Jahren habe ich mir überlegt, wie ich diese Messe für euch abbilden kann. Und für dieses Jahr habe ich mir etwas Neues einfallen lassen: Antritt, der Fahrrad Podcast von detektor.fm. Ich gebe die Kontrolle aus der Hand und in die Hände und Köpfe der Menschen, die hier ihre Produkte ausstellen. Von diesen Menschen lasse ich mir einfach erklären, welches Exponat sie hier beeindruckt hat. Und es gibt nur eine Bedingung: Es darf kein eigenes sein.
Ich gehe dann dorthin, wo sie mich hinschicken, und schaue mir das Exponat an. Ich stelle bestimmt die eine oder andere Nachfrage und lasse mich dann zum nächsten Stand schicken. Ob das alles funktioniert, weiß ich noch nicht. Vielleicht ist diese Ausgabe ja auch ein bisschen so wie ein handgebautes Fahrrad, für das es keine Vorlage gibt. Es wird spannend auf der Rahmenbaumesse und wir gehen rein.
Einstieg
Und jede Regel braucht ihre Ausnahme. Denn ihr habt euch vielleicht gefragt: Wo fängt Gerolf eigentlich an? Ich fange an bei jemandem, die in diesem Podcast schon bekannt ist. Und sie stellt gar kein Fahrrad aus, sondern – oder doch? Sie stellt ein Fahrrad aus, aber sie hat es nicht gebaut. Es ist Jule. Hallo Jule! Hallo, hier bin ich wieder. Jule, ganz kurz, bevor wir über Fahrräder sprechen: Ihr seid zurück vom Desire Path through Italy. Wir hatten im Mai darüber gesprochen. Wie war es?
Es war wirklich sehr inspirierend. Wir haben ein ganz anderes Italien kennenlernen dürfen. Wir waren vorher auf der ersten Ausgabe in Norditalien und jetzt in Süditalien. Es war total anders und hat mich, glaube ich, in meiner ganzen Praxis weitergebracht. Und jetzt stellst du hier auf der Fahrradmesse einfach mal Kunstwerke aus, die aber auf dieser Reise entstanden sind. Wie hat es so funktioniert mit dem Malen, Zeichnen, Kunstmachen auf der Radtour?
Das funktioniert super. Wir sind ja ein eingespieltes Team. Arkadi und ich machen das ja schon mehrere Jahre. Und dieses Mal habe ich, ja, das habe ich in deinem Podcast auch erzählt, ich wollte ein bisschen mehr loslassen, ein bisschen mehr rein in den Prozess, auch mehr mit Leuten sprechen. Und das hat alles super geklappt. Ich habe quasi metaphorisch den Helm aufgemacht. Wunderbar! Mit Leuten sprechen ist auch immer eine gute Idee.
Jetzt nehmen wir hier auf am Samstag Nachmittag. Diese Messe ist seit gestern offen. Konntest du dich denn schon ein bisschen umschauen? Ja, auf jeden Fall! Ich war gestern Judge für Best Head Badge und habe dementsprechend einmal alles im Schnelldurchlauf durchgeguckt. Ja, und ich bin schon ganz gespannt, weil ich will dir unbedingt erzählen, wo ich dich hinschicken will.
Fachbegriffe und Empfehlungen
Wir müssen ganz kurz Fachbegriffe übersetzen: Head Badge, das ist das Steuerkopfschild, das was vorne an den Rädern so dran ist. Genau, und Balance Cycles hat gewonnen. Balance Cycles hat gewonnen! Super! Wohin schickst du mich und warum? Ich schicke dich zu Atelier Wolken und der Rahmenbauer dort hat ein Full Suspension Adventure Community Rickshaw gebaut. Es ist quasi ein Fahrrad mit drei Rädern und obendrauf sind noch mehr Räder.
Und dann können zwei Leute hinten sitzen, aber man kann auch ganz viele Sachen raufladen. Und dieses Gefährt ist gestern Abend, als wir hier eine kleine Party veranstaltet haben, durch die Messe gefahren. Und alle Leute sind hinterhergerannt, weil sie es nicht glauben konnten – und ich auch nicht! Sie konnten nicht glauben, dass es fährt. Sie konnten nicht glauben, wie das aussieht, was das ist. Das ist wirklich wie so ein UFO, das auf einmal gelandet ist von Fahrrad.
Und diejenige, der dieses Rad so gut gefällt, ist das jetzt die Fahrrad-Jule oder die Künstlerin-Jule oder sind das am Ende sogar die beiden? Also sind beide in einer Person? Ja, es ist beides in einer Person, weil du wirst es gleich sehen. Es ist wirklich ein Kunstobjekt. Das ist kein Fahrrad mehr. Ich bin super gespannt. Das geht schon gut los, finde ich, allein mit dieser Empfehlung hier. Jule, ich sage dir vielen Dank. Tschüssi!
Interview mit Sami
So, jetzt passiert das, was natürlich in diesem Modus passieren kann: Sami ist gerade beschäftigt. Der wird gerade video-interviewt vor diesem Fahrzeug, dessen Dimensionen ich auch jetzt erst so richtig ergreifen kann. Es ist also wirklich, wirklich groß. Es stehen auch auf dem Dach dieser Fully-Dreirad-Rikscha noch ein Faltrad und ein Cargo-Bike. Es ist viel größer, als ich mir vorgestellt habe, und ich bin sehr gespannt, was mir Sami dazu erzählen kann.
Ich sage erst mal Hallo, Sami, und lass uns das mal beschreiben. Hi! Du stehst hier vor einem Turm an Fahrrädern oder vielleicht sogar Fahrrädern. Es handelt sich dabei um eine Rikscha, aber es ist nicht einfach nur irgendeine Rikscha. Es ist nämlich eine mit einem Dachgepäckträger, mit einem Lastenrad oben auf dem Dachgepäckträger und dann noch einem Faltrad auf dem Dachgepäckträger.
Und genau, mit einem voll funktionsfähigen Offroad-Fahrwerk. Also eine Kategorie an Fahrzeug, die nicht so geläufig ist, würde ich sagen. Genau, das habe ich mir von Jule gemerkt aus ihrer Aufzählung, was das alles ist. Also Full Suspension und Rikscha. Und ich mache jetzt einfach mal noch weiter, was mir noch auffällt von dem, was du noch nicht gesagt hast. Ich gehe davon aus, dass hier vorne noch ein E-Bike-Motor drin ist. Dann haben wir eine Nabenschaltung, dann haben wir eine ganz besondere Gabel.
Technische Details
Wie nennt man die Bauform? Ich habe schon dieses Messelhoch im Kopf, dass ich nicht auf den Begriff komme. Ich habe es die ganze Zeit Parallelogramm-Gabel genannt, aber es ist gar keine Gabel, weil sie ist ja einseitig. Also es ist eigentlich ein Parallelogramm-Federbein. Das ist wahrscheinlich so irgendwie das bestbeschreibendste, was es ist. Genau, es ist quasi keine Lefty, aber es ist eine Lefty-Nabe drin. Also diese Kennleergabel, die nur auf der linken Seite das Federbein hat.
Ich weiß ja, wo ich hier bin auf dieser Messe, und ich weiß, dass man sich eine Frage stellen kann oder man kann sie sich schenken. Ich stelle sie jetzt einfach mal: Warum? Also ich kann erklären, warum. Dieses federnde Gerät hat eine ganz, ganz eigenartige Geschichte. Und zwar habe ich die jetzt nicht komplett selber gebaut oder so. Dadurch, dass dieses Projekt, diese Rikscha, zu bauen so lange ging, habe ich immer wieder Teile geschenkt bekommen, die sich hier ganz gut integriert haben lassen.
Wie zum Beispiel der VW Käfer-Frontscheinwerfer, den ich da dran habe, den ich vergessen habe in der Aufzählung der Spezialteile. Und das, was man da sieht, ich habe quasi nur diese recht komplex gefrästen, schwarz anodisierten Teile von einem Kumpel bekommen. Und den ganzen Rest muss ich selber bauen. Also die Doppelbrückenstützen, die Träger für den Dämpfer, den Träger, den Dorn für diese Lefty-Nabe, die ganzen Buchsen, das muss ich alles selber passend machen.
Und diese schwarz anodisierten Teile, die ich bekommen habe, stammen aus einem ehemaligen Militär-Prototyp-Fahrrad und hätten verschrottet werden sollen. Und ich vermeide zu sagen, wo ich sie herbekommen habe. Aber naja, auf jeden Fall sind in meinen zivilen Händen Prototyp-Militär-Schrott, der nicht in zivilen Händen sein sollte.
Der kreative Prozess
Okay, ich stelle mir das gerade so vor: Du kriegst aus allen möglichen Richtungen irgendwelche Teile, die fliegen dir irgendwie zu. Also wie zum Beispiel so was, diesen Militär-Prototyp. Dann muss es ja irgendwann, zumindest in meiner Vorstellung, den Moment gegeben haben, wo du gedacht hast: Ey, warte mal, ich muss jetzt so einen, wie hast du es vorhin auch genannt, Turm, glaube ich, also so einen Rikscha. Ich muss einen Rikscha-Turm daraus bauen. Wo ist der Kipppunkt? Wann hast du dich dafür entschieden?
Das ist schwer zu sagen. Also dieses Rikscha-Projekt hat schon 2018 angefangen. Da habe ich mit einer ganzen Handvoll von Freunden von mir die Rikscha, die das mal war, auf Kleinanzeigen gefunden. Und die war schon nicht mehr fahrfähig, die wurde verkauft als Werbetafel. Und dann haben wir die gekauft und flott gemacht. Und dann war das einfach lange so ein Party-Mobil in Aachen. Da habe ich noch in Aachen gelebt.
Irgendwie war aber immer der Gedanke, da was kann man denn daraus machen? Kann man das ein bisschen umbauen? Das war halt super komplex, weil es alles keine konventionelle Fahrradtechnik gewesen. Die Räder waren gar nicht mal Fahrradfelgen oder so was. Das waren Kutschenfelgen, das waren so gusseiserne Felgen und Narben und so Motorraddurchmesser Speichen, aber in Längen, wie man sie bei Motorrädern auch nicht findet. Also es war wirklich super schwierig, da rumzuschrauben.
Und dann war immer der Gedanke: Eigentlich müsste man die mal komplett umbauen auf Fahrradteile und so was. Die Fantasien waren immer da. Und dann war ich vor drei Jahren in Kolumbien. Und wenn man nach Wandern geht in Kolumbien, ist es so, dass da durch die Wälder und durch den Dschungel, wo man unterwegs ist, einfach dauernd so richtige Geländewagen unterwegs sind.
Inspiration aus Kolumbien
Also nicht so, wie wir es in Deutschland kennen, so ein SUV, mit dem man irgendwie einkaufen geht, sondern halt so echte, richtige Geländewagen, wie sie in Deutschland nie im Leben in einen TÜV zugelassen werden. Weil das waren so alte Fahrzeuge und teilweise unlackiert, dran geschweißte Träger. Und dann wiederum aber so ein komplett modernes Fahrwerk, was einfach so ultra geil aussieht.
Also diese Mischung aus Pragmatismus, Funktionalität, so eine Maschine, die da ist, um wirklich eine dort wichtige Aufgabe zu erfüllen. Also teilweise transportieren die einfach Lebensmittel in Ortschaften im Dschungel, wo du sonst nur zu Fuß hinkommen würdest. Und das ist so eine gewisse Ästhetik, die einfach hängen geblieben ist und die ich halt versucht habe in dem Projekt wieder zu referenzieren.
Klingt nach etwas, wo man einfach so Bock dran hat, so das zu machen, weil es irgendwie auch so ein bisschen over the top ist, oder? Ja, genau. Ich meine, ich habe auch nicht unbedingt damit gerechnet, dass es so lange dauern wird und dass es mich also so viel Zeit, Geld und Nerven kosten wird in meinem Leben. Aber irgendwann hat man halt schon angefangen und kann auch nicht mehr aufhören.
Am Ende des Tages muss man auch einfach sagen, dieses Projekt ist halt viel mehr Kunstwerk als wirklich ein Fahrrad. Es ist ja nie wirklich aus einem echten Zweck gebaut worden. Aber der Zweck wird sich schon finden, denke ich. Das heißt, setzt du es irgendwie ein? Also benutzt du es? Ich vermute mal, nicht, dass du Lebensmittel in Dörfer fährst damit.
Ne, das tue ich nicht. Also realistisch gesehen ist es so, dass ich die häufigste Anwendung davon habe, Freunde vom Bahnhof in Köln abzuholen, weil es einfach lustig ist. Es ist einfach ein lustiges Fahrzeug. Und ich meine, dadurch, dass es existiert und jetzt, wo es so langsam anfängt, halt auch an so einen Punkt zu kommen, wo man dem Fahrrad so ein bisschen Vertrauen kann, da finden sich immer mehr und mehr Anwendungen für die Rikscha.
Also Leute, es ist ja nicht, dass ich auf Ideen kommen muss. Die Leute checken ja, dass das existiert. Du kannst diese Rikscha ja nicht verstecken. Und Leute kommen auf mich zu mit tollen Ideen. Also allein jetzt hier auf der Bespoke habe ich die Jule kennengelernt, die Kunst macht und direkt Ideen darüber hatte, wie man mit der Rikscha durch die Natur fahren kann und zu Dörfern fahren kann und da einfach als soziales Projekt gemeinsam mit dieser Rikscha Kunst transportieren und Kunst machen kann.
Messebesuch und neue Ideen
Also genau sowas. Erst war dieses Projekt und danach findet sich der Zweck. Vielleicht hast du ja so eine kleine Ideenkaskade in Gang gesetzt mit deinen Ideen und jetzt kommen andere drauf. Apropos andere Ideen: Hast du schon Zeit gehabt, ein bisschen auf der Messe dich umzuschauen? Schon ein bisschen, aber nicht annähernd so viel, wie ich es gerne hätte.
Gibt es irgendwas, bei dem du hängengeblieben bist, gestoppt hast, wo du gedacht hast: Wow, das ist aber cool, das habe ich nicht erwartet? Super viel! Eine Sache, die ich mir ein bisschen angeguckt habe und die ich mir auch gerne noch mehr angucken möchte, ist Forma unten. Forma ist ein amerikanischer Rahmenbauer, der mit CNC-gefrästen Muffen arbeitet und seine eigenen Karbonrohre selber wickelt und hat wirklich den gesamten Raum, wo er die Muffe hat und wunderschöne Rennräder und Gravelbikes daraus baut.
Das sage ich als jemand, der wirklich ausschließlich Stahl fährt und auch sehr verliebt ist in Stahl als Werkstoff. Wenn es ein Nicht-Stahl-Fahrrad gäbe, was ich wirklich unglaublich gerne hätte, dann wäre es ein Forma. Zum Abschluss, wenn du sagst, wunderschöne Räder und gerade auch welche, die aus Material oder Materialien gebaut sind, mit denen du sonst nicht arbeitest, was macht die für dich wunderschön? Was macht das aus?
Ich glaube generell, wenn man sieht, dass Fahrräder vielleicht eine Geschichte haben, dass sie gewisse Einschränkungen hatten, mit denen sie umgehen müssen. Es ist ja oft so, wenn du im konstruktiven Prozess eingeschränkt bist von den Arten, wie du etwas fertigst, wie du an etwas rangehen kannst, dann musst du kreativ werden, um Lösungen zu finden. Das ist etwas, was ich sehr gerne sehe.
Ich bin sehr gespannt. Ich gehe jetzt dorthin. Ich danke dir, Sami, und ich wünsche dir viel Spaß mit dem Rad und mit allen Ideen, die dann noch drumherum entstehen. Vielen Dank! Dir eine gute Zeit noch. Danke!
Das finde ich ja schon mal eine ganz coole Abwechslung von der Kunst zum Fully-Rickshaw und jetzt zu dem Rahmenbau aus den USA, der Karbonrohre in selbst hergestellten Muffen verklebt. Schätze ich mal, werde ich jetzt herausfinden, was es genau ist. Jetzt stehe ich hier bei Jonathan von Forma und Jonathan ist aus den USA und er spricht Englisch. Deswegen lege ich jetzt den Schalter um.
Interview mit Jonathan
I’ll switch to English. Hello, Jonathan. Nice to meet you. Nice to meet you too. Thanks for having me on. Jonathan, Sami sent me down here and he told me I should take a look at Forma. So what’s Forma about? I’m from Canada, so hence the English. I’m sorry, I just said you’re from the US, I guess. In German you said that. Sorry, no, I’m from just outside of Toronto.
Okay, so yeah, you’re from Canada. Oh man, my bad. No, it’s okay. Yeah, I’m a one-person show. I do everything on the bikes. They are a lug construction with machined aluminum lugs that I anodize in-house and then I produce all the carbon tubing on a filament winder that I built. It’s a somewhat idiosyncratic process in that I filament wind and then I transfer it into a mold and I cure the resin under really high pressure in a vacuum.
So jetzt gerade zeigt mir Jonathan so ein Karbonrohr und das ist ein bisschen gemein, wenn ich jetzt Deutsch rede. Ich wollte es nur erklären für unsere Zuhörer. I’ll try to describe what I see to our listeners. So you said it’s filament winding, right? So we have carbon tubes, they have a certain structure or a certain pattern to them, I guess that has something to do with the woven carbon.
Yeah, it’s a repeating pattern, so that’s a single strand. Okay, each one of these crosses, that’s the width of the pipe. Yeah, okay. I describe it like mowing your lawn. You put the lawnmower in one strip and then you come back next to it. Ah yeah, I see. And then it covers this whole panel and it’s just laid right beside one another.
Also, Jonathan hat mir gerade nochmal das Rohr gezeigt und auch so eine Spule, wo letztlich der Karbonfaden aufgefädelt ist. Und das ist ungefähr vielleicht fünf Millimeter breit. Und es scheint so zu sein, dass er das wirklich alles selber macht. So I just described the tubes and now we need to describe the lugs. You said it’s aluminum and you make them in-house as well?
Yeah, they’re machined from a solid billet of 7000 series aluminum, so aerospace grade. So this I’m holding now in my hand, a partially machined one. So this would start as a solid block of aluminum and then I cut away the material until I’m left with that form. Seems to me that you must have a pretty impressive machine. I’m a die maker by trade, so I own a machine shop.
Okay, a tool and die maker, you said? Yeah, tool and die. Was ist die? Die kann mich nicht erinnern, aber es ist wie Stampe. Also ja, ich mache Möbel für Injektionsmöbel und Fondant, viele verschiedene Prozesse. Also bevor ich das mache, habe ich medizinische Injektionsmöbel für Covid-Einstellungen. Also als die Regierung in Kanada aufhörte, war die Regierung unser Kunde und sie verkaufte die Covid-Einstellungen.
Also habe ich mich als Hobby für Fahrräder gewechselt, fünf Jahre später. Und ich mache das vollzeit. Ja, das ist alles, was ich verbringe. Ich betreibe immer noch den Maschinenmarkt und mache nominale Arbeit für existierende Kunden, aber das ist wo mein Herz ist. Wo ist es? Warum ist dein Herz da? Ich habe immer gefallen für Fahrräder. Ich fahre sie mein ganzes Leben lang und die Art, wie ich sie verarbeiten kann in Bezug auf technische Präzision und das letzte Ergebnis.
Es ist eine einfach aussehende Demonstration, aber das hat wahrscheinlich die meisten Leute überrascht. Also ich lasse dich auf diesem Carbon Tube stehen. Nimm deinen Fuß, um das auf den Boden zu drücken. Also ein Carbonrohr hat er jetzt hingelegt, dass das an rechts und links sind so kleine Blöcke dran, dass das Carbonrohr schwebt und ich soll jetzt drauf stehen.
Es geht darum, die Komplizität auf dem Fahrrad zu haben, wo du es willst, aber auch die Stiffheit beim Pedalen. Also das ist kein Gimmick für die Demonstration, das ist ein eigentliches Seatube. Man sieht, es ist immer noch ein sehr dünner Mast und eine gleichmäßige Maststärke. Ich habe kein extra Material, um es zu stärken. Wenn du so etwas baust, musst du wirklich in das Material, in den Prozess, in die chemischen und physischen Fähigkeiten des Materials.
Wo hast du das gelernt? Einigermaßen ist es selbst erlernt als Maschinist. Vor kurzer Zeit, vor der Pandemie, war ich mein PhD in mechanischer Ingenieurwissenschaft an einer lokalen Universität. Und das habe ich nicht beendet. Ich habe mich geändert, um die medizinische Injektionsmoldung für das Regierungsteil zu machen, weil es damals wirklich wichtig war. Wir wollten die Provinz, in der wir leben, mit Teststoffen unterstützen, wenn sie sie nicht anderswo im Weltraum bekommen konnten.
Es war wichtig. Dann am anderen Ende, ich weiß nicht, ob ich das selbe getan hätte, aber es hat mich hier geleitet und ich bin okay damit. Ich bin von oben heruntergekommen, weil Sami mich hier geschickt hat. Ich hatte vorher nicht die Zeit, um wirklich herumzuhauen. Und ich habe deine Fahrräder zum ersten Mal im echten Leben gesehen. Sie sehen wirklich aus wie Präzisionsgeräte.
Fazit
Es gibt einige Fahrräder und so etwas, das hier auf dem Show gezeigt wird, das vielleicht spielerischer oder artistischer ist. Und das sieht wirklich aus wie eine Maschine, um schnell zu fahren. Du hast gesagt, dass du von medizinischen Zubehören zu diesen Fahrrädern gewechselt hast. Wir waren vorher eine Aerospace Maschinen Shop. Die Hauptindustrie die wir betreuten, war die Ausstattung für Aerospace. Also Magnesium-Jet-Maschinen Komponenten und so.
Aerospace und medizinische Zubehöre klingen für mich als hochwertige und es gibt viel Geld dafür. Was ist mit der Fahrradindustrie? Weil du die Fahrradindustrie kennst, das Klischee. Meine Meinung ist, dass die schnellste Art, 1 Million Dollar zu verdienen, ist, mit 2 zu beginnen und Fahrräder zu machen. Das war genau das, was ich in meinem Kopf hatte. Ja, nach einem Jahr ausziehen. Mein Herz ist in der Maschine, vielleicht ist mein Wallet nicht.
Ich mache es, ich habe keine Nachfolger. Meine Frau unterstützt mich, was ich mache. Und ich habe die Infrastruktur vor Ort. Also die Werkstatt, in der ich bin, habe ich alles bezahlt. Ich habe ein bisschen Raum zum Atmen, aber ich werde sicher nicht reich, wenn ich das mache. Kommst du aus Kanada? Das ist eine lange Reise. Warum kommst du zum Dresden Airport? Viele meiner Kunden kommen aus Europa. Ich verkaufe also nur direkt zum Konsumenten.
Ich hatte ein bisschen Medienüberwachung. Meine Firma Forma ist nur ein Jahr alt. Vorher nutzte ich Framework Bicycles als Markennamen. Gibt es europäische Kunden, die nach Dresden fliegen, um dich zu treffen? Ich habe hier einige getroffen. Ja, sie sind Deutsche, also kamen sie nicht zu weit. Ich habe hier in der Schweiz, in der UK. Die Art, wie ich die Fahrzeuge auf Social Media präsentiere, ist sehr hinter der Szene, technisch.
Alles ist darauf verbreitet. Ich bin nicht geheim, wie ich es mache. Ich denke, das attraktiert einen bestimmten Typ Kunden, der Kraftwerkstatt, Präzision, Ingenieurwissen mag. Und das Venn-Diagramm kommt in dieser Teil der Welt. Was ist mit dem Prozess, die Züge zu bauen, die Lagen, die verschiedenen Materialien? Welche Teile des Prozesses sind dein Lieblingsprozess? Wenn es einen Lieblingsprozess gibt, ist es etwas, das du am meisten genießt?
Ich würde sagen, welcher Prozess die fließendste Woche läuft. Es war die Menge Forschung und Entwicklung, die ich gemacht habe, um diesen Prozess zu refinieren bis zum Punkt, wo es ist. Diese Züge kommen nur aus dem Mold, das Level von Gloss und Finish. Ungefärbt oder? Nein, nicht einmal gebufft. Kein Buffing. Das ist noch die Extra Epoxy aus dem Mold. Es ist ein hohes Gloss Surface Finish, das sehr präzise ist. Das ist nicht normal. Das braucht viel Arbeit.
Ich mache viele Schraubtüren, um bis zu diesem Punkt zu kommen. Ich habe auch das gesamte ISO-Test-Equipment in meiner Fabrik, das ich gebaut habe. Ich würde sagen, dass die Anteil der Fahrräder, die ich den Kunden verliehen habe, im Vergleich zu denen, die ich in der ISO-Test-Equipment-Fabrik nicht, weil sie schlechte Fahrräder sind, sondern weil ich versuchen sie zu iterieren, ist nahe bei einem zu einem. In meiner Fabrik ist die Wand nur mit Test-Framen gefüllt. Es war viel Arbeit.
Es ist definitiv eine Leidenschaft und nicht unbedingt eine Geschäftslogik. Diese Fahrräder sind extrem teuer. Wie teuer? Ich will meine Grenzen nicht vollständig beurteilen, aber ich würde sagen, dass das Rohmaterial das ich kaufe, um diese Frames zu machen, zwischen 2.000 und 3.000 CAD kostet, nur um die Menge an Epoxy, Fiber, Aluminium zu kaufen. Wir stammeln das Aluminium aus Aerospace-Müllen. Es ist alles zugeschrieben.
Ich kaufe nur das höchste Grad Hexel Fiber, das nicht wie manche Leute Toray benutzen. Nicht, dass Toray schlecht ist, aber ich versuche alles zu drängen bis hin zum absoluten Extrem, was man davon bekommen kann. Die Epoxy, die ich benutze, ist nicht normal. Das Tube zeigt eine Krossseite des Karbons und man sieht, dass es keine extra Resin und Feuchtigkeit gibt. Es ist ein solches schwarzes. Ich weiß nicht, ob es so schlau ist, Toray, aber es sieht präzise aus. Uniform, präzise, keine Sagst du Rindchen? Keine Rindchen, keine Feuchtigkeit, nichts. Keine extra Resin.
Viele Male auf einem Karbonradfahrer haben ein Sandwich aus Karbonresin aus dem Vorfahrrad. Aber ich konsolidiere. Der Rind, den ich hier habe, liegt bei ca. 30 Bar, was ungefähr zehnmal höher ist als das, was die meisten Fahrzeuge machen. Zum Beispiel dieses Fahrzeug, das auf dem Sandrad schaut. Wie viel kostet es, wenn jemand es kaufen will? Die Rahmen beginnen bei ca. 8.000 US-Dollar für das Rahmen-Set, was den Fork beinhaltet. Einige zusätzliche Dinge, die die Leute ausspezialisieren, sind die Stemme und dann die Farboptionen, die Geld dazu geben, wie das farbige Fahrzeug.
Die meisten Fahrzeuge, die ich verkaufe, sind die rauen schwarzen Türen und dann die schwarzen Lüften. Und das ist der Grundpreis. Wenn du mit einer Farbe anodieren willst, dann wird es ein wenig erhöht, weil wir in Europa meistens verkaufen. Kaufen die Leute nicht komplette Fahrzeuge von mir. Sie bauen sie hier. Ich verstehe wirklich, warum Sami mich hier eingeschickt hat. Danke! Das zu sehen und zu hören, finde ich wirklich beeindruckend.
. Er hat aber auch seine eigene Filament-Wendemaschine gebaut, um viele dieser Formen zu produzieren. Er hat also wirklich einen weichen Ort in meinem Herzen. Ich weiß nicht, ob das eine gute Anzeige ist oder ich nur Favoriten wähle, weil es so ist, wie ich weiß. Ich will deine Favoriten. Das ist wirklich gut. Vielen Dank, Jonathan. Danke für deine Zeit.
Wie bin ich eigentlich draufgekommen, dass er aus den USA ist? Weiß man eben gar nicht, ne? Wenn man Amerika sagt, dann denkt man das oft. Aber was ich wieder gemerkt habe, ist, was für ein präziser Mensch. Also, er scheint eine ganz große Freude daran zu haben, Sachen wirklich präzise zu machen, sich neuen Aufgaben zu stellen. Aluminium, Carbon auf die Art und Weise. Es ist wirklich toll, was er da macht, wenn man es in der Hand hat. Und es ist anders als bei anderen.
Und dann natürlich auch nur eine Kurbel, die dann noch speziell, eigentlich wie eine Narbe, konstruiert ist, in den Rahmen reingebaut ist. Das ist schon wirklich impressive. Und interessant, dass ich von so einer experimentellen Stahl-Rickshaw hier zum beeindruckenden Carbon-Rahmenbauer geschickt wurde. Und jetzt gehe ich schon zum nächsten.
Und da stehe ich schon bei Valentin von Vaporcycles. Und Valentin wohnt und arbeitet zwar in Berlin, aber er will lieber Englisch sprechen. Und das machen wir einfach. Also, es kommt noch eine kurze englische Episode.
Switching to English
Hello Valentin, Jonathan sent me here. Jonathan from Forma. And he said that he’s really impressed with the stuff you do. So, Vaporcycles? Vaporcycles is a kind of a project I started to experiment with 3D printing and manufacturing composites using 3D printing. So over the years it grew a lot. Now I make a bicycle. This bicycle this year is like an evolution of a bike I made two years ago. All about just pure performance and aerodynamics.
And we need to describe this a bit, since it’s a podcast. So what we’re looking at is a road bike, but the road bike without a seat tube. No seats, right? So the V, like the V from your logo. I don’t know if this is intentional. I can imagine that it is. Like the top tube and the down tube they are building a V, a little bit wie this. So it’s not an original idea. Back in the 90s, I think they had many beam bikes, beam frame bikes like Zip and… Y Foil. Exactly. But obviously, UCI banned a lot of this. But I kind of wanted to bring it back.
I think most people are not really racing in UCI events. And I wanted to have something fun and unique. But there’s like an engineering reason for it also. So the bottom from the head tube to the bottom bracket to the wheels, it’s a really stiff, strong tube, like high profile tubes. But the top is actually suspended. So you get the really good power transmission, good steering feel, but also comfort for the rider. And great aerodynamics as well.
3D Printing Process
And you mentioned 3D printing. But looking at the bike, I don’t see too much 3D printing here. So what’s the process behind this? All the tooling, so the molds and machines are 3D printed. It’s from standard plastic. The actual bike is completely carbon fiber. There is… Yes, there’s lug parts that connect tube parts. The tube parts are filament wound from a continuous strand of fiber.
And the lug parts, the connection parts, are molded in these 3D printed molds with a bladder. We just took a look at the former bikes with the filament wound tubes and the aluminum lugs. And you have filament wound tubes and carbon fiber lugs.
The Question of Why
There’s a question that sometimes is vielleicht nicht die beste, aber manchmal ist sie sehr, sehr gut. Just the question of why. Warum machst du das? Warum baust du dieses Fahrrad? Ich wollte etwas wie… Jede Show oder jedes Event, zu dem ich gehe, ist jedes Fahrrad irgendwie gleich. Und ich wollte… Ich wollte etwas anderes sehen. Und ich schätze, ich war müde, darauf zu warten, dass die Leute etwas anderes bauen.
Also wollte ich selbst etwas anderes machen, um diese Lücke zu füllen. Und ja, wie gesagt, ich wollte an einem Rennen teilnehmen. Und ich wollte mit meinem eigenen Fahrrad teilnehmen. Also dachte ich, was ist das leistungsstärkste Fahrrad, das ich entwerfen und herstellen kann? Und das war meine Idee für das beste Fahrrad für, weißt du, schnell fahren.
Also ist das etwas, das du hauptsächlich für dich produzierst oder baust du diese Fahrräder für andere Leute? Dieses spezielle Fahrrad will ich bisher für mich selbst machen, obwohl viele Leute von dem vorherigen Modell interessiert waren. Es gibt ein traditionelleres Fahrrad, das ich tatsächlich verkaufe, und ein paar Leute haben es gekauft.
Bau in Berlin
Du hast gesagt, du bist aus Berlin. Bauest du diese Fahrräder in Berlin? Ich mache, ja, in meiner Wohnung. Ich empfehle dieses Hobby nicht, wenn du einen sauberen Ort haben möchtest. Aber ja, ich mache es selbst in meiner Wohnung. Wenn du es nicht empfiehlst, aber es trotzdem machst, warum machst du es? Was genießt du an dem ganzen Prozess?
Ich denke, ich habe einfach angefangen, um zu sehen, ob es machbar ist. Und dann, als ich tatsächlich das Fahrrad fuhr, war das Gefühl, etwas zu fahren, das du gemacht hast, so süchtig, dass ich einfach nicht aufhören konnte.
Der Antrieb zur Verbesserung
Woher kommt dieser Antrieb, etwas zu verbessern und etwas zu machen, das du jeden Tag benutzen kannst? Hattest du die Zeit, um herumzugehen und die Show zu sehen und einige der Stände zu besuchen? Ja, ja, ich habe, ja. Hast du ein Produkt gesehen, ein Fahrrad oder etwas anderes, das dich wirklich beeindruckt hat oder das du einfach magst?
Ich liebe das gestohlene Tall Bike, das oben ist. Es ist so cool und so lustig. Ich liebe das. Das war mein Favorit. Wunderbar, vielen Dank sehr. Ich werde dorthin gehen.
Der nächste Carbon-Mann
Das ist super interessant, dass der nächste Carbon-Mann mich jetzt zurück zu einem Tall Bike schickt. Das klingt für mich wieder nach Stahl-Experimenten. Ich bin sehr neugierig, wo sie sind. Also und wie es der Zufall will, sprechen die Leute hinter Stolen auch Englisch, zumindest. Also wird der nächste Abschnitt auf Englisch sein.
Das ist einfach so, wenn du wie ein Flipper bist und dich über die Show schnappen lässt. Hi, mein Name ist Gerolf. Wer bist du? Hi, ich bin Finn, einer der Gründer von Stolen Garage. Ich bin einer der Rahmenbauer. Und du bist? Und ich bin Roman, der andere Rahmenbauer. Finn und Roman, was ist dein Name?
Wir reden auf Englisch, aber Roman klingt nicht so. Bist du ein englischer Muttersprachler oder woher kommst du? Französisch, basierend in Paris. Okay, sehr schön. Ich wurde hierher geschickt, um über dieses Tall Bike zu sprechen. Erzähl mir von diesem Tall Bike.
Das Tall Bike
Dieses Tall Bike, das ich habe, ist ein Kunde, der zu uns kam und er wollte ein Tall Bike, das ein Alltagsrad, ein Commuter-Bike, Fixed Gear ist. Das war der Plan zu Beginn. Also das war die erste Idee. Jemand, der ein Tall Bike bestellt, um zu pendeln. Ja. Wo lebt er? Seltsame Idee. Er lebt in Paris.
Er pendelt, er überquert die Stadt komplett von Nord nach Süd, fast. Zuerst hört man, dass es gebaut wurde, um zu pendeln, könnte man denken, okay, es ist ein bisschen verrückt. Aber dann, wenn man sich das Fahrrad ansieht, habe ich den Eindruck, dass, okay, du sitzt ein bisschen höher. Vielleicht hast du eine bessere Überblick. Bessere Sicht. Bessere Sicht, denke ich. Denn niemand erwartet das auf der Straße.
Vielleicht sind die Leute in den Autos vorsichtiger darüber. Und weil ich es auch ein bisschen gefahren bin, sieht man ein riesiges Lächeln auf den Gesichtern rund um die Stadt. Es ist schön. Es bringt viel Aufmerksamkeit und vielleicht macht es es auch ein bisschen sicherer.
Warum Stolen?
Ich weiß es nicht. Es könnte etwas an diesen speziellen Fahrrädern geben, das die Leute im Verkehr lächeln lässt und vorsichtiger macht. Warum kommt jemand zu Stolen, um ein Tall Bike bauen zu lassen? Seid ihr spezialisiert auf den Bau von Tall Bikes? Nein, das ist unser erstes Tall Bike, weil alle unsere Stolen Bikes maßgeschneidert sind und wir bekannt dafür sind, Dinge zu machen, die vielleicht ein bisschen anders, ein bisschen exzentrisch sind.
Also haben wir einige kleine Fahrräder gemacht. Wir haben große kleine Fahrräder gemacht. Und das war unser erstes Tall Bike. Wir haben auch Cargos gemacht. Wir sind sehr stark in der Community involviert. Und wir haben eine Community-Fahrt gemacht und er kam zu uns mit der Idee, dieses Fixed Gear Tall Bike zu machen, nachdem er unsere Werkstatt gesehen hat.
Hauptjob und Café
Also haben wir einen großen Raum, wo wir ein Café haben und du kannst tatsächlich in die Werkstatt sehen, während du deinen Kaffee trinkst und uns beim Herstellen der Fahrräder zusehen. Die Frage, die mir in den Sinn kommt, ist, ist das dein Hauptjob? Kannst du von der Herstellung von Fahrrädern in Paris mit einem Café leben?
Die Rahmenbau-Seite davon ist, wir haben drei Teile. Ein Teil ist das Café, ein Teil ist die Boutique-Werkstatt und der dritte Teil ist die Herstellung. Und es ist unser Vollzeitjob. Also machen wir das Vollzeit. Die Herstellung ist im Moment ein bisschen langsam, aber die anderen Teile unseres Geschäfts laufen sehr gut.
Besondere Herausforderungen
Was ist besonders am Bau eines Tall Bike-Rahmens? Gibt es etwas Besonderes daran? Ja, du musst die Jig anpassen und sie größer machen. Also das war ein bisschen knifflig. Aber dann, wenn es fertig ist, ist es fast wie ein normales Fahrrad. Nur die richtigen Rohre zu finden und viel Schweißen.
Seit wann habt ihr diese Kombination aus Café und Werkstatt? Und seit wann gibt es Stolen? Also, wir machen die Rahmenbau-Seite schon eine Weile. Wir haben angefangen, Fahrrad-Polo-Rahmen für Freunde zu machen und es ist einfach gewachsen. Und dann haben wir vor drei Jahren ein Café-Bike-Shop eröffnet. Es war die Idee von Anfang an. Es hat nur eine Weile gedauert, bis wir in diesen Raum gekommen sind.
Die treibende Kraft
Warum wolltest du ein Unternehmen gründen, das Fahrradrahmen baut? Was ist deine treibende Kraft dahinter? Zunächst einmal ist es die Leidenschaft, einfach mit deinen Händen zu arbeiten und etwas zu schaffen, das lokal ist. Also sehr viel, wie ich schon sagte, basiert auf einer Community und Dinge lokal zu machen und in Frankreich zu machen. Das war ein großer Teil davon.
Und was bringt dich nach Dresden zu Bispolt? Wie wichtig ist das für dich? Die Community, die Energie, die Vibes, die wir bekommen. Und wir arbeiten das ganze Jahr hart. Und hierher zu kommen ist einfach wie aufladen, wie mehr Energie bekommen.
Inspiration und Impressionen
Wenn wir über Inspiration sprechen, gibt es irgendetwas, ein Fahrrad oder ein Bauteil oder Kleidung oder was auch immer, das du gesehen hast, das einen Eindruck auf dich gemacht hat? Oder das eine Inspiration für dich sein könnte? Hast du etwas im Kopf? Es ist ein bisschen schwierig jetzt, weil ihr zwei seid. Ich brauche nur einen.
Ich denke, wir stimmen beide über die Arbeit von Norca überein. Spanisch aus dem Baskenland. Wunderbar. Das ist, wo ich jetzt hingehe. Vielen Dank. Willkommen. Super interessant. Dinge passieren in diesem Modus, die ich nicht erwartet habe.
Dies wird zumindest bis jetzt eine vorwiegend englische Episode dieses Fahrrad-Podcasts sein. Aber so ist es einfach. Wenn du es dir leisten kannst. Und ich denke, die Varianz ist ziemlich gut. Und ich bin neugierig, was mich jetzt erwartet.
Norca-Stand
Es geht um Leute aus dem Baskenland. Und jetzt bin ich hier am Norca-Stand und ich sehe ein klassisches Mountainbike und zwei sehr schöne, klassisch inspirierte Randonneurs. Wir kennen das Thema: Schutzblech, vorderes Gepäck, klassisch gedämpfter Stahlrahmen. Und ich stehe hier mit Norbert, weil Norbert derjenige ist, der im Baskenland in Spanien unter der Marke Norca Rahmen baut.
Ich werde jetzt auf Englisch wechseln, damit du mich verstehen kannst. Norbert, danke, dass du dir die Zeit genommen hast, mit mir zu sprechen. Wie geht es dir? Ich bin müde. Offensichtlich. Ich musste von Spanien nach Deutschland reisen und es war wie von einer Seite Europas zur anderen. Ende Europas. Also war es eine sehr, sehr lange Reise. Und ich bin immer noch müde, aber cool. Cool, ich fühle mich gut, weil es hier viele gute Leute gibt. Alle Radfahrer, und ich bin wirklich glücklich mit ihnen.
Warum Bespoke?
Warum kommst du zu Bespoke? Weil ich eine Show ausprobieren wollte. Das ist meine erste Show. Ich war noch nie auf einer Show. Ich war beim Concours de Machines im Jahr 2023, aber es ist ein bisschen anders. Letztes Jahr hatte ich ein Fahrrad am Theatre Simano-Stand. Ich fuhr ein Fahrrad, aber ich war nicht physisch dort.
Also ist dies das erste Mal, dass ich mit drei Fahrrädern von dem Besten, was ich tun kann, gekommen bin, um es den Leuten zu zeigen, die diese Art von Arbeit schätzen. Wie würdest du beschreiben, was du mit Norca machst? Was für Fahrräder baust du? Ich würde gerne der Tradition folgen, aber sie an moderne Standards anpassen.
Tradition und Moderne
Also habe ich angefangen, gelötete Rahmen mit dieser klassischen Bauweise zu machen, weil ich es mag. Es ist schön. Es fügt etwas handwerkliche Arbeit zum Fahrrad hinzu. Etwas, das du dir ansehen kannst und dich gut fühlst. Also wird demonstriert, dass es dich besser fühlen lässt, wenn du etwas ansiehst, das schön ist.
Also ist es wie Therapie, könnte man sagen. Also würde ich gerne dieser Bauweise folgen, aber sie an moderne Standards anpassen. Also Dynamo-Naben, Scheibenbremsen, Durchmesserachsen, Boost-Achsen. All diese modernen Standards, die gut funktionieren und die Qualität des Fahrrads erhöhen und es zukunftssicher machen können.
Therapie durch Bau
Du hast gesagt, es ist wie Therapie. Wie kommt es, dass der Bau von Fahrrädern eine Art Therapie sein kann? Was ist an diesem Prozess besonders für dich? Okay, es ist Therapie für mich. Ja, es kann sein. Aber ich meine Therapie für den Kunden. Ich meine, wenn er fährt oder sie fährt das Fahrrad, das ein bisschen schöner ist als ein massenproduziertes Standard.
Zum Beispiel ein Carbon-Fahrrad, das du keine Formen sehen kannst, du kannst keine Blumen sehen, du kannst keine Herzen sehen, du kannst keine natürlichen Kurven sehen oder nichts, das für das Auge schön aussieht. Für mich ist es anders. Also versuche ich, so viele Details wie möglich zu meinen Fahrrädern hinzuzufügen, um meine Kunden langfristig glücklich zu machen.
Der Weg zum Rahmenbauer
Und warum hast du dich entschieden, ein Fahrradrahmenbauer zu werden? Ich habe mich verliebt, als ich jung war. Ich habe ein Fixie-Bike gemacht. Ich habe einen Bahnrahmen von einem Velodrom gekauft und ich habe die Farbe abgezogen und ich habe die Lötarbeiten gesehen und ich habe mich einfach verliebt. Ich habe beschlossen, dieses Handwerk zu lernen. Aber es ist lange her.
Also war ich wie 10 oder 12 Jahre damit beschäftigt, darüber nachzudenken. Nachdem ich jemanden gefunden habe, der mir beibringen konnte, wie man diese Art von Konstruktion macht, habe ich viel aus dem Internet gelernt. Aber im Grunde genommen ist es, weil es in diesem Moment etwas ist, das du innen fühlst. Du kannst es nicht mit Worten beschreiben.
Der Wechsel zur Fahrradindustrie
Wenn es 10 bis 12 Jahre gedauert hat, um die Fackel aufzunehmen und es zu versuchen, was hast du in dieser Zeit gemacht? Und wie hast du den Wechsel gemacht? Was war besser am Bau von Rahmen als alles, was du vorher gemacht hast? Zu dieser Zeit habe ich in der High School in Budapest gelernt. Ich bin Ingenieur. Ich war dabei, meine Karriere als Brandschutzingenieur in Ungarn zu beginnen.
Und ich habe damals herausgefunden, dass es eine sehr korrupte Welt war und ich nicht Teil davon sein wollte. Ich mochte Radfahren. Ich bin gefahren. Ich habe zum Beispiel Downhill-Bikes gefahren. Ich habe zu dieser Zeit als Fahrradkurier mit meinem Fixie-Bike gearbeitet. Ich wollte in der Fahrradindustrie arbeiten.
Der Weg nach Spanien
Ich sprach Spanisch, weil ich in einer zweisprachigen spanischen Schule in Budapest gelernt habe. Ich beschloss, zu versuchen, in den Norden Spaniens, ins Baskenland zu reisen, wo ich wusste, dass es ein Radfahrleben gab. Ich begann, als Fahrradmechaniker dort zu arbeiten. Ich machte eine Karriere, weil ich in einem großen Unternehmen arbeitete und sie mich zum Chefmechaniker machten.
Danach war ich Einkaufsleiter für den Fahrradbereich des großen Unternehmens. Ich hatte das Gefühl, dass ich etwas Kreativeres machen wollte. Es waren 20 Jahre, die ich für dieses Unternehmen arbeitete, und ich hatte das als Hobby während dieser Jahre. Also kam ich an einen Punkt, an dem ich eine Entscheidung treffen musste, und ich beschloss, es vollzeit mit dem Bau von Fahrradrahmen zu machen.
Zufriedenheit im Handwerk
Es funktioniert ziemlich gut, um ehrlich zu sein. Ich kann viele lokale Kunden finden, weil es viel Kultur im Norden Spaniens in Bezug auf professionelles Radfahren gibt. Wir haben zum Beispiel viele Romantiker, die wissen, wie ein gut gemachter gelöteter Rahmen aussieht, weil sie mit dieser Art von Fahrrädern geraced sind. Du weißt, dass es nichts Neues ist, und ich habe herausgefunden, dass es einfacher ist, Kunden dort zu finden.
Also scheint es, dass du ziemlich glücklich mit dem bist, was du tust. Ja, ja. Ich liebe es. Ja, ich liebe es, mit Metall zu arbeiten, um ehrlich zu sein. Meine Frau sagt, ich rieche nach Stahl, weil ich den ganzen Tag in der Werkstatt bin und es dort viel Stahlstaub gibt. Aber ja, ich mag es, und ich mag besonders den Teil, wenn ich mit Personen, mit Kunden arbeite.
Die individuelle Note
Sie kommen herein und jedes Fahrrad hat eine andere Geschichte. Also hast du die maximalen Produktionsfahrräder, die für jeden passen können, aber nicht perfekt. Wenn du dein Fahrrad haben möchtest, brauchst du jemanden, der es für dich machen kann, oder du musst sehr gut in Mechanik sein, um eine solche Kombination aus Komponenten und Rahmen zu machen, und dafür kann es nicht nur deinen physischen Bedürfnissen entsprechen, sondern auch deinen spirituellen Bedürfnissen.
Also habe ich den Eindruck, dass du auch über den Bau von Fahrrädern in einer romantischen Weise sprichst. Und hier auf der Show, gibt es etwas, das dich inspiriert hat, das du in einem anderen Stand gesehen hast, wo du dachtest, oh Mann, das ist wirklich cool. Ich habe das nicht erwartet. Gibt es etwas, das dich beeindruckt hat?
Kreativität in der Gemeinschaft
Wenn kreative Arbeit nicht etwas ist, das einfach aus der Luft kommt, ist es eine Teamarbeit, die wir als Community machen. Ich denke, alle Rahmenbauer fügen ihre Ideen hinzu und manchmal kopieren wir oder ändern wir kleine Details. Aber wenn du es auf lange Sicht siehst, ist es eine Evolution, die wir als Gruppe von Menschen machen, die Fahrräder herstellen.
Also ja, ich muss hier sein und verschiedene Ideen sehen, nicht nur von Fahrrädern oder Komponenten, sondern auch von anderen Dingen. Hast du eine Empfehlung für mich? Ich brauche einen Stand, einen Hersteller, wo ich jetzt hingehen kann. Ich mag die Arbeit des Avalanche-Paares sehr. Ich weiß nicht, ob du dort warst.
Ich war noch nicht dort, und das ist, wo ich jetzt hingehe. Okay, vielen Dank, Norbert. Danke dir auch. Und wir setzen die englischen Gespräche fort, weil ich zu Avalanche gehe und ich von den beiden weiß, dass sie aus Frankreich kommen. Ich denke, sogar direkt aus Paris. Und das wird auch ein Gespräch auf Englisch sein.
Gespräch mit Avalanche
Ich bin jetzt mit Marie und Laurent zusammen. Sie sind aus Frankreich. Ich wechsle zurück zu Englisch. Ich sage Hallo, Marie. Hallo, Laurent. Schön, euch kennenzulernen. Schön, euch kennenzulernen. Ich wurde hierher geschickt von Norbert von Norca und er hat mir gesagt, dass ich eure Fahrräder wirklich sehen sollte.
Das ist ein Podcast. Also müssen wir zuerst eure Fahrräder unseren Zuhörern beschreiben. Und vielleicht gibt es etwas, das ihr tun könnt. Ihr kennt eure Fahrräder sehr gut. Wie würdet ihr beschreiben, was ihr macht? Wir machen Stahl-, Edelstahl- und Titanräder. Hauptsächlich für Straße, Gravel und Touring-Bikepacking-Abenteuer.
Die Fahrradproduktion
Und wir machen nur B-Sport-Bikes. Also machen wir etwa 20 Fahrräder pro Jahr. Also nicht viel, aber wir versuchen, alles im Haus zu machen. Vom Bike-Fitting über den Rahmen, die Gabel, den Vorbau, die Stahlstütze, die Zubehörteile, die Lackierungen. Also alles. Deshalb machen wir nicht viel, weil wir nur zu zweit sind.
Also sehe ich hier zwei Hauptmaterialien. Ja, ich schätze, das ist ein Stahlrad. Es ist ziemlich knifflig, weil es eine Mischung aus Stahl und Edelstahl ist. Das vordere Dreieck ist aus Stahl und die Gabel auch. Aber das hintere Dreieck ist aus Edelstahl. Also ist es eine Mischung.
3D-gedruckte Teile
Und dort sehe ich ein Titanrad mit Titan-Gabeln, Titan-Vorbau, -Sitzstütze, all das. Sogar Aero-Bars. Und da ist auch ein Titanrad. Und ich sehe etwas, das wie 3D-gedruckte Lugs aussieht. Ist das richtig? Ja. Wir verwenden einige 3D-gedruckte Teile, hauptsächlich für Titan.
Also haben wir die Sitzstützen-Lugs und die Ausfallenden. Ansonsten ist es einfach Rohre, die geschweißt sind, jig-geschweißt. Und es ermöglicht uns, ein anderes Design, einen anderen Ansatz zu haben. Und zum Beispiel haben wir an der nicht-antriebsseitigen Ausfallenden das Rücklicht in das kleine Gehäuse integriert.
Eleganz im Design
Also schützt es das Licht. Wir haben einen sauberen, eleganten Look für das Fahrrad. Und wir lieben es, solche kleinen Details, kleine Designs zu machen, weil wir früher Produktdesigner waren. Also ist das, was wir tun. Ihr habt gesagt, ihr wart früher Produktdesigner. Warum habt ihr gewechselt, um Fahrräder zu machen?
Wir sind ein bisschen wieder Produktdesigner. Nur für Fahrräder. Und wir haben nicht wirklich die gleiche Karriere, aber ein bisschen. Laurent arbeitet viel im Möbeldesign und danach für Luxusmarken. Ich habe hauptsächlich für Luxusmarken gearbeitet. Und für den kreativen Teil, um ehrlich zu sein, war es wirklich schön.
Frustration in der Industrie
Ich war nie frustriert über meine Arbeit, weil es viel Vielfalt gab. Ich konnte einige Duftflaschen entwerfen, aber ich konnte auch Szenografie oder sehr große Läden entwerfen. Aber unser Hauptproblem war die Industrie und die Kunden. Es waren so große Luxusmarken. Und der Job hat sich für mich sehr verändert in diesen 10 oder 12 Jahren.
Am Anfang gab es nicht viele Projekte pro Jahr, aber du hattest wirklich Zeit, den richtigen Hersteller für jedes Projekt zu finden. Weil es eine Luxusmarke war, hattest du viel Geld dafür. Und am Ende war das Budget nicht dasselbe, aber du musstest immer mehr Projekte pro Jahr erstellen.
Werte und Zufriedenheit
Und das Projekt war oft billiger und du hast einfach wieder das Luxuslabel darauf gesetzt. Also fühlte ich mich wie ein Betrüger für den Kunden, der dieses Produkt kaufen wollte. Und ich fühlte mich nicht mit diesen Werten im Einklang. Also wollte ich wechseln. Und jetzt bauen wir nicht viele Fahrräder pro Jahr, aber wir versuchen, viel Zeit für jedes Fahrrad zu investieren, weil die Idee ist, dass der Kunde dieses Fahrrad sehr lange behält, weil es Zeit braucht, darüber nachzudenken.
Und es braucht Zeit, um über alle Details nachzudenken. Und für mich hatte ich nicht die Luxus, so zu arbeiten, als ich am Ende Produktdesigner war. Also klingt es für mich so, als wäre der Bau von Fahrrädern für euch eine Art Befriedigung. Da ist mehr Zufriedenheit drin als das, was ihr vorher gemacht habt. Genau.
Komplexität und Werte
Und ich kann nicht wütend sein, wenn das Design nicht gut hergestellt wird, weil wir das Objekt jetzt selbst machen. Also ja, es ist komplizierter für den wirtschaftlichen Teil, um ehrlich zu sein. Aber für die Werte fühle ich mich im Einklang. Ich denke, ihr seid in Paris, richtig? Ja, wir sind in Paris ansässig.
Ihr habt erwähnt, dass ihr etwa 20 Fahrräder pro Jahr baut. Und ich habe mich gefragt, ob 20 Fahrräder die Rechnungen für zwei Personen bezahlen, um in Paris zu leben. Es klingt nicht so, als würdet ihr damit viel Geld verdienen, aber es muss etwas anderes geben, das euch antreibt. Ja, die Leidenschaft.
Leidenschaft und Freiberuflichkeit
Die Leidenschaft, denn vielleicht in den ersten zwei oder drei Jahren haben wir immer noch einen kleinen Teil unserer Zeit für Produktdesign als Freiberufler aufgewendet, um die Rechnungen zu bezahlen. Aber in den letzten drei Jahren sind wir jetzt vollzeit mit dem Fahrradprojekt beschäftigt. Und wir kämpfen nicht, weil wir es ganz gut machen, aber es ist ziemlich schwierig.
Aber wir haben es geschafft, die Rechnungen zu bezahlen und ganz gut in Paris zu leben. Also ist es okay. Jetzt hat sich unser Job als Produktdesigner sehr verändert. Wir wussten nicht, als wir es gestartet haben, aber jetzt arbeiten viele Produktdesigner mit KI.
Der Einfluss von KI
Und ich mache diesen Job wirklich nicht mit KI. Ich möchte nicht den ganzen Tag mit einem Prompt chatten. Und jetzt fragen viele Unternehmen die Produktdesigner, so zu arbeiten. Also habe ich keine Bedauern. Aber das ist ein Lebenswechsel. Gibt es einen Teil des Prozesses, den du am meisten magst? Wo du sagst, okay, jedes Mal, wenn das aufkommt, lächelst du ein bisschen?
Nein, weil es kompliziert ist. Was ich an unserer Organisation mag, ist, dass wir beschlossen haben, die Leute nicht auf einen Teil des Jobs zu setzen.
Zum Beispiel denken viele Leute, dass Laurent den Rahmenbau macht und ich die Lackierung. Aber nein, es ist nicht so. Aber im Kopf vieler Leute, weil ich die Frau bin, spiele ich mit den Farben. Aber nein, wir machen beide den Metallteil und den Lackteil. Und das ist, was wir mögen, denn es ist ein völlig anderer Job.
Aber wir lieben die Vielfalt. Wir lieben es, vielleicht eine freie Stunde am Computer zu haben, um das 3D-Design zu erstellen. Und danach springst du einfach in deine Werkstatt und du arbeitest am Metallteil, und am nächsten Tag arbeitest du am Lack, und du hast das Grafikdesign. So ist es, was wir lieben. Für mich, ich mag einfach den mechanischen Teil nicht. Ich mag es nicht, die Komponenten am finalen Fahrrad anzubringen. Es ist das einzige, was ich nicht gerne mache.
Aber für das Rennen lieben wir es wirklich, in verschiedene Aktivitäten zu springen, auch wenn es sehr unterschiedlich ist. Wir versuchen, uns nicht von dem Abenteuer zu langweilen. So ja, an einem Tag ist es eine Fahrrad-Anpassung, am anderen Tag sind es Angebote und E-Mails, und dann ist es Lack. Ja, es ändert sich viel. So ist es ziemlich lustig.
Für uns ist es der Unterschied zwischen einer Fabrik. In einer Fabrik bist du — ich weiß nicht, wie man es auf Englisch nennt — aber ein Arbeiter, weißt du? Du bist ein Arbeiter; du bist ein Teil der Kette, und du machst immer denselben Teil des Jobs. Und ein Handwerker hat diese Art von Vielfalt. So ist es für mich der Hauptunterschied. Natürlich ist der wirtschaftliche Aspekt schwieriger, und du sparst weniger Geld damit. Aber für das persönliche Leben und für das Glück ist es besser.
Kunden und Geschlechterverteilung
Wer sind deine Kunden? Ja, es sind hauptsächlich Männer, aber hauptsächlich aus Frankreich. Und wir haben einige Kunden aus Belgien, Deutschland, Italien. Und es ist interessant, dass du Männer erwähnt hast mit einer Art von — wenn wir uns diese Stände hier anschauen, und zum Beispiel die Leute, mit denen ich über den Tag spreche, sind hauptsächlich Männer. Ja, es ist dasselbe für unsere Kunden. Vielleicht sind 90% Männer. Und um ehrlich zu sein, wusste ich das vorher auch nicht. Ich habe nicht darüber nachgedacht, bevor ich die Firma mit Laurent gegründet habe. Ich habe mir diese Frage nie gestellt.
Die Leute haben mir gesagt: „Hast du Ideen, warum das so ist?“ Ich weiß es nicht genau, aber ich denke, die Fahrradindustrie war vor ein paar Jahren hauptsächlich auf Rennräder fokussiert. Und Rennräder waren wie die Tour de France; es war für Männer. Es war wie Motorsport und so, was eine Männerwelt ist. Aber wir haben in den letzten Jahren einige Veränderungen mit dem Gravel-Bike und der Bikepacking-Community gesehen, wo immer mehr Frauen sind.
Also denke ich, es ändert sich viel, aber es braucht Zeit. Und ich denke, Frauen geben weniger Geld für Sportmaterial aus als Männer in der Fahrradindustrie. Ich denke, sie haben mehr Angst, wie ein 10.000 Euro Fahrrad zu kaufen. Aber es ändert sich. Es ist seltsam, denn zum Beispiel ist es für viele Leute in Ordnung, wenn eine Frau viel Geld in eine Lederhandtasche oder so etwas steckt. Die Leute sind so überrascht, wenn eine Frau viel Geld in ein Fahrrad steckt, aber es ist in Ordnung, viel Geld in eine Lederhandtasche oder in Modeaccessoires zu stecken.
Veränderungen in der Fahrradindustrie
Du weißt, in Mode-Sachen ist es für viele Leute in Ordnung, wenn eine Frau so viel Geld ausgibt. Und es ist das Gegenteil für einen Mann. Wir sind überrascht, wenn ein Mann viel Geld in diese Art von Objekt steckt. Also denke ich, es ist dasselbe in der Sportindustrie oder in der Fahrradindustrie. Aber die Dinge werden sich allmählich ändern. Ja, das ist auch mein Eindruck. Es ändert sich langsam.
Aber wenn ich mir das Straßenradfahren in den letzten 10 Jahren anschaue, gibt es einige Veränderungen. Ich sehe viel mehr Frauen auf Fahrrädern. Die großen Marken verwenden jetzt Frauen für Werbung, für Botschafter. Das hilft auch den Frauen zu sagen: „Ja, ich kann dasselbe wie Männer tun.“ Ja, es gibt eine Frauen-Tour de France, und das ist ganz neu.
Teilnahme an Messen
Ich weiß, dass du hier mindestens die letzten zwei Messen ausgestellt hast, ich schätze sogar die letzten drei Messen. Vielleicht bist du von Anfang an hier, oder zumindest von Anfang an. Ja, das ist die vierte Messe. Ja. Was bringt dich zurück? Ich meine, Paris ist nicht wie — es ist nicht in Deutschland. Es ist eine ganz schöne Reise, schätze ich. Es ist zu weit.
Ja, zuerst, weil es die größte handgemachte Messe der Welt ist. Es ist also ganz schön, unsere Fahrräder auszustellen und zu zeigen, was wir anderen Leuten, auch anderen Rahmenbauern, zeigen können, um inspiriert zu werden. Auch mit Marken zu sprechen, was ein wichtiger Teil unseres Jobs ist. Und ja, die Stimmung ist super nett — sehr freundlich.
Publikum und Kunden
Also ja, wir lernen gerne. Es gibt nicht viele Veranstaltungen für Fahrräder, bei denen wir sicher sein können, ein Publikum zu haben. Wir wissen, was du machst. Wir fragen nicht: „Okay, oh, es ist so teuer, also verstehe ich nicht, was du hier machst.“ Und es ist auf der größten und zufälligsten Fahrradmesse. Du bist nur eine Kuriosität in der Ecke, und du hast ein bisschen Publikum, aber die Leute verstehen nicht wirklich, was du hier machst.
Wir müssen nie erklären, wie wir arbeiten. Es ist also ein sehr qualitatives Publikum für uns. Ja, wir haben sehr nette Gespräche mit den Leuten. Findest du hier tatsächliche Kunden? Einige, aber manchmal ist es schwierig — Nein, es ist nicht so, dass wir nächste Woche einen Kunden haben werden. Es wird Zeit brauchen. Aber einige Leute entdecken uns mit dieser Messe.
Und weil es viel Presse gibt, lesen einige Franzosen die Artikel oder die Blogs oder die YouTube-Kanäle über dieses Event, und sie kennen uns. Aber mit der Presse kennen sie uns wieder. Und weil in Frankreich die allgemeine Presse nicht sehr an Handwerk und Rahmenbau interessiert ist.
Empfehlungen und Ausblick
Und du hast die Community erwähnt, was ein Grund ist, warum du hierher kommst. Apropos Community, gibt es einen Stand, ein Produkt, jemanden, den du mir empfehlen möchtest, den ich sehen sollte? Ja, ich denke, du solltest Andreas von La Fraise besuchen und mit ihm sprechen. Er hat sehr interessante Touring-Bikes, und er arbeitet mit Team Task Rec für die Fahrräder. Sehr schön, sehr schöne Wanderer.
Vielen Dank, Marie und Laurent. Gern geschehen. Danke. Um das Thema zu wechseln, es ist jemand, der wieder Deutsch spricht, der sogar schon einmal in diesem Podcast war. Marie und Laurent haben mich zu Andreas von La Fraise Cycles geschickt. Und ich werde zuerst Andreas begrüßen. Hallo, Gerolf. Andreas, sprichst du Deutsch? Deine Marke heißt La Fraise. Magst du einfach die französische Sprache, oder wie ist das bei dir?
So ja, ich mag die französische Sprache, und ich lebe auch in Frankreich und arbeite dort seit 12 Jahren. Und La Fraise ist einfach mein Nachname. Mein Nachname ist Behrens, und meine Freunde in Deutschland nennen mich Behrer. Und deshalb ist die Erdbeere La Fraise, und so kam der Name zustande. Das ist eine schöne Geschichte.
Lebensweg und Leidenschaft
Wie bist du nach Frankreich gekommen und Rahmenbauer geworden? Was steckt dahinter? So Frankreich — so spielt das Leben. Frauen waren beteiligt; ich möchte da jetzt nicht näher darauf eingehen. Aber das Leben hat mich dorthin geführt, und ich bin auch nicht unglücklich darüber. Es ist ein schönes Land. Es ist vielleicht nicht die schönste Ecke von Frankreich; jetzt bin ich im Norden von Frankreich in Roubaix, aber es hat ein bisschen Charme.
Ich komme ursprünglich aus Magdeburg — auch viele rote Ziegel und Rhabarberfelder. Das haben wir auch. Und die Leute dort sind sehr freundlich und haben mich sehr gut aufgenommen. Also bin ich glücklich, dort zu sein und Fahrrad zu fahren oder ein Fahrrad zu bauen. Es tut mir leid, ich bin einfach gekommen, weil ich gerne Fahrrad fahre. Ich bin viel mit dem Fahrrad gereist, und dann habe ich irgendwann gelernt oder bemerkt, dass man solche Dinge selbst bauen kann.
Und dann hat es mich einfach gepackt. Dann habe ich versucht, es zu erkunden und festgestellt, dass es mir wirklich Spaß macht. Und jetzt mache ich das seit 12 Jahren. Ich denke, es gibt schlimmere Orte aus der Sicht des Radfahrens als Roubaix. Es gibt ein kleines Etwas an diesem Namen.
Rahmenbau und Kurse
Du hast mir gesagt, dass du einen wunderbaren Farbverlauf auf diesem Fahrrad hast, das wir hier vor uns sehen. Also ein Farbverlauf, der wirklich schön und gleichmäßig verläuft. Dass du auch diese Pulverbeschichtung gemacht hast. Und ich weiß von dir, dass du auch Rahmenbaukurse anbietest. Das heißt, du machst eigentlich — wenn ich es richtig verstehe — viel mehr als ein klassischer Rahmenbauer. Genau. Ja.
Also ich habe mit dem Ziel angefangen, natürlich maßgeschneiderte Fahrräder zu bauen, und das habe ich am Anfang gemacht. Und dann habe ich gemerkt, dass die Leute auch daran interessiert sind, es selbst zu lernen. Und als ich vor zehn Jahren anfing, die ersten Leute zu rekrutieren, waren das am Anfang mehr Freunde und Bekannte, die mit mir ihren Rahmen gebaut haben. Dann habe ich gemerkt, dass ich es wirklich genossen habe — das weiterzugeben.
Und dass es auch eine gute Abwechslung ist, wenn du sowieso den ganzen Tag allein in der Werkstatt bist, jemanden bei dir zu haben, mit dem du reden kannst. Es gab auch diesen Lerneffekt, der ein bisschen steiler ist, als wenn du es nur für dich selbst baust. Dass ich auch davon profitieren und es zeigen konnte. Und deshalb ist diese Rahmenbaukurs-Geschichte zufällig entstanden.
Und dann wurde es zum Standard, weil ich gemerkt habe, dass es fast viel mehr Nachfrage dafür gibt als für normale Fahrräder. Und jetzt mache ich das seit zehn Jahren. Wie gesagt, 300 Leute haben ihren Rahmen mit mir gebaut. Das war der 300. im Juli. Da kann man ein bisschen stolz darauf sein.
Weiterentwicklung und Herausforderungen
Und da ich es jedes Mal mache, oder jedes Jahr, alle zwei Jahre, denke ich auch ein bisschen über die Erweiterung der Dienstleistungen nach. Überlege, was man neu machen kann. Und vor vier Jahren habe ich angefangen, mich ein bisschen in die Pulverbeschichtung einzuarbeiten. Das macht mir wirklich Spaß. Zum Glück hatten wir auch einen Laden, wo man es mieten und machen kann.
Und jetzt wollte ich einfach mit dem Fahrrad, das neben uns steht, zeigen, worum es bei der Pulverbeschichtung geht — dass es nicht nur einfach, langweilig, eine einfache Farbe im Rallye-Code ist. Sondern dass es ein schönes glänzendes Pink mit einem Eisblau ist, ein gedämpfter Rahmen, bei dem das Steuerrohr auch so eingestellt ist, dass man die Dämpfungslinie gut sehen kann.
Also nehme ich kleine Staubsauger dafür. Und dann kommt so etwas heraus. Ich bin jetzt schon eine Weile auf dieser Messe und habe schon mit dem ein oder anderen Rahmenbauer vorher gesprochen. Und was viele sagen, ist dieses Motiv: Okay, es ist nichts, was total einfach ist. Du verdienst nicht viel Geld, aber irgendwie gibt es etwas daran.
Einige Leute sagen, dass damit eine gewisse Leidenschaft verbunden ist. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, es zu beschreiben, aber es scheint etwas mit den Menschen zu tun zu haben, wenn sie selbst Fahrräder bauen. Und ich stelle mir jetzt vor, dass, wenn du sagst, 300 Leute haben auch Rahmen mit dir gebaut, die zu dir gekommen sind, es sein könnte, dass das, was diesen Beruf für dich persönlich irgendwie attraktiv macht — dass du dann quasi der Weg bist, um den Leuten zu zeigen, dass sie es selbst erleben können, was auch immer passiert.
Ausbildung und Zukunft der Branche
Ja, ich meine, für mich war es dasselbe. Also als ich damals anfing, musste ich zuerst schauen, wo man das überhaupt lernen kann. Und es gab noch nicht so viele Möglichkeiten. Ich denke, es gab die Bicycle Academy in England. Der Rob im Big Forest hat schon angefangen. Das gab es in Frankreich noch nicht. Und so war das einfach ein guter Zufall für mich, dass es so war und dass es dann auch so akzeptiert wurde.
Aber ja, in der Tat kommen die Leute aus den unterschiedlichsten Motiven zu mir — auch leidenschaftlich, wie wir alle hier, denke ich — die einfach Freude daran haben, Dinge selbst zu bauen. Aber auch Leute, die dann sagen wollen: „Ich möchte es ausprobieren und sehen, was es braucht, um so etwas zu machen. Vielleicht macht mir das auch Spaß, meinen Job daraus zu machen.“
Es gibt bereits einige Rahmenbauer in Frankreich, die ihren ersten Rahmen mit mir gebaut haben, die sich jetzt so niedergelassen haben, dass sie es professionell machen. Unter anderem von Stolen Garage, der Roman, der Rahmenbauer, hat auch seine ersten zwei Rahmen mit mir gebaut und ist jetzt der Rahmenbauer bei Stolen. Und natürlich bin ich ein bisschen stolz darauf.
Und einige sagen: „Hey, du ziehst deine eigene Konkurrenz an.“ Aber ich denke, wir sind immer noch so wenige auf der ganzen Welt, dass es tatsächlich akzeptabler für unseren Beruf ist. Je mehr von uns es gibt, desto mehr Menschen verstehen, dass man so etwas machen kann. Und desto besser ist es, denke ich, für unsere gesamte Branche. Also immer schön ausbilden und den Leuten zeigen, wie man so etwas macht und Erfahrungen teilen.
Stimmung in der Branche
Ich habe mit Jan Heine für die letzte Episode dieses Podcasts über die Branche gesprochen, die du gerade erwähnt hast, und wie sie funktioniert. Was würdest du sagen? Wie ist diese Rahmenbau-, handgemachte Industrie-Nische? Wie ist die Stimmung gerade? Nun, ich denke, es ist relativ angespannt, aber ich denke nicht, dass es nur die Rahmenbauer-Industrie ist; es ist die Fahrradindustrie selbst.
Also gibt es einen großen Rahmenbauer, einen alten Mitarbeiter, Cifac, in Frankreich, der jetzt seine Marke an jemanden abgeben musste, bei dem man nicht weiß, was er damit machen will. Also haben sie praktisch geschlossen. Aber auch größere La Pierre in Frankreich ist vorbei. Wir wissen auch in Deutschland — ich denke, du hast auch in deinem Podcast darüber berichtet — dass es einige Fahrradunternehmen und Marken gibt, die nicht mehr existieren werden.
Und natürlich sehen wir das auch. Also stehen wir unter Druck, weil wir unter großem Druck stehen. Ich bin in der Stadt, oder Roubaix ist direkt neben Lille. Das ist die Stadt von Decathlon. Selbst die — ich kenne die Leute, die dort arbeiten, sagen, es läuft gerade nicht gut. Sie hatten gerade riesige Wachstumsraten. Und wie es in dieser freien Wirtschaft ist, folgen Wachstumsraten Wachstumsraten. Dann wird bestellt und gebaut, aber es gibt momentan keinen Markt dafür.
Dann gibt es auch die Tatsache, dass das Geld nicht so leicht für die Leute sitzt, und es wird darauf geachtet, wo man es ausgibt. Ja, jetzt sind wir in einer Position, in der große Unternehmen ihren gesamten Bestand zu niedrigeren Preisen verkaufen müssen, und jemand, der ein teures Fahrrad von einem Rahmenbauer kaufen wollte, sagt: „Nun, ich bekomme eines für die Hälfte des Preises bei einer großen Marke.“ Also hilft uns das auch nicht wirklich.
Herausforderungen und Perspektiven
Also ist es eine schwierige Phase. Wir haben auch schon mit anderen Rahmenbauern darüber gesprochen. Es ist immer dieser Grad der Migration: Wie gut und effizient kann ich noch ein schönes handgefertigtes Fahrrad bauen, dass die Preise nicht so explodieren, dass es immer noch einen Mehrwert gibt, den die Leute auch sehen: „Okay, ich kann immer noch in etwas investieren und ein schönes Produkt bekommen, mit dem ich das tun kann, was ich tun möchte.“
Muss nicht zu einem großen Unternehmen gehen. Die Benzinpreise sind sowieso zu hoch, also vielleicht setze ich es auf das Fahrrad. Vielleicht hilft uns das. Wir müssen jetzt irgendwie, auf Deutsch, unsere Ärsche zusammenreißen, zwei oder drei Jahre durchhalten, und dann könnte es vielleicht wieder besser werden. Aber ich sehe es hier in Deutschland; es ist genau dasselbe in Frankreich. Alles steht gerade unter Druck, und es ist eine schwierige Phase.
Jetzt kann man verschiedene Dinge annehmen. Wer es besser schafft, solche schwierigen Phasen zu vermeiden — ob es bei den großen besser klappt oder bei den kleinen — es gibt wahrscheinlich unterschiedliche Perspektiven darauf.
Nachfrage nach Rahmenbaukursen
Wird das auch von den Rahmenbaukursen bei dir beeinflusst? Merkst du auch, dass zum Beispiel die Nachfrage nach so etwas ein bisschen zurückgeht, weil die Leute einfach weniger Geld haben? So merke ich das. Also das Interesse ist immer noch da; es wird erkundet, aber viel weniger reserviert.
Also ich hatte einmal Zeiten, in denen ich 18 Monate Vorlauf hatte, und jetzt sind es sechs bis acht Monate. Natürlich ist das immer noch angenehm für mich. Und ehrlich gesagt, ich bin fast nicht so unglücklich darüber. Man kann auch ein bisschen andere Dinge planen und hat ein bisschen mehr Freiheit im Denken.
Aber es zeigt sich deutlich, dass die Leute sorgfältig darüber nachdenken, was sie für ihr Geld ausgeben wollen. Und ja, es ist eine schwierige Sache. Ich spreche nicht nur von Fahrrädern. Als ich im Urlaub war, habe ich auch gesehen, dass es relativ einfach war, Hotels, Campingplätze und so weiter zu buchen, während alles andere eigentlich im Süden von Frankreich oder so ausgebucht ist.
Und ich denke, alle Branchen, die nicht um das Notwendigste gehen, spüren das gerade. Also die Leute sparen nicht bei Essen oder so, natürlich, aber wenn es um Urlaub, Freizeitaktivitäten und so weiter geht, denke ich, sind wir alle gerade ein bisschen betroffen.
Bedeutung von Bespoked
Wie wichtig ist Bespoked für dich und für diese Szene? Was würdest du sagen? So Bespoked ist, wie ich es sehe. Ich war noch nie bei den anderen großen über den großen Teich oder so. Aber die Qualität und die Vielfalt all dieser Fahrräder, die hier sind, ist extrem beeindruckend.
Und ich denke, wenn du als Rahmenbauer etwas erreichen und davon leben willst, musst du hier sein, um dich zu zeigen, um dich auszutauschen. Die Leute, die hierher kommen, suchen nach Inspiration. Du selbst findest auch viel Inspiration. Und wenn ich es mit großen Ausstellungen vergleiche, ich weiß nicht, wie Eurobike oder um die Ecke ist Velo Follies in Kortrijk in Belgien, das ist einfach die große Industrie.
Du siehst dort viele schöne Fahrräder, aber es geht immer nur in eine Richtung. Du siehst alles Elektronische, Hydraulische, Rennmaschinen und so weiter. Und hier habe ich das, aber ich habe auch Lastenräder, und ich habe alte Bahn-Geschichten, und ich habe Mini-Bikes, und ich habe E-Bikes, und ich habe alles Mögliche.
Also die Vielfalt ist extrem, und was die Leute sich einfallen lassen, welche Ideen sie haben, ist einfach unglaublich. Und das zeigt einfach, wie reich diese ganze Fahrradkultur ist. Und ich denke, das kann man auf keiner anderen Ausstellung so sehen wie hier bei Bespoked.
Das sagt Andreas von La Fraise Cycles. Er hat nicht das Privileg, mir jetzt jemand anderen vorschlagen zu können, denn mit Andreas endet meine Rundreise wie ein Flipperball über diese Messe. Aber Andreas hat auch das Schlusswort geliefert, und ich denke, das war eine Sache, die hier ziemlich gut zusammenpasst.
Danke, und ich wünsche dir viel Spaß mit den Kursen, mit dem Lackieren, mit dem Rahmenbau überhaupt in Roubaix, Monsieur La Fraise. Vielen Dank, Gerolf. Und das beendet auch diese Ausgabe dieses Fahrrad-Podcasts. Ich hatte viel Spaß. Ich muss das alles noch ein bisschen sacken lassen, aber ich denke, ich habe schon bemerkt, dass ich wahrscheinlich mit einem deutschsprachigen Filter hier unterwegs bin oder oft war, was natürlich auch die Hörbarkeit vereinfacht.
Ich hoffe, dass das hier trotz vieler englischer Gespräche gut verstanden werden kann. Und ja, ich habe es genossen, hier zu sein. Die nächste Ausgabe dieses Fahrrad-Podcasts wird am 25. September verfügbar sein. Ich sage danke, dass du dran geblieben bist, danke für deine Unterstützung, danke für dein Feedback an antritt@detektor.fm. Und wenn du magst, hören wir uns nächsten Freitag oder am Wochenende danach. Pass auf dich auf, ciao.
[Musik: Brian Protheroe – Pinball]