Hier ist der Antritt, der Fahrradpodcast auf detektor.fm mit der Oktober-Ausgabe 2026.
Mein Name ist Gerolf Meyer und bevor wir hier zusammen in ein spannendes Gespräch über Fahrradtechnik und was sie uns nützt einbiegen, muss ich erstmal sagen: Ich bin heftig beeindruckt. Christian und ich haben hier neulich darüber gesprochen, wie wir den Antritt produzieren, wer uns dabei unterstützt und welcher Aufwand dahinter steht. Denn wir wollen diesen Podcast für alle hörbar halten und nicht hinter eine Paywall sperren müssen.
Dafür haben wir ein Ziel: Unser Steady-Peloton, also die Menschen, die uns monatlich mit einem Betrag ab 3 Euro unterstützen, soll bis Ende des Jahres auf 400 Menschen anwachsen. Wir stellen freudig und wirklich beeindruckt fest, wir sind auf einem richtig guten Weg. Und das liegt an diesen Menschen, die im September und Oktober neu in unser Peloton gekommen sind:
Stefan, Stefan, Chris, Sieghardt, Jennifer, Danilo, Lars, Jan, Lars, Andreas, Franco, Jan, Thomas, Claudia, Felix, Bernd, Stefan, Christian, Maria, Uwe, Katrin, Nick, Heiko, Stefan, Sebastian, Frank, Stefan, Chris, Seppo, Johannes, Immanuel, Jürgen, Jonas, Alexander, Jan, Albert, Achim, Christoph, Daniel B, S und T, Tim, Stefan, Nina, Micha, Arne, Jens, Jürgen, Gerd, Thomas, Stefan, Stefan, Alexander, Stefan, Angela, Andrea, Thomas, Maximilian, Jörg, Niklas, Roland, Max, Sebastian, Ben, Bruno und Alexander.
Ich füge noch an: Wow! All diese Namen sind unserem Peloton beigetreten oder die Menschen dahinter. Wir sind aktuell bei 332 Mitgliedern und wenn das so weitergeht, schaffen wir den Rest auch noch bis Ende des Jahres. Wir sagen ganz herzlich willkommen in unserem Peloton und ganz, ganz herzlichen Dank dafür, dass ihr uns unterstützt. Und das gilt natürlich auch für all die Menschen, die schon länger dabei sind.
Dank euch können wir in dieser Woche für alle, die hier zuhören, einen Klassiker in diesem Podcast spielen. Jens Klötzer ist Technikredakteur beim TOUR Magazin und seit es diesen Podcast gibt, ist er außerdem unser Technikexperte. Er macht uns alle schlauer in Sachen Fahrradtechnik. Jens und ich haben uns mal wieder im Studio getroffen, um ein sehr aktuelles Thema aus der Welt der Fahrradtechnik zu besprechen und zu fragen, was das mit uns allen zu tun haben könnte. Ich wünsche euch viel Spaß damit!
Wir bauen ein bisschen Druck auf und gehen rein.
Klingeln bei Klötzer: Die Technikfrage beim Antritt auf detektor.fm
Fahrräder sind wunderbare Maschinen, um damit Sport zu machen, Alltagswege zurückzulegen, nahe und ferne Regionen zu entdecken und den Kopf frei oder auch neu gefüllt zu bekommen. Und weil wir das so gut finden, machen wir einen Fahrradpodcast. Und auch wenn wir aufs Rad steigen, um all diese genannten Erfahrungen machen zu können, muss vorher was passieren, damit das überhaupt möglich ist.
Fahrräder müssen konstruiert und gebaut werden. Wir betreten also die Welt der Fahrradtechnik und machen uns in dieser Ausgabe mal wieder Gedanken darum, wie Fahrradtechnik entsteht und sich entwickelt. Seit einigen Monaten ist ein grundlegendes Maß im Fahrradbau wieder verstärkt in der Diskussion: die Laufradgröße. Also das Format von Felgen und Reifen wird mal wieder hinterfragt und diese Diskussion wird gerade lauter.
Wie immer, wenn es um Technikfragen rund ums Fahrrad geht, spreche ich mit unserem Technikfreund Jens Klötzer vom TOUR Magazin, denn er arbeitet dort seit 18 Jahren in der Technikredaktion und ist seit über elf Jahren unser Ansprechpartner hier im Antritt. Im März diesen Jahres haben wir darüber gesprochen, warum es unterschiedliche Laufradgrößen am Fahrrad gibt, und wir greifen das Thema wieder auf. Denn inzwischen können wir uns sicher sein: Da kommen zwei dazu.
Wie kommt das, wie findet er das und was folgt daraus fürs Fahrrad? Um diese Fragen geht es in dieser Ausgabe des Antritts und ich sage: Hallo Jens, schön, dass du mal wieder im Studio vorbeischaust.
Innovationen in der Fahrradwelt
Hallo Gerolf, freut mich auch! Jens, wie entstehen Innovationen in der Fahrradwelt? Wo kommen sie her? Ich glaube, es gibt verschiedene Wege, wie Innovationen in die Fahrradwelt kommen. Oft entstehen sie aus dem reinen Benutzen heraus. Mich stört irgendwas, irgendjemand stört irgendwas, findet, es könnte besser gehen, und er erfindet dann was. So kann Innovation zustande kommen, die dann irgendjemand aufgreift und herstellt und die sich dann durchsetzt.
Innovationen, und dann würde man das Wort wahrscheinlich in Gänsefüßchen setzen können, können natürlich auch im Marketing getrieben sein, weil jetzt irgendein Hersteller der Meinung ist, ihm fehlt das gewisse Alleinstellungsmerkmal, um mehr Räder zu verkaufen oder sich besser positionieren zu können. So etwas haben wir in der Fahrradbranche ja auch schon oft gesehen, dass es Innovationen gibt, die dann irgendwie keine so richtig sind, die sich dann nur manchmal durchsetzen.
Ich kenne aber auch noch die Erzählung dieser Nachfrage durch Nachfrage verursachten Innovationen. Also unsere Kundinnen und Kunden möchten das und deswegen bieten wir das an. Das gibt es schon auch, nur muss dann diese Innovation ja schon erstmal existieren, damit überhaupt eine Nachfrage entstehen kann, denke ich. Also wenn etwas noch nicht erfunden ist, gibt es auch keine Nachfrage, glaube ich. Vielleicht gibt es die Nachfrage ja dann in dem Fall nicht nach: „Ich hätte gern, das weiß ich nicht, den neuen dreieckigen Reifen“, sondern „Ich hätte gern was anderes.“ Und dann sagt irgendjemand: „Hey, das andere, was du brauchst, das ist der dreieckige Reifen.“
Okay, wir können ja also, wir sprechen in dieser Ausgabe über Innovationen, über Dinge, die neu kommen, und wir können das ja mal so stehen lassen und am Ende entscheiden, worum es sich hierbei handelt, um welche dieser verschiedenen Möglichkeiten.
Laufradgrößen und ihre Bedeutung
Wir haben im März schon gesprochen über Laufradgrößen und wir haben damals gesagt, das war so ein bisschen unser Fazit, dass unterschiedliche Laufradgrößen am Fahrrad eine gute Sache sind. Denn auch Menschen sind ja unterschiedlich groß und so kann man mit diesen unterschiedlichen Laufradgrößen proportional passende Fahrräder bauen. Also kleines Fahrrad, Größe S, kleine Laufräder; mittleres Fahrrad, Größe M, mittlere Laufräder und so weiter bis zu den ganz großen.
Also wir finden das gut, wenn es das gibt, denn alle Menschen sollen ja Fahrrad fahren können. Nun rollen im Gravel- und Mountainbike-Bereich größere Laufräder im Format 32 Zoll auf und zu und es wird sehr wahrscheinlich eine neue Zwischengröße geben, die auf den Namen 30,5 Zoll hört. Wie findest du das? Wie finde ich das?
Ich finde das grundsätzlich erstmal gut aus rein technischer Sicht, weil es mehr Vielfalt gibt, weil es die Möglichkeit gibt, dass man Räder besser an Menschen anpassen kann, weniger Kompromisse eingehen muss. Aber das zieht natürlich auch einen Rattenschwanz an Nachteilen nach sich, mit dem die Branche irgendwie umgehen muss. Und wie das dann funktioniert, das muss man erst noch sehen. Aber rein aus technischer Sicht ist es erstmal begrüßenswert.
Sowohl im Mountainbike-Bereich als auch am Gravel-Bike kommen Fahrräder mit 32 Zoll und eben auch in kleinerem Umfang mit 30,5 Zoll Bereifung. Die Felgen zu den 32 Zöllern haben 64 Millimeter mehr Durchmesser als klassische 28-Zoller oder 29er. Was versprechen sich die Hersteller, die das auf den Markt bringen, davon?
Also das Argument ist, das ist auch physikalisch nachvollziehbar, dass die größeren Laufräder im Gelände Vorteile haben. Sie überrollen vor allen Dingen Hindernisse besser, sie fallen weniger in Lücken rein und dadurch, ja, grundsätzlich könnte man sagen: Je schwieriger das Gelände ist, je schwieriger der Untergrund und je größer die Hindernisse, desto besser ist ein großes Laufrad. Das große Laufrad hat jetzt auf der Ebene, wo es glatt ist, wenig Nachteile. Deswegen könnte man sagen, per se ist so ein großes Laufrad erstmal besser fahrphysikalisch.
Wir hatten das schon an mehreren Stellen mal besprochen, mit dir auch mit anderen Gesprächspartnern. Und das Grundlegende, glaube ich, war dieser Winkel, in dem ein Laufrad auf ein Hindernis trifft. Und bei einem großen Laufrad ist dieser Winkel geringer und deswegen ist die Auslenkung sozusagen oder die Arbeit, die verrichtet werden muss, um das Rad anzuheben, die ist geringer, richtig?
Genau, es rollt einfacher über so ein Hindernis drüber. Und umgekehrt, wenn ich jetzt so eine Kohle habe, fällt es weniger tief hinein. Also es beruhigt die Fahrt auf rauem Untergrund. Diese Vorteile, die man da im Auge hat und für die man sich ja auch teilweise ziemlich ins Zeug legt, lassen sich diese Vorteile belegen?
Ja, also das ist eine ganz einfache theoretische Überlegung und die funktioniert schon auch in der Praxis. Also man merkt es oder man hat es ganz deutlich gespürt, als beim Mountainbike die Laufräder größer geworden sind. Die haben sich einfach viel besser durchs Gelände bewegen lassen. Es gibt Nachteile dabei, klar, die Laufräder werden schwerer, vor allem die Reifen. Diese Trägheit, es muss alles irgendwie bewegt werden und diese Räder werden auch weniger wendig.
Aber es hat sich dort eben herausgestellt, dass diese Nachteile nicht so wichtig sind oder diese Vorteile diese Nachteile deutlich überwiegen. Deswegen hat sich beim Mountainbike diese größere Laufradgröße dann eben auch ziemlich schnell durchgesetzt und völlig etabliert. Die Frage stellt keiner mehr, ob das sinnvoll war.
Die Herausforderungen der neuen Laufradgrößen
Und diese Geschichte versucht jetzt, mit dem nächstgrößeren Maß im Grunde zu wiederholen. Du hast eben so ein bisschen gelacht dabei und du schmunzelst auch ein bisschen dabei. Ich habe mir hier notiert, es gibt zumindest im Gravelbike-Bereich, also da gibt es sozusagen zwei Belege, also dafür, dass es funktionieren kann. Es gibt zumindest zwei Siege. Es gibt wahrscheinlich noch mehr, aber zwei, die ich mir mal notiert habe.
Also beim Unbound XL, dem großen Rennen in den USA, wo Leute sagen, das ist quasi das Zentrum des Gravel Sports, kann man so und so einordnen, aber es ist ein Riesenrennen. Da hat Robin Gemperle auf einem Scott 32 Zoll Gravelbike-Prototypen die 350 Meilen-Ausgabe gewonnen. 563 Kilometer sind das. Und Leon Kaiser hat in Girona beim Sea Otter Europe ein UCI Gravelrennen gewonnen, auch auf 32 Zoll. Das heißt, da ist eigentlich gesagt, es kann funktionieren. Also einen nicht unbedingt zurückzuhalten, wenn man ein Rennen gewinnen will.
Ja, so sieht es aus. Also nebenbei gesagt, der Unbound-Sieg war, glaube ich, auch der erste Renneinsatz eines 32 Zoll Rades und direkt den Sieg angefahren. Und insofern kann man sagen, zumindest scheint es keine großen Nachteile zu haben. Man möchte aber fast relativierend einwerfen, dass diese Strecke bei diesem Unbound-Rennen schon was Besonderes ist. Also es ist sehr, sehr lang. Es geht kaum irgendwie technisch anspruchsvolle verwinkelte Kurse entlang, aber der Untergrund wird teilweise sehr, sehr rau. Davon profitiert man natürlich dann schon von dem größeren Laufradmaß oder könnte das zumindest so interpretieren.
Jetzt habe ich genau hingehört, jedenfalls hoffe ich es. Und ich kann mich vor allem an einen Vorteil erinnern, den du genannt hast. Also dieses Überrollverhalten. Gibt es noch weitere Vorteile dieser Größe?
Ja, schon. Also die Räder laufen stabiler, weil wir größere Kreislaufkräfte haben und dadurch lassen die sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen von Hindernissen, Steinen oder irgendeinem Störfaktor, der da jetzt die Fahrt stört. Also die laufen einfach besser geradeaus. Das ist sicher ein Vorteil. Man sagt auch, dass der Rollwiderstand sinken soll. In der Theorie könnte man das auch argumentieren, wobei da aber, glaube ich, noch wirklich gute vergleichende Messungen fehlen, um das wirklich zu belegen, dass das auch so stimmt.
Ja, das ist es so im Wesentlichen. Es gibt Hersteller, die solche Räder anbieten, die sagen das schon, dass sie das belegen können mit eigenen Messungen, die sie gemacht haben oder mit Messungen, die sie in Kooperation mit anderen gemacht haben. Aber du hast auch schon Nachteile genannt. Die können wir sagen, sind die Nachteile an verschiedenen Stellen des 32 Zoll Formats. Also jetzt mal nur fahrphysikalisch betrachtet ist es schon das Gewicht auf jeden Fall, das ich beschleunigen muss. Also gerade so Beschleunigungen, Antritte werden dadurch zäher.
Wir haben dann auch noch so ein Problem mit den Laufradsteifigkeiten. Also die größeren Fahrräder werden nicht so stabil bauen wie kleinere Laufräder. Beim Fahrrad insgesamt leidet noch die Wendigkeit. Das wird alles sperriger. Ich habe einen gezwungenermaßen längeren Radstand. Ich muss ein größeres Vorderrad irgendwie bewegen. Das sind alle so Nachteile, aber die sind eigentlich fast nebensächlich gegenüber der Größenproblematik, finde ich, die auftritt, wenn wir so große Fahrräder für normale Menschen bauen.
Denn dann handelt man sich geometrische Nachteile ein, die nicht von der Hand zu weisen sind und die möglicherweise dieses Laufradmaß oder diese Vorteile ad absurdum führen für viele Menschen. Wo beginnt für dich der Bereich, von dem du sagst, ab hier sind diese Nachteile überwiegend, so wie du es eben beschrieben hast? Also ab welcher Körpergröße, unterhalb welches Maßes lässt sich das sagen? Oder ist das in der Entwicklung? Kommt das darauf an, wie clever da jemand konstruiert?
Klar, das kommt darauf an, wie clever da jemand konstruiert. Wesentlich, ich möchte jetzt nicht für mich in Anspruch nehmen, da eine Untergrenze zu definieren. Jemand kann vielleicht ein Fahrrad bauen, das funktioniert. Also das ist möglich. Aber so aus der Erfahrung heraus und von dem, was ich sehe, denke ich, so 1,75 maximal 1,70 dürfte die Körpergröße sein, unterhalb derer es nicht mehr ohne Kompromisse funktioniert oder nicht mehr ohne einschneidende Kompromisse.
Kompromisse muss man sowieso so oder so eingehen, aber dass sie dann so einschneidend werden, dass sie absurd werden. Woher nehmen wir das? Also wir sehen halt schon jetzt bei den 28-29 Zollgrößen für kleine Menschen, bei kleinen Rädern, dass es dort zu geometrischen Problemen kommt, mit denen man sich dann entweder abfindet oder abfinden muss. Aber da jetzt noch größere Laufräder reinzubauen, würde das dann halt ziemlich schräg machen.
Ich merke mir mal diesen Wert, den du eben genannt hast, und habe für mich schon den Vergleich eingestellt. Also es gibt Hersteller von 32 Zoll Rädern, die sagen, also die nennen deutlich niedrigere Werte und sagen, das geht da auch. Aber da kommen wir später noch drauf zurück.
Neue Entwicklungen im Gravel-Bereich
Denn ich will vorher noch dich auf etwas anderes ansprechen. Ich habe es schon gesagt, wir haben es da nicht nur mit einer neuen Laufradgröße zu tun, sondern mit zwei. Also es gibt gerade viel Wirbel um neue sportliche Gravel-Bike-Modelle von dem großen deutschen Hersteller Cube. Die sind, müssen wir dazu sagen, noch nicht offiziell vorgestellt, aber es sind Gerüchte, die auch mit Fotos und so aus Katalogen belegt sind.
Es gibt von verschiedener Seite die Bestätigung, dass Leute sagen: „Ich habe in die neuen Händlerunterlagen geschaut von Cube und da habe ich das gesehen.“ Ob das wirklich so ist, können wir nicht sagen, aber es könnte sehr gut so sein. Und die kommen also mit diesen sportlichen Gravel-Bikes 2027 im Modelljahr 2027 in fast allen Rahmengrößen mit 32 Zoll Laufrädern, aber in der kleinsten Größe, genannt XS, in dem Fall werden 30,5 Zoll montiert.
Wie überrascht bist du über diese ziemlich gut belegten Gerüchte?
Also eigentlich wenig überrascht. Also man hat ja nun, ich sage mal so, seit einem Jahr oder vielleicht seit zwei Jahren sieht man, dass viel rumexperimentiert wird mit diesen 32 Zoll Maß. Man hat so Rahmenbauer gesehen, die irgendwie so Stahlrahmen bauen in diesem Maß. Die ersten Hersteller haben rumexperimentiert und das auch nicht unbedingt unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Man hat dann so gesehen, wie das aussieht und man hat eben gemerkt, dass man da wirklich an physikalische oder geometrische Grenzen stößt und zwar an harte geometrische Grenzen, die sich dann einfach nicht mehr lösen lassen.
Also beispielsweise: Wie tief kriege ich den Lenker? Ja, das ist bei kleinen Rahmengrößen beim Rennrad schon ein Thema, dass der Lenker nicht mehr tiefer geht, weil das Steuerrohr maximal kurz ist und dann irgendwann, das kann ja nicht ganz verschwinden. Und das Thema hat man jetzt eben bei den großen Laufrädern auch bei mittleren Rahmengrößen. Wie kurz kann der Radstand werden, ohne dass ich mit dem Fuß gegen das Vorderrad stoße? Wie kurz kann das Fahrrad überhaupt werden? Also wenn ich dann irgendwie den Platz für die Räder schaffen muss, muss ich ja auch den Hauptrahmen schon ein Stückchen zerren, sodass man vielleicht irgendwie nicht mehr an den Lenker kommt oder die Wunschgeometrie sich nicht mehr realisieren lässt.
Und dann sieht man halt auch, wenn man das mal so übereinanderlegt, dass da zwischen dem 29 und dem 32 Zoll Maß schon eine ordentliche Lücke klafft. So, naja, und dann hat man sich, muss ich wieder so ein bisschen lächeln, weil sich so ein bisschen da die Geschichte wiederholt an die Mountainbikes erinnert, wo das so ähnlich auch der Fall war. Also wo zuerst das 29 Zoll Maß kam und sich dann so die Probleme aufgetan haben und dieses 27,5 Zoll Maß nachgeschoben wurde. Das hat damals ein bisschen länger gedauert. Ich glaube, diesmal versucht man, da irgendwie gleich den Zwischenschritt noch mitzumachen, um sich diese Probleme gar nicht erst einzuhandeln und Fahrräder zu bauen, die nicht funktionieren.
Von daher bin ich da wenig überrascht. Und es ist auch da wohl technisch sinnvoll. Wir können diese Lücke zwischen 29 und 32 Zoll auch gleich mal noch beziffern. Also 29 Zoll ist ja lustigerweise ungefähr, also nicht ungefähr, sondern ist das gleiche wie 28 Zoll vom BZ-Durchmesser, also vom Sitz des Felgenbettes, sondern der Reifenwulst des Reifenwulst-Sitzes. So, ich bin an der Stelle von englischen Begriffen zur Getränke.
Also bei 29 Zoll 622 Millimeter, 32 Zoll hat 686 Millimeter Durchmesser. Das heißt, es ist eine Differenz von 64 Millimeter und da in die Mitte kommt wohl dieses Maß 30,5 Zoll rein. Diese Händlerunterlagen, die da geleakt wurden, wie auch immer man das einzuordnen hat, wenn die kein Fake sind, dann trifft es so, dass diese 30,5 wohl 654 Millimeter sein werden. Das heißt, das ist ziemlich genau in der Mitte zwischen 29 Zoll und 32 Zoll.
So, du hast gesagt, die 32 Zoll Geschichten, die sind schon bei dem einen oder anderen Stahlrahmenbauer aufgetreten und wurden dort gezeigt. Ich finde aber auch, da ist die Entwicklung gar nicht so alt. Im Gegensatz zu anderen Innovationen, die sich in der Nische so entwickelt haben, finde ich, dass da auch relativ kurz, bis da Hersteller aufgesprungen sind.
Aber bei diesen 30,5 Zoll kann ich mich jetzt an quasi gar keinen Nischenhersteller erinnern. Also BTB hat man mit so einer Zwischengröße irgendwie rumexperimentiert, aber dieses auch als Bezeichnung 30,5 Zoll habe ich vorher noch nie wahrgenommen. Und es handelt sich hier nicht um kleine Hersteller, die mit dieser Idee mal so ein bisschen die Füße ins Wasser halten, sondern eben wirklich große.
Also die Marken, die hier genannt werden, ich wiederhole nochmal: Es wird nur genannt, wir wissen nicht, es ist nicht bestätigt, aber das sind Cube, Newman, Schwalbe und das sind sehr große Marken. Ist es dann, wäre es in diesem Fall dann so, dass die Großen das diesmal anstoßen?
Das wäre in diesem Fall so, tatsächlich, ja. Also auf der einen Seite würde ich sagen, dass man in dem letzten Fall, als es um 27,5 Zoll ging, ja schon auch die Großen das angestoßen haben. Nur ist man auf ein Laufradmaß aufgesprungen, das es zufälligerweise schon gab und das da ganz gut gepasst hat, vielleicht um weniger Verwirrung zu stiften oder sofort irgendwie einen Standard zu haben, dass nicht jeder nach den Zahlen fragen muss.
In dem Fall gab es da keine Zwischengröße und ich glaube auch, ein weiterer Grund ist, dass die Hersteller den Fehler, den sie damals gemacht haben, vor wann war das, 15 Jahren oder so, den nicht nochmal zu machen. Ja, damals gab es viele Fahrräder, die da in Größe S und XS verkauft worden sind mit 29 Zoll Laufrädern, die Fehlkonstruktionen waren, die nicht gut gepasst haben, die nicht gut funktioniert haben.
Und diesen Fehler nicht nochmal zu begehen, sondern gleich Nägel mit Köpfen zu machen und dort eben auch Produkte herzustellen, die auch tatsächlich funktionieren.
Fazit zur neuen Laufradgröße
Okay, das ist diese Zwischengröße 30,5 Zoll, die da also plötzlich aufpoppt. Und ich versuche jetzt mal, das, was du zu 32 Zoll gesagt hast und das, was wir gelernt haben jetzt über 30,5 Zoll zusammenzubringen. Denn Suvi Loponen von Escape Collective, das ist ein Radsport-Radtechnik-Portal, wir haben mit dem Gründer auch schon gesprochen, die Folge verlinke ich gern.
Suvi Loponen hat ein 32 Zoll Gravel-Bike getestet und sie ist 1,64 Meter groß. Ihr Fazit zu dieser Testfahrt ist ungefähr, wenn ich das ganz knapp übersetze: Das geht schon, ich kann das Rad auf mich einstellen und ich kann mich da auch draufsetzen, aber letztlich überzeugt mich das nicht so wirklich. Es bringt mir keine Vorteile.
Ist es dann nicht konsequent? Also ist dann an der Stelle, wenn jemand mit 1,64 das sagt, ist es dann nicht nachvollziehbar, dass man sagt: „Okay, 30,5 Zoll“? Findest du das dann einen Schritt in die richtige Richtung oder hast du gänzlich andere Gedanken dazu?
Ich finde das einen halben Schritt in die richtige Richtung, muss ich sagen. Also wir haben die Erfahrung mit nun hauptsächlich Rennrädern, aber auch schon Gravel-Bikes, wo da so die untere Grenze ist, dass keine geometrischen Kniffe angewendet werden müssen, die jetzt irgendwie das Fahrverhalten beeinflussen oder die Menschen in ihrer Sitzpositionseinstellung beschränken.
Und ich hatte es vorhin schon mal erwähnt, glaube ich, da hatten wir bei, also oder wir haben schon bei Menschen, die so 1,65 klein sind oder noch kleiner werden, da kommt es schon bei 28 Zoll Laufrädern langsam an die Grenze. Also dass der Lenker gerne tiefer sein könnte, aber nicht mehr tiefer geht, das Fahrverhalten gerne wendiger sein könnte, aber nicht mehr wendiger geht, weil das Vorderrad einfach so weit weg sein muss, dass die Rahmen gerne kürzer sein könnten, aber nicht mehr kürzer gehen, weil auch da das Vorderrad im Weg ist.
Und insofern, also bin ich glaube ich so vor, dass man mit 1,65 auf 32 Zoll nicht überzeugt ist, dass das irgendwie fahrbar gemacht werden kann. Das glaube ich auch. Aber ob das dann noch der Sinn der Sache ist oder dem Sinn folgt, dass die Vorteile überwiegen, das glaube ich eben nicht mehr.
Und wenn ich da sage, ein halber Schritt, dann wäre mir für die 1,65 Fahrerinnen wirklich 28 Zoll eigentlich nicht gerade genug. Es gibt auch Menschen, die noch kleiner sind, denen man 27,5 oder gar 26 Zoll vielleicht lieber anvertrauen würde. Man muss dann aber zum Schutz der Hersteller auch irgendwie sagen, dann wird der Kundenkreis so klein, dass sich so eine Konstruktion vielleicht auch wirtschaftlich einfach nicht mehr lohnt.
Wünschenswert wäre es ohne Frage, aber 32 Zoll auf 1,65 ist auf jeden Fall ein Mismatch, würde ich sagen. Und wie gesagt, so 1,75 würde ich schätzen, dann beginnt 32 Zoll Sinn zu machen. Ich glaube aber auch, da halten sich so Vor- und Nachteile eher noch die Waage. Ab 1,80 wird es dann wahrscheinlich wirklich cool. Und sehr große Menschen profitieren umso mehr, klar.
Das ist ganz klar. Das sieht man auch in Kommentaren dazu, dass Leute, die so um die 1,90 oder größer sind, die sagen: „Super, jetzt gibt es endlich für mich passende Laufräder.“ Das würde ja auch zu dem Thema passen, was wir schon mal hier besprochen haben, also proportional die Laufradgröße anzupassen, das macht eigentlich Sinn.
Aber an der Stelle haben wir es eben auch bei dieser kleinen Zwischengröße faktisch mit einer Vergrößerung zu tun, zu dem, was wir jetzt haben. Und ich habe nochmal nachgeschaut, also die Durchschnittsgröße eines Mannes in Deutschland ist 1,79 Meter und die Durchschnittsgröße einer Frau ist 1,66 Meter. Das heißt, das, was Suvi da getestet hat, sie ist nur minimal kleiner als die durchschnittliche Frau.
An der Stelle würde ich auch hinter dieses, was du eben genannt hast, das wirtschaftliche, also lohnt sich das für Hersteller, für diese Körpergrößen was vorzuhalten, würde ich dann auch ein großes Fragezeichen machen hinter dieses: „Naja, das lohnt sich wahrscheinlich nicht.“ Denn dann spreche ich ja… Hier spreche ich von einer sehr großen Bevölkerungsgruppe, die ich eventuell mit diesen 30,5 Zoll schon ausschließe.
Genau deswegen wäre ich durchaus dafür, die 27,5 und 29 Zoll im Markt beizubehalten.
Die Erfahrung, die ich gemacht habe, zeigt, dass solche Laufradmaße dann schnell als überholt oder entwertet gelten, weil sie nicht mehr dem Zeitgeist entsprechen. Vielleicht wird auch nicht richtig kommuniziert, dass das doch eigentlich die bessere Lösung wäre. Oder es ist wahnsinnig schwer, für diese Laufradmaße, die vor 5 oder 10 Jahren noch so „middle of the road“ waren und überall erhältlich waren, die entsprechenden Teile zu bekommen.
Ja, das wäre natürlich ein Problem. Da beißt sich die Katze in den Schwanz, wie man so schön sagt. Es wäre einfacher, wenn sie im Markt geblieben wären und für kleinere Menschen, die ja eine große Bevölkerungsgruppe ausmachen, der entsprechende Bedarf einfach länger vorgehalten werden würde. Dann würde es sie noch geben. Inzwischen gibt es sie nicht mehr. Dann kann man sich die Frage stellen: Warum gibt es die nicht mehr?
Wir können mal ganz praktisch da rangehen. Auch wenn nicht alle Räder im Fachhandel gekauft werden, sondern viele online, ist es so, dass ich, wenn ich irgendwas austauschen muss und das nicht selbst für mich machen kann, trotzdem zum Fachhändler gehen muss. Oder vielleicht auch zum Onlinehändler, der aber auch Ersatzteile vorhält. Was bedeutet das für Händler, egal ob online oder offline? Wenn diese Händler für letztlich fünf Laufradgrößen alle möglichen Teile bereithalten müssen, angefangen vom Felgenband über verschiedene Reifenversionen – also wenn ich durchzähle: 26, 27,5, 28, 30,5, 32 – was bedeutet das konkret? Ist das zu händeln?
Das ist bei dem System, wie viele Händler im Moment arbeiten, auf jeden Fall mal schlechter zu händeln. Ich würde jetzt nicht sagen, dass es gar nicht mehr zu händeln ist. Irgendwie würde man das ja schon hinkriegen, wenn die Situation eben so wäre. Dann muss man damit umgehen. Aber na klar, Händler stemmen sich dagegen, weil das viel aufwendiger ist und man viel mehr eben vorhalten muss, auf Lager halten muss. Das macht alles komplizierter.
Auch für die Hersteller ist es natürlich so, dass diese ganze Organisation und wir reden da ja auch nicht nur von Felgen und Reifen und Schläuchen, Federgabeln – wenn ich jetzt ein Federgabelhersteller bin, der dann auch für drei, vier, fünf Laufradgrößen immer so eine neue Konstruktion anfertigen muss, natürlich macht das vieles komplizierter. Ich kann den Drang verstehen, das System so ein bisschen zu vereinfachen und irgendwie so wenige Standards wie möglich zu haben.
Aber das läuft halt der Variabilität der menschlichen Ergonomie entgegen, die durch verschiedene Körpergrößen eigentlich verschiedene Sachen bräuchten. Da einen Mittelweg zu finden, das wäre eigentlich die Aufgabe der Branche. Wird sie dieser Aufgabe gerecht? Teilweise. Es kommt jetzt ein bisschen darauf an, was denn nun passiert.
Also, wenn jetzt für mein Gefühl – und ich bin da, das ist halt nur meine Einschätzung – da gibt es ja verschiedene Sichtweisen. Für meine Einschätzung wäre, wenn 30,5 und 32 Zoll bleibt, wird sie dem nicht gerecht. Ich glaube, ob man jetzt zwei oder drei Laufradgrößen handeln muss, der Unterschied ist nicht mehr so groß. Bei fünf würde ich dann auch sagen, okay, das ist jetzt irgendwie too much. Aber drei wären schon ganz gut, auch um die verschiedenen Körpergrößen in der Bevölkerung abzudecken.
Aber so wie es jetzt aussieht und wenn das sich so wiederholt, bleiben da zwei übrig, die tendenziell zu groß sind. Ich habe eben einfach mal noch den Durchschnitt gebildet aus dieser Durchschnittsgröße von Frauen und Durchschnittsgröße von Männern. Da komme ich auf 1,72,5 Meter in dem Fall. Das wäre ja dann quasi die Mitte, auf die ich zielen müsste, und dann entsprechend nach oben und unten streuen in meiner Größenberechnung.
Dann können wir uns ja fragen, ob das der Fall ist und ob für dieses Größenspektrum entwickelt wird. Es gibt so ein Klischee, das ich auch unter vielen Artikeln jetzt dazu gelesen habe, wo Leute gesagt haben: „Tja, das ist halt die Fahrradbranche. Da sitzen Ex-Profis, die sich ausgehend von ihrem Können, von ihrer Fitness und von ihrer Größe Geräte hin entwickeln, und alle anderen müssen dann damit leben.“
Kannst du diese Sichtweise nachvollziehen? Ist die überspitzt oder ist die einfach nur ein bisschen zugespitzt? Ist das der Fall? Ja, also das ist schon der Fall. Ich würde aber, ohne die da jetzt in Schutz nehmen zu wollen, schon nochmal darauf verweisen, wie so eine Entwicklung denn stattfindet. Also da sind die Leute, die sich das ausdenken, die das testen, die dann auch irgendwie schon erstmal die Motivation haben, dass damit jemand etwas gewinnen soll, Rennen gewinnen soll.
Weil daraus ja auch sich so Innovationen etablieren. Ja, da testet man, da probiert man es aus, ob das denn auch für die große Masse Vorteile bringt. Und eben jetzt hier in diesem Fall hat man ja schon erstmal darauf hingearbeitet, wie verschaffe ich mir einen technischen Vorteil, um das Anbau und Rennen zu gewinnen. Und dort ist halt das Fahrerfeld wahrscheinlich im Schnitt 1,80 groß. Da gibt es ein paar größere und ein paar kleinere.
Und so ein größeres Laufrad war da erstmal ein technischer Schritt, auch einer der logischer Schienen, und der dann auch gewirkt hat. Insofern ist diese Entwicklung dahin schon erstmal nachvollziehbar. Klar, dieser Schritt, das dann runterzubrechen und nachzudenken: „Moment mal, wenn ich das jetzt an eine viel breitere Masse verkaufen möchte, muss ich daran eigentlich irgendwas ändern.“
Außer nur die Qualitätsstufe und dass es nicht mehr so als teurer Prototyp angestrickt sein darf, sondern massenkompatibel hergestellt werden soll, der Schritt fehlt dann in dieser Betrachtung. Es wird so pauschal gesagt: „Naja, 32 Zoll ist jetzt erstmal irgendwie für alle besser“, weil sich das natürlich auch marketingmäßig viel leichter verkaufen lässt.
Weil der Beleg da ist: „Hier, damit haben wir nämlich das Anbau gewonnen.“ Und ich finde das dann schon auch irgendwie gut, dass dann so in der Gesamtbetrachtung die Betroffenen mal sagen: „Hier, Moment mal, ich finde, ihr solltet mal darüber nachdenken, das könnte nicht passen.“ Ja, und so sind wir jetzt immerhin bei diesem Schritt 32, äh, Entschuldigung, 30,5 Zoll.
Und wie gesagt, ich würde es begrüßen, dass das bisher etablierte Maß von 29 oder 28 Zoll da auch noch erhalten bleibt. Und ja, für viele 27,5 auch Kinderräder zum Beispiel, die im Moment noch nicht in den Genuss kommen können, irgendwie so ein Rennrad oder ein Gravelbike auszuprobieren, wenn sie 7, 8, 9 Jahre sind oder noch mit krassen Kompromissen.
Und wenn das Maß verschwindet, dann werden die Chancen weniger. Das haben wir auch schon mal erlebt, als es beim Rennrad noch ein 26 Zoll Maß gab. Da gab es super Rennräder für kleine Menschen und für Kinder. Das ist ausgestorben. Dann gab es keine Laufräder, keine Reifen, keine Komponenten mehr. Und dann sind auch die Rahmenhersteller abgesprungen. Seitdem sind Jugendrennräder ein echt schweres Thema.
Und damit beschneidet man sich eigentlich auch wieder selbst. Also macht die Zielgruppe ja eigentlich kleiner oder die Gruppe der Menschen, die man ernst nimmt. Ich würde bei den Kindern nicht zustimmen. Ich würde das viel weiter sehen als nur Kinder. Aber mal egal.
Machen wir mal diese Gesamtbetrachtung, die du eben genannt hast, und stellen wir uns mal nicht vor, wir wären irgendwo rund um Emporia und fahren auf irgendwelchen kilometerlangen geraden Gravelstrecken durch die Landschaft. Wir sind auch nicht in Girona und fahren dort auf irgendwelchen Pisten, sondern gehen wir mal in den Alltag.
Meiner Beobachtung nach ist das Gravelbike im Alltag besonders erfolgreich. Ich würde schätzen, ohne dass ich jetzt genau gezählt habe, dass der Großteil der Gravelbikes, die ich hier in Leipzig in der Stadt sehe, Räder sind, die im Alltag eingesetzt werden, zum Pendeln, zum Sport machen, um einfach Wege zurückzulegen. Und ich glaube, das ist auch so ein Erfolgsfaktor: diese Multifunktionalität und diese Praktikabilität dieses Rades.
Was bedeutet das jetzt alles für dieses ganz normale Gebrauchsrad, das viele von uns fahren? Das ist eine sehr gute Frage, die ich auch so irgendwie noch – naja, doch, eigentlich kann ich sie schon abschätzen. Also dieser Trend oder diese Innovation wird natürlich, wie so üblich, irgendwann vom Profisport über teure Serienprodukte und dann von teuren Serienprodukten an die Mittelklasse und an die Einsteigerräder weitergereicht.
Und ja, das ist halt wirklich eine Frage, wie jetzt in naher Zukunft damit umgegangen wird. Wenn wir jetzt das Beispiel Cube nehmen, das ist nur das eine Beispiel, aber da gibt es halt die Größe S in 30,5 Zoll, XS, Entschuldigung, und ab S schon 32. Wie gesagt, wir finden das tendenziell zu groß.
Aber es kann natürlich passieren, wenn sich kein Hersteller dagegen stemmt oder Laufradhersteller oder Reifenhersteller und sagt: „Ja, das ist der richtige Weg, die zwei Reifengrößen sind genug und damit können wir alles bauen“, dass sich die gesamte Gravelbike-Landschaft dann auch dementsprechend umkrempelt.
Also auch das Alltagsgravelbike mit Alurahmen und Beleuchtung und Schutzblechen und Gepäckträger wird es dann vielleicht in Größe XS in 30,5 und in den Rest in 32 Zoll geben. Das ist dann tendenziell nochmal mehr zu groß, weil da müssen ja noch Schutzbleche drüber. Die sogenannte Fußfreiheit, damit da kein Toe Overlap auftritt, vergrößert dieses Problem nochmal.
Deswegen kommt jetzt hier meine These: Wir sprechen jetzt ja hier über das Gravelbike, weil wir das Gravelbike sehr mögen, und wir sprechen kritisch darüber. Nun würde ich es aber mal umdrehen und sagen: Okay, wenn das so ist, dass ich das sportliche Gravelbike, das womit ich Leuten verspreche, dass sie damit Rennerfolge einfahren, und es möge manchen von diesen Menschen auch gelingen, dann könnte es doch sein, dass sich eine andere Kategorie, eine andere Radklasse so ein bisschen abkoppelt, weil man sagt: „Das funktioniert einfach nicht mehr, was ihr dort macht im Sport.“
Ich habe hier Schutzbleche, ich habe diese und jene Lösung, ich habe natürlich Leute aller möglichen Größen, die damit auf Arbeit, zum Kindergarten, in die Schule, sonst wo hinfahren und auch in Urlaub. Und vielleicht ist das ja dann gar nicht so schlecht und es entsteht etwas. Ich habe das mal hier skizziert. Ich habe das genannt: das Alltags-Allroad-Bike.
Das vereint das Beste aus Renn- und Reiserad, denn das macht ja das Gravelbike auch schon so ein bisschen. Cyclocross kommt auch noch rein. Und natürlich, es klingt so ein bisschen danach auch nach dem Trekkingrad, also diesem Alltags-Multifunktional-Allwegefahrzeug, was aber zum Glück dynamischer daherkommt, weil es ja was von diesen sportlichen Kategorien gelernt hat.
Könnte das sogar dafür sorgen, dass so eine Kategorie dann, dass Hersteller sagen: „Okay, dann entwickeln wir genau auch in die Richtung, wenn sich die Sportler so abkoppeln.“ Ja, das wäre in der Theorie eine logische Auflösung dieses Problems. Aber so etwas hat halt in der Vergangenheit – oder ich sage mal so, es gab in der Vergangenheit viele Beispiele, die gezeigt haben, dass so etwas nicht funktioniert.
Da ist halt dann auch die Kundschaft manchmal zu eitel vielleicht oder vielleicht auch irgendwie zu naiv, weil man dann doch irgendwie drauf aus ist, das zu fahren, was bei den Profis auch so angesagt ist oder was so diese Optik hat oder so daherkommt. Also, weiß ich nicht. Beispiel: aerodynamische Rahmenformen sind irgendwie nur gefragt, wenn man Geld damit verdient, auf das Podium zu fahren. Nur dann ergibt es wirklich Sinn.
Aber es finden sehr viele Menschen gerade deswegen ästhetisch und kaufen es dann. Und deswegen wird es eben gemacht. Und so etwas könnte halt dort auch passieren. So ein 32 Zoll Gravelbike hat schon echt eine sichtbar andere Optik. Die sehen halt echt anders aus. Und es ist dann so eine Frage der Sehgewohnheiten. Man sieht es dann da bei den Profis und will dann eben dieses dynamische Image auch in den Alltag tragen.
Deswegen fahren die Menschen jetzt diesen Rennlenker, obwohl 95 Prozent der Menschen nie in den Unterlenker gegriffen haben. Das halte ich für ein Gerücht. Das halte ich wirklich für ein Gerücht. Zumindest die, die das als Pendlerrad benutzen. Auch das halte ich für ein Gerücht.
Ja, ich würde denken, dass du die unterschätzt. Ja, vielleicht unterschätze ich das. Aber ja, ist ja wirklich notwendig. Also der Sinn, weswegen der Rennlenker mal entwickelt wurde, ist in diesem Stadtverkehr, in diesem urbanen Gebrauch, ja eigentlich fast nicht vorhanden. Das würde ich nicht sagen.
Für dich? Ne, nicht mal für mich. Also ich sehe selten in der Stadt Gravelbiker, die immer Unterlenker fahren. Ja, aber allein schon, wir wissen ja, dass dieser Lenker ganz viele mögliche Griffpositionen bereitstellt. Und der kommt ja nicht nur vom Rennrad aus, sondern zum Beispiel auch vom Reiserad. Und das aus Gründen. Nämlich, dass ich nur mit diesem Lenker eigentlich so eine Variabilität habe.
Wenn wir jetzt mal von irgendwelchen Barends oder so beim Flatbar absehen. Ich kann meine Griffposition ändern. Ich kann also auch eine Stunde auf Arbeit fahren, damit mir nicht die Hände einschlafen. Und ich kann klar, es gibt Leute, die fahren viel mit Unterlenker. Es gibt Leute, die fahren wenig mit Unterlenker. Aber egal, das ist jetzt unsere kleine Super-Nerd-Diskussion.
Ich würde das mal umdrehen, Jens. Wenn du recht hast und wenn sich das Gravelbike in eine Richtung entwickelt, wo es nicht mehr so gut auf den Alltag adaptierbar ist, könnte man dann nicht sagen, dass sich Hersteller, die das betreiben, so ein bisschen selbst in die Kniescheibe bohren damit? Weil sie sich ja eines großen Marktes – ich habe die Durchschnittsgrößen von Menschen genannt – und was für ein Erfolg dieses Rad ist im Alltag, das sehen wir jeden Tag.
Mal so gefragt: Treibt man es zu weit damit? Es gibt ja nun durchaus auch Beispiele, wo eine Ausdifferenzierung so weit geht, dass sie irgendwann nicht mehr trägt. Und genauso wie diese Sorterade gerade im Trend ist und wie wichtig das ist, ist ja nicht gesagt, dass das nicht irgendwann aufhört. Beziehungsweise kann man die Uhr danach stellen: Es wird irgendwann aufhören.
Also treibt man es zu weit? Ich sage mal, das wird der Markt dann schon regeln. Also die Hersteller werden wahrscheinlich verschiedene Wege probieren und sich so rantasten, was wird denn gekauft. Und wenn sich dann herausstellt, dass eben das 32 oder 35 Zoll Gravelbike in mittleren und unteren Preisklassen ein Ladenhüter wird, weil man da keine Schutzbleche mehr dran bauen kann, weil man in der Reifengröße beschränkt ist, weil sich eine Sitzposition nicht mehr einstellen lässt, dann werden sie entsprechend reagieren und kleinere Laufradgrößen für solche Räder anbieten.
Ich bezweifle, dass dort eine klare Grenze sein wird, sondern fließende Übergänge, wie wir es jetzt schon öfters gesehen haben. Und wie auch gerade das Gravelbike ist dafür prädestiniert, fließende Übergänge zu schaffen, auch zwischen Kategorien. Dann wird einer kommen, der wird sagen: „Mit dem kannst du beides machen. Da kannst du Rennen fahren und ein Schutzblech mit Beleuchtung dran bauen, weil es hat 29,9 Zoll oder so.“ Aber das ist jetzt ein Spaß.
Aber es kann auch sein, dass der Markt sagt: „Ich, das 32 Zoll, das sieht progressiv fortschrittlich aus. Ich will auch, dass meine Optik so ist und das Schutzblech ist mir dann jetzt wurscht. Ich fahre einfach ohne.“ Und die 29 Zoll Schutzblechbikes werden zu Ladenhütern. Die Wahrscheinlichkeit halte ich für geringer, aber der Markt ist manchmal unberechenbar. Man weiß es nicht. Manchmal folgt er nicht logischen Gesetzen.
Das wird man dann sehen. Aber es wird definitiv das weitergeben, was auch verkauft wird, was die Leute gutieren. Klar hängt das auch ein bisschen mit einer Kommunikation zusammen, wie die Hersteller das anpreisen, verkaufen und schmackhaft machen. Ganz sicher. Das ist auch eine journalistische Dimension. Hat das eine Aufgabe? Was ist denn gut für euch?
Und natürlich die Beratung. Aber auch da ist ja ein Händler nicht neutral, was die Beratung angeht, sondern von den Herstellern abhängig und deren Produkten. Ja, insofern werden wir das sehen. Also ich würde da jetzt keine so eindeutige Prognose abgeben. Aber meine Tendenz geht schon dahin, dass mindestens mal 28 Zoll bleiben wird, damit solche Räder weitergebaut und existiert werden können.
Und ja, dem Entwickler, dem 1,80 m großen Anbau und Rennfahrer, dem muss man jetzt auch nicht den Vorwurf machen, dass er das Schutzblech nicht bedacht hat. Das ist eine Frage, die kommt hinterher. Ich will jetzt nicht auf dem Schutzblech rumreiten, aber ich rede von dieser Alltagsnutzung für alle möglichen Menschen oder eben aus Herstellersicht so viele Menschen wie möglich, die ich abholen will.
Ich habe noch drei ganz kurze Fragen. Und zwar hast du eben gesagt, der Markt wird das dann schon richten oder über den Markt wird das schon geregelt werden. Ich kenne diese Sichtweise. Ich teile die auch oft, wenn mich jemand fragt. Also ich denke klar, am Ende verkauft sich nur das, zumindest nachhaltig, wo wirklich ein Bedarf besteht.
Aber manchmal zweifle ich doch an diesem Markt, weil wenn man jetzt nachliest unter Artikeln, wo es um diese Laufradgrößenproblematik geht und sowieso mit ein paar Leuten spricht, dann gibt es Leute, die sagen: „Ich habe hier ein Rennrad, zum Beispiel, das hat 27,5 Zoll. Das gab es vor wenigen Jahren noch von großen Herstellern.“ Also gerade was diese Laufradgröße anbelangt. Und es gibt einfach keine Teile mehr dafür.
Und du siehst, es ist also eine Nachfrage da. 27,5 Zoll Reifen auf jeden Fall werden nicht mehr angeboten. Also funktioniert das dann immer so gut mit dem Markt? Oder ist es dann doch irgendwie so, dass man letztlich gar nicht so viel Kraft hat, nicht so viel Ressourcen, was auch immer, um das in der Breite anzubieten?
Ja klar, die Kraft fehlt. Das ist natürlich schon beschränkt. Und auch die Nachfrage ist eingeschränkt. 27,5 Zoll ist ein Maß, das von Canyon, wir können es glaube ich auch sagen, als Größe XS und XXS bei Rennrädern und Gravelbikes angeboten wurde, aber nicht mehr angeboten wird. Oder ich glaube nur noch bei Gravelbikes. Bei Rennrädern hat sich das Thema inzwischen wieder erledigt.
Und es spricht dann aber schon dafür, dass die Nachfrage einfach nicht da war, sondern dass sie zu gering ist, als dass sie dieses Momentum erreicht, dass alle auch mitmachen. Natürlich ist es für Canyon wahrscheinlich ein leichtes, so eine Rahmenform noch zu machen. Aber es müssen die Laufrad- und Reifenhersteller und so, das muss sich also dieses Rad muss in Schwung geraten, damit dieser Markt funktioniert.
Und dort hat man eben gesehen, dass die Nachfrage dafür offensichtlich nicht ausreicht, Straßenräder dafür zu bauen und hinzubieten. Vielleicht habe ich da auch eine Brille auf, aber ich sehe diese Nachfrage, also zumindest nach Reifen, auf jeden Fall. Ich sehe die bei Leuten, die solche Räder besitzen. Ich sehe die in meinem Umfeld, ich sehe die auch bei mir.
Und ein Reifen, der entwickelt ist, fertig ist, wo die Form existiert, den man einfach nur weiter produzieren muss, und der wird aber an vielen Stellen eingestellt, dann frage ich mich dann, wenn ich so oft davon mitbekomme. Aber vielleicht ist das auch meine eigene Verzerrung. Und hier geht es nicht um meinen eigenen Laufradvorlieben, sondern es geht um 32 und 30,5 Zoll.
Meine vorletzte Frage an dich ist: Wir haben gesagt, die Vorteile und die Argumente dafür sind vor allen Dingen Überrollverhalten und so ein bisschen Schwungmasse. Wenn man das gut findet, dass das länger rollt. Und einen ganz großen Vorteil hast du auch gesagt: Optik. Das hat irgendwie eine eigenständige Optik.
Wenn wir einen Strich darunter machen und ich dich frage: „Jens, ist es das wert, ja oder nein?“, was würdest du sagen? Persönliche Einschätzung? Für mich persönlich, ich glaube, ich muss es erst mal extensiv ausprobieren, um diese Frage zu beantworten. Aber ich bin nicht abgeneigt.
Also ich könnte mir vorstellen, dass ich mich überzeugen lasse. Es ist jetzt noch nicht so weit von den Fahreigenschaften. Von den Fahreigenschaften, ja. Also so aus meiner Erfahrung heraus, die ich mit Mountainbikes gemacht habe, das war halt ein Riesensprung. Das hat vor sich so viel besser, da von 26 auf 29 umzusteigen. Da war der Sprung natürlich noch riesengroß und das Gelände war schwieriger.
Wir reden jetzt hier beim Gravelbikes dann nicht von einem ganz so großen Sprung. Aber ich könnte mir vorstellen, dass mich das schon persönlich überzeugt, weil ich 1,80 Meter groß bin und von den Nachteilen dann eben nicht so affektiert bin. Insofern, ja, bin ich offen. Muss man auch dann erstmal ausprobieren.
Und meine letzte Frage ist: Diese Innovation, dieser beiden Laufradgrößen, wo kommt die jetzt her? Wir haben am Anfang dazu gesprochen, wo die herkommen können in der Fahrradwelt. Wo hat die ihren Ursprung, diese konkrete Zahl jetzt? Na, 32 und 30,5?
Ich kann dir nochmal dazu sagen, dass ich vor einer Weile hier mit Christoph Süße von der Firma Sauer gesprochen habe, ein Rahmenhersteller aus Dresden, der Prototypen gebaut hat. Inzwischen ist es, glaube ich, auch ein Serienmodell, aber auch für andere Firmen, mit denen er experimentiert hat, was 32 Zoll betrifft.
Und ich habe ihn auch gefragt: Wo kommt das her? Und er hat gesagt: „Spieltrieb.“ Ein ganz großer Faktor ist Spieltrieb in dieser Branche. Ja, das bestimmt auch. Ja klar, ist das ein bisschen Spieltrieb und auch die Suche nach, wie wir es schon mal gesagt haben, nach Innovationen und Alleinstellungsmerkmalen.
Wie setze ich mich von den anderen ab? Auch dieses Gravelbike, das ist so gefühlt auch irgendwie ausentwickelt. Es funktioniert super. Die Geometrie hat man hingekriegt, die richtige Reifenbreite oder so variabel gemacht, dass da ganz viele verschiedene Reifenbreiten gefahren werden können.
Und da fehlt jetzt irgendwie: Wo geht es denn jetzt weiter? Und mit logischen Denken meine ich aber auch, dass es natürlich in der Historie schon ganz viel Wissen darüber gibt: Was machen denn Laufradgrößen? Was verändert sich denn da? Ich erinnere mich, ohne den Namen jetzt nennen zu können, es gibt da so einen Tüftler.
Das ist auch noch gar nicht so lange her. Der hat da so mit 36 Zoll Mountainbike selbst gebaut, so Experimente gemacht. Und auch das war in den Medien. Es gibt einen deutschen Rahmenbauer, Le Canard im Ruhrgebiet Bochum. Auch da wurde schon kommuniziert, was das für Vorteile bringt und sowas.
Insofern ist es für mich schon relativ logisch, dass man da irgendwann diesen Gedanken hat. Und wenn man merkt: „Okay, ich kriege das hin, ohne dass das so zu Kompromiss behaftet ist“, dann versuche ich das. Dieser Spieltrieb ist ja auch ein wunderbarer Antrieb.
Also ganz viele Lösungen in dieser Fahrradwelt, die wir haben, haben, glaube ich, ihren Ursprung dort. Die Kritik an der Stelle ist jetzt nur so: Okay, wenn wir hier schon in die eine Richtung so deutlich gehen, dann lasst uns bitte die andere Richtung oder die Größen, die wir sowieso schon nicht so richtig abbilden können oder bedienen können, lasst uns die nicht vergessen.
Und diese Tendenz ist, glaube ich, dass man die eben vergisst dabei. Bis zum Beweis des Gegenteils. Das ist das, was Leute irritiert daran. Und auch wenn ich diesen Spieltrieb total gut finde und auch neue Fahrradtechnik total interessant, an der Stelle ist es jetzt wirklich so für mich, dass ich gedacht habe: „Mensch, Gerolf Meyer, hier bist du mal nicht so klar für dich persönlich positioniert.“
Ich habe da große Fragezeichen. Aber vielleicht haben die sich auch ein bisschen aufgelöst. Denn Jens Klötzer, unser Technikfreund, ist mal wieder hier im Studio gewesen. Wir haben über Fahrradtechnik gesprochen. Und lieber Jens, ich sage dir vielen Dank dafür.
Und mir ist noch eine Idee gekommen zu einem neuen Thema, während wir hier gesprochen haben. Das werde ich dir jetzt gleich sagen. Und dann schauen wir mal, ob… Wir das umsetzen können. Vielen Dank, dass du hergekommen bist. Ja, danke. Auch. Und zwar sicher nicht das letzte Mal, dass wir über dieses Thema gesprochen haben. Hast du gesagt, sicherlich oder sicher nicht? Alles klar. Dann werden wir sehen. Danke dir. Danke auch.
Ich habe nach dieser Aufnahme mit Jens noch eine ganze Weile über dieses Thema nachgedacht.
Und für mich ist die Frage offen: Sind diese größeren Laufradgrößen ein weiterer sinnvoller Schritt für die Entwicklung des Fahrrads, so wie es zum Beispiel 29er am Mountainbike gewesen sind?
Oder spitzt sich hier eine Radgattung selbst so weit zu, dass sie sich gleichzeitig in ihrem Potenzial beschneidet, weil sie für viele Menschen und einige Anwendungen nicht mehr so gut passt? Das alles ist, wie gesagt, offen. Es ist Spekulation und auch deswegen schon interessant.
Und Jens hat im Gespräch auch einen Rahmenbauer erwähnt, der einen 36-Zoll-Rad für einen großen Menschen vorgestellt hat. Und ich glaube, er hat damit nicht, wie er es mal vermutet, Le Canard aus Bochum gemeint, sondern Hohenzeigers aus Bischofsgrün in Oberfranken.
Ich habe euch einen Link zu einem Test dieses Rades in die Show Notes gepackt. Und wie das alles weitergeht mit den Laufradgrößen und den Rädern, die damit durch die Gegend rollen, das können und werden wir beobachten.
Wenn ihr Ideen dazu oder Erfahrungen damit habt, dann schreibt sie mir gerne an antritt@app.detektor.fm auf Instagram oder Mastodon. Und wenn ihr findet, dass es gut ist, dass solche Entwicklungen in einem Fahrradpodcast fundiert diskutiert werden, dann springt doch auf bei uns im Peloton.
Wir möchten einen unabhängigen und vielfältigen Fahrradpodcast machen, der für alle Menschen hörbar ist und nicht hinter einer Paywall verschwindet. Dafür haben wir das Ziel von 400 Mitgliedern in unserem Peloton bis Ende des Jahres. Und wir sind diesem Ziel schon deutlich näher gekommen. Es ist in Reichweite.
Das liegt an all den Leuten, die jetzt schon dabei sind. Ein paar von denen habe ich am Anfang dieser Folge aufgezählt. Und wenn ihr jetzt auch wissen wollt, wie ihr ab 3 Euro im Monat mitfahren könnt und wie das mit Steady funktioniert, dann schaut doch in die Show Notes.
Dort findet ihr den Link zu Steady und den zu der Folge, in der ich mit Christian über die Arbeit am Antritt spreche. Und außerdem geht es dort auch zu den Folgen mit Christoph von Sauer und mit Wade vom Escape Collective, die ich im Gespräch mit Jens angesprochen habe.
Diese Folge hat Paula Bültemann geschnitten und ich hoffe, ihr könnt euch aus dem Gespräch was mitnehmen. Ich freue mich schon auf die nächste Ausgabe, in der es um ein ganz anderes Thema gehen wird.
Und bis die am 6. November erscheint, wünsche ich euch einfach gute Fahrt. Und wenn ihr Christian und mich am 7. November in der Scheune in Dresden zu einem Live-Podcast treffen wollt, schaut auch dafür einfach in die Show Notes.
Bis dann. [Musik: Bilderbuch – Push Reality]