Musikzimmer: Ausgabe 04/2015

Das Musikzimmer im April

15.04.2015

Diesen Monat im Musikzimmer: Die Kölner Band Lingby bläst ins Waldhorn, Karl die Große ist unsere Band des Monats und in der Demoecke wollen fünf spannende Newcomer ebendiesen Titel erlangen.

Das Neueste aus der Musikszene im deutschsprachigen Raum. Bild: detektor.fm

Playlist

  1. Schrottgrenze – Zeitmaschinen
  2. Karl die Große – Mal gucken was passiert (Band des Monats)
  3. Leo hört Rauschen – Kunst
  4. Lingby – This Takes Me Out (detektor.fm-Session)
  5. Lingby – Tired Eyes (detektor.fm-Session)
  6. Dropout Patrol – Love, Aren’t We Angry
  7. Leyya – Superego
  8. Dagobert – Rede mit mir
  9. Soap&Skin – Mawal Jamar

Die nächste Musikzimmer-Ausgabe gibt’s am 20. Mai. Bis dahin läuft immer mittwochs um 19 Uhr im Wortstream die Wiederholung der aktuellen Ausgabe.

Derweil könnt ihr in der Demoecke über unsere nächste Band des Monats abstimmen. Ihr macht selbst Musik? Wir bringen euch ins Radio! Schickt uns eure Songs, am besten per Link (Soundcloud, Bandcamp, Dropbox…) an musikzimmer@detektor.fm.


Musikzimmer-News

Bilderbuch und der Peugeot-Werbespot

Das Video zu „Maschin“ mit dem quietscheentchengelben Lamborghini hat der österreichischen Band Bilderbuch im letzten Jahr zum Durchbruch verholfen. Ein bisschen was von ihrer Coolness wollte jetzt wohl auch der Autohersteller Peugeot abhaben. Musik und Ästhetik des neuen Peugeot-Werbeclibs erinnern nämlich stark an eben genau jenes „Maschin“-Video. Dafür hagelte es bald spöttische Kommentare in den sozialen Netzwerken. Die Band äußerte sich dazu eher nüchtern: Da sei ein klassisches Soundalike, wie es in der Werbung täglich vorkomme. Dagegen könne man meistens nichts machen.

Binoculers sind zurück mit neuem Album, Tour und Crowdfunding

Drei Jahre sind seit dem letzten Album von Binoculers vergangen, demnächst gibt es neues Material. Unter dem Titel „Adapted to both shade and sun“ erscheint das nunmehr dritte Album der Hamburger Band. Vormals das Ein-Frau-Projekt von Nadja Rüdebusch, ist Binoculers nun ein Duo: Multi-Instrumentalist Daniel Gädicke ist mittlerweile fester Teil der Band. Die Songs für Album Nummer drei sind fertig aufgenommen und gemixt, jetzt fehlt nur nach das Geld, um sie auf physische Tonträger zu pressen. Dafür haben Binoculers eine Crowdfunding-Kampagne gestartet.

Denovali Records feiert 10. Geburtstag

Experimentelle Musik mit depressiv-melancholischer Grundstimmung aus den Bereichen Ambient, Electronica, Jazz und Moderner Klassik ist das Hauptanliegen des Bochumer Labels Denovali Records. Das klingt zwar zunächst nicht nach einem vielversprechenden Geschäftsmodell, aber Denovali feiert in diesem Jahr immerhin schon seinen 10. Geburtstag. Begangen wird das Jubiläum mit Wiederveröffentlichungen aus den ersten Jahren des Labels und der Konzertreihe Denovali 10. In ausgewählten Städten wie Utrecht, Köln, Leipzig und Wien spielen Künstler wie Greg Haines, Orson Hentschel oder Field Rotation.

Rocko Schamoni präsentiert „Die Vergessenen“

Eigentlich wollte Rocko Schamoni gar keine Musik mehr machen und sich nur noch Literatur und Theater widmen. Das Angebot, für eine Theaterfestival einen Musikabend zu gestalten und zwar komplett mit Big Band, konnte er dann doch nicht ausschlagen. Das Ergebnis ist „Die Vergessenen“ – eine Auswahl von Songs aus den letzten 50 Jahren deutscher Popgeschichte. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei weniger um Hits, als um Songs, die bislang wenig Anerkennung fanden. Mit dabei sind Stücke von Hildegard Knef, Mutter, FKS und GUZ. Das Album „Die Vergessenen“ von Rocko Schamoni & Mirage erscheint am 22. Mai bei Staatsakt.

Dokumentarfilm über unabhängige Musiker erscheint

„Freiheit, Freiheit, Wirklichkeit. Ein Film über Leben mit Musik.“ heißt die Dokumentation der Filmemacher des relativ kollektiv. Im Zentrum steht das Spannungsverhältnis zwischen künstlerischer Freiheit und wirtschaftlichen Realitäten, das tägliche Abwägen zwischen Leidenschaft und Notwendigkeit. Dafür wurden die die Protagonisten des Leipziger Labels und Netzwerks Analogsoul ein Jahr lang begleitet. Der Film erscheint im Mai und wird zunächst vor allem auf Festivals zu sehen sein. Tickets für die Premierenfeier in Leipzig sind bereits in einem dafür eingerichteten Crowdfunding erhältlich.