Musikzimmer – Ausgabe 06/2015

Das Musikzimmer im Juni

18.06.2015

Diesen Monat im Musikzimmer: Wir blicken zurück auf das Studiokonzert mit Kafka Tamura und das Immergut-Festival, hören rein in die DJ-Kicks von DJ Koze und spielen neue Musik von Roosevelt, Sea + Air und Hundreds. Dazu die Demoecke und die Band des Monats Elephants On Tape.

Das Neueste aus der Musikszene im deutschsprachigen Raum. Bild: detektor.fm

Playlist

  1. Roosevelt – Hold On
  2. Kafka Tamura – Feral Child (detektor.fm-Studiokonzert)
  3. Elephants On Tape (Band des Monats)
  4. Zwanie Jonson – Golden Song
  5. Sea + Air – Follow Me, Me, Me
  6. Trümmer – Scheinbar
  7. DJ Koze – I Haven’t Been Everywhere But It’s On My List (DJ-Kicks)
  8. Sven van Thom – Nicht schon wieder Sommer
  9. Hundreds – Who Is It? (Björk Cover)

Die nächste Musikzimmer-Ausgabe gibt’s am 15. Juli. Bis dahin läuft immer mittwochs um 19 Uhr im Wortstream die Wiederholung der aktuellen Ausgabe.

Derweil könnt ihr in der Demoecke über unsere nächste Band des Monats abstimmen. Ihr macht selbst Musik? Wir bringen euch ins Radio! Schickt uns eure Songs, am besten per Link (Soundcloud, Bandcamp, Dropbox…) an musikzimmer@detektor.fm.


Musikzimmer-News

Neue Alben in den Startlöchern

Los geht der neue-Platten-Marathon mit unseren Lieblingspopchaoten von Stereo Total. Francoise Cactus und Brezel Göring lassen ihre bisherige Bandgeschichte auf einer Best Of Revue passieren. „Yéyé Existentialiste” heißt das gute Stück und darauf gibt es ganze 28 Songs aus den letzten 22 Jahren Stereo Total.

Um die unendliche Liebe zum Schlaf geht es beim neuen Projekt von Ja Panik-Sänger Andreas Spechtl. Projekt und Album heißen passenderweise auch Sleep und dabei soll es sich um eine Mischung aus Pop- und Folksongs handeln. „Sleep“ erscheint am 24. Juli.

Gabi Delgado und seine Deutsch-Amerikanische Freundschaft zählen neben Kraftwerk zu den einflussreichsten Bands im Bereich der elektronischen Musik. DAF lösen sich in diesem Jahr zwar auf, dafür macht Delgado alleine weiter. Im August erscheint sein zweites Soloalbum, das schlicht „2“ heißt.

Vor kurzem erhielten Eleni Zafiriadou und Daniel Benjamin alias Sea + Air den Musikautorenpreis als bester Nachwuchs. Sich auf Lorbeeren ausruhen ist aber nichts für das Duo, im August erscheint ihre zweites Album „EVROPI“ bei Glitterhouse.

Erste interaktive Chronik der Berliner Musikszene online

Berlin ist ein Musikmekka. Bei so vielen interessanten Bands und Künstlern fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Dieses Problems haben sich jetzt die Leute hinter The Open Stage Berlin angenommen. Sie produzieren Videos von Künstlern an ungewöhnlichen Orten. Die Bands präsentieren dabei einen ihrer Songs live. Dabei sind bis jetzt schon über 100 Videos entstanden, und jede Woche kommen neue hinzu. Wer sich für die Berliner Musikszene interessiert, findet bei „The open stage“ viel Spannendes. Mit dabei sind unter anderem Pretty Mery K, Lake Felix und Alice Phoebe Lou. Mehr Informationen unter theopenstageberlin.de.

Musicboard Berlin präsentiert den Clubkataster

Und noch mehr Berlin: Ausgehen und Feiern kann man dort ja bekanntlich jederzeit. Einen Überblick über Räume und Flächen der Berliner Kreativwirtschaft gibt jetzt der Clubkataster. Er soll vor allem dazu dienen, bei Bauvorhaben die Interessen aller Beteiligten besser berücksichtigen zu können. Außerdem können andere Entwicklungen, wie z.B. die Schließung oder Verdrängung von Clubs durch andere Nutzungen dokumentiert werden. Das Land Berlin möchte so ein positives Miteinander zwischen Anwohnern und Clubs fördern. Aktuell umfasst die Datenbank 373 aktiv betriebene Musikspielstätten, darunter 123 Clubs, aber auch Galerien, Theater und Open Air Venues.

Thees Uhlmann geht unter die Literaten

Singende Schauspieler sind inzwischen ein alter Hut. Seit einigen Jahren schon geht der Trend in Richtung schriftstellernde Musiker. Nach Sven Regener und Jochen Diestelmeyer kann man demnächst auch Thees Uhlmann nicht nur hören, sondern auch lesen. Sein Debütroman heißt „Sophia, der Tod und ich“ und ist nach eigenen Angaben „ein erotischer Roman auf plattdeutsch“. Das kann man glauben oder auch nicht. Überprüfen lässt sich das spätestens ab dem 8. Oktober, dann erscheint „Sophia, der Tod und ich“ bei Kiepenheuer & Witsch.