Detektor FM destilliert die spannendsten, skurrilsten und witzigsten Interviews von detektor.fm. Wir schreiben den März 2026. Das ist der kleine, aber feine detektor.fm hinter den Kulissen Podcast. Und hier ist es gute Sitte, dass ich das nicht alleine mache, sondern meistens mit einer Gästin. Und diesmal sogar mit zwei Gästinnen. Macht man das so? Sagt man Gästinnen? Gibt es das eigentlich? Ina? Ich sag Gästinnen. Ich auch. Ich finde das auch gut. Ja, dann machen wir das so. Herzlich willkommen! Wir sprechen heute in diesem Podcast über einen Podcast, mit dem ihr sehr, sehr viel zu tun habt. Der heißt „Was läuft heute?“. Da geht es um Filme, Serien und Dokus. Und ihr beide koordiniert das so ein bisschen hier im Team.
Ja, ich würde mal Ina vielleicht als erstes das Mikro rüberschieben, weil du machst den Podcast schon ein bisschen länger als ich. Ja, also wir wechseln uns da so ein bisschen durch. Jeder, der gerade von uns beiden Verfügbarkeiten hat, wir stimmen uns da ganz gut ab. Das passt ganz gut. Das ist Teamarbeit.
Guckt ihr selber gerne Filme, Serien, Dokus? Habt ihr dafür überhaupt Zeit? Manchmal sagt man: „Oh nee, das schaff ich gar nicht.“ Also ich kann mit einer kleinen Anekdote um die Ecke kommen. Ich habe versucht, ein paar Wochen aus den Plattformen rauszugehen und einfach mal sozusagen zu entgiften. Das funktioniert nicht, wenn man „Was läuft heute?“ redaktionell macht. Achso, ja. Aber so tut die komplett die… oder jetzt meinst du die bezahlten Plattformen? Also die bezahlten, ja. Also dann schon ab und zu mal noch einen Film geguckt, aber wirklich schon sehr reduziert. Und also einerseits ist es natürlich toll, weil man Zeit für andere Dinge hat, aber andererseits hat es auch ein bisschen gefehlt. Und jetzt bin ich auch wieder ein bisschen an ein paar Stellen.
Ja, ich würde nämlich auch sagen, dass das Tolle an diesem Podcast ist, wenn man ihn als Redakteurin betreuen darf, dass man halt die ganze Zeit… Man hat schon so einen Überblick. Und man bekommt halt die ganze Zeit Tipps reingespielt, bekommt mit, was so läuft. Und dann muss man sich abends nicht mehr fragen, was man wohl streamen soll, weil meistens hat man einfach irgendwie noch was im Hinterkopf. Genau, es ist eher das Problem, dass man dann in einer privaten Liste… Ja, die zu lang geht. Die noch länger wird. Die zu lang wird, was ich gerne noch gesehen haben wollen würde. Ja, das stimmt.
Aber ich finde es total toll, irgendwie, weil das kann man, glaube ich, auch mal so verraten. Die Idee zu diesem Podcast war mal, dass wir für diese Sprachassistenten was machen. Wenn die Leute da sagen: „Was soll ich eigentlich heute gucken?“ oder „Was läuft heute?“ Und das hat am Anfang auch sehr gut funktioniert, vor allem auf dem Google Assistant. Da haben es irgendwie tausende Leute genutzt. Aber mittlerweile sind die ja relativ tot. Und vor allen Dingen, also Alexa und Google Assistant und so, die haben sich ja total weiterentwickelt. Und die sind gar nicht mehr so offen für Drittanbieter wie beispielsweise uns als detektor.fm. Und mittlerweile ist dieser Podcast aber sehr, sehr erfolgreich bei Leuten, die halt genau diese Frage beantworten wollen: „Was läuft heute?“ „Was kann ich denn mal gucken? Ich brauche eine Inspiration.“ Irgendwie. Also das finde ich schon faszinierend, wie sich dieser Podcast auch, ich sag mal, da draußen sein eigenes Publikum gesucht hat. Also das ist irgendwie ganz spannend.
Na, und wir haben ihn auch von drinnen nochmal so ein bisschen abgedatet. Letztes Jahr haben wir einfach geguckt. Wir hatten ja früher drei Tipps am Tag und da konnte man nicht so sehr in die Tiefe gehen. Und das haben wir geändert und haben gesagt: Wir wollen einen Tipp am Tag, irgendwas Cooles, was ab heute Abend zu sehen ist. Und das hat ganz gut funktioniert. Und das macht auch ehrlicherweise, wenn ich ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern darf, den AutorInnen sehr viel mehr Spaß. Weil man da einfach auch ein bisschen mehr erzählen kann. Man kann mal einen Ton aus dem Soundtrack einbauen oder kann sagen: „Hier, dieser Schauspieler, diese Schauspielerin hat dort mitgespielt.“ Und so ein bisschen Querverbindungen schaffen. Und das gibt, glaube ich, nochmal so einen extra Mehrwert über die Nennung von „Was läuft heute?“ hinaus.
Ich dachte gerade: purer Wahnsinn, eigentlich drei Tipps am Tag. Wer soll das alles gucken? Ja, stimmt schon. Ja, ich finde es wirklich total auch faszinierend, wie sich dieser Podcast auch entwickelt hat. Und ich muss auch das gebe ich mal als Kompliment an euch beide weiter. Ich höre ehrlicherweise auch nicht jede Episode, weil das schaffe ich auch gar nicht. Aber wenn ich so durchscrolle, ihr habt auch ein ganz gutes Händchen für so Publikumslieblinge oder auch Kritikerlieblinge oder Kritikerinnenlieblinge. Also ich finde, ihr seid da auch ganz gut am Puls.
Erstmal muss man natürlich auch einmal Danke sagen an unser Team. Das ist einfach ein Team von freien AutorInnen, die da jeden Tag ein Stück Fernsehen oder Serien oder Dokus liefern und erzählen, was so los ist. Und das ist ganz spannend, weil die ja einfach selber unterschiedliche Geschmäcker haben und man immer sehen kann, von wem könnte das jetzt kommen. Und wer kommt gerne mit Mangas um die Ecke, wer kommt gerne mit Dokus um die Ecke. Und dann ist das natürlich auch cool, weil es einfach dadurch so eine Vielfalt hat, die so ein Podcast natürlich braucht.
Gibt es irgendwas, was ihr durch diesen Podcast oder durch die Arbeit irgendwie mehr schätzen gelernt habt? Also irgendein Format, eine Serie, eine Doku oder irgendwas, wo ihr sagt: „Das hätte ich vorher gar nicht so auf dem Zettel gehabt.“ Du meinst, was wir geguckt haben? Ehrlich gesagt, da sind wahrscheinlich echt einige Sachen dabei. Also ich glaube, ich habe vorgestern erst einen Film angeklickt, den ich mir vor kurzem gemerkt hatte. Aber da so viel durchläuft die ganze Zeit. Und ich glaube, so die Serien Highlights des Jahres, die kriegt man wahrscheinlich eh mit. Die sind natürlich bei uns auch ganz vorne mit dabei. Also kann auch schon mal vorkommen, dass sich Autorinnen auch relativ kurzfristig nochmal melden und sagen: „Leute, wir müssen unbedingt dieses Thema noch platzieren. Das wurde gerade frisch angekündigt.“ Und dass wir dann auch nochmal eben Themen ändern.
Also ganz aktuell zum Beispiel im März geht es nochmal um Hannah Montana. Ich habe es nicht kommen sehen. Das erwartet uns alle. Eine Anniversary-Sendung auf Disney. Das kam jetzt irgendwie gerade auch erst vor kurzem raus und dann wurde das natürlich auch noch eingebaut. Aber ansonsten ich habe gerade überlegt, welche Serie ich so richtig durchgebinget habe und es war zuletzt bei mir „Pluribus“. Kann ich mir vorstellen, dass ihr die auch geguckt habt? Die war natürlich bei uns auch sehr hoch im Kurs, war glaube ich auch unter unseren Jahres-Highlights.
Noch mal oder? Ich habe sie nicht geguckt. Worum geht es? Puh, also es geht… Danke, dass du es machst. Du kannst mich ja genau das erinnern. Ich versuche zu ergänzen. Also eine Science-Fiction Serie, also spielt in der Zukunft. Ich weiß gerade nicht mehr, 2050 oder 2060 oder so, also gar nicht so weit weg. Sagen wir Zukunft. Genau, nähere Zukunft. Und die Menschheit wurde von so einer Art Virus infiziert und ist jetzt zu so einer Art Schwarmintelligenz geworden. Und auch Happy Place, so ein bisschen, alles ist ganz toll. Und ja, genau, also alle Menschen auf der Welt teilen dieselben Erfahrungen und dieselben Gefühle, sind irgendwie alle verbunden und sind aber in so einer Art besseren Welt, außer ein paar ganz wenigen Menschen, die irgendwie resistent sind gegen dieses Virus und die jetzt glaube ich nicht so ganz wissen: Ist es jetzt cool? So hot or not? Und es ist auch wirklich als Zuschauer auch total schwer zu entscheiden, weil es hat sogar ein paar positive Aspekte, weil es gibt zum Beispiel keinen Krieg mehr und auch keinen Hunger mehr. Es gibt eine skurrile Lösung dafür, das spoilere ich jetzt nicht. Aber es ist natürlich auch komplett absurd und ja, auch irgendwie zu krass.
Ja, klingt crazy. Es ist total. Also ich hab’s beim Zuschauen, ich finde ehrlicherweise vor allem so die ersten 1, 2, 3 Episoden fand ich besonders stark. Ich fand hinten raus hat es ein bisschen verloren sogar. Aber so diese… es gibt dann eine Hauptdarstellerin, das kann man so sagen, die halt dann irgendwie versucht, mit dieser Welt klarzukommen und die fremdelt natürlich. Und wirklich alle sind so super happy und nice und shiny und so. Und sie sagt so: „Was ist denn hier los, Leute?“ Also sie traut dem Frieden nicht so richtig. Und das spielt sie einfach sehr, sehr gut. Und es ist auch irgendwie toll erzählt, auch tolle Shots und wie sagt man? Cinematographisch? Naja, jedenfalls bildlich. Das ist sehr sehr, sehr gelungen und auch toll erzählt und so. Also wirklich eine Dystopie, eigentlich eine schöne, interessante, sehenswerte Dystopie. Und glaube ich auch was für Leute, die sonst jetzt keine Science-Fiction-Serien gucken wollen.
Genau. Ich bin gar nicht so ein Sci-Fi-Fan, aber ich fand das irgendwie relativ nah dran. Also es ist nicht so weit weg auch von Covid und so. Also da gibt es irgendwie ein Virus. KI, genau so. Ja, vielleicht füllen wir das mal zu Gemüte. Ja. Sehr schön.
Jetzt ist es ja auch so, dass sehr, sehr viele Menschen diesen Podcast über verschiedene Podcast-Plattformen hören. Aber es gibt auch einige, die „Was läuft heute?“ über den Daily Drive hören. Und jetzt hier heute in dieser Ausgabe dürfen wir auch schon darüber sprechen: Spotify wird den Daily Drive einstellen. Das heißt, diese Playlist, wo man täglich einen neuen Podcast bekommt, gemischt mit seiner Lieblingsmusik, was Spotify denkt, was seine Lieblingsmusik ist oder deine, die gibt es bald nicht mehr. Ab Mitte März ist es vorbei. Ich glaube, 12. oder 13. März, nagelt mich jetzt nicht genau drauf fest, aber so gut zwei Wochen gibt es noch den Daily Drive und dann ist Feierabend. Das heißt, alle Leute, die „Was läuft heute?“ bisher dort genutzt haben, das muss man hier vielleicht so explizit auch mal sagen, sollten den Podcast entweder direkt bei Spotify folgen oder auf irgendeiner anderen Podcast-Plattform, zum Beispiel bei Apple Podcast oder Amazon oder was wir auch immer toll finden auf Drittplattformen wie Castro, Overcast, Podcast Addict. Also freie Podcatcher, weil dann verpasst ihr das in Zukunft nicht mehr. Denn wenn ihr beispielsweise wirklich aktuell das noch im Daily Drive hört und das noch nicht gefolgt habt, dann werdet ihr bald gar keinen Daily Drive mehr haben und dann habt ihr vielleicht „Was läuft heute?“ nicht mehr. Also das hier wirklich noch mal als ganz offizieller Aufruf: Wenn ihr euch für Filme, Serien und Dokus interessiert und ich kann das zum Beispiel auch aus dem Fediverse von Mastodon bestätigen, sehr viele Leute interagieren da mit uns und sagen: „Ja, toll, diese Arte-Doku, die habe ich auch gesehen.“ Oder was hattet ihr neulich? ADHS oder so war ein Ding, was sehr gut, sehr, sehr viele Reaktionen ausgelöst hat. Wenn ihr sowas nicht verpassen wollt, dann folgt dem Podcast auf eurer Podcast-Plattform der Wahl. Und wenn es Spotify sein sollte, dann wirklich folgen. Also ihr wisst ja, wie das geht. Geht einfach mal drauf und folgt. So heißt es ja bei Spotify mittlerweile. Bei Apple ja auch. Von daher haben sich alle irgendwie auch Folgen mittlerweile geeinigt.
Gibt’s denn, wenn wir schon beim Thema Serien und so sind, aktuelle Serien oder auch Filme oder Dokus, die bei euch irgendwie so hängen geblieben sind, die irgendwas ausgelöst haben, die irgendwie auf den, wie sagt man so schön, Resonanzboden gefallen sind? Abgesehen von „Pluribus“, hatten wir jetzt gerade schon. Ina? Also ich habe eine gesehen zuletzt, die heißt „Younger“. Ich bin da drauf gestoßen und dachte, es gibt nur irgendwie eine Staffel. Dann hat sich herausgestellt, es sind sieben. Das ist bitter. Das geht mir auch manchmal so. Also ich war so: „Hoffentlich geht’s noch weiter.“ Oder ich wollte schon nachgucken, wann es weitergeht, aber es ging sehr lange weiter. So Hauptgewinn, ne? Dann nicht so eine zweite, nein, noch sechs weitere Staffeln. Ja, das ist schon. Mich überfordert das manchmal dann ehrlicherweise. Mir hat’s Spaß gemacht, also auf jeden Fall.
Kann so beides sein. Also was daran so spannend ist, das ist quasi eine Frau, die Hauptfigur in dieser Serie. Und sie lebt in der Vorstadt in den USA und wird von ihrem Mann betrogen und der verspielt ihr gemeinsames Geld. Und sie lässt sich also scheiden und fängt von vorne an in New York und versucht irgendwie wieder in ihren Job einzusteigen und zwar in der Buchbranche und stellt dann fest, dass sie mit 15 Jahren die sie sozusagen ihr Kind aufgezogen hat und zu Hause in der Vorstadt Hausfrau war, jetzt überhaupt nicht mehr reinkommt. Und dann beschließt sie kurzerhand, mit einer Freundin, dass sie sich jetzt einfach als 26 ausgibt. Und dann fängt quasi sozusagen, ja, hat man halt sieben Staffeln Zeit zu sehen, was das alles für mit sich bringt, für Geschichten mit sich bringt, wenn man sozusagen über sein Alter lügen muss und darüber, wann man geboren ist.
Und also spannend, gelesen habe ich davon schon, aber gesehen habe ich es auch noch nicht. Genau, es ist auf der Basis von einem Roman und ist auch ganz spannend, weil sozusagen in dieser Buchbranche in der Serie ganz viele Bücher und ganz viele Assoziationen zur Literaturwelt vorkommen. Also es ist so ein bisschen Literatur und Frauenthemen, aber eben auch, ja, Gesellschaftskritik, weil warum darf man nicht mit 40 noch ganz normal in den Job zurückkehren? So. Also ja, fand ich jedenfalls sehr bestechend und hat Spaß gemacht. Vielleicht nicht sieben Staffeln lang, so, aber irgendwann kommt dann so ein bisschen… Das Ina, du kannst jetzt noch nicht sieben Staffeln rezensieren. Aber ja, aber so ging es mir übrigens. Also so, was ich gerade meinte mit erschlagen. Ich habe irgendwie auf Arte „Rosehaven“ entdeckt. Das ist so eine richtig coole Serie, die so in Tasmanien spielt. So eine Indie, auch geile Musik und so. Und dann habe ich die erste Staffel durchgeguckt und dachte so: „Ach cool.“ Und dann habe ich auch gesehen: „Oh Gott, es gibt noch fünf Staffeln oder so.“ Und dann habe ich so gedacht: „Nee, kann ich jetzt gerade nicht, will ich jetzt gerade nicht weiter.“ Also werde ich irgendwann wahrscheinlich nochmal machen, aber jetzt gerade: nee. So. Also es kann auch in die andere Richtung gehen.
Aber was ist bei dir so? Also ich habe auf jeden Fall was auf meiner Watchlist und zwar hat der „Adolescence“-Autor, muss man sagen, Jack Thorne, der hat eine neue Serie geschrieben oder mitgeschrieben und zwar basierend auf dem Literaturklassiker „Herr der Fliegen“. Und ich muss zugeben, „Outing Adolescence“ habe ich auch noch nicht geguckt, weil ich glaube, es ist keine leichte Kost und ich hatte das Gefühl, ich muss dafür ready sein und das war ich bisher nicht. Aber ich glaube trotzdem, also ich kann mir gut vorstellen, der Typ hat ja jetzt auch Preise für „Adolescence“ mitbekommen. Also „Herr der Fliegen“ ist ja auch ein krasser Stoff, so eine Parabel auf den Nationalsozialismus letztendlich. Kann ich mir vorstellen, dass so eine zeitgenössische Umsetzung davon bestimmt auch sehr spannend ist.
Ja, das klingt richtig gut. Gibt es genau seit dem 24. Februar. Und wie heißt die nochmal? „Herr der Fliegen“, also „Lord of the Flies“, genau, auf Sky. Wow. Ah ja, habe ich mir nochmal notiert. Sehr interessant. Wo ich gerade Arte erwähnt habe, mir fällt noch ein, das ist eine Serie, da bin ich mir ziemlich sicher, dass dir die gut gefallen würde. Und zwar also „Dear Jessie – The Danish Woman“ ist eine Serie mit einer sehr coolen dänischen Schauspielerin. Die spielt eine dänische Geheimagentin, die nach Island zieht, nach Reykjavik, und dort eigentlich ein normales Leben anfangen soll in so einem Wohnblock. Und ihr könnt euch erst denken, es geht alles schief. Sie ist da ein bisschen zu aktiv in diesem Wohnblock und das ist aber sehr, sehr gut. Vor allen Dingen, weil es auch A, es ist geil gespielt und B, es ist eine gute Geschichte und C, es ist auch super Musik. Couscous ist da so dabei, Tina Dico und so. Also auch viele Sachen, die wir irgendwie bei detektor.fm spielen. Islandische Musik ist ja generell ganz spannend und Björk ist, glaube ich, nicht dabei, aber es geht so in diese sehr deepe Richtung und es wird auch viel getanzt. Und ich bin normalerweise kein so großer Tanzfreund. Aber da haut das alles hin. Das passt alles irgendwie gut. Also es ist wirklich eine tolle Serie. „The Danish Woman“ erkennt man gut an so einem roten Helm, die die Hauptdarsteller so und so auffährt in der Arte Mediathek.
Und was ich neulich entdeckt habe, das ist eine ganz alte Kamelle: „Doppelhaushälfte“ hier im ZDF. ZDF Mediathek. Berliner Hipsterfamilie zieht nach Brandenburg. Das kriegt mich natürlich persönlich als jemand, der dort aufgewachsen ist. Und es ist einfach, es ist teilweise absurd, aber auch richtig gut, weil es auch so mit Klischees spielt, so mit Fremdenfeindlichkeit. Und dann ist er aber doch nicht so fremdenfeindlich und also im Gegenteil, dann ist er eigentlich ein warmherziger Typ und andersrum die besonders Korrekte ist dann doch nicht so besonders korrekt und so. Also es bricht mit so sehr vielen tollen Klischees und passt irgendwie auch gut in die Zeit und ist natürlich sehr überspitzt. Aber ich muss sagen, in jeder Episode habe ich mindestens einmal sehr laut gelacht. Also „Doppelhaushälfte“, das ist irgendwie schon von 2021 oder 2022, ist komplett an mir vorbeigegangen, muss ich sagen. Habe ich gerade erst entdeckt. Ein Tipp vom Front, aber gucke ich regelmäßig jetzt rein und gibt es auch mehrere Staffeln? Ich glaube vier mittlerweile. Da habe ich noch so gedacht: Das geht noch. Aber kann ich auch auf jeden Fall sehr empfehlen.
Hast du noch einen Tipp, Ina? Ja, ich mag „High Potential“ auf Disney Plus. Da ist die zweite oder dritte Staffel jetzt draußen. Das ist eine Frau, die hochbegabt ist, also sehr viel durchdringen und verstehen kann und die quasi als Putzfrau in einem Polizeipräsidium arbeitet. Und also sie ist halt so ein bisschen drüber, so ein bisschen aufgetakelt als Typ, so. Und könnt ihr euch vorstellen, so mit einem großen rosa Kaugummi und so. Und ja, vielleicht auch so eine Note von Vulgarität, würde ich mal sagen. Und die löst halt irgendwie nachts versehentlich einen Fall und damit geht das los, dass sie sozusagen Beraterin wird im Polizeipräsidium und einfach so ganz andere Herangehensweisen hat und ganz andere Sachen blickt. Ja, und da gibt es jetzt die nächste Staffel und ich glaube, das ist ziemlich cool. Also starke Frauen.
Wir sind ja auch mitten im März, als ob du mir einen Übergang gebaut hättest. Also vielleicht nochmal zum Mitschreiben: Wer „Was läuft heute?“ gut findet, Serien, Filme und Dokus, folgt dem Podcast, egal auf welcher Podcast-Plattform ihr seid. Wenn ihr das bei Spotify im Daily Drive bisher macht, unbedingt wenigstens bei Spotify folgen. Dann verpasst ihr keine Folgen mehr von „Was läuft heute?“. Und wir haben ja echt ein paar Tipps jetzt raus. Ich finde, das war schon mal eine sehr inspirierende Runde. Danke nochmal dafür. Und du hast gerade angesprochen, es ist ja jetzt auch März, Weltfrauentag, Frauenkampftag, wie auch immer man es nennt. 8. März steht vor der Tür. Da geht es auch weiter. Oder ich sag mal so, wir haben ja auch einen neuen Podcast, einen Mama Podcast und der resoniert ja auch mit dem Thema, logischerweise.
Ja, genau. Wir sind im Februar damit gestartet. „Mama konkret“ heißt der Podcast und da spricht die Influencerin Julie Tan mit ExpertInnen zu jeweils immer einem Thema. Also wir hatten schon Mutterschaft und Arbeit. Wie ist das eigentlich, wenn der Job nicht mehr zum neuen Leben passt, nachdem nicht Mann sondern Frau Mama geworden ist? Wie gehen wir damit um? Und jetzt eben im März sprechen wir mit Patricia Kamarata. Das ist die Fachfrau für Mental Load, also diese ganzen vielen kleinen Aufgaben, die sich im Kopf von Menschen zusammenballen zu einem großen Klumpen und den wir quasi in Paarbeziehungen, wie auch immer die aussehen, eben einfach eigentlich teilen müssten, damit nicht eine Person alleine damit dasteht. Denn am Ende stehen tatsächlich Beziehungen auf dem Spiel. Das ist so ein bisschen das Fazit.
Genau. Aber könnt ihr auf jeden Fall reinhören, kann ich sehr empfehlen, weil es wirklich spannend ist zu sehen, wie die Perspektiven sind von Fachleuten auf unseren Alltag, der eben sehr viel politischer ist, als wir denken und sehr viel mehr eine Rolle spielen könnte. Und das kann ich nur mal zurückgeben als Lob. Also ich meine, ihr habt da auch wirklich tolle Gästinnen, haben wir ja vorhin diskutiert. Mareike Kaiser zum Beispiel ist auch dabei. Also Patricia Kamarata hast du angesprochen, also wirklich tolle Expertinnen, die ja auch wirklich was zu sagen haben zu dem Thema. Also ich finde, es ist ein sehr, sehr hörenswerter Podcast.
Ja, ich freue mich ganz besonders. Wir haben eine Folge aufgenommen, das kann ich schon mal vorwegnehmen, über Körper nach der Geburt. Und da sprechen wir mit Kerstin Lücking. Die ist Hebamme und Podcasterin und die hat mehr als 4000 Geburten begleitet und hat unfassbar viel Erfahrung und hat einfach sehr konkret erzählt und berichtet. Ja, also kommt alles noch. Sehr konkret. „Mama konkret“ heißt der Podcast, findet ihr auch logischerweise auf allen Podcast-Plattformen, die ihr da so gerne nutzt.
Und einen letzten Tipp haben wir noch für den März. Und zwar ein ganz anderes Thema, aber die großen Fragen der Wissenschaft, die stellen ja immer die ganz großen Fragen. Und wenn wir jetzt versuchen, eine Brücke zu bauen, irgendwann kommen die Kinder in die Schule. Und da ist die Frage: Wie sieht eigentlich eine moderne Schule aus? Also im Jahr 2026 braucht man da beispielsweise noch Noten? So ist ja so eine Frage, die sich durchaus stellt. Gibt es auch durchaus ja kontroverse Meinungen? Smartphone? Fragezeichen? Wann fängt der Unterricht an? Das hatten wir auch schon oft. Genau, also bitte nicht um sieben. Aber genau diese Fragen werden da diskutiert in den großen Fragen der Wissenschaft. Und da geht es eben um die gute Schule. Ich glaube, das ist ja ein unendliches Themenfeld. Nicht erst seit PISA wissen wir, wie wichtig das ist. Gleichzeitig muss man ja auch ehrlicherweise sagen, ist da leider in Deutschland in den letzten 10, 15 Jahren nicht so wahnsinnig viel passiert. Es bewegt sich was, aber es dauert alles sehr, sehr lang. Das gucken Sie sich ganz genau an in den großen Fragen der Wissenschaft. Das ist auch noch eine dritte Podcast-Empfehlung neben „Mama konkret“ und „Was läuft heute?“. Und dann würde ich sagen: Vielen Dank, dass ihr da wart. Sehr, sehr gerne. Kommt gut in den März. Machen wir. Ich glaube, wir alle hoffen, dass es weiterhin so sonnig bleibt wie in dieser Woche. Ja, der Frühling hat begonnen. In diesem Sinne, bis bald. Wir hören uns hier wieder Anfang April. Tschüss! Ciao! Tschüss! Alle Beiträge, Reportagen und Interviews können Sie jederzeit nachhören im Netz auf detektor.fm.