Musikzimmer – Ausgabe 11/2015

Das Musikzimmer im November

19.11.2015

Diesen Monat im Musikzimmer: Fraktus erfinden das Internet, Sea Moya verwandeln das detektor.fm-Studio in einen Dancefloor und Tom Liwa hängt die Gitarre doch nicht an den Nagel. Dazu die Demoecke und unsere Band des Monats: Combings.

Das Neueste aus der Musikszene im deutschsprachigen Raum. Bild: detektor.fm


detektor.fm sammelt – für eine neue Sendung am Vormittag


Playlist

  1. Fraktus – Welcome To The Internet
  2. Me And My Drummer – Blue Splinter View
  3. Sea Moya – Twins (detektor.fm-Session)
  4. Bernd Begemann – St. Pauli hat uns ausgespuckt
  5. Combings – Playground (Band des Monats)
  6. Wyoming – Moon Jaunt
  7. Claire – Calling Out
  8. Tom Liwa mit Flowerpornoes – Federkleid (Reingehört)
  9. Vimes – Kyra

Die nächste Musikzimmer-Ausgabe gibt’s am 16. Dezember. Bis dahin läuft immer mittwochs um 19 Uhr im Wortstream die Wiederholung der aktuellen Ausgabe.

Derweil könnt ihr in der Demoecke über unsere nächste Band des Monats abstimmen. Ihr macht selbst Musik? Wir bringen euch ins Radio! Schickt uns eure Songs, am besten per Link (Soundcloud, Bandcamp, Dropbox…) an musikzimmer[at]detektor.fm.


Musikzimmer-News

Blumentopf sagen Servus

Nach fast 25 Jahren haben die Freisinger Hip-Hopper Blumentopf ihre Auflösung bekannt gegeben. Gegründet 1992 von Cajus, Holunder, Schu, Roger und Sepalot haben sie die ganze Zeit in unveränderter Besetzung gespielt. Das erste Album „Kein Zufall“ erschien 1997. Insgesamt acht Alben haben Blumentopf veröffentlicht. Aber es soll kein leiser Abschied werden, im Oktober 2016 werden Blumentopf zwei Abschiedsshows im Münchner Zenith spielen.

Claire veröffentlichen Kurzfilm

Wenn das Leben dir Zitronen gibt, frag nach Salz und Tequila. Unter diesem Motto hat die Münchner Band Claire einen Vorfall aus dem letzten Jahr verarbeitet. Während ihrer Tour durch Großbritannien wurde ihnen der Bandbus und das komplette Equipment geklaut. Durch einen anonymen Anruf tauchte Monate später alles in der kleinen litauischen Stadt Raseiniai wieder auf. Davon inspiriert ist die Band selbst nach Litauen gereist und hat einen Kurzfilm gedreht, der die fiktive Geschichte des anonymen Anrufers erzählt. Dazu hat die Band auch eine EP aufgenommen, alles zu finden unter claireofficial.com.

Deutsches Symphonie Orchester Berlin startet Remix-Contest

„Musik ist die einzige Sprache, die überall auf dieser Welt verstanden wird“ – das hat schon Goethe gewusst. Was er nicht gewusst hat ist, dass im Jahr 2015 klassische und elektronische Musik einander näher gebracht werden sollen. Zu diesem Zweck findet zur Zeit der zweite internationale Remix-Contest des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin statt. DJs und Produzenten weltweit können dabei Auszüge aus dem Finalsatz von Anton Bruckners 4. Symphonie, der sogenannten ›Romantischen‹, neu interpretieren. Der Wettbewerb läuft noch bis zum 31. Januar 2016. Ausgewählte Tracks werden im Anschluss durch das Label Sony Classical veröffentlicht.

Neue Alben in Aussicht

Im Dezember wäre die Sängerin und Schauspielerin Hildegard Knef 90 Jahre alt geworden. Ihr zu Ehren erscheint am 18.12. die Compilation „Für Hilde“, auf der Klassiker und bislang unveröffentlichte Texte zu finden sind. Zu den musikalischen Gratulanten zählen unter anderem Clueso, Cosma Shiva Hagen und Dendemann.

Das neue Album der Liga der gewöhnlichen Gentlemen besteht laut Bernd Begemann aus zehn Songs zwischen Soul, Pop und einer entspannten Kneipenschlägerei. Vom Wahrheitsgehalt dieser Aussage kann man sich ab dem 15. Januar überzeugen, dann erscheint „Rüttel mal am Käfig, die Affen sollen was machen“ bei Tapete Records.

Der Komponist und Pianist Martin Kohlstedt hat befreundete Künstler gebeten, sich mit dem Material seines letzen Albums „Nacht“ auseinanderzusetzen. Das Ergebnis ist „Nacht Reworks„, mit dabei sind unter anderem FM Belfast und Hundreds.

Schlicht und ergreifend „Love“ heißt die neue Platte von Konstantin Gropper alias Get Well Soon. Dass „Liebe“ bekanntlich alles andere als einfach ist, weiß auch Gropper, auf „Love“ besingt er deshalb die Rätselhaftigkeit eben dieser Liebe.

Initiative Musik startet Förderprogramm Digitalisierung

Zeitgemäße technische Infrastruktur – für Clubs dringend nötig, aber ohne Förderung oftmals nicht finanzierbar. Das hat auch die Initiative Musik erkannt und ein neues Förderprogramm gestartet. Dabei sollen kleine und mittlere Clubs bei der Anschaffung digitaler Aufführungstechnik wie Licht- oder Monitormischpulte unterstützt werden. Die Förderungssumme beträgt zwischen 1.000 und 20.000 Euro. Alle Informationen und Antragsformulare sind auf initiative-musik.de zu finden.